Die inneren Werte
Öko-Produkte sind nicht unbedingt besser als konventionelle
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30.07.2009 - 19:01 Uhr
ein_oxymoron
Dem ist erstmal nichts hinzuzufügen.
Wie heißt der Dichter denn, äh Autor nennt man das ja eigentlich...? Oder vorsorglich weggelassen. Hoffentlich reißt das nicht ein bei der SZ jetzt, kommt immer öfter vor in letzter Zeit.
douchebag sagte:
Jaha, und dann noch die fiesen Bakterien in den Alnatura-Würstchen.... nein danke ! Dank den Discountern !
ich daum dich auch gleich!
-Würstchen diese fiesen Bakterien enthalten:
http://www.n-tv.de/ratgeber/test/Gute-Wi...
Ich würd ja gern Bio kaufen, aber ich hab den Verdacht, dass im Supermarkt einfach nur ein Drittel der konventionellen Produkte mit Ökostempel behaftet, rübergeräumt und teurer ausgepreist werden.
Und die Verkäufer in unserem lokalen Bioladen sind dermaßen übellaunig und unhöflich, außerdem kann ichs nicht ab, dass sämtliche Nussmussorten im Schaufensterregal in der Sonne stehen.
synthie_und_roma sagte:
viele leute glauben eben auch das bio gleich gesünder weil vitaminreicher ist. ihr natürlich alle nicht, aber andere vielleicht.
das sind dann aber auch die leute, die glauben, dass in milchschnitte das beste aus einem liter milch ist. und nicht die klassischen bioladenkunden.
30.07.2009 - 20:09 Uhr
diedrossel
Ashur sagte:
Wer hat denn die Studie finanziert?
Ich würd ja gern Bio kaufen, aber ich hab den Verdacht, dass im Supermarkt einfach nur ein Drittel der konventionellen Produkte mit Ökostempel behaftet, rübergeräumt und teurer ausgepreist werden.
.
und worauf genau gründet dieser verdacht?
diedrossel sagte:
solche studien haben doch nur eine funktion - die menschen, die bioware einkaufen als "hysterische spinner" indirekt darzustellen, die auf jeden reinfallen, der irgendwo bio drauf schreibt. mondstrahlen und so. blöde hippies, müslifresser. das soll die verbraucher in sicherheit wiegen und ihnen ein überlegenheitsgefühl geben, wenn sie das nächste mal bei walmart einkaufen gehen. sei ja genau das gleiche hat die studie gesagt,...
Und ist so ein Kommentar vielleicht so eine Art Selbstschutzbehauptung? ;-)
Was ich mich frag, ist, warum hier gerade einige SZ-Artikel rumstehen, die vor ca nem halben Jahr fast woertlich so in der britischen Presse waren (z B auch der mit dem Koerperwahn). Dauert das so lange, so ne Agenturmeldung zu uebersetzen und dann halbgare Artikel draus zu backen?
ich glaub, die halten uns für doof, die medien.
31.07.2009 - 15:48 Uhr
fyra
...
isch könnt misch AUFREGEN!!! beschäftigungstherapie, ich sags euch. das is doch ablenkung!
und: die studie hat bestimmt einen ordentlichen schub finanzen bekommen von den "konventionellen" gewächshausbetreibern in spanien, den niederlanden und marokko. das is doch lobbyarbeit.
Aber zum Artikel: Ich dachte "bio" bedeute mehr als nur Insektizide/Pestizide/Kunstdünger oder nicht sondern auch solche Sachen wie wird es angebaut, wie werden die Bauern/Erntehelfer bezahlt und behandelt, ist es ein regionales/saisonales Produkt (womit es per Definition keine Bio-Äpfel aus Neuseeland geben kann) usw.
31.07.2009 - 18:35 Uhr
soylentyellow
Coca Cola ist auch nicht unbedingt besser als Discounter-Cola - nur teurer. Aber man kauft ja auch ein Lebensgefühl. Und besser schmecken tuts auch, und sei es nur wegen der Werbung/der Macht der Marke.
fyra sagte:
und: die studie hat bestimmt einen ordentlichen schub finanzen bekommen von den "konventionellen" gewächshausbetreibern in spanien, den niederlanden und marokko. das is doch lobbyarbeit.
Ich wär mir da mal nicht so sicher, auch Journalisten brauchen Arbeit. Und haben Meinungen. Oder "die Lobbyisten" sitzen sogar schon als Journalisten in den entsprechenden Gremien.
Mir ist keine Studie bekannt, die ernährungsphysiologisch die zitierte Behauptung untermauern wollte und die nicht von irgendeiner Seite Geldgeber gehabt hätte, die ein Interesse am erwarteten Ergebnis hatten. Das war schon vor 25 Jahren mit der bekannten LUFA-Studie nicht anders.
Tatsächlich ist es ja sehr schwierig, wertgebende Inhaltsstoffe zu vergleichen, da selbst bei gleichen Sorten die Komplexität von Anbausituation und Umgebung kaum einen sinnvollen Vergleich zuläßt.
Als ich 1985 in einem Vortrag "Qualitätsanforderungen an Nahrungsmittel"an einr Fakultät für Humanbiologie im Rahmen eines ökologischen Studiengangs vorschlug, auch die soziale Situation der Produzenten sowie die Umweltbilanz eines Lebensmittels als wertgebende Eigenschaft zu berücksichtigen, erntete ich erwartungsgemäß Unverständnis, sogar von Seiten des Professors (eines sehr aufgeschlossenen Menschen, der als erster auf das "Waldsterben " aufmerksam gemacht hatte und über 25 Jahre in einer Regierungskommission saß); gleichwohl ließen sich in den Diskussionen viele der Fragen ausräumen. Heute kommen mir solche unkritischen Denkfiguren wie aus einer anderen Welt vor.
Ich kaufe öfter mal im Bioladen ein, jedoch lediglich weil ich da reifes Obst bekomme, schmeckt allein schon deswegen viel besser. Ansonsten geht mir der Bio-Öko-wahn voll am A* vorbei.
Es wird Bio gepriesen aber nicht Klassisch Bio angebaut.
Bei den Bauern hat es große Spitzbuben.
Gockeline sagte:
Bei den Bauern hat es große Spitzbuben.
ach was?
(...)die Hauptmotivation der meisten Kunden für den Bio-Kauf zugrunde legt: Dass Bio-Produkte irgendwie gesünder sind, weil sie mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten.zutrifft, weil diese annahme schlicht nicht zutrifft.
natürlich - und ihr beweist es ja - wird bio nicht aus einem einzigen motiv herausgekauft (monokausalitäten gibt es selten), sondern aus einer vielzahl von motiven. allerdings dürften ein paar davon auch auf falschen annahmen beruhen.
die pestizidbelastung ist niedrig - allerdings ist sie bei allen produkten (auch den konventionellen) selbst bei überschreitung der grenzwerte, so niedrig, dass von keinerlei gesundheitlicher beeinträchtigung auszugehen ist. davon abgesehen sind die konzentrationen natürlicher pestizide in gemüse und obst oft um ein vielfaches höher - man denke nur an kartoffeln oder bohnen. und nein: seit der einführung der kartoffel hat sich unser körper nicht an diese natürlichen pestizide gewöhnt. sie sind und bleiben für uns giftig.
der nachteil bei bio-produkten ist allerdings, dass sie anstatt synthetischer pestizide pestizide auf kupferbasis einsetzen, die das erdreich verseuchen. und zwar so schlimm, dass die ersten böden als sondermüll entsorgt werden müssen (vor allem ein problem des bio-weinbaus). schwefel ist da ebenfalls beliebt und ökologisch nicht weniger problematisch.
seit 30 jahren wird auch bacillus thuringiensis als 'natürliches' pestizid eingesetzt, obwohl man aus experimenten weiß, dass mäuse, die sporen dieses bazillus (vom bazillus-stamm h34) einatmen innerhalb von 8 stunden innerlich verbluten. die forschung geht inzwischen davon aus, dass dieses bazillus für eine vielzahl von infektionskrankheiten verantwortlich ist. dringt es in offene wunden ein, frißt es das gewebe auf. unschöne sache.
das nächste problem mit dem bio-landbau ergibt sich aus der düngung: synthetischer dünger darf nicht eingesetzt werden, weshalb biobauer oft auf gülle zurückgreifen. diese kann und wird nicht besonders zielgerichtet eingesetzt, ist nicht sondernlich effektiv, was idr zur überdüngung führt - mit den bekannten folgen für die gewässer und das grundwasser. nebenbei ist diese form der düngung auch ein grund für die höhere bakterielle belastung von bio-produkten.
wo bio allerdings fett punktet ist der tierschutz. tiere werden in bio-betrieben deutlich artgerechter gehalten als in den industriellen tieraufzuchtfabriken - namentlich der schweinezucht. wobei es da auch allmählich zum umdenken kommt. da machen aber zwei vorreiter druck, von denen es viele wohl am wenigsten erwartet haben: mcdonalds und burger king. beide unternehmen verlangen, dass jungeber nur noch unter betäubung kastriert werden. bislang erfolg das 22.000.000mal im jahr ohne narkose.
und ob die angestellten von bio-betrieben besser bezahlt werden, bzw. die bauern bessere preise erzielen, wage ich zu bezweifeln. so viele bio-produkte kommen inzwischen aus der dritten welt und sind nicht 'fair trade' ... mich würde es wundern.
kurz: bio ist - unabhängig von den vitaminen und mineralien - nicht per se ökologischer oder 'ethischer' oder sonst was als herkömliche landwirtschaft. sie ist aber auf jeden fall besser für die nutztiere auf den höfen. und das ist ja schon mal was. :)










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30.07.2009 - 18:46 Uhr
diedrossel
diese studie ist doch nix anderes als eine nebelwand der agrarindustrie. für wie doof halten die uns eigentlich?