Singen vs. Ironie - wie CDU und SPD im Web Wahlkampf machen
Älteren Lesern ist Leslie Mandoki als Sänger der Band Dschinghis Khan bekannt. Für jüngere Leser wird der schnauzbärtige Musiker ab sofort Popularität als "Komponist der Kanzlerin" erlangen. Mandoki hat nämlich - verrät der CDU-YouTubekanal - "den teAM Deutschland-Song komponiert".Mit diesem Lied - laut Bild "im Stil von Silbermond und Juli" - will die CDU offenbar die Herzen ihrer potenziellen Wähler erobern. Dabei greift die Partei mit "Wir sind Wir" auf einen Songtitel zurück, mit dem Paul van Dyck im Jahr 2004 bereits einen Hit hatte. jetzt.de dokumentiert den Text der CDU-Hymne, die von Mandoki produziert und von Nathalie Tineo und Matthias Monka gesungen wird:
"Das Licht von morgen ist erwacht, die Zeichen sind erkannt. Vertrauen ist die wahre Macht. Nur die Wirklichkeit hat Bestand. Dinge drehen sich viel zu schnell. Verrückte Zeit, verrückte Welt. Halten wir fest was zählt.
Ref: Wir sind jetzt und wir sind Wir. Voller Kraft und Hand in Hand. Wir sind stark und wir sind hier. Klare Sicht und schönes Land. Mit dem Licht von morgen in der Hand haben wir die Zeichen der Zeit erkannt und erreichen unser Ziel mit Herz und mit Verstand.
Der Moment, der Weichen stellt. Hier im Strom der Zeit. In den Augen klar der Blick. In uns drin endlos weit. Keine Zeit mehr zu verlieren. Kannst du den Wind von morgen spüren? Die Zukunft schon heute berühren?
Ref: Wir sind jetzt und wir sind Wir. Voller Kraft und Hand in Hand. Wir sind stark und wir sind hier. Klare Sicht und schönes Land. Mit dem Licht von morgen in der Hand haben wir die Zeichen der Zeit erkannt und erreichen unser Ziel mit Herz und mit Verstand.
Es ist dieser Augenblick.
Und er nimmt uns alle mit.
Wir sind wir und Schritt für Schritt geht in die Zukunft unser Blick. Immer weiter Stück für Stück.
Ref: Wir sind jetzt und wir sind Wir. Voller Kraft und Hand in Hand. Wir sind stark und wir sind hier. Klare Sicht und schönes Land. Mit dem Licht von morgen in der Hand haben wir die Zeichen der Zeit erkannt und erreichen unser Ziel mit Herz und mit Verstand.
Aber auch die SPD nutzt die Weitererzähl-Logik von YouTube und hat einen ungewöhnlichen Werbespot ins Netz geladen. Dabei setzen die Sozialdemokraten weniger auf das Musik- als auf das Ironie-Verständnis ihrer Wähler und imitieren einen CDU-Spot:
- Wer hat Schuld am Hunger? 16.12.2011
- Durchschnittsbürger für Obama 05.04.2011
- Mit der Handkamera durchs Erdbebengebiet 28.03.2011
- 18 Millionen mal gesehen, Millionen mal gemobbt 22.03.2011
- Liebe Afrikaner! 17.03.2011
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
Da gibt die Union doch sehr schön ihre Rückwärtsgewandheit und Planlosigkeit für die Zukunft zu. Früher, noch ohne Internet und allem anderen war alles besser. Epic Fail.
Da hilft auch kein pathetischer Popsong.
Beru sagte:
wieso eigentlich teAM? AM?!?!? WTF?!?!?
AM =A-ngela M-erkel
danke! :) ^^
muss einem aber nicht peinlich sein oder? ;)
obwohl, schwarz gelb könnte zu grausam werden.
man weiß heute echt nicht mehr. was man wählen soll. wenn überhaupt.
Alle Kommentare anzeigen








0
17.08.2009 - 18:51 Uhr
HannesB