Gelöbnis vs. Gelöbnix
Am Donnerstagnachmittag wurden auf dem Münchener Marienplatz junge Bundeswehrrekruten vereidigt - und alte Feindbilder gepflegt.
Es sind die nicht die linken Demonstranten, deren Farben auffallen. Es sind die Mützen der Soldaten in Blau, Rot, Hellrot und Schwarz. Und es sind die Uniformen der Polizei: Hellgrün, Dunkelgrün und Schwarz. 1300 Polizisten haben sich am Donnerstagnachmittag auf dem Münchner Marienplatz versammelt, um ein paar Rekruten vor ein paar Demonstranten zu schützen. Mit Gittern ist der Platz weiträumig abgesperrt, seit dem Morgen sieht man nichts als Polizeiwagen, in denen Beamte aus dem ganzen Freistaat nach München gebracht wurden. Rundherum sammeln sich Passanten – vor allem Rentner und Schüler -, um dem Gelöbnis beizuwohnen.
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Vielleicht gibt es ja Streitigkeiten um das, was in Bremen vor 30 Jahren tatsächlich geschah? Erfahre ich aber wohl nicht, wenn ich nur in Wikipedia suche.
Sehr erhellend sind auch bei streitigen Themen die Diskussionsseiten, ich sehe das als einen echten Vorteil gegenüber anderen Quellen.
Und was das Abschreiben betrifft: wer sagt euch denn, dass das nicht schon immer so war? Jetzt ist es doch nur nachvollziehbarer, weil halt alles im Internet steht.
Es könnte doch ein Fortschritt sein, dass man es jetzt bemerkt.
Auf der Theresienwiese wird gerade das Oktoberfest aufgebaut, also wenn sie überhaupt irgendwo stören, dann dort;-).
@Gargoyle
Sehr richtig, wie ich gleich noch weiter ausführen werde.
philipp-mattheis sagte:
Ich will darüber nicht jammern, aber so ist es nunmal - in keiner tagesaktuellen Produktion wird das anders gehandhabt. Und - wie gesagt - solange die Informationen eines Wikipedia-Artikel ausreichend belegt sind, sehe ich da auch keine Probleme.Gruß
Daran gibt es zwei Dinge, die mir negativ aufstoßen. Wenn das in keiner tagesaktuelen Produktion anders gehandhabt wird, was soll dann der Grund für den Leser sein, genau diese tagesaktuelle Redaktion zu wählen. Und mehr wundert mich schon, dass man anscheinend nicht das Süddeutsche-Archiv nutzt. Ist das nicht verfügbar oder gab es die damals noch nicht ?
Ich habe vor 2 Jahren das damals aktuelle Thema Lufthansa Cargo Überflugrechte in Rußland durchrecherchiert und was dabei zu Tage kam, war pure Meinungsmache, weil Sachverhalte verkürzt wurden. Ich habe das damals auch deshalb gemacht, weil auf jeder Seite wortidentische Berichte standen. Wie soll man nach so was Medien grundsätzlich noch glauben ?
Das ist keine direkte Kritik an Dir philipp, aber nenne mir mal einen Grund, warum ich z.B. bei sueddeutsche.de lesen soll und nicht bei bild.de, spiegel.de oder stern.de .
Digital_Data
Der entscheidende Unterschied zwischen Wissenschaft und Presse ist nicht, wie Philipp Mattheis hier suggeriert, dass "Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Arbeiten [..] die korrekte Wiedergabe von Informationen schlicht vorausgesetzt [wird]", sondern die Quellen der freien Pressen nicht genannt werden _müssen_ um sie im Zweifelsfall zu schützen. Presse darf durchaus Lügen (solange sie nicht verleumdet).
Den Hinweis auf die Unzulänglichkeiten anderer Presseorgane finde ich dabei unglaublich lustig: weil die anderen schlecht sind, dürfen wir auch schlecht sein, wir sollten nur zusehen, dass wir nicht noch schlechter sind - unter den Blinden ist der Einäugige bekanntlich König.
Eine "Paraphrasierung" der vorliegenden Art würde in den Wissenschaften schlicht Plagiat genannt.
Das ist nicht als Vorwurf gedacht, denn ich kann auch nicht beurteilen, wann die Entscheidung gefallen ist, diesen Artikel zu schreiben und tatsächlich fehlt es den Hournalisten oft schlicht an Zeit (und den Verlagen an Geld) um sich die Kompetenz für ein Thema draufzuschaffen. Höhpunkte journalistischer Galnzleistungen sind dann Spiegeltitelthemen auf 6 Seiten (durch Werbung gestreckt auf 12), unter denen 14 Autorennamen stehen.
Schöne Grüße, Hend.
Inzwischen vertrete ich eine andere Meinung darüber (Als kleines Baby hatte ich auch keine Wahl): Unsere Soldaten sollten wir nicht verpfeifen denn sie dienen für unser Land. Sie verteidigen uns und stehen für unsere Werte im Ausland. Die deutschen Soldaten werden im Ausland respektiert und viele Menschen in Afghanistan sind dankbar, dass sie die Bevölkerung unterstützen kann. Die Befehle zu töten kommen letzendlich von oben - von der Bundesregierung. Also warum verpfeifen die linke Bewegung nicht diese Gruppe???
Renaissance_Man sagte:
prinzipiell
das ist doch absolut kein argument. in unserer verfassung wird meinungs- und versammlungsfreiheit garantiert. die begründung "für die paar leute sind 1000 polizisten viel zu teuer!" würde bei so gut wie jeder demo passen, aber es geht dabei nunmal nicht um eine kosten/nutzen rechnung, sondern um die garantie der verfassungsmäßigen rechte (bei gleichzeitiger wahrung der öffentlichen sicherheit).
Das öffentliche Gelöbnis ist nichts anderes als solch ein Kundgebung, organisiert von der jeweiligen Stadt um zu sagen "die bundeswehr gehört zu uns und steht in unserer mitte". genauso dürfen auch am rand diejenigen protestieren, die anderer meinung sind.
ich sage auch nur, daß, wenn diese veranstaltung denn unbedingt sein muss, es sicher eben auch, wei cmbsecond meint, auf der theresienwiese, in einem der zahlreichen stadien oder wo anders hätte stattfinden können.
und dann hätte man vielleicht eben nicht diesen gewaltigen aufwand gebraucht.
wäre es eine "normale demonstration" gewesen, hätten mich die kosten auch interessiert.
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31.07.2009 - 23:36 Uhr
Gargoyle