Ist die HRE die "Bad Bank" der Deutschen Bank ?
Manche Ideen sind wirklich selten blöd. Heute las ich den Artikel über die Geburtstagsfeier von Josef Ackermann, den Chef der Deutschen Bank, im Kanzleramt, also die Dienstwagenaffäre der Kanzlerin ;-). Ergebnis dieses Lesens ist dieser hoch spekulative Text zum Thema HRE. Die Deutsche Bank hat und hatte Subprime-Kredite in ihrem Portfolio. Das erste Mal Probleme bekam sie 2007, als sie vor Gericht einen Prozess gegen Hausbesitzer verlor, in dem es darum ging nachzuweisen, dass durch die Finanzpapiere, die im Besitz der Deutschen Bank waren, kein Verwertungsanspruch nachzuweisen war. Deutsche Bank in ownership court row Dabei geht es darum, dass die Deutsche Bank nicht nachweisen kann, dass die Immobilienpapiere, die mehrfach zu neuen Paketen zusammen geschnürt wurden, eben zu einer Verwertung von Immobilien säumiger Zahler berechtigen. Die Deutsche Bank selbst gibt in ihrem Zwischenbericht zum 31. März 2009 - Sonstige Eventualverbindlichk eiten unter dem Punkt "Kreditbezogene Rechtsstreitigkeiten" diesbezügliche mögliche Risiken zu. Gleichzeitig hatte aber Josef Ackermanns selbst bereits früher mitgeteilt, dass die Deutsche Bank keinerlei toxische Papiere mehr hält. (siehe Betrachtung im Manager-Magazin) Die Frage lautet: Was nun ? Kommen wir zur HRE. Die HRE wurde in einer Nacht-und-Nebelaktion gerettet, an der auch maßgeblich Josef Ackermann beteiligt war. Dies gibt er freimütig vor dem HRE-Untersuchungsausschuss zu. „Wir haben das Schlimmste gerade noch verhindern können“Am späten Abend des Sonntags habe Steinbrück ihn angerufen; Ackermann habe schließlich 7 der erforderlichen 35 Milliarden Euro angeboten. Steinbrück habe abgelehnt und gesagt, darüber müsse er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen. Diese habe ihn auf dem Handy angerufen; daraufhin habe Ackermann nach Rücksprache mit den Bankvertretern 8,5 Milliarden Euro angeboten.Interessant hierbei, die Deutsche Bank hat 8,5 Mrd. Euro zur Rettung beigetragen. Warum ? Und mehr, mit 7 Mrd. waren anscheinend weder Peer Steinbrück noch Bundeskanzlerin Merkel einverstanden. Warum gibt die Deutsche Bank Geld für die Rettung einer in Schieflage geratenen Bank ohne Gegenforderung, also z.B. einer Beteiligung. Das würde nur Sinn machen, wenn man ein eigenes Interesse daran hat. Also entweder, man hat der HRE selbst Kredite gewährt mit denen die HRE dann spekuliert hat oder man verkauft dafür der HRE toxische Papiere. Benutzt also die HRE als Bad Bank. Das der Staat in Vertretung mit 7 Mrd. nicht zufrieden war, deutet klar auf entsprechende Verstrickungen hin. Und das die Deutsche Bank nachgab schon zweimal. In diesem Zusammenhang ist auch folgende Meldung interessant: Milliardengeschäfte angeblich nicht in HRE-Bilanz. Wieso gibt es bei der HRE Milliardengeschäfte die nicht in der Bilanz auftauchen ? Und wieso wird die HRE verstaatlicht und alle privaten Aktionäre werden aus der Bank gedrängt ? Das macht doch nur wirklich dann Sinn, wenn da was ist, was man verheimlichen möchte. Bleiben noch einige interessante Aussagen aus oben zitiertem Bericht Josef Ackermann - Geburtstagsparty im Kanzleramt
Im Gegenzug könnte sich der Deutschbankier ausbedungen haben, maßgeblich an der Ausarbeitung der Ende 2008 verabschiedeten Bankenrettungsgesetze mitwirken zu können. Für Gesine Lötzsch liegt zumindest der "Verdacht nahe, dass Ackermann der Bundesregierung die Gesetzestexte diktiert hat". Frei nach dem Motto: Was gut ist für die Banken ist gut für Deutschland. Was gut ist für Ackermann ist gut für Merkel. Die Deutsche Bank leistete übrigens nach dem jüngste Rechenschaftsbericht der CDU mit 280.000 Euro die größte Einzelspende an die Merkel-Partei.Mitgeholfen zum eigenen Vorteil steht da ja zwischen den Zeilen schon drin und schön bedanken mit einer Spende.
Erst die selbstbewusste Bemerkung des Schweizers, er würde sich schämen, wenn sein Haus Staatshilfe in der Wirtschaftskrise annähme, hat das Verhältnis zur CDU-Chefin etwas getrübt.Wieso eigentlich. Weil sie weiß, wie sehr der Deutschen Bank geholfen wurde ? Bleibt für mich weiterhin ein seltsamer Wahlkampf in dem nicht wirklich gegeneinander gekämpft wird (CDU gegen SPD) und in den jetzt plötzlich sogar Unruhe zwischen FDP und CDU kommt. Meine Vermutung dazu ist weiterhin, dass da zwei auf die Fortsetzung einer großen Koalition hinarbeiten, weil sie diese wollen oder vielleicht sogar weil sie andere aus bestimmten Regierungsaktivitäten heraus halten müssen, zumindest so lange, bis die HRE-Sache endlich bei den Akten liegt. Digital_Data
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Nun die immer neuen Milliardenlöcher sind aber trotzdem nascheinend unsichtbar, sonst hätte die HRE nicht dauernd neues Geld gebraucht.
Und der ausländische Investor wurde ja schon belohnt, denn hätte man die HRE pleite gehen lassen, wäre alles Geld weg gewesen.
Die Deutsche Bank hat im 4. Quartal 2008 einen Verlust von fast 5 Mrd. ausgewiesen, schwer zu glauben, dass das abschreiben von einer Mrd. die Bank in Schieflage bringt. Ähnlich ist es bei der Allianz, 2,6 Mrd. Euro alleine im dritten Quartal 2008. Es geht auch hier hauptsächlich um Vertrauen, genau wie bei allem anderen auch.
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24.08.2009 - 23:04 Uhr
Nikolaus27
Für die Kredite an die HRE bekommt die Deutsche Bank Zinsen, dies allein wäre allerdings kein lohnendes Geschäft, das wird es erst wenn man die 1 Milliarde Euro heranzieht mit der die HRE bei der Deutschen Bank verschuldet war.
Wäre die HRE zusammengebrochen wäre auch Aufgrund der Forderungen anderer Institute an die HRE das Deutsche Banken und Versicherungssystem(allein die Allianz hatt der HRE 6 Milliarden Euro geliehen) schwer ins Wanken geraten. Dies hätten wohl viele Institute nicht mehr überstanden, man erinnere sich nur an die Verwerfungen auf den Kreditmärkten nach dem Zusammenbruch von Northern Rock oder der Pleite von Lehman.
Die angeblichen Milliardengeschäfte die nicht in der Bilanz auftauchen waren zudem eine Medienente die von Reportern erfunden worden ist die von Bilanzierung keine Ahnung haben.
Alle haben über diese Zahlen dann berichtet die Wahrheit aber ist
das es sich hierbei um Absicherungen handelt um das Risiko zu vermeiden nicht zusätliches zu schaffen.
Die Privataktionäre hat man rausgedrängt, weil man im Wahlkampf Medienberichte ala " Die Bundesregierung päpelt amerikanischen Großaktionär mit Steuergeldern auf" verhindern wollte