13.08.2009 - 11:59 Uhr

4 110 Über Twitter weiterempfehlen

Hilfe, die Welt will was von uns

Text: meredith-haaf

Sie sind ängstlich, lieb und unfähig, Verantwortung zu übernehmen - was ist bloß mit der Generation der 25-Jährigen los? Acht Thesen einer Betroffenen.

1. Meine Generation ist geschwätzig Vor einiger Zeit warb ein Mobilfunkanbieter mit dem Slogan »Quatsch dich leer«. Der Werbefilm zeigte Früh- bis Spätzwanziger, deren Körper im Laufe endloser Telefonate so lange an Volumen verloren, bis sie am Ende nur mehr als platte Hüllen auf dem Boden lagen, mit übergro-ßen, unbeirrt schwatzenden Köpfen. Selten habe ich in den Medien ein so zutreffendes Bild meiner Generation gesehen. Denn wenn es eins gibt, das sie quer über alle Grenzen von Wohlstand, Bildung oder Ethnie hinweg eint, dann das hemmungslose Mitteilungsbedürfnis. Wir posten Weblinks bei Twitter, laden Fotos bei Flickr hoch, aktualisieren unsere Statusmeldungen bei Facebook und scheuen dabei keine Banalität. Eine meldet, dass sie mit ihrem Boyfriend chillt, die andere brät sich ein Steak – »Mmm, lecker« –, der Nächste kratzt sich am Kopf. Die Grunger und Raver vor uns waren süchtig nach Party, Drogen und merkwürdiger Synthetikkleidung. Wir sind vor allem süchtig danach, etwas zu sagen. Egal, was.
2. Wir sind nicht fähig, Kritik zu üben Um noch kurz online zu bleiben – das Geschäftsmodell von Facebook und Twitter lebt davon, Nutzer möglichst häufig auf ihre Seiten zu ziehen und dort möglichst aktiv zu halten. Interaktion findet aber vor allem in Form von Lob statt. Jeder für gelungen befundene Inhalt wird mit Kommentaren, Followern oder dem »I like«-Daumen belohnt. Erscheint etwas hingegen unangemessen oder langweilig – keine Reaktion. Diese Tendenz zur Affirmation fällt mir auch an der Universität auf. In München habe ich die Vorlesung eines Professors für Wirtschaftsethik gehört, dessen Haupterrungenschaft es ist, die neoliberale Wirtschaftsordnung als Apriori einer neuen Ethik eingeführt zu haben. Im Zuge seiner Ausführungen verteidigte er Kinderarbeit als historisch notwendigen Schritt zur Industrialisierung ärmerer Regionen. Aus den Reihen der Studenten kam kein Wort des Widerspruchs, außer: »Oh Mann, so kommen wir mit dem Stoff ja nie bis Semesterende durch!« 3. Wir wissen, was auf uns zukommt – und haben: Angst Klar, keine Generation vor uns ist so sicher, wohlhabend und mobil aufgewachsen. Doch wer Ende zwanzig ist oder jünger, dessen Zukunftsmusik wurde ihm als Dreiklang aus Arbeitslosigkeit, Klimawandel und Energiekrise vorgespielt. Dass Konkurrenzfähigkeit wichtiger ist als Solidarität, ist inzwischen die Kernbotschaft unseres Bildungssystems. Wir erben eine Welt, deren Natur sich unaufhaltsam verändert – und nicht zum Besseren – und deren Wirtschaftsordnung immer mehr Menschen ausschließt. Dem entgegenzusetzen haben wir aber nur Fleiß, Konsum, Kommunikation und als Hauptantrieb die Angst. Nicht vor Überwachung und auch nicht ernsthaft vor Terrorismus, sondern davor, keinen Platz in dieser Welt zu finden. Und Angst ist alles Mögliche, nur nicht produktiv. 4. Meine Generation hat keine Subkultur Die Generationen vor uns haben stets zu einer Form des Ausdrucks gefunden, mit der sie ihr Missfallen an Werten, Lifestyle oder am Kulturbegriff ihrer Vorgängergenerationen und der Massenkultur anzeigten. Hippies gegen Materialismus, Popper gegen Spiritualismus, Punks gegen Hygienismus. Meine Generation macht einfach alles irgendwie ein bisschen. Die zwei Alternativen zum Mainstream heißen Emos und Hipster. Die einen sind eskapistische Heulsusen, die anderen definieren sich über ein ganz bestimmtes Lifestyleprogramm, das sich aus diversen Posen (ein altes Rennrad fahren), Konsum (MacBooks, enge Hosen, Hornbrillen) und ironischen Anspielungen (billiges Bier, Pornoästhetik) zusammensetzt. Hipsterkultur grenzt sich gegen nichts ab außer gegen den Hipster von gestern. Sie bringt wenig hervor außer einer Ansammlung von Konsumvorgaben. Auf der nächsten Seite: Die 25-Jährigen fürchten die Konfrontation, sind sich für nichts zu schade und lieben ihr gestörtes Körperbild.


Neue Magazin-Texte:
Textoptionen
Mehr Texte von
meredith-haaf
Mehr Texte zum Label
SZ-Magazin
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
110 Kommentare

speichern
Laudi
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 12:13 Uhr
Laudi

ob sonne oder regen, ich bin dagegen!

ichbinindertelefonzellemensch
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 12:20 Uhr
ichbinindertelefonzel…

jetzt.de sagte:
Und Angst ist alles Mögliche, nur nicht produktiv.
!


das halte ich fuer bloedsinn.

gamine
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 12:27 Uhr
gamine

so ein schwachsinn.

einfach nur labern?

kommunikation ist das zentrale element im menschlichen leben. kommunikation und sprache ist das, was den menschen vom tier unterscheidet. kommunikation ist das, was menschen schon immer am liebsten getan haben.

so. wollt ich nur mal gesagt haben.

ansonsten ist das eine aneinanderreihung von klischees.

schuechternes_Weissbrot
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 12:29 Uhr
schuechternes_Weissbrot

Doch, im engen Sinne des Wortes schon. Angst "führt" nicht "zu" (ducit pro) etwas, sondern von etwas weg. \klugscheißmodus aus
Außerdem finde ich ihre Beobachtungsgabe bewundernswert und stimme ihr zu. (Ist das jetzt Punkt 2?)

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 12:30 Uhr
schuechternes_Weissbrot

ich bezog mich auf "binindertelefonzelle". Und doch, ich finde diesen Kommunikationsüberschuss, den manche Menschen betreiben, ebenfalls sehr lästig, denn wer will schon wissen, ob User Manfred123 jetzt sein Steak schmeckt, oder nicht.

HannesB
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 12:34 Uhr
HannesB

ad 1.: Quatsch.
ad 2.: Quatsch.
ad 3.: Quatsch.
ad 4.: Quatsch.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

9

13.08.2009 - 12:37 Uhr
HannesB

und ich verbitte mir dieses anbiedernd vereinnahmende "wir".

schuechternes_Weissbrot
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 12:39 Uhr
schuechternes_Weissbrot

Hm ich hoffe dass ich hier jetzt nicht zuviel rumspamme, aber ich denke, dass die Autorin auch sagen möchte, dass sich die Art der Kommunikation geändert hat. Wenn man Briefe schreibt oder sich aug in Aug begegnet (wie das früher der Fall war), beschränkt man seine Kommunikation auf wesentliche, auf interessante und unterhaltsame Dinge. Man disputiert vielleicht über Politik oder ratscht ein bißchen mit dem Nachbarn über Kochrezepte. Wenn aber Facebook, Twitter und Co. unendlich viel Platz für grenzdebiles Gedöns lassen, beglücken uns manche Leute frequentiert mit Mentaldünnschiss wie "ziehe mir jetzt meine Schuhe an". Ich verweise auf: http://www.thedoghousediaries.com/?p=591

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 12:41 Uhr
schuechternes_Weissbrot

Eine These mit "Quatsch" abzukanzeln, ist nicht gerade ein Zeichen für Diskussionsfähigkeit. Ich persönlich konnte alle 4 (eigentlich 8, lies mal die Quelle weiter) Symptome schon bei mir und anderen Menschen feststellen.

Cate81
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 12:51 Uhr
Cate81

Stichwort Kommunikation heutzutage, auch wenn's nicht zu 100 Prozent zum Thema passt:

Was mich tierisch nervt, sind diese immergleichen Sätze von Leuten, die in öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Handy angerufen werden: "Du, ich sitz grad im Zug / Bus....blablabla......hallo?....bist du noch da?.....Ja, die Verbindung ist echt...hallo?....Hallooo?"

ichbinindertelefonzellemensch
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 12:59 Uhr
ichbinindertelefonzel…

Cate81 sagte:
Stichwort Kommunikation heutzutage, auch wenn's nicht zu 100 Prozent zum Thema passt:

Was mich tierisch nervt, sind diese immergleichen Sätze von Leuten, die in öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Handy angerufen werden: "Du, ich sitz grad im Zug / Bus....blablabla......hallo?....bist du noch da?.....Ja, die Verbindung ist echt...hallo?....Hallooo?"


geht mir auch so.

sodawasser
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 13:00 Uhr
sodawasser

frage an frau haaf: wieviele soziologiestudenten melden laut zweifel an, wenn sie sich konstrutivismusvorlesungen ihrer 70er-jahre prof-fossile anhören müssen ? ;-)

keos
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 13:08 Uhr
keos

boah immer dieses "meine generation". wenn die so ist, gehöre ich nicht dazu, und ganz viele leute aus meinem umfeld auch nicht.
wieso kommt eigentlich niemand mal auf die idee, das positive an "unserer generation" zu formulieren?

Aporia
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 13:09 Uhr
Aporia

Doch wer Ende zwanzig ist oder jünger, dessen Zukunftsmusik wurde ihm als Dreiklang aus Arbeitslosigkeit, Klimawandel und Energiekrise vorgespielt. Dass Konkurrenzfähigkeit wichtiger ist als Solidarität, ist inzwischen die Kernbotschaft unseres Bildungssystems.

Ja! Ich erinnere nur an das Stichwort »ein Lebenslaufleben leben«...

YeniMuc
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 13:16 Uhr
YeniMuc

"Dass Konkurrenzfähigkeit wichtiger ist als Solidarität, ist inzwischen die Kernbotschaft unseres Bildungssystems." - Stimmt

"Angst davor, keinen Platz in dieser Welt zu finden." - Plausibel

"Und Angst ist alles Mögliche, nur nicht produktiv." - Bedingt. Angst kann uU der Motor für Produktivität sein.

andrew_largeman
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 13:18 Uhr
andrew_largeman

Vielleicht sollte sie weniger Seminare besuchen. Da passiert nun wirklich nichts.

arunda
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

8

13.08.2009 - 13:18 Uhr
arunda

immer diese generationen-artikel. nerven langsam...

YeniMuc
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 13:21 Uhr
YeniMuc

Aporia sagte:
Ja! Ich erinnere nur an das Stichwort »ein Lebenslaufleben leben«...


Ein Skill-Leben sozusagen ;-) Nur, worin bestehen denn die Skills der "unter Angst" lebenden Generation der 25-Jährigen?

__xxx__
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 13:34 Uhr
__xxx__

keos sagte:
wieso kommt eigentlich niemand mal auf die idee, das positive an "unserer generation" zu formulieren?


Gibt's da denn was?

Joaosun
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 13:43 Uhr
Joaosun

__xxx__ sagte:
keos sagte: wieso kommt eigentlich niemand mal auf die idee, das positive an "unserer generation" zu formulieren?Gibt's da denn was?


ich meine allerdings

keos
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 13:48 Uhr
keos

@xxx: ja, ich denke, da gibt es was. so viel wie bei jeder anderen generation, schätzungsweise. vielleicht ist das ein unterschied, ob man in deutschland oder in der schweiz lebt, so wie ich, aber das will ich eigentlich nicht glauben.
die medienkompetenz unserer generation find ich persönlich zum beispiel etwas positives (und etwas, das uns von unserer "elterngeneration" abgrenzt!), genauso wie die mobilität. kann man natürlich alles immer umdeuten =)
grundsätzlich ist der text für meinen geschmack nicht ganz schlüssig (emos über 25?!)dass wir mit klimaerwärmung und wirtschaftskrisen grossgeworden sind - so what? was sollen die generationen zum thema zukunftsperspektiven sagen, die zu den hochzeiten des kalten krieges gross wurden?

Freiheitsliebe
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 13:50 Uhr
Freiheitsliebe

- warum müssen professoren nur immer ständig "apriori" sagen!? weit her kann es mit deren wortschatz ja dann auch nicht sein. parasiten mit c-besoldungs-eingruppierung, das.

- mangelnde kritikfähigkeit: das kann schon sein!

ansonsten: gehöre ich nicht zu dieser generation und mag ebenfalls diese ganzen generationen-artikel und -bücher ebenfalls nicht.

und schon die alten römer sagten:"nichts ist so verdorben, wie unsere jugend, heutzutage."

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 13:54 Uhr
alcofribas

5. Wir fürchten die Konfrontation (...) Ihr liegt ein tiefes Misstrauen gegenüber der Opposition an sich zugrunde. Den Begriff »Opportunist«, das härteste Schimpfwort meiner Eltern, benutzt heute niemand mehr.

stimmt. wer in den verdacht gerät, in opposition zu stehen, egal zu was, kann seinen lebenslauf eigentlich gleich in die tonne kloppen.

Karamelleis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 13:55 Uhr
Karamelleis

oh mein gott,darauf habe ich gewartet.aber ich lese erst mal. ;)

querspieler
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 13:55 Uhr
querspieler

keos, wobei das mit der Medienkompetenz eine Tautologie ist - die aktuelle junge Generation jeder Zeit kam mit der aktuellen Technologie/ den aktuellen Medien usw. schon immer am besten zurecht, würde ich mal behaupten, ist also keine Auszeichnung. Also, noch ein besseres Beispiel finden ;)
Und der kalte Krieg hat uns "ältere Generation" politisiert, was ich positiv sehen würde.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 13:57 Uhr
Gargoyle

Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Ich hab mir beim Lesen nur ständig gedacht "Genauso ist es, genauso ist es", und das noch so konzentriert auf zwei Seiten auf den Punkt gebracht. Respekt. Und dass der Artikel den wunden Punkt voll trifft, wird ja auch schon daran deutlich, wie sich hier einige sofort auf den Schlips getreten fühlen - aber statt mit sinnvollen Gegenargumenten der Autorin den Wind aus den Segeln zu nehmen, nur mit "Quatsch!" reagieren.

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 13:59 Uhr
alcofribas

querspieler sagte:
keos, wobei das mit der Medienkompetenz eine Tautologie ist - die aktuelle junge Generation jeder Zeit kam mit der aktuellen Technologie/ den aktuellen Medien usw. schon immer am besten zurecht, würde ich mal behaupten, ist also keine Auszeichnung. Also, noch ein besseres Beispiel finden ;)Und der kalte Krieg hat uns "ältere Generation" politisiert, was ich positiv sehen würde.


ja, und was politisiert die "jetzige" generation? die piratenpartei mit "alles für alle und zwar umsonst"? tolle wurst.

heiner70c
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 14:00 Uhr
heiner70c

hm

querspieler
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 14:02 Uhr
querspieler

Drum find ich den Artikel zwar im Detail nicht ganz korrekt aber die Diagnose im ganzen schon zutreffend. Also los, bemüht euch, muss doch mehr in der heutigen Jugend stecken!

lolita
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 14:04 Uhr
lolita

In München habe ich tatsächlich oft das Gefühl, dass meine Generation satt, gelangweilt und angepasst ist und lediglich nach einem guten Job und einem dicken Bankkonto strebt - aber das ist doch nicht überall so.

Karamelleis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

13.08.2009 - 14:13 Uhr
Karamelleis

lolita sagte:
In München habe ich tatsächlich oft das Gefühl, dass meine Generation satt, gelangweilt und angepasst ist und lediglich nach einem guten Job und einem dicken Bankkonto strebt - aber das ist doch nicht überall so.

da kann ich nur zustimmen. wir sind satt und gelangweilt. es gibt nichts zu erobern für mich. ich mache meinen job um zu leben,mehr nicht.
und jetzt schreib ich ne mail an meinen rentenversicherungsberater.

Aporia
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 14:14 Uhr
Aporia

alcofribas sagte: die piratenpartei mit "alles für alle und zwar umsonst"? tolle wurst.

Neenee, Alco, so einfach ist das mit der Piratenpartei nicht. Man mag von ihr als Organisation halten was man will. Aber es geht da ja schon um die grundsätzliche Frage, ob Ideen jemandem gehören dürfen. Es ist doch offensichtlich, dass durch die ganze Patentiererei und Copyright etc. auch viele, viel gute Ideen in Schubladen versauern. Da müssen wirklich andere Verwertungsmodelle entwickelt werden.

Überhaupt die ganze Besitzfrage... -- Edward Bellamys »Looking Backward« (von 1888!) ist da ein guter Ausgangspunkt, kann ich nur empfehlen.

tigerlilli44
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 14:14 Uhr
tigerlilli44

Mich stört, dass hier ein einzelner Mensch "dieser Generation" (ein Begirff, den ich sonst nur von alten Damen in der U-Bahn höre, wenn sie mal wieder über die Jugend von heute meckern) das kollektive wir gebraucht. Ich sehe das ganze etwas anderes und kenne aus meinem Umfeld auch herzlich wenig Leute, die dieser Darstellung entsprechen.
Für jeden noch so kleinen Mist werden zig Leute gefragt und ausgerechnet hier soll eine für alle stehen?

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

14

13.08.2009 - 14:14 Uhr
eisengrau

Die Autorin sagt viel Richtiges, aber ich würde es nicht als Merkmal einer Generation um die 25 sehen, sondern als gesamtgesellschaftliches Phänomen.

Bsp. Geschwätzigkeit. Es darf ja keine Minute mehr vergehen, die nicht mit Gespräch gefüllt ist. Ob in der Kneipe, im Betrieb, in den Medien.
Früher zogen noch wortkarge Desperados in endlosen Einstellungen über die Kinoleinwände und Bildschirme. Heute wird sogar jedes noch so kurze Home-Movie mit Voiceover-Kommentar unterlegt. In Krimiserien gibt es keine minutenlangen Kloppereien mehr, sondern fünf Leute im Anzug stehen um einen Schreibtisch herum und...? Genau: reden, reden, reden. Und wer dagegen hält, diese Serien seien doch extra für 25jährige so gemacht, dem sei gesagt: Für alle unter 20 und über 40 machen sie noch viel Schlimmeres, nämlich Talkshows und hysterische Comedy.

Es ist als hätten die Leute den Aberglauben entwickelt, ihre Seele würde von bösen Dämonen gestohlen, wen sie mal eine Minute die Klappe hielten.

@cate81: Wenn jemand im Zug sitzt und dem Anrufer sagt, dass er im Zug sitzt, ist das ja noch okay.
Aber was Menschen im Zug alles in ihre Handys brüllen, was eigentlich niemanden was angeht, da zieht es mir manchmal fast die Schuhe aus: Krankheiten, Liebesangelegenheiten, eigentlich vertrauliche Geschäftsinformationen und immer wieder vollkommen überzogenes Geschimpfe. Wozu glauben die Menschen, dass man früher die Telefone in Zellen gehängt hat?

So, und ich merke gerade, die Neigung zur Geschwätzigkeit macht auch vor mir nicht halt.

Aporia
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 14:18 Uhr
Aporia

eisengrau sagte: Früher zogen noch wortkarge Desperados in endlosen Einstellungen über die Kinoleinwände und Bildschirme.

Ich empfehle den aktuellen Jim Jarmusch...

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 14:19 Uhr
wollmops

eisengrau sagte:
Die Autorin sagt viel Richtiges, aber ich würde es nicht als Merkmal einer Generation um die 25 sehen, sondern als gesamtgesellschaftliches Phänomen.


auf jeden Fall. deswegen ist dieses Generationengequatsche auch so grundfalsch.

_noemie_
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 14:35 Uhr
_noemie_

Also "Opportunist" ist immer noch mein absolutes Lieblingsschimpfwort. Vor allem weil ich es doch in meiner Umgebung und manchmal wohl auch an mir selbst, sehr häufig anwenden kann.

lolita
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 14:36 Uhr
lolita

Ich meine, es gibt tatsächlich massig viele Möglichkeiten, um einen Unterschied zu machen und in jedem Moment darüber nachzudenken, ob das gerade Getane, Gekaufte etc eigentlich sein muss. Und Mündigkeit bedeutet, dass man sich überall zu Wort melden kann – nicht nur mit Beschwerden, sondern mit Alternativvorschlägen oder gleich mit der Bitte um die Möglichkeit mitzuarbeiten.

__xxx__
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 14:47 Uhr
__xxx__

Joaosun sagte:
__xxx__ sagte:
keos sagte: wieso kommt eigentlich niemand mal auf die idee, das positive an "unserer generation" zu formulieren?Gibt's da denn was?


ich meine allerdings


Na dann, bin gespannt. Was denn so?

madguitar
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 15:00 Uhr
madguitar

das wichtigste merkmal "unserer" generation hat frau haaf wohl vergessen: permanentes gejammer (siehe text UND kommentare)

Karamelleis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

6

13.08.2009 - 15:03 Uhr
Karamelleis

madguitar sagte:
das wichtigste merkmal "unserer" generation hat frau haaf wohl vergessen: permanentes gejammer (siehe text UND kommentare)

und alles verallgemeinern.

YeniMuc
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 15:04 Uhr
YeniMuc

@alle WIR-Verweigerer: Was habt IHR nur gegen diese "Wir" Form? Diejenigen, die am lautesten schreien, entlarven sich doch am ehesten als nicht kritikfähig und passen somit exakt in das beschriebene Muster. Dies ist kein Angriff, nur eine Mutmaßung.

madguitar
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 15:06 Uhr
madguitar

Karamelleis sagte:
und alles verallgemeinern.


genau. ich stelle mich gerne als paradebeispiel zur verfügung. stellvertretend für alle anderen meiner generation, versteht sich.

Karamelleis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

13.08.2009 - 15:09 Uhr
Karamelleis

madguitar sagte:
Karamelleis sagte:
und alles verallgemeinern.


genau. ich stelle mich gerne als paradebeispiel zur verfügung. stellvertretend für alle anderen meiner generation, versteht sich.

damit komme ich klar,denn ich habe angst vor kritik und mir ist eh alles egal.

kachel
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 15:10 Uhr
kachel

Kann man diese animierte Werbung auf der SZ-Seite irgendwie ausschalten? Diese flimmernde Scheiße macht mich ganz wahnsinnig beim Lesen. Ein einziges Ärgernis.

*nörgelnörgel*

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

13.08.2009 - 15:26 Uhr
alcofribas

was mich verstört: "wir"-kritik gut und schön, aber doch ein nebenkreigsschauplatz. oder weicht man darauf aus, weil die wahrheit doch zu weh tut?

Freiheitsliebe
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 15:51 Uhr
Freiheitsliebe

Karamelleis sagte:
lolita sagte: In München habe ich tatsächlich oft das Gefühl, dass meine Generation satt, gelangweilt und angepasst ist und lediglich nach einem guten Job und einem dicken Bankkonto strebt - aber das ist doch nicht überall so.da kann ich nur zustimmen. wir sind satt und gelangweilt. es gibt nichts zu erobern für mich. ich mache meinen job um zu leben,mehr nicht. und jetzt schreib ich ne mail an meinen rentenversicherungsberater.


naja. gibt doch viel zu erobern. das weltall zum beispiel. oder die frage, was die welt im innersten zusammenhält, etc...alles hochinteressant, eigentlich. nur leider verlieren die meisten menschen im zuge des "erwachsen-werdens" ihre kindliche neugier und man nimmt alle dinge als "gegeben" hin.

lolita
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 15:51 Uhr
lolita

Nein, so viel mehr gejammert als in anderen Generationen wird hier wohl nicht. Viel eher wird alles analysiert, bis nichts mehr da ist, es Argumente für und gegen alles gibt und keiner mehr weiß, ob es da noch etwas gibt, wofür man in den Krieg ziehen sollte. Und das Analysieren wurde uns perfekt beigebracht - Analyse von uns, unserer Arbeit und anderen.

AllesOderNichts
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 15:52 Uhr
AllesOderNichts

das ist doch quatsch.

angefangen damit, dass hipster sich angeblich gegen nichts abgrenzen, im gleichen atemzug wurde auf die abgrenzung zu den emos hingewiesen. und dass hipster wenig hervorbringen, ist auch schmarrn, andy warhol war auch ein hipster seiner zeit (hieß da nur noch anders). man muss doch nicht immer irgendeinen jugendkulturbutton am revers tragen, dem man sein ganzes schaffen unterordnet. schubladendenken.

und die unterstellung, dass "wir" alles aus angst tun, ist auch kacke. erstens habe ich wesentlich mehr angst vor terror und krankheiten als vor arbeitslosigkeit. außerdem bin ich faul und hänge während meiner arbeitszeit bei jetzt.de rum und mache mir darüber null sorgen. abgesehen davon ist es auch ein widerspruch, dass angst einerseits nicht produktiv sein soll, wir aber alle nur konsumieren. die konsumgüter produziert ja wohl auch jemand (nämlich die hipster, die die magazine machen, die wir lesen, die musik, die wir hören usw.).

ach, es nervt. "wir" am arsch.

karrrrrrak
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-4

13.08.2009 - 15:57 Uhr
karrrrrrak

die kommentare sind ein schönes spiegelbild des oben geschriebenen textes.
pseudokritische haltungen die meinen kritik = nörgeln sind ein beispiel dieser inhaltsleeren geschwätzigen generation.
und das spaß-diktat ist ein ausdruck von interessenlosigkeit.

ernste grüße an die kommentatoren.

barthes
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

13.08.2009 - 16:06 Uhr
barthes

alcofribas sagte:
was mich verstört: "wir"-kritik gut und schön, aber doch ein nebenkreigsschauplatz. oder weicht man darauf aus, weil die wahrheit doch zu weh tut?



Die Hybris solcher Texte ist doch, dass immer ein diffuses "Wir" benutzt wird, welches sich vor allem aus der Biographie des Autors oder wenig repräsentativen Milieustudien (alte Rennräder, Web 2.0 und Emo-Hipster) konstituiert und aus dieser heraus Forderungen stellt. Hier heißen diese zum Ende hin: „Weniger Gelaber, mehr Action.“

Ein paar Kilometer abseits von Fhain oder Bells Creek stellen sich die Probleme, Wünsche und Hoffnungen der "Generation 25" schon wieder ganz anders dar.

cail
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 16:23 Uhr
cail

x. meine generation interessiert sich für nichts außer sich selbst. und scheut jeden einsatz für "größere ziele".

um bei den dämlichen allgemeinplätzen zu bleiben. ich find mich da nicht wieder, bei keinem einzigen punkt.

rocket_scientist
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

7

13.08.2009 - 16:24 Uhr
rocket_scientist

karrrrrrak sagte:
die kommentare sind ein schönes spiegelbild des oben geschriebenen textes.pseudokritische haltungen die meinen kritik = nörgeln sind ein beispiel dieser inhaltsleeren geschwätzigen generation.und das spaß-diktat ist ein ausdruck von interessenlosigkeit.ernste grüße an die kommentatoren.


karrrrrrrk is'n schreihals.

diejodie
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

6

13.08.2009 - 16:25 Uhr
diejodie

barthes sagte:

Die Hybris solcher Texte ist doch, dass immer ein diffuses "Wir" benutzt wird, welches sich vor allem aus der Biographie des Autors oder wenig repräsentativen Milieustudien (alte Rennräder, Web 2.0 und Emo-Hipster) konstituiert und aus dieser heraus Forderungen stellt. Hier heißen diese zum Ende hin: „Weniger Gelaber, mehr Action.“

Ein paar Kilometer abseits von Fhain oder Bells Creek stellen sich die Probleme, Wünsche und Hoffnungen der "Generation 25" schon wieder ganz anders dar.


word. "wir" ist in dem fall studenten in großstädten, die sich über ihr finanzielles auskommen keine existenziellen sorgen machen müssen. ob das die mehrheit der 25-jährigen ist, weiß ich nicht, ganz sicher sind es aber nicht alle.
vielleicht mal wieder statt "wir" einfach "ich und meine freunde " schreiben? ach, nee, geht ja nicht, "ich" darf ja in artikeln nicht mehr vorkommen.

karrrrrrak
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 16:30 Uhr
karrrrrrak

rocket_scientist sagte:
karrrrrrak sagte:
die kommentare sind ein schönes spiegelbild des oben geschriebenen textes.pseudokritische haltungen die meinen kritik = nörgeln sind ein beispiel dieser inhaltsleeren geschwätzigen generation.und das spaß-diktat ist ein ausdruck von interessenlosigkeit.ernste grüße an die kommentatoren.


karrrrrrrk is'n schreihals.

soviel zum schubladendenken!

keos
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 16:31 Uhr
keos

je länger ich drüber nachdenke, desto komischer fühlt sich das hier an. es ist verdammt bequem, jetzt zu sagen: na gut, ich gehör zu dieser generation, an uns ist nichts positiv, wir sind verweichlicht und haben angst und praktikum und sowieso - aaber: die welt ist schuld daran, denn sie ist böse und mag uns nicht, wir wurden schon so aufgezogen und können eigentlich nichts dafür. fantastisch.

wo sind die vorschläge, wie man es besser machen könnte? wieso nur konstatieren, was daneben läuft?

letzten endes geht es doch darum, was jemand aus seinen ressourcen macht. ob man sprüche wie "hilfe, die welt will was von uns" nicht lieber in "toll, die welt braucht uns" umwandeln sollte.
selbstwertgefühl kommt nicht vom rumsitzen und jammern.

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 16:32 Uhr
eisengrau

diejodie sagte:

vielleicht mal wieder statt "wir" einfach "ich und meine freunde " schreiben? ach, nee, geht ja nicht, "ich" darf ja in artikeln nicht mehr vorkommen.


Sagen wir mal so: Acht Thesen zum Thema Ich hätte ich mir erst gar nicht durchgelesen.

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

13.08.2009 - 17:46 Uhr
riesenherz

1
Natürlich findet sich der offenbar für notwendig erachtete Kotau gegenüber den immanenten Stilregeln gehobenen Boulevard-Journalimus'. (Generation, wir, verallgemeinern, plakative Beispiele). Aber da möchte ich die Kritikaster erst mal sehen, die diese Regeln nicht beachteten: deren Artikel würden einfach nicht gedruckt.

2
Den Thesen würde ich im Wesentlichen zustimmen wollen: so erlebe ich sehr viele Angehörige der angesprochenen Generation. Eine der Hauptursachen für dieses Verhalten, für diese Weltsicht (oder den fehlenden Weltzugang;), sehe ich in der pragmatischen Wende. Und da ist die Elterngeneration erheblich daran beteiligt: die hat nämlich in mannigfacher Weise ihr idealistisches Potential, ihre Veränderungsbereitschaft, ihren Partizipationswillen eingesetzt, aber selten etwas davon erreicht und sehr oft all diese Ideale in einer bürokratischen und korporatistischen Gesellschaft sich in Nichts auflösen gesehen. Entscheidend ist heute mehr denn je, "was hinten herauskommt" (was ja häufig auch wortwörtlich eher Reste-Ausscheidungen sind, also Mist ist).

Wenn aber jede weltverbesserliche Attitüde junger Menschen, wenn der positive Wille zur Veränderung bestehender und ungerechter Verhältnisse im besten Falle als deppert ironisiert, jedenfalls aber nicht ernstgenommen wird, wenn dazu die eigenen Eltern als in einer konsumistischen Midlife-Krise frustiert erlebt werden: wie soll dann in jungen Menschen der Mut und die Hoffnung aufkeimen, das eigene Handlen könne für mehr dienen, als das Schäfchen für sich selbst ins Trockene zu bringen?

3
Gefordert ist also nichts mehr als ein konstruktiver Dialog zwischen diesen Generationen (die ja noch für einige Zeit schon wegen der demographischen Verhältnisse sich arrangieren müssen): wieviel Idealismus und Glaube an die politische Wirkmächtigkeit partizipativen Gemeinwohls ist notwendig zur Weckung der intrinsischen Motivation, wieviel pragmatischer Realismus eignet sich, um die "gute Sache" zu befördern? Ich glaube, die Somewhat Twenty und die Baby-Boomer können hier durchaus synergetisch miteinander handeln.

4
Und dabei ist es kein Schaden, sondern ein guter Anfang, wenn die Medienkompetenz der Jungen der erste Anknüpfungspunkt für einen Wissenstransfer darstellt, dann ist auch das umgekehrte Lernen vielleicht ohne zu großen Selbstbehauptungswiderstand der Jungen möglich.

querspieler
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 18:02 Uhr
querspieler

Ich möchte da riesenherz widersprechen, wenn auch nicht so eloquent: Pragmatismus kann man nicht genug haben. Und der Glaube an die Veränderbarkeit der Welt ist nur in kleinen Maßen erträglich. Denn vor das Verändern würde ich erst mal die Analyse und das Verstehen setzen, und oft erkennt man dann, dass der aktuelle Zustand schon seinen Grund hat. Und ich empfinde dieses Verstehen als Befriedigender als das nur aus sich selbst gespeiste Verändern-wollen, das ist nämlich purer Egoismus, wenn jeder weiß wie es besser geht und auch noch glaubt, das durchsetzen zu können.
Beispiel: Im Artikel wird ja von Alternativen zur Marktwirschaft gesprochen. Ich wünsche mir und allen, keine dieser Alternativen erleben zu müssen. Trotzdem gibt es natürlich an der Marktwirtschaft einiges zu kritisieren und auch einige Stellschrauben für Veränderungen. Das sind aber oft politische Fragen und erfordern ein Mindestmaß an Verstehen, wie das alles eigentlich funktioniert und zusammenhängt. Da ist jedes Engagement wünschenswert. Fragen zu Wahlplakaten, Hooter's u.ä. groß zu diskutieren oder gar Energie reinzustecken halte ich dafür für Kampf gegen Windmühlen.

Jollscherl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 18:04 Uhr
Jollscherl

wieso sollen die 25-jährigen auf einmal eine generation sein? die sind vor allem erst mal ein jahrgang. keine generation. oder sind die die nachkommen der generation der 26-jährigen oder wie oder was?
der ganze text gibt mir jetzt nicht so wahnsinnig viel, muss ich sagen.

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 18:12 Uhr
riesenherz

Lieber Querspieler,

bestimmt kommt da bei mir auch der Widerstand gegen den Pragmatismus der desillusionierten Elterngeneration von uns durch, keine Frage. Ich glaube aber im Nachhinein, daß bei allen Absonderlichkeiten, die die 70er gebracht haben, das Entscheidende war, sehr vielen Jugendlichen ein Bewußtsein mitgegeben zu haben, daß es genau auf sie persönlich ankommt. Und zwar gerade, um das Gemeinwesen für alle lebenswert zu halten.
Da ist dann manche Hybris gewachsen, die auf dem Boden der Realitäten mitunter unsanft aufsetzte, aber auch ein Gefühl für die Notwendigkeit einer willentlich intensiven Auseinandersetzung, die Veränderung jenseits eines Privatissimos für denkbar hält. Daraus speisen sich gesellschaftliche Veränderungen (man denke mal an den ökologischen Gedanken nachhaltiger Produktion).

Was man von einem geläuterten Pragmatismus lernen kann, bzw. durch ihn vor Augen geführt bekommt, ist die Lächerlichkeit einer, nein jeder ideologischen Diskussion und Auseinandersetzung. Weswegen man nicht länger über die Frage Alternativen zur Marktwirtschaft diskutieren muß oder Gesamtschule vs. Gamnasium, sondern eher gemeinsam eine gerechte Verteilung der Güter plant, bzw. danach fragt, wie sich Unterricht ändern muß, damit alle SchülerInnen eine bestmögliche Förderung erhalten usw.

__xxx__
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-4

13.08.2009 - 18:15 Uhr
__xxx__

keos: "wo sind die vorschläge, wie man es besser machen könnte?"

Es gäbe eine effektive Lösung, aber Geburtenkontrolle ist nun mal verboten.

Jollscherl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

13.08.2009 - 18:18 Uhr
Jollscherl

ich finde übrigens, dass die "generation 80", die bei mir vor dem haus auf dem gehsteig immer ihre rollator-treffen abhält um einiges mehr quackelt, quatscht, jammert und nervt als die meisten leute in meinem alter, die ich so kenne. aber abgesehen davon: unter jeden einzelnen der "statements" der autorin möchte ich drunter schreiben: es gibt solche und solche - und zwar in allen altersgruppen, allen kändern, allen zeiten.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 18:18 Uhr
Jollscherl

ländern. sorry.

querspieler
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 18:25 Uhr
querspieler

Naja, Jollscherl, die 80-jährigen haben für's Jammern vielleicht auch echte Gründe, und die schauen ganz bestimmt nicht alle 2 Minuten auf's Handy, ob eine SMS oder Mail eingegangen ist, so wie das viele junge ach so medienkompetente Menschen machen, die sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen können. Dass das nicht alle sind, und es immer solche und solche gibt, kein Frage, wir reden hier halt über die öffentlich wahrnehmbaren...

Jollscherl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 18:26 Uhr
Jollscherl

echte gründe: ist halt auch ansichtssache.
aber ich muss schon sagen: die mit dem handy-spleen, das sind doch nicht die 25-jährigen sondern eher die schüler, finde ich. also, aus meiner wahrnehmung gesprochen. vielleicht ist das von stadt zu stadt verschieden, aber die quasselbacken in bus und bahn sind bei uns zwischen 14 und 20, sag ich mal.

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

13.08.2009 - 18:32 Uhr
riesenherz

@jollscherl: das ist doch klar, ich glaube nicht, daß es Meredith daran gelegen war, solche Unterschiede zu leugnen. Aber es gibt doch auch für jede Zeit bestimmende normative Haltungen, die sich aus den Einstellungen und Handlungen der Mehrheit einer Generation ergeben, die das Typische einer Zeit ausmachen.

Jollscherl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 18:35 Uhr
Jollscherl

riesenherz sagte:
@jollscherl: das ist doch klar, ich glaube nicht, daß es Meredith daran gelegen war, solche Unterschiede zu leugnen. Aber es gibt doch auch für jede Zeit bestimmende normative Haltungen, die sich aus den Einstellungen und Handlungen der Mehrheit einer Generation ergeben, die das Typische einer Zeit ausmachen.


und das sind diese pallitüden, die da oben aneinandergereiht wurden? wo sind all die positiven dinge? na, ich will jetzt nicht glauben, dass das die essenz der 25-jährigen ist.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 18:36 Uhr
Jollscherl

plattitüden. sorry, ich tipp im halbschlaf

synthie_und_roma
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

9

13.08.2009 - 18:39 Uhr
synthie_und_roma

1. Jede Generation war oder ist geschwätzig, nur die Mittel dazu haben sich geändert. Wo früher 2 Stunden persönlich miteinander geredet wurde oder 2 Stunden am telefon, da chattet man halt jetzt.

2. Wer ist fähig Kritik zu üben? Meredith wenn du allen deinen Freunden und Bekannten immer sagen würdest, was du von dem Text oder der Sache WIRKLICH hältst, dann hättest du schnell sehr viel weniger Freunde und Bekannte.

3. Nenn mir eine junge Generation, die keine Angst hatte. Vor der Atomkraft, vor dem nächsten Krieg, vor dem Jobverlust, vor Hitler oder nur vor der eigenen Courage.

4. Ich denke es ist genau das Gegenteil: weil es so viele Subkulturen gibt, haben sie keine Relevanz mehr.

soylentyellow
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 18:41 Uhr
soylentyellow

kachel sagte:
Kann man diese animierte Werbung auf der SZ-Seite irgendwie ausschalten? Diese flimmernde Scheiße macht mich ganz wahnsinnig beim Lesen. Ein einziges Ärgernis.

*nörgelnörgel*


Firefox mit dem Adblock Plus Addon und jede Art von Werbung ist passé.

Besonders geignet für animierte, blinkende, falschende, pop-up Werbung, Werbefilmchen die automatisch starten oder Werbung die Krach macht.

Jollscherl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 18:42 Uhr
Jollscherl

synthie_und_roma sagte:
1. Jede Generation war oder ist geschwätzig, nur die Mittel dazu haben sich geändert. Wo früher 2 Stunden persönlich miteinander geredet wurde oder 2 Stunden am telefon, da chattet man halt jetzt.

2. Wer ist fähig Kritik zu üben? Meredith wenn du allen deinen Freunden und Bekannten immer sagen würdest, was du von dem Text oder der Sache WIRKLICH hältst, dann hättest du schnell sehr viel weniger Freunde und Bekannte.

3. Nenn mir eine junge Generation, die keine Angst hatte. Vor der Atomkraft, vor dem nächsten Krieg, vor dem Jobverlust, vor Hitler oder nur vor der eigenen Courage.

4. Ich denke es ist genau das Gegenteil: weil es so viele Subkulturen gibt, haben sie keine Relevanz mehr.


daumen nach oben

kachel
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 18:44 Uhr
kachel

Warum soll es wichtig sein, dass es überhaupt Subkulturen gibt? Juckt mich doch nicht, dass heute jeder so "individuell" ist und seine eigene Subkultur ist.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 18:46 Uhr
kachel

soylentyellow sagte:

Firefox mit dem Adblock Plus Addon und jede Art von Werbung ist passé.



Danke.

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

13.08.2009 - 18:51 Uhr
riesenherz

Ich seh da bei den Jüngeren sowieso eher Suffkulturen.

YeniMuc
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-4

13.08.2009 - 18:58 Uhr
YeniMuc

riesenherz sagte:
Ich seh da bei den Jüngeren sowieso eher Suffkulturen.


Bingo

Schwamm
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

13.08.2009 - 19:10 Uhr
Schwamm

ich würd jetzt nicht sagen, dass das ein wie soll ichs nennen "phänomen" der generation der 25 jährigen ist. zu mal ich denke, dass man das nicht so pauschalisieren sollte. nicht jeder macht sich im netz öffentlich, schluckt kritiklos was ihm vorgesetzt wird und rennt von einem praktikum ins nächste, weil er angst vor arbeitsleben hat.
komischer artikel

donrazzi
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.08.2009 - 19:21 Uhr
donrazzi

Ein toller Artikel. Als Spätwechsler im Studium schlage ich mich mit meinen knappen U30 gerade ziemlich mit der Generation früh-U25 rum. Esist manchmal erschreckend, wie weit die schon von mir weg sind.

Ein Beispiel:

Ein Germanistik-Dozent weicht in seinem Kurs ein Semester lang dem staubtrockenen Thema aus, bietet stattdessen die Möglichkeit zur Diskussion, stellt Thesen auf. Doch von den meisten - angehende Deutsch-Lehrerinnen, wohlgemerkt - nehmen jedoch diese Möglichkeit nicht wahr, sondern sitzen wie verängstigte Eichhörnchen vor dem Dozenten, der an genau den im Artikel beschriebenen Symptomen verzweifelt. Nur ein paar Freaks sind überhaupt in der Lage, anständig eine Diskussion zu führen: Eine Altersstudentin, ein russischer Austauschstudent, ich mit meinen fast dreissig Jahren und noch zwei, drei andere Studentinnen, die auch nicht wirklich in die Generation zu passen scheinen.

Meine Generation ist damals noch mit 'ner gehörigen Portion Optimismus an die Universität gegangen. Das war vor dem Platzen der Dotcom-Blase und vor 9/11. Was mir jedoch jetzt begegnet, ist pure Angst. Da rollt ganz schön was auf uns zu...

ramtamtam
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

13.08.2009 - 19:24 Uhr
ramtamtam

barthes sagte:
alcofribas sagte:
was mich verstört: "wir"-kritik gut und schön, aber doch ein nebenkreigsschauplatz. oder weicht man darauf aus, weil die wahrheit doch zu weh tut?



Die Hybris solcher Texte ist doch, dass immer ein diffuses "Wir" benutzt wird, welches sich vor allem aus der Biographie des Autors oder wenig repräsentativen Milieustudien (alte Rennräder, Web 2.0 und Emo-Hipster) konstituiert und aus dieser heraus Forderungen stellt. Hier heißen diese zum Ende hin: „Weniger Gelaber, mehr Action.“

Ein paar Kilometer abseits von Fhain oder Bells Creek stellen sich die Probleme, Wünsche und Hoffnungen der "Generation 25" schon wieder ganz anders dar.


Dito. Und das ist auch das, was mich am meisten stört an jetzt.de oder, Gott bewahre, Neon.

soylentyellow
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.08.2009 - 23:09 Uhr
soylentyellow

kachel sagte:
soylentyellow sagte:

Firefox mit dem Adblock Plus Addon und jede Art von Werbung ist passé.



Danke.


Gern geschehen. Das wichtigste Programm seit der Erfindung von Windows (+ das Programm dass die Caps Lock Taste/Funktion ins Nirvana schickt)

kleinerheiner
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

14.08.2009 - 01:15 Uhr
kleinerheiner

Generation "Generation".
Aber ne bunte Sonnenbrille auf.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

14.08.2009 - 01:45 Uhr
Terpsichore

"Punks gegen Hygienismus"

bitte? - - -

_noemie_
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.08.2009 - 10:42 Uhr
_noemie_

madguitar sagte:
das wichtigste merkmal "unserer" generation hat frau haaf wohl vergessen: permanentes gejammer (siehe text UND kommentare)


GENAU das hab ich auch gedacht!

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-5

14.08.2009 - 10:48 Uhr
_noemie_

rocket_scientist sagte:
karrrrrrak sagte:
die kommentare sind ein schönes spiegelbild des oben geschriebenen textes.pseudokritische haltungen die meinen kritik = nörgeln sind ein beispiel dieser inhaltsleeren geschwätzigen generation.und das spaß-diktat ist ein ausdruck von interessenlosigkeit.ernste grüße an die kommentatoren.


karrrrrrrk is'n schreihals.





karrrrrrrk sagt nur was keiner hören will und hat recht.

peterzier
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

14.08.2009 - 11:02 Uhr
peterzier

wer jammert denn nicht? ALLE jammern...und zwar generationsübergreifend. dummes "generation xyz"-gewäsch da immer..alle generationen sind gleich scheiße. 2noemie

_noemie_
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.08.2009 - 11:28 Uhr
_noemie_

peterzier sagte:
wer jammert denn nicht? ALLE jammern...und zwar generationsübergreifend. dummes "generation xyz"-gewäsch da immer..alle generationen sind gleich scheiße. 2noemie




da hast du wohl recht, alle jammern.
ich nehme es halt vor allem in meinem freundes und bekanntenkreis wahr, deshalb ist das vermutlich zu shcnell auf eine 'generation' gemünzt.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.08.2009 - 11:40 Uhr
_noemie_

ausserdem habe ich nie behauptet, dass diese 'generation' besonders 'scheiße' oder so wäre.
ich finde es nur bemerkenswert wie manche kommentare sehr danach klingen, als ob sich jemand persönlich angegriffen fühlt.
dieser text heisst doch nicht das JEDER ALLES von diesen acht dingen ist. aber ganz ehrlich, man lügt doch, wenn man sich nicht irgendwo ein bisschen wiederfindet.
was überhaupt nicht heisst, dass es nicht auch positive aspekte gibt.

1. mir sind immer noch sehr viele politisch sehr engagierte menschen bekannt.

2. die fähigkeit soziale kontakte, enge freundschaften und auch beziehungen über große distanz und lange zeit aufrechtzuerhalten ist sehr stark

Dirty_D
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

14.08.2009 - 12:51 Uhr
Dirty_D

Hipster und Emos die einzigen Alternativen zum Mainstream??? Soeben wurde ich und (fast) mein gesamter Bekanntenkreis von der "Gesellschaft" ausgeschlossen.
Also ´Tschuldigung, aber dass mit der fehlenden Subkultur ist ja wohl der größte Murks, den ich seit langem gelesen hab. Und mainstreamiger (in genannter Altersgruppe) als Hipster geht wohl gar nicht. Und Emos sind auch nur die tennie-weichspül-mainstream-Version der guten alten Goth-Szene.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ´s Maul halten.

TomJones
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.08.2009 - 13:43 Uhr
TomJones

Was für ein schwachsinniges Geschreibsel.

drolli
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.08.2009 - 16:41 Uhr
drolli

Als 34jaehriger der einige 25 jaehrige kennt, kann ich nur sagen: Die deppen gab es schon immer in gleicher Haeufigkeit, nur heute bekommen die dank Facebook, IrgendwasVZ eine kollektive Platform.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

14.08.2009 - 16:42 Uhr
drolli

drolli sagte:
Als 34jaehriger der einige 25 jaehrige kennt, kann ich nur sagen: Die deppen gab es schon immer in gleicher Haeufigkeit, nur heute bekommen die dank Facebook, IrgendwasVZ eine kollektive Platform.


Ach so ja: das was hier so beschimpft wird waren in meiner Generation die Popper

Gockeline
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.08.2009 - 17:10 Uhr
Gockeline

Und sie hat doch recht.
jeder redet und redet doch am anderen vorbei.
Hauptsache man redet,egal was!
Ist das nicht das was sie euch sagen wollte?
Das ist nicht nur bei den 25 jährigen so,
sondern ein Grundübel!
Siehe oben der erwähnte Lehrer mit seiner Kinderarbeit.
Es wird sehr viel Müll geredet,überall!

MorbusBahlsen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 00:05 Uhr
MorbusBahlsen

Ich kann zwar nicht allem im Artikel zustimmen, aber dass dieses wir "jeder von uns und du und ich und Onkel Tommis Neffe auch" heißen soll, das kam mir dabei gar nicht in den Sinn. Verstehe deswegen die Kommentare dazu hier nicht.

Besonderes Lob verdient die äußerst treffende Überschrift, finde ich. Kommt nur im Artikel unter Punkt 9 etwas zu kurz...

panda_assembly_fuck_yeah
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 00:29 Uhr
panda_assembly_fuck_y…

Auf auf ihr Hipster ! Schlürft euren Latte Machiato und erleuchted uns mit Hilfe eures silbernen MacBooks, warum wir ja alle so einzig artig sind!

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 00:29 Uhr
panda_assembly_fuck_y…

Auf auf ihr Hipster ! Schlürft euren Latte Machiato und erleuchted uns mit Hilfe eures silbernen MacBooks, warum wir ja alle so einzig artig sind!

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 00:30 Uhr
panda_assembly_fuck_y…

Auf auf ihr Hipster ! Schlürft euren Latte Machiato und erleuchted uns mit Hilfe eures silbernen MacBooks, warum wir ja alle so einzig artig sind!

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 00:33 Uhr
panda_assembly_fuck_y…

Die Kommentarfelder sind verwirrend.

MorbusBahlsen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

15.08.2009 - 00:34 Uhr
MorbusBahlsen

Einfach nicht so oft auf speichern klicken ;)

PWohlrapp
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 02:10 Uhr
PWohlrapp

Meldet sich die Autorin hier wenigstens zu Wort? Drüben beim SZ-Magazin sind auch ein paar Kommentare eingetrudelt. Die meisten sind kritisch. Aber keine Reaktion, total arm.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/kommen...

Marlene1901
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

15.08.2009 - 02:49 Uhr
Marlene1901

Super geschrieben!! Genial!!

alces
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

15.08.2009 - 19:54 Uhr
alces

""Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft..."

...und seit ca. 2.500 Jahren ist das nichts neues.

Rueschenkleid
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.08.2009 - 21:00 Uhr
Rueschenkleid

Aber warum unterstützt dieser Text das falsche Körperbild mit einem Mädchen im Bikini, die bestimmt nicht gestern Abend eine dicke Falafeltasche gegessen hat (wie ich)?

Ansonsten: Trefflich, der Text, sehr sogar.

panda_assembly_fuck_yeah
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

16.08.2009 - 00:29 Uhr
panda_assembly_fuck_y…

Wieso denn ein falsches Köperbild ? Magst du vllt. Falafeltaschen beissende Frauen mit etwas "dran", ist es doch mein gutes Recht dürre Voguemodels toll zu finden.

Sich an Flussläufen sonnende Goths und Emos sind imo schwer aufzutreiben.

heiner70e
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

17.08.2009 - 12:24 Uhr
heiner70e

ENDZEITGENERATION

majia
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

17.08.2009 - 17:47 Uhr
majia

mmh. hipster?

schreib_forrest_schreib
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

26.08.2009 - 00:28 Uhr
schreib_forrest_schreib

Auch auf die Gefahr hin, dass diesen Text aus Faulheit keiner liest, werde ich ihn der Vollständigkeit halber schreiben.

1. GRÜNDE
Dass wir keine Subkultur haben, dass wir keine Kritik üben und dass wir "geschwätzig" sind hat viele Gründe. Der wichtigste ist wie ich finde: Zufriedenheit. Wir sind satte, halbwegs gebildete, mit einem guten Freizeitprogramm ausgestattete Mitteleuropäer. Es geht uns (fast) allen gut und warum um Himmels Willen sollte etwas daran geändert werden.

2. MEINUNG
Keine Subkultur zu haben ist nichts Schlimmes. Man kann sogar sagen, dass es ein Segen ist keine zu haben. Im Nachinhein ist es immer einfach gesellschaftliche Bewegungne/Zustände zu romantisieren (so geschehen bei den 68ern oder der DDR). Aber diese Bewegungen hatten auch viele negative Seiten. Nehmen wir nochmal die 68er. Wirkliche, dauerhafte Werte sind leider nicht übriggeblieben. Alles was wir heute noch davon wissen sind 1. Drogenkonsum 2. Freie Liebe 3. keine Autoritäten (und leider gibt es jedes Jahr Menschen die sich im Fasching als "Hippie" verkleiden, weil das sehr einfach ist). Erkenntnis (ebenfalls ein großes Wort) kann immer nur individuell stattfinden, Bewegungen schaden hier nur.
Bisher hat die Menschheit nicht viel geschafft und wenig aus ihrem Potential gemacht. (Wir alle wissen um Probleme wie Umeweltverschmutzung, Gewalt, etc.) Man kann also nicht sagen, dass das Modell, das vor der jetzt-25-Generation gegeben hat, gut war. Vielleicht ist die jetzige Entwicklung heilend und bringt Fortschritt.

Den wünsche ich mir.
Mama, ich liebe dich.

MorbusBahlsen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

26.08.2009 - 00:38 Uhr
MorbusBahlsen

Vielleicht ist die jetzige Entwicklung heilend und bringt Fortschritt.

Gedanklich fortgeführt würde das bedeuten: Bisher war noch jegliche Entwicklung heilend, aber die Erkenntnis dazu impliziert auch, dass vorheriges "falsch" war. Und der Umkehrschluss dann auch, dass das jetzige ebenso "falsch" ist. :)

haderlump47
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

02.09.2009 - 00:03 Uhr
haderlump47

Liebe meredith-haaf.

Es liegen so viele ebenen unfreiwilliger ironie in diesem beitrag, dass ich nicht widerstehen kann, meinen senf dazu zugeben (und damit wahrscheinlich eine "öde labertasche" zu werden?).

Ich kann mir nur vorstellen wie sie, liebe autorin, in einer öden, öden nische aus hipstern und dauertelefonierern platz gefunden haben, und dabei vergessen haben, dass das "jetzt.de" publikum nicht unbedingt die welt repräsentiert.

1) Ist die "sucht nach merkwürdiger Synthetikkleidung" wirklich besser als die, etwas zu sagen?

2) Dieser artikel ist hirnrissiger schrott. Und die uni anscheinend ebenfalls.

3) Vietnam, Atomkrieg und... moment, waren die 90er nicht genau gleich wie heute?

4) Computer-Nerds (gegen zensurstaat, patentwahn, monopolismus). Aber die sind wohl nicht hip(ster) genug für diese liste.

5) Vielleicht sind ja tatsächlich nicht alle männer so böse wie wir pauschal von links beschimpft werden. Aber die "zahlen" sagen es wohl.

6) Jede generation hatte ihre probleme mit ausbeuter-firmen. In verschiedensten formen. Aber muss man deswegen gleich so viel angst haben (siehe 3)?

7) Stimme ich zu. Ist aber auch nicht ungesünder als 5 E zu schmeißen und die nächte durchzuraven.

8) Ich sehe den unterschied zu 2 nicht.

Alles in allem... viel drama um nichts. Es ist alles genauso wie in den 90ern, 80ern, 70ern... Man kann nicht von jeder generation eine 68er bewegung erwarten. So viel fotogene zurschaustellung von sex und schicker mode.

Anstatt einen ganzen artikel über's labern zu labern, wären doch konkrete vorschläge besser: Die nicht zu finden ist nicht unbedingt ein hinweis darauf, dass es sie nicht gäbe. Und wie viel besser waren denn die "popper"?

Welche politischen strukturen haben sich denn seit der letzten generation drogensüchtiger raver, obdachloser punks und... pragmatischer popper(?) gebildet? Was soll man ändern? Und wie? Hat es seit den Hippies (deren größten errungenschaften ich eher im pazifismus ansetzten würde, als im anti-materialismus) eine jugend-subkultur gegeben, die etwas erreicht hat? Mehr als ein "emu", oder wie das heißt?

Ich finde in der überbrodelnden infomrationsgesellschaft eine möglichkeit zur veränderung. Im Iran wird das "gelaber" von Twitter als organisationstool für studentenproteste verwendet. Internetpiraterie stürtzt einen ganzen milliarden-industriezweig schmalziger pop-musik weil plötzlich der wahre wert der musik (0) erzwungen werden kann. Wikipedia, Google und Blogs haben informations-beschaffung, -verbreitung und -bewertung auf nie für möglich gehaltene höhen gebracht.

Viel spaß beim enge-Jeans tragen, MGMT hören und angst haben. Ich habe keine.

me_guide
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.09.2009 - 14:48 Uhr
me_guide

Nicht JEDER ist JEDER.

Ich hasse und verabscheue Verallgemeinerungen in dieser und jeglicher gleichgestellten Form.

"BlaBla ..." - Kommunikation?
Dieses "BlaBla" zeugt davon das diese Generation nichts auf sich sitzen lässt sondern den Mund auf macht.

Diese Generation hat Angst, selbstverständlich - bei dem was man tag täglich in den Nachrichten sieht oder in Zeitungen lesen kann. Wer bekommt es da nicht mit der Angst zu tun?

Vielleicht hat mal jemand überlegt, das die Angst daher kommt, das Generationen VOR UNS betrügen um an mehr Reichtum zu gelangen? Ich sage aktuell nur einmal "Schlecker" und andere Firmen. WO ist die Gerechtigkeit geblieben? Gab es Sie überhaupt schonmal? Gab und gibt es überhaupt Menschlichkeit? Dies und viele weitere Fragen bewegt diese - nein falsch - bewegt unsere Generation dazu Angst zu haben...zu reden...den Mund auf zu machen und nicht wie andre zu schweigen.

Doch muss man in diesem Hinblick sich merken das nicht jeder - jeder ist. Das jeder verschieden ist. Vielleicht versteht jemand diesen kleinen Text - vielleicht auch nicht. Vielleicht regt er zum denken an - vielleicht bewirkt er auch das Gegenteil.

Nur Schweigen - ist Vergangenheit.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.09.2009 - 15:11 Uhr
me_guide

"Sie sind ängstlich, lieb und unfähig, Verantwortung zu übernehmen - was ist bloß mit der Generation der 25-Jährigen los? "

Zu ein paar Oberpunkten möchte ich nur ein paar Zeilen los werden - auch wenn diese keiner oder nur wenige lesen werden.

Ängstlich?
Wahrlich könnte dies gar stimmen bei dem, was der Alltag einem beschert. Korruptheit und Betrügereien unter den Geschäftsleuten - "Wer macht das beste Geld - Wer bietet Arbeit mit möglichst geringem Einsatz von Geld und Menschlichkeit an". Fraglich wer bei so etwas keine Angst haben kann. Achja, was ist mit der Angst „Was ist mit mir im Alter?“

Lieb?
Dagegen möchte ich nichts sagen da es nichts von Nachteil ist.
Viele andere Generationen sollten sich daran eventuell ein Beispiel nehmen - Menschlichkeit ist das, was aktuell im Übermaßen fehlt. Jeder denkt nur an sich - nicht einmal oder kaum an seine Mitmenschen - so leit es mir tut - angefangen bei der Politik, fortführend im Arbeitsleben.

Unfähig?
Vielleicht. Doch kann man dies mit Gewissheit behaupten dass dem so ist? Ich denke eher "nein" - Unfähigkeit schlägt sich in jeder Generationengruppe nieder - doch ist dies nur ein geringer Teil einen jeder Generation.

Allgemein würde ich sagen: Nicht JEDER ist JEDER.
JEDER ist Grundsätzlich anders. Verallgemeinerungen in solcher und gleicher Art verabscheue ich – obwohl Sie mir auch von Zeit zu Zeit unter die Schreibfeder schleicht.

Achja. Geschwätzig. Fast vergessen - Jede Generation ist dies - nicht nur wir. Jeder möchte etwas mitteilen - damals wurde dies in Briefen - heute über Twitter oder über E-Mails. Es ist natürlich das man Kommunizieren möchte. Zumindest schweigen wir nicht – Kommunikation ist es, was uns ausmacht.


Speichern
Mehr lesen:

Süddeutsche Zeitung

Dieser Text stammt aus der Süddeutschen Zeitung. Teste Deutschlands große Tageszeitung jetzt zwei Wochen kostenlos und unverbindlich: hier klicken!