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Tagebuch
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Leben| 31.07.2009 12:46Nummer Vier ist eins weniger als Fünf.
Text: brokensocial
Wir sitzen im Abteil Nummer vier und hin und wieder verliere ich die Konzentration darin, mich meiner zu widersetzen. Das Taschentuch in der Hand, natürlich nur für die Schweißperlen auf der Stirn, nicht für Tränen. Kein Platz hier. Kein Platz hier in Nummer vier.Ich verbringe die Halbe Reise mit der erschreckenden Wahrheit in meinen zwei Händen, als ich den Satz las, der alles veränderte. "Wenn die so selbstverständliche Nähe plötzlich weg ist und nur ein mittelgroßer Kraftakt sie zurückholen kann. Liebe macht Arbeit." Liebe macht Arbeit und Arbeit macht Schweiß. Ich renne um die Häuser ich renne durch den Wald. Ich halte dich in beiden Händen und verliere dich aus den Augen. Ich sitze auf meinem Platz und frage mich, ob nicht Abteil fünf ein besserer Ort für mich wäre. In deinem Schoß nur ein trauriges Lächeln, ein gezwungener Wangenkuss für die große Liebe. Vorbei an geschlossenen Schranken und kleinen Gärten, vorbei an Kälbern, Schafen und den Raben. Ich habe nie gesagt, dass ich nicht mein Leben lang diesen Weg mit dir gehen kann. Ich habe nie gesagt, dass ich das nicht will. Ich habe nur nicht weinen müssen, als du sagtest, es sei so wie es ist. Ich öffne die Fenster und halte den Kopf hinaus. Der kalte Wind fegt jegliche Träne aus meinem Gesicht, alles scheint ein guter Moment zu sein. Und hinter mir fühle ich deine Hand an meinem Rücken. Ich halte dich fest, du hälst mich fest. Ich bleibe bei dir, ich bleibe in Nummer vier. ![]()
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