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30.07.2009 - 18:30 Uhr

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Die inneren Werte

Öko-Produkte sind nicht unbedingt besser als konventionelle

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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queen_without_a_country
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Mag ich Mag ich nicht

1

05.08.2009 - 11:32 Uhr
queen_without_a_country

Gockeline sagte:

Bei den Bauern hat es große Spitzbuben.


ach was?

puster
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Mag ich Mag ich nicht

2

05.08.2009 - 11:57 Uhr
puster

ich finde den artikel gut, wenn das:
(...)die Hauptmotivation der meisten Kunden für den Bio-Kauf zugrunde legt: Dass Bio-Produkte irgendwie gesünder sind, weil sie mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten.
zutrifft, weil diese annahme schlicht nicht zutrifft.

natürlich - und ihr beweist es ja - wird bio nicht aus einem einzigen motiv herausgekauft (monokausalitäten gibt es selten), sondern aus einer vielzahl von motiven. allerdings dürften ein paar davon auch auf falschen annahmen beruhen.

die pestizidbelastung ist niedrig - allerdings ist sie bei allen produkten (auch den konventionellen) selbst bei überschreitung der grenzwerte, so niedrig, dass von keinerlei gesundheitlicher beeinträchtigung auszugehen ist. davon abgesehen sind die konzentrationen natürlicher pestizide in gemüse und obst oft um ein vielfaches höher - man denke nur an kartoffeln oder bohnen. und nein: seit der einführung der kartoffel hat sich unser körper nicht an diese natürlichen pestizide gewöhnt. sie sind und bleiben für uns giftig.

der nachteil bei bio-produkten ist allerdings, dass sie anstatt synthetischer pestizide pestizide auf kupferbasis einsetzen, die das erdreich verseuchen. und zwar so schlimm, dass die ersten böden als sondermüll entsorgt werden müssen (vor allem ein problem des bio-weinbaus). schwefel ist da ebenfalls beliebt und ökologisch nicht weniger problematisch.

seit 30 jahren wird auch bacillus thuringiensis als 'natürliches' pestizid eingesetzt, obwohl man aus experimenten weiß, dass mäuse, die sporen dieses bazillus (vom bazillus-stamm h34) einatmen innerhalb von 8 stunden innerlich verbluten. die forschung geht inzwischen davon aus, dass dieses bazillus für eine vielzahl von infektionskrankheiten verantwortlich ist. dringt es in offene wunden ein, frißt es das gewebe auf. unschöne sache.

das nächste problem mit dem bio-landbau ergibt sich aus der düngung: synthetischer dünger darf nicht eingesetzt werden, weshalb biobauer oft auf gülle zurückgreifen. diese kann und wird nicht besonders zielgerichtet eingesetzt, ist nicht sondernlich effektiv, was idr zur überdüngung führt - mit den bekannten folgen für die gewässer und das grundwasser. nebenbei ist diese form der düngung auch ein grund für die höhere bakterielle belastung von bio-produkten.

wo bio allerdings fett punktet ist der tierschutz. tiere werden in bio-betrieben deutlich artgerechter gehalten als in den industriellen tieraufzuchtfabriken - namentlich der schweinezucht. wobei es da auch allmählich zum umdenken kommt. da machen aber zwei vorreiter druck, von denen es viele wohl am wenigsten erwartet haben: mcdonalds und burger king. beide unternehmen verlangen, dass jungeber nur noch unter betäubung kastriert werden. bislang erfolg das 22.000.000mal im jahr ohne narkose.

und ob die angestellten von bio-betrieben besser bezahlt werden, bzw. die bauern bessere preise erzielen, wage ich zu bezweifeln. so viele bio-produkte kommen inzwischen aus der dritten welt und sind nicht 'fair trade' ... mich würde es wundern.

kurz: bio ist - unabhängig von den vitaminen und mineralien - nicht per se ökologischer oder 'ethischer' oder sonst was als herkömliche landwirtschaft. sie ist aber auf jeden fall besser für die nutztiere auf den höfen. und das ist ja schon mal was. :)

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