In den Schuhen von Fritz Gelowicz, dem Kopf der Sauerland-Gruppe
Der 29-jährige Neu-Ulmer plante mit drei weiteren Islamisten Terroranschläge in Deutschland. Jetzt legte er ein Geständnis ab.
Was sind das für Schuhe? Auf dem einzigen Bild von Fritz Gelowicz, auf dem sein ganzer Körper zu sehen ist, stecken seine Füße ausgerechnet in der ältesten Modesünde der Neuzeit: Weiße Tennissocken zu Sandalen. Das mag auf den ersten Blick schockierend sein, ist aber in vielerlei Hinsicht passend: Dort, wo Fritz Gelowicz herkommt, ist und hingeht, genügt leichtes, bequemes Schuhwerk. Im Sommer 2006 fuhr Gelowicz nämlich über die Türkei und Iran schließlich ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet. Der Kopf der sogenannten Sauerland-Gruppe hielt sich also lange in ariden, subtropischen Gebieten mit heißem Kontinentalklima auf (die Durchschnittstemperatur im pakistanischen Peschawar liegt in den Sommermonaten bei 30 Grad). Leichtes, luftiges Schuhwerk ist dort von Vorteil. Nach seiner Rückkehr verbrachte der 29-Jährige dann viel Zeit in geschlossenen Räumen. Zunächst lagerte er 730 Liter Wasserstoffperoxid in seiner Wohnung, um damit einen Sprengstoffanschlag auf amerikanische Soldaten in Deutschland zu verüben. Klobige Stiefel wären hier nur störend gewiesen. Die letzten Monate verbrachte Gelowicz dann abwechselnd in einer Gefängniszelle und im Gerichtssaal – auch in diesen Örtlichkeiten neigt der Mensch, Bequemlichkeit höher zu achten als Stilsicherheit.
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Gockeline sagte:
Da frage ich mich liebe Atheisten wie anfällig ist man
wenn man keine Religion mehr hat?
Als Atheist ist man jedenfalls viel weniger anfällig für Fundamentalisten aller Art (Islamisten/Christianisten) als ein Anhänger einer beliebigen Religion/Denomination, da man ja erkannt hat dass es keinen Gott gibt.
und jetzt.de NUR für user da ist.
Warum bildet ihr eigentlich die Angeklagten kenntlich in der Zeitung ab?
Gilt nicht bei Angeklagten auch die Unschuldsvermutung bis sie rechtskräftig verurteilt werden?
Ich wundere mich immer mehr über die Süddeutsche Zeitung...
Immerhin hat der Prozess die gute Seite, dass der Terrorismus in Deutschland mal Entmythologiesiert wird.
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12.08.2009 - 11:53 Uhr
vaus