Der Song zur Tat. Danny Fresh über sein Engagement in Winnenden
Der Amoklauf von Winnenden liegt bereits einige Monate zurück, und die Suche nach Auslösern für den schrecklichen Massenmord hat weite Kreise gezogen. Kaas und sein Song „Amokzahltag“ wurden schnell an den medialen Pranger gestellt und haben deutschen Rap einmal mehr zum Inbegriff des Bösen gemacht. Auch der Mannheimer Rapper Danny Fresh hat noch am Tag der Bluttat ein Stück zu den Vorfällen geschrieben – berichtet wurde darüber jedoch kaum. Und dabei hat das Lied „Was kann dieser Tag ändern“ den Hinterbliebenen so sehr aus der Seele gesprochen, dass sie es zum Mottosong ihres Aktionsbündnisses gemacht haben.
Dein Song „Was kann dieser Tag ändern“ war noch am Tag der schrecklichen Ereignisse auf deiner Myspace-Seite zu hören. Das ist wahnsinnig schnell. Danny Fresh:Ja. Mein Produzent und ich waren bereits gegen 17 Uhr fertig und haben jeweils etwa drei Stunden daran gesessen, bis wir der Meinung waren, den Umständen und dem Thema inhaltlich und musikalisch gerecht geworden zu sein. Was war denn der Grund dafür, sich künstlerisch so zügig mit den Vorfällen auseinanderzusetzen? Für mich war das der einzige Weg, um mich zu sortieren und meine Gedanken zu dem Thema zu äußern. Das war ein Befreiungsschlag für mich selbst. Ich konnte auch nach zwei Stunden keine Nachrichten mehr sehen, weil dort nur die Sensationsgier der Leute befriedigt wurde. Da wurden irgendwann vollkommen abstruse Vergleiche gezogen, merkwürdige Statistiken vorgelegt und dann mit dem Finger auf die üblichen Verdächtigen gezeigt: Gewaltfilme, Killerspiele, Rap-Musik. Umso wichtiger war es mir, etwas Konstruktives zu dem Thema zu sagen – und zwar so zeitnah wie möglich.
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Eher sollte die Unterhaltung, sprich der deutsche Sprachgesang aufklären statt zu sagen was ist doof und was nicht.
Zum Thema: ich denk da hat einfach jemand seine Chance gerochen indem er zu eine derartig brisanten Thema direkt als erstes einen emotionalen Song schafft... um letztlich den - wenn auch kleinen - Durchbruch zu erreichen.
Und wie ich einige Male gelesen habe, sind die Zensurforderungen des Aktionsbündnisses nicht eine Kurzschlussreaktion auf den eigenen Verlust, sondern entspringen einer nachhaltigen Gesinnung.
Ich bin der Meinung, man sollte sich von diesem Aktionsbündnis in Winnenden distanzieren, denn auch der Opferstatus sollte nicht dazu verleiten, Forderungen nach einem Polizeistaat zu unterstützen!
Ich empfehle statt dessen lieber, die Online-Petition an den Bundestag gegen ein Verbot von "Killerspielen" mit zu unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.p...
bbirke sagte:]https://epetitionen.bundestag.de/index.p...
An sich vernünftige Kommentare, aber dieses "Aktionsbündnis Winnenden" hetzt ja gerade gegen die "üblichen Verdächtigen", es fordert einen regelrechten Polizeistaat mit einem Wust an Zensur und Verboten! Verbote von "Killerspielen", Internetzensur, inhaltliche Kontrolle über die Berichterstattung zu solchen Taten, das sind Sachen, die in einem freiheitlichen Land nichts verloren haben! Und auch bei Waffen gibt es ja nun sehr intensive Sicherheitsregeln, das muss reichen!
bin voll und ganz auf deiner seite. Finde das interview und danny fresh zwar cool, aber von diesem aktionsbündnis halte ich auch nicht viel.
Und wie ich einige Male gelesen habe, sind die Zensurforderungen des Aktionsbündnisses nicht eine Kurzschlussreaktion auf den eigenen Verlust, sondern entspringen einer nachhaltigen Gesinnung.
Ich bin der Meinung, man sollte sich von diesem Aktionsbündnis in Winnenden distanzieren, denn auch der Opferstatus sollte nicht dazu verleiten, Forderungen nach einem Polizeistaat zu unterstützen!
Ich empfehle statt dessen lieber, die Online-Petition an den Bundestag gegen ein Verbot von "Killerspielen" mit zu unterzeichnen:
[link=https://epetitionen.bundestag.de/index.p...








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11.08.2009 - 23:21 Uhr
Stephan007