"Ich habe mittlerweile Angst vor der Polizei"
Malte März war am 4. Juli auf dem Hamburger Schanzenfest. Beinahe hätte er sein rechtes Auge verloren.
Am Samstag, den 4. Juli, fand in Hamburg das Schanzenfest statt. Das Datum ist dafür bekannt, dass es dort immer wieder zu Ausschreitungen kommt und sich Autonome mit der Polizei heftige Straßenschlachten liefern. Das Fest aber begann dieses Mal zunächst friedlich. Gegen 19 Uhr tauchten Einsatzgruppen der Polizei auf, um "Präsenz zu zeigen, bevor es zu Ausschreitungen kommt", wie ein Polizeibeamter sagte. In den darauf folgenden Stunden eskalierte das Schanzenfest. Insgesamt waren 1800 Beamte im Einsatz, 67 vermeintliche Randalierer wurden festgenommen. Die Einsatzkräfte gingen mit Wasserwerfen und Schlagstöcken gegen Vermummte vor, die wiederum brennende Barrikaden errichteten und die Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern bewarfen. Später wurde die Polizei wegen ihres harten Vorgehens kritisiert. Malte Lärz, 24, studiert Umweltwissenschaften und verlor in dieser Nacht fast sein rechtes Auge.
- "Ich würde ihr keinen Rassismus bescheinigen" 24.05.2012
- "Seit Aristoteles wird geklagt, die Jugend sei nicht leistungsfähig" 22.05.2012
- „Ein bisschen geil“ 20.05.2012
- "Ich kann auch eine Bitch sein" 17.05.2012
- Neue Hürde für junge Selbstständige 14.05.2012
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
sondern nur aus schon länger bestehenden wunden, entzündungen.
ist ein arzt anwesend?
24.07.2009 - 19:55 Uhr
air_kaviar
air_kaviar sagte:
armes schwein. immerhin haben sie ihn nicht erschossen oder beklaut haben...
echt hey, scheiss bullenschweine. alle zu viel killerspiele gezockt!
Selbst, wenn das Gros der Polizisten das beherzigen mag -
in jeder Einsatzgruppe dürften die prügelwütigen Kollegen bekannt sein. Aber wenn´s hart auf hart kommt, deckt man sich im Zweifel oder hat eben grad nichts gesehen...Oder die Gewaltfreunde treffen aufeinander - so munkelt man von der Wies´n-Wacht auf dem Oktoberfest, dass der Knüppel dort ganz besonders locker sitzt...
bluemerant sagte:
eiter kommt doch nicht nach drei bis fünf minuten aus einer wunde.
sondern nur aus schon länger bestehenden wunden, entzündungen.
ist ein arzt anwesend?
finde ich auch seltsam. eiter entsteht doch erst durch bakterien- oder leukozytenansammlung. find ich komisch die ganze geschichte. deswegen ist eine subjektive meinung sicher fehl am platz.
Mein persönlicher Eindruck war und ist, dass für das Schanzenfest u.ä. immer wieder junge Polizisten aus der ganzen Republik angekarrt werden, um mal ein bisschen zu "üben".
Jemand, der auch schon mal von einem Wasserwerfer mitten im Gesicht getroffen wurde, kann sich ja gern mal an einem präziseren Protokoll der Minuten danach versuchen...;-)
kallisto sagte:
Ich bin selber mal unbeteiligt in einen Schanzenfest-Aufruhr geraten. Kann ich uneingeschränkt all den Rechtsaußens und Zynikern hier empfehlen, die anhand von Nebenschauplätzen wie "Eiter/Nicht-Eiter" die Glaubürdigkeit des Interviewten anprangern wollen. Macht nämlich total Spaß, zu sehen, wie Menschen durch die Gegend gespült würden und man selber nicht nach Hause kann, weil das ganze Viertel abgeriegelt ist.
niemand hat die glaubwürdigkeit des interviewten angezweifelt. es war nur ein seltsames nebendetail. und ich finde es etwas einseitig allein ein interview mit einem betroffenen hineinzustellen. ein größerer bericht über das schanzenfest und seine vorkommnisse wäre wesentlich aufschlussreicher gewesen. ein kommentar a la: ooh, armer junge, böse polizei wäre auch nicht aufschlussreicher gewesen. aber aufgrund der subjektivität des artikels wäre das ja die einzig zulässige reaktion gewesen.
Alle Kommentare anzeigen








1
24.07.2009 - 18:46 Uhr
schraege
was ihm (malte) passiert ist, darf nicht sein, aber pauschalisieren tun wir ja alle gerne.