14.07.2009 - 18:30 Uhr

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"Mit virtuellen Waffen ist noch nie ein Mensch getötet worden"

Text: dirk-vongehlen - Foto: privat

Niemand lernt einen Amoklauf, weil er Computer spielt, sagt der Baumaschinentechniker Peter Schleußer. Der 38-Jährige ist Hauptpetent der Online-Petition gegen ein Verbot von Action-Spielen. Ein Interview über den Erfolg seiner Eingabe und verständnislose Politiker

jetzt.de: Du hast eine Petition für Computerspiele eingereicht. Vermutlich spielst du ziemlich viel? Peter Schleußer: Wenn du einen der Innenminister - gegen deren Beschluss sich meine Petition in erster Linie richtet - fragst, ab wann man viel spielt, wird der wahrscheinlich sagen: ab einer Stunde täglich. Wenn du jetzt einen richtigen Computerfreak fragst, kommt der vermutlich zu einer ganz anderen Einschätzung. Und du? Sagen wir mal so: Ich spiele häufiger. Und zwar genreübergreifend. Sehr gerne Rollenspiele. Ich spiele auch Guild Wars und immer mal wieder Egoshooter und gerne auch Militärsimulationen. Hast du das Gefühl, dass die dich aggressiver machen? Im Gegenteil. Ich geb dir ein Beispiel: Der Film "Der Soldat James Ryan" wird doch auch als Anti-Kriegsfilm geführt, obwohl die erste halbe Stunde nichts anderes als reines Gemetzel ist. Und gerade bei Militärsimulationen habe ich noch mehr das Gefühl, dass da eine Anti-Kriegswirkung erzielt wird. Man denkt sich: ein gutes Spiel, aber im realen Leben bin ich froh, dass ich nie bei einem echten Kampfeinsatz dabei sein mußte. Solche Spiele sind nicht so verherrlichend wie so mancher Spielfilm.
Über Computerspiele wird anders debattiert als zum Beispiel über Filme. Woran liegt das? Zum einen gibt es Spiele noch nicht so lang, da kennen viele sich nicht richtig aus. Zum anderen sind Spiele interaktiv. Deshalb glauben Politiker, die hätten eine größere Wirkung. Du glaubst das aber nicht. Ganz und gar nicht. Als ich noch mehr Zeit hatte, habe ich selber mal in einem Clan gespielt und unser Motto war immer: 'Wir spielen lieber Krieg, als einen zu führen.' Es gibt Politiker, die Egoshooter auch für Amokläufe verantwortlich machen. Wie reagierst du auf solche Vorwürfe? Empört. Es gibt einfach kein Computerspiel, in dem du mit einer Waffe in der Hand auf wehrlose Menschen schießt. Niemand lernt einen Amoklauf, weil er Computer spielt. Den Umgang mit Waffen lernt man eher im Schützenverein, wenn man auf irgendwelche Pappfiguren schießt. Mit virtuellen Waffen ist noch nie ein Mensch getötet worden. Wenn man etwas zur Prävention von Amokläufen tun will, sollte man das Waffenrecht verschärfen. Denn nach dem Amoklauf von Winnenden habe ich mir schon die Frage gestellt: Wie konnte der an eine scharfe Waffe kommen? Da kann der noch so viel Counterstrike gespielt haben - ohne eine scharfe Waffe hätte der nie jemanden getötet. Deshalb hast du die Petition gestartet? Genau. Das Thema regt mich schon sehr auf. Jugendschutz ist gut und richtig. Aber irgendwann sollte man in diesem Land doch das Recht haben, die Spiele zu spielen, die man möchte und sollte wie ein mündiger Bürger behandelt werden und nicht wie ein Kleinkind von der Politik gegängelt werden. Wie kam es dann zu der Petition? Der Text der Petition stammt zum größten Teil von einer Aktion der Zeitschrift Gamestar und ist eine Reaktion auf die Innenministerkonferenz. Die Idee war, dass man diesen Text dem Parlamentarier seines Wahlkreises zuschickt. Ich dachte mir: Warum so umständlich - und habe eine Online-Petition daraus gemacht. Du hast mittlerweile über 50.000 Mitzeichner gewonnen. Nicht schlecht. Man sollte ja eigentlich meinen, dass man informiert wird, wenn die eigene Petition online gestellt wird - dass man vielleicht eine E-Mail bekommt. War aber nicht so. Ein Journalist hat mich darüber informiert, dass die Petition im Netz steht. Erst ein paar Tage später hatte ich einen Brief in meinem Briefkasten. Da stand die Petition schon bei 30.000 Mitzeichnern. Wie geht es jetzt weiter? Mein Ziel war es, die 50.000 Mitzeichner zu erreichen. Dann bekommt man zehn Minuten Redezeit im Deutschen Bundestag, um das eigene Anliegen vorzutragen. Dann fährst du jetzt also nach Berlin. Glückwunsch. Was wirst du sagen? Die Rede habe ich noch nicht geschrieben, aber mein Hauptargument ist, dass man unter dem Deckmantel des Jugendschutzes nicht jegliche Erwachsenen-Unterhaltung verbieten kann. Genau wie die Jugend ein Recht auf Jugendschutz hat, haben Erwachsene ein Recht auf Erwachsenen-Unterhaltung. Ich glaube, es muss einen Punkt geben, wo wir als mündige Bürger selber entscheiden können. Mehr zum Thema auf jetzt.de: Mit dem Amoklauf in Winnenden befassen sich mehrere Texte, Interviews und Kommentare, die du hier in der Übersicht findest. Außerdem auf jetzt.de: Ein Interview mit Matthias Dittmayer, der sich gegen die Berichterstattung über Computerspiele wehrt.


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jules__
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Mag ich Mag ich nicht

2

14.07.2009 - 18:39 Uhr
jules__

Als Computerspieler würde ich mir glaube ich einen anderen Representanten für die Bundestagsrede wünschen. Das geht doch daneben.

uther_the_puter
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Mag ich Mag ich nicht

6

14.07.2009 - 18:44 Uhr
uther_the_puter

"Es gibt einfach kein Computerspiel, in dem du mit einer Waffe in der Hand auf wehrlose Menschen schießt."

Naja, geben tut es die schon.

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Mag ich Mag ich nicht

1

14.07.2009 - 18:45 Uhr
uther_the_puter

Apropos...Zeit, dass n neues Spiele_raten reingestellt wird...ich weiß doch, dass ihr euch den Artikel anschauen werdet, ihr Nerds! ;)

marksu_
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Mag ich Mag ich nicht

-14

14.07.2009 - 18:56 Uhr
marksu_

crazy… ich glaube dennoch, dass diese ballerspiele die hemschwelle senken und die spielerchens in eine scheinwelt der allmacht versetzen

undlängst nachts auf dem heimweg habe ich so eine gruppe darkwaver in langen schwarzen mänteln und dicken stiefeln mit der fahrradklingel aufgeschreckt. laufen konnten die nicht, aber einer hat mir dann noch nachgerufen:„Wenn ich jetzt eine Knarre dabei hätte, dann wärst du schon tot“

in seiner spielewelt wahrscheinlich, aber in der echten ist es noch nicht so weit!

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Mag ich Mag ich nicht

0

14.07.2009 - 18:58 Uhr
marksu_

+m -d

heiner70
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Mag ich Mag ich nicht

-3

14.07.2009 - 19:08 Uhr
heiner70

sage mir mit wem ((oder was )) du
umgehst,dann weiß ich wer du bist,

SPRUCH DER ALTEN GENERATION

menotbug
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Mag ich Mag ich nicht

17

14.07.2009 - 19:32 Uhr
menotbug

@Crazy: Oh, ein Darkwaver. Das muss ein Killerspielraubkopierkindermörderterrorist gewesen sein!

Hat ja auch sehr viel miteinander zu tun. Jeder Zocker rennt nachts gern in langen schwarzen Mänteln durch die Gegend und pöbelt Fahrradfahrer an.

Welch schlüssige Argumentation, gratuliere!

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Mag ich Mag ich nicht

0

14.07.2009 - 19:33 Uhr
menotbug

Sorry, das war natürlich an marksu gerichtet.

zabaitzu
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Mag ich Mag ich nicht

4

14.07.2009 - 19:51 Uhr
zabaitzu

Einmal hab ich geträumt meine Hände wären Waffen.
und dann hab ich "trrr trrrt trrr" gemacht.

Das war voll cool.

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

1

14.07.2009 - 20:47 Uhr
MorbusBahlsen

Es ist ein absoluter Trugschluss, dass ein Handelsverbot in der EU verhindern würde, dass Leute, die sich durch Kampfszenerie Adrenalinstöße holen wollen, nicht an die Spiele herankommen würden. Das ist irgendwie wie das Waffengesetz: Nur unter größten Auflagen kommt man an welche, dennoch hat jeder Amokläufer welche in der Hand, obwohl er sie meistens gar nicht besitzen dürfte. Verhindern tut es so ein Gesetz im Endeffekt eben nicht.

dasp
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Mag ich Mag ich nicht

8

14.07.2009 - 21:54 Uhr
dasp

Naja. In COD4 schiesst man auch mal auf schlafende Soldaten. Ansonsten stimme ich den Aussagen zu.


Vor allem der Antikriegsthese. Wenn ich nach zwei Jahren Battlefield2-Erfahrung bei knapp 60.000 Kills liege und eine Kill/Death-Ratio von 1.8 habe - zeigt mir dies, dass ich virtuell schon fast 33.000 Mal gestorben bin.

Mitunter dauert es nur wenige Sekunden bis man ein neues Leben antritt/antreten muß. Jeder, auch jeder der noch mit 18 auf Grundschulniveau stehengeblieben ist, kapiert: Im Krieg wird es nicht anders sein...

Heißt bei 1.9 überlebe ich i.d.R. grade mal einen "Gegner" - nicht sonderlich lohnenswert. Daher finde ich die Antikriegsthese sehr interessant. Rambo als Film halte ich hier als deutlich gefährlicher, denn alleine eine Panzerfaust, MGs, Revolver und mehrere Dutzend Messer in nur einem Rucksack mitzuschleppen... Einmal gestolpert und eine ganze Stadt wäre vernichtet...

Naja. Und dann kommt noch hinzu: Unabhängig von der Logik, dass man evtl. recht schnell um die Ecke kommen könnte >>> ich hatte noch nie Amokläuferambitionen. Noch nie habe ich davon geträumt oder etwaiges.

Genauso wenig, wie ich irgendwelchen Tieren auf den Kopf hüpfen wollte, nachdem ich in Jugendzeiten Gianna Sisters gespielt hatte und unsere Kinder haben auch noch nicht mit dem Toilettenstöpsel Hasen abgeschossen, nachdem sie Rayman Raving Rabbids gespielt hatten.

Und da bin ich beim Thema Kinder. Natürlich kann ich keinen Egoshooter spielen, wenn die Kids im Raum sind. Da müssen die Kids schon im Bett sein. Auf Ihren Computern/Accounts gibt es keine Installationsrechte und selbst die *vermeintliche* Kinderkonsole Wii ist mit Altersbeschränkungen eingestellt.

Hier finde ich auch den Jugendschutz absolut richtig. Genauso wie ich finde, dass dieser bereits ordentliche Arbeit leistet. Mehr brauchen wir in meinen Augen nicht.

Was allerdings mehr kommen sollte: Kompetenzaufbau bei den Eltern. Und da sehe ich einen sehr großen Konfliktpunkt. Zum einen nervt mich die gesellschaftliche Bevormundung, was Eltern alles so zu tun haben und was sie zu lassen haben. Das dabei i.d.R. das Kind kein Kind mehr sein darf, wird völlig ausgeblendet. Ein Kind muß heute, direkt auf die Welt geworfen, funktionieren. Und wenn es schreit, sich dreckig macht oder noch nicht perfekt mit Messer und Gabel umgeht, gibt es Ärger --- denn schließlich sollte es längst mit 4 Jahren daran denken, mindestens ein 1er Abi zu erreichen. Die Eltern am besten noch in 5 Jobs parallel arbeiten, nebenbei 3 Psychiatertermine am Nachmittag abfrühstücken und 2 Ergotherapeuten aufsuchen, Ernährungsseminare heimsuchen und in Serie diverse Sportvereine abklappern.

Ohne arrogant wirken zu wollen: Irgendwie haben es meine Eltern ja auch geschafft. Sicher gab es da auch schon einen Gesellschaftsdruck --- aber dieser steigt meiner Meinung kontinuierlich. Und wie man perfekte Mutter oder Vater wird: Da muß man erstmal reinwachsen!

Dumm nur, dass das Leben immer schneller wird. Gestern bloggen, heute twitter - was kommt morgen? Welche Elterngeneration soll da folgen? Selbst wenn E-Mail und Chat schon genutzte Medien sind... Wer weiß heute, wie sich Profildaten im Netz nach 10 Jahren gehalten haben werden, wenn es um die Jobsuche geht.

Hatte ich zu meiner Jugendzeit noch eine sehr blümerante linke Einstellung, bin ich heute eher schon im Bereich "schaumermal nach dem geringstem Übel" angesiedelt. Nur steht dieser Lebenslauf nicht auf einem Langzeit-Google-Backupserver geschrieben...

Sollte wirklich daran gelegen sein, Kinder auch vor solchen Dingen zu schützen, dann denke ich, muss in die Haushalte getragen werden, wie ich bei einer Konsole Altersbeschränkungen einstelle, wie ich den Computer absichern kann, welche Firewall-Einstellungen im Router Sinn machen, welcher Router überhaupt geeignet ist, welche Gefahren StudiVZ und Co. birgen, welche Gefahren vom Vater Staat in Sachen Vorratsdatenspeicherung ausgehen. Denn hier kapitulieren viele Eltern und lassen, damit das Kind überhaupt am Ball bleibt, diesem freie Hand. Klar falsch, aber für viele der einzige gangbare Weg. Und weil viele Eltern keinen Sinn bei twitter & Co sehen, können sie auch nicht am Ball bleiben -> sprich: Hier ist kontinuierlicher Fortbildungsbedarf.

Und dieses "Auf-der-Höhe-der-Zeit"-Bleiben bekommen noch nicht einmal Schulen auf die Reihe. Lehrer haben aber eher die Möglichkeit Seminare zu besuchen oder könnten diese Möglichkeiten eher erhalten. Doch was ich hier von den Schulen mitbekomme ist ein Armutszeugnis... Von unbeaufsichtigten Grundschülern an Rechnern mit komplett freiem Internetzugang bis kompletter Unkenntnis des Mediums...

Etwas viel Text. Im Endeffekt will ich damit nur sagen: Ein Killerspielverbot geht an der Realität vorbei. Die Gesellschaft leidet an ganz anderen Problemen. Unsere Kinder sehen diese Probleme jedoch als natürlich an, weil sie nichts anderes kennen. Einige werden daran zerbrechen und jedes Jahr werden mehr an den zunehmenden Problemen zerbrechen als im Vorjahr. Genauso wie Burnouts immer mehr zunehmen...

Fahad
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Mag ich Mag ich nicht

-1

14.07.2009 - 22:54 Uhr
Fahad

Uther_the_puther hat leider Recht. Spiele gibt es schon wo man auf wehrlose Menschen schießen KANN es aber nicht muss. Das wiederum hängt individuell von jedem Spieler ab der solche Spiele spielt.

Und als Vorbereitung können die schon dienen zum Zielen zum beispiel. Oder um den Vorgang des Nachladens zu beobachten.

Ich hoffe trotzdem das du und deine Gruppe etwas erreicht und gleichzeitig die Amokläufe gestoppt werden.

Toi toi toi

diedrossel
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Mag ich Mag ich nicht

0

14.07.2009 - 23:06 Uhr
diedrossel

jules__ sagte:
Als Computerspieler würde ich mir glaube ich einen anderen Representanten für die Bundestagsrede wünschen. Das geht doch daneben.


right out of central casting,...

monochromatisch
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Mag ich Mag ich nicht

0

14.07.2009 - 23:08 Uhr
monochromatisch

'Es gibt einfach kein Computerspiel, in dem du mit einer Waffe in der Hand auf wehrlose Menschen schießt.'

Nun ja. Kann man so stehen lassen. Muß man aber nicht.

http://www.gamespot.com/pc/action/jfkrel...

nordzucker
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Mag ich Mag ich nicht

2

15.07.2009 - 00:10 Uhr
nordzucker

filmbewertungstelle der kultusminister in wiesbaden:

Rambo, FSK: ab 16 Jahren, Prädikat Besonders wertvoll

bernweich
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Mag ich Mag ich nicht

2

15.07.2009 - 00:11 Uhr
bernweich

marksu_ sagte:
undlängst nachts auf dem heimweg habe ich so eine gruppe darkwaver in langen schwarzen mänteln und dicken stiefeln mit der fahrradklingel aufgeschreckt. laufen konnten die nicht, aber einer hat mir dann noch nachgerufen:„Wenn ich jetzt eine Knarre dabei hätte, dann wärst du schon tot“


genau wegen solcher aussagen wie von dir gibts die petition überhaupt.

scheinst ja ne tolle kausalkette zu haben: dark > böse > waver > noch schlimmer > stiefel > bestimmt gewalttätig > böser spruch > bestimmt computerspieler > mörder!

wach mal auf.

MorbusBahlsen
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0

15.07.2009 - 00:12 Uhr
MorbusBahlsen

Ich kann dasp nur beipflichten, dass den Kindern eben Verantwortungsbewusstsein nahezulegen ist. Nur sehe ich nicht die Möglichkeit darin, das mit den Eltern und Medienkenntnis hinzubekommen. Das Kind muss von allgemeinem gesellschaftlichen Umgang auf die jeweils aktuelle Situation übertragen können: Chat, Twitter, und was sonst noch alles kommen mag. Nicht zuletzt benutzen ja auch nicht alle Kids schuelervz, Twitter oder das Usenet, was auch immer. Von den Eltern zu verlangen das alles zu kennen (und das müsste man ja, wenn man Router dahingehend absichern will), ist schon relativ viel verlangt. Hilfestellung dazu meinetwegen auch staatlicherseits (und der Möglichkeit selbst zu entscheiden wem man da vertraut), das wäre evtl. gangbar.

Man darf dabei aber nie vergessen, dass technische Entwicklungen schneller vorangehen als die Absicherung dieser und die Erforschung der Folgeerscheinungen. Insofern muss dem Kind, wie soll ich sagen, ja... der gesunde Menschenverstand antrainiert werden, den, der den Erwachsenen mit solchen Verboten abgesprochen wird.

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Mag ich Mag ich nicht

0

15.07.2009 - 00:13 Uhr
MorbusBahlsen

(Schonmal versucht, alle im Internet verfügbaren Pornoseiten zu sperren?)

Aquabeat
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Mag ich Mag ich nicht

0

15.07.2009 - 00:17 Uhr
Aquabeat

Endlich mal einer der dieses leidige Thema anspricht.
Leider wird er da beim paranoiden Innenminister auf taube Ohren stoßen. (Aber das haben sie ja jetzt ohnehin gelesen, stimmts Herr Schäuble?)

Ich hoffe dennoch, dass er wenigstens etwas bewirken kann.

uther_the_puter
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2

15.07.2009 - 00:19 Uhr
uther_the_puter

Fahad sagte:
Und als Vorbereitung können die schon dienen zum Zielen zum beispiel. Oder um den Vorgang des Nachladens zu beobachten.


WAS?! Hast du schon mal gespielt? Oder wenigstens in der Theorie darüber nachgedacht, wie eine echte Waffe funktioniert? Weder is in eine echte Knarre ein Mauscursor eingebaut, mit dem man bequem per Fadenkreuz rumballern kann, noch muss man in Computerspielen wirklich zielen können...also WIRKLICH wirklich. Außerdem geht das mit dem Ladevorgang in spielen so schnell und ungenau...außerdem hat man beim Nachladen meistens gar keine Zeit zum hinschauen, weil man so damit beschäftigt ist, unschuldige Pixel-Menschen in Kanonenfutter zu verwandeln! :P

MorbusBahlsen
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-3

15.07.2009 - 00:20 Uhr
MorbusBahlsen

Übrigens, @Artikelüberschrift:
http://www.computerbase.de/news/software...

bernweich
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2

15.07.2009 - 00:24 Uhr
bernweich

MorbusBahlsen sagte:
Übrigens, @Artikelüberschrift:
[link=http://www.computerbase.de/news/software...
]http://www.computerbase.de/news/software...

hahaha.
toller plan. anstatt mal rauszufinden WARUM sie süchtig sind, lieber mal strafen einführen, wie man es mit kleinen kindern tut. super lösung!

MorbusBahlsen
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-3

15.07.2009 - 00:35 Uhr
MorbusBahlsen

Mir gings eigentlich um die Toten. Dass ich dann halt einfach zwei- oder dreimal das Spiel kaufen kann, um 3 Accounts zu bekommen, tja. Kurz gedacht wa... und es gibt ja auch noch eine Welt abseits des Kaufens...

Sendmoreparamedics
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0

15.07.2009 - 01:36 Uhr
Sendmoreparamedics

Ich bin bei Quake schon mal virtuell getötet worden.
Zählt das?

laubenpiepersdelight
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-1

15.07.2009 - 01:41 Uhr
laubenpiepersdelight

Wenn die Spiele nicht die Schießhemmschwelle senken würden, dann würde das amerikanische Militär die wohl nicht zu diesem Zweck einsetzen.
In der heutigen "Wissenschaft" wird man sowieso jede Behauptung aufstellen und mit irgendwelchen Statistiken belegen, können, die einem für die eigene Meinung passen.
Wenn man keinen Begriff und Blick mehr von/für seelische(r) Gesundheit hat, wird man ihren Verlußt und eintreten von Verrohung auch garnicht mehr bemerken. Oder es lustig finden. Wenn Leute, deren kulturelles Niveau es ihnen erlaubt maßvoll mit den Spielen umzugehen, das dann meinen da allgemeine Aussagen über Auswirkungen machen zu können, finde ich das denjenigen gegenüber, die das nicht können zynisch gegenüber.
Bei diesem Thema, wie auch bei anderen pädagogischen Fragen ist es besonders krass wie sehr eine Blindheit gegenüber den Folgen der extreme Konsum von Computerspielen hat. Die Suchtgefahr spricht doch schon für sich. Wenn man das akzeptiert, dann kann man vielleicht auch Wege finden, einen freiwilligen maßvollen Umgang zu üben. Dann braucht man auch keine Verbote.

Kolossos
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0

15.07.2009 - 02:09 Uhr
Kolossos

Ich sehe Online spielen als eine art hobby an, ich tue es, immer wieder, weil es mir spaß macht, aber leider wird dieses hobby seltsamerweise gar nicht von der gesellschaft akzeptiert, man gilt sofort als süchtig, asozial, aggresiv, etc. ich möchte aber auch ganz klar sagen, das ich von einem pc spiel KEIN amokläufer werde, schaut euch das soziale umfeld der Amokläufer an! Oder hat euch Gott keine 2 Augen gewährt, lasst euch nicht von medien blenden! vlt benutzen amokläufer auch gerade diese spiele um für einige Augenblicke aus ihrem sozialen umfeld zu verschwinden.

riesenherz
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2

15.07.2009 - 08:28 Uhr
riesenherz

Vermutlich sind die vermittelten Subtexte, die wir über unsere Freizeitbeschäftigungen - und selbstredend über unser berufliches Tun mit "eingeschrieben" bekommen, eher entscheidend, wie wir uns verhalten. Die plakativ geführte Auseinandersetzung zwischen "Herabsetzung der Tötungshemmung" und "Freiheitseinschränkung" führt da m.E. am Eigentlichen vorbei.
Gibt es einen kultursoziologischen Zusammenhang zwischen der Vorliebe für bestimmte Computerspiele, bestimmter Musik und der abgrenzenden Kleidung/dem Aussehen? Logo, aber meist reagieren Menschen darauf mit Schubladendenken, anstatt zu fragen, was sich an Weltbildern und -aussagen da äußert.
Ich sehe da sehr oft die wesentliche Abgrenzung zwischen gesellschaftlich affirmativen Haltungen und den daraus sich ergebenden Erwartungen an den einzelnen Menschen auf der einen Seite, und der Ablehnung und Verweigerung von als verlogen und menschenverachtendengesellschaftlichen Rollenerwartungen andererseits. Bloß daß diese lost generation eben keine Blumen in Gewehrläufe steckt, sondern ihre Verweigerungshaltung mit anderen Formen ausdrückt.
Ich habe jedenfalls weniger Angst davor, von den Teilnehmern eines reallife-Treffens einer wow-Gilde zusammengeschlagen zu werden, als von der (gesellschaftlich und wirtschaftlich marginalisierten) Anhängerschaft eines Fußballvereins. Und jene Hooligans werden mitunter auch die PC-"Baller- und Killer"-Spiele mögen, sie aber sicher nicht in der Form beherrschen.

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1

15.07.2009 - 08:31 Uhr
riesenherz

Und so verhindert die schlicht geführte Diskussion um ein Verbot von PC-Spielen eher die Erforschung und Reflexion von Fragen wie bspw. jener, ob das "gesellschaftliche" Distinktionsmodell eines Spieles wie WoW nicht als sozial erworbene (!) Attitüde einer elitären und durchaus konservativen Gesinnung in Weltbilder und normative Haltungen einfließt, die wir schon längst überwunden zu haben glaubten.

Ikarus_ncsp
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15.07.2009 - 09:33 Uhr
Ikarus_ncsp

@ MorbusBahlsen

Du musst das ein bißchen anders sehen. Die Frage ist eigentlich, hätte es mehr Amokläufe gegeben, wenn das Waffenrecht nicht so streng wäre wie es heute ist ? Denn genau da liegt der Kern dieser Problematik - keine Waffe, kein Amoklauf -
Und wenn es ein Gesellschaftverstörter dennoch durchzieht, ist dessen "Effizienz" mit einem Messer bei weitem nicht so hoch.

Kommentarschreiber3
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-4

15.07.2009 - 09:47 Uhr
Kommentarschreiber3

Der Polizeibericht vom Amoklauf in Erfurt liest sich schon sehr stark wie ein Walkthrough durch ein Computerspiel:

der Amokläufer ist erst mal durch die Szene durchgehetzt, und hat alles totgemacht, noch bevor sich irgendwelche Gegenwehr regen konnte. Dann stand er ganz oben, und wußte nicht, wie's weitergeht. Als nächstes kam dieser Lehrer und hat mit ihm geredet. Im Spiel hätte er ihm jetzt gesagt, wie's weitergeht und was er als nächstes tun muss. Aber der Lehrer hat ihn ja eingesperrt, und im echten Leben kann man ja zum Glück verschlossene Türen doch nicht so einfach aufschiessen. Anschliessen saß er alleine in dem Raum und war praktisch am Ende. Im Computerspiel würde er dann einen alten Spielstand neu laden und es nochmal versuchen...

Also ich glaube schon, dass Computerspiele da was ausmachen. Es kommen wahrscheinlich 90% der Leute, oder 99% der Leute damit klar. Vielleicht kommt Herr Peter Schleußer auch damit klar, obwohl er für meinen Geschack in seinem Aussehen schon etwas Gewaltpotential ausstrahlt. Aber es reicht ja schon, wenn 10% oder 1% der Leute nicht damit klar kommen. Es reicht ja schon eine sehr kleine Zahl von Amokläufern, damit es für die anderen Leute extrem unangenehm und lebensgefährlich wird.

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-2

15.07.2009 - 09:47 Uhr
Kommentarschreiber3

Der Polizeibericht vom Amoklauf in Erfurt liest sich schon sehr stark wie ein Walkthrough durch ein Computerspiel:

der Amokläufer ist erst mal durch die Szene durchgehetzt, und hat alles totgemacht, noch bevor sich irgendwelche Gegenwehr regen konnte. Dann stand er ganz oben, und wußte nicht, wie's weitergeht. Als nächstes kam dieser Lehrer und hat mit ihm geredet. Im Spiel hätte er ihm jetzt gesagt, wie's weitergeht und was er als nächstes tun muss. Aber der Lehrer hat ihn ja eingesperrt, und im echten Leben kann man ja zum Glück verschlossene Türen doch nicht so einfach aufschiessen. Anschliessen saß er alleine in dem Raum und war praktisch am Ende. Im Computerspiel würde er dann einen alten Spielstand neu laden und es nochmal versuchen...

Also ich glaube schon, dass Computerspiele da was ausmachen. Es kommen wahrscheinlich 90% der Leute, oder 99% der Leute damit klar. Vielleicht kommt Herr Peter Schleußer auch damit klar, obwohl er für meinen Geschack in seinem Aussehen schon etwas Gewaltpotential ausstrahlt. Aber es reicht ja schon, wenn 10% oder 1% der Leute nicht damit klar kommen. Es reicht ja schon eine sehr kleine Zahl von Amokläufern, damit es für die anderen Leute extrem unangenehm und lebensgefährlich wird.

nordzucker
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2

15.07.2009 - 09:55 Uhr
nordzucker

koennte man nicht einen wesenstest fuer killerspielspieler einfuehren?

jeder der ein telefon mit display, einen computer oder zwei gesunde augen hat, muss sich diesen test unterziehen. wer ihn nicht besteht wird nach einer kurzen wartezeit eingeschläfert.
wer nicht vor hat ein massaker zu begehen muss sich vor einem solchen wesenstest nicht fuerchten!

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15.07.2009 - 10:01 Uhr
nordzucker

hahahaha, das stand so im politzeibericht?

Ikarus_ncsp
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15.07.2009 - 10:06 Uhr
Ikarus_ncsp

@Kommentarschreiber3:

Das heißt also auch, wenn 1% der Autofahrer Geisterfahrer sind, sollte man allen Menschen das Autofahren verbieten ?

Beru
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15.07.2009 - 10:12 Uhr
Beru

Denkt doch nicht nur an die ganzen Amokläufe die verhindert werden könnten! Pah, das ist doch noch das minimalste. Wenn man Killerspiele verbietet stoppt man auch sofort alle Morde, Vergewaltigungen und alle anderen Verbrechen! Das depressive Gewaltpotenzial entläd sich doch nicht nur in Amokläufen - das sind die Selbstdarsteller des Verbrechens! Ich mein wenn man mal überlegt wieviel Unheil schon OHNE Killerpsiele angerichtet wurde, dann will ich mir gar nicht ausmalen wo das noch alles hinführen soll, wenn man JETZT nicht einschreitet!

chocolatecat
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2

15.07.2009 - 10:14 Uhr
chocolatecat

ich steh auf ballerspiele. und diese armen zombies muss ja wohl auch mal einer von ihrem leid befreien.
womit ich nix anfangen kann sind so kriegssachen, obwohl, mein freund hat da neulich so eins gespielt, wo man belohnt wurde, wenn man möglichst keine leute tötet oder so.

Beru
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15.07.2009 - 10:15 Uhr
Beru

Ikarus_ncsp sagte:
@Kommentarschreiber3:

Das heißt also auch, wenn 1% der Autofahrer Geisterfahrer sind, sollte man allen Menschen das Autofahren verbieten ?


Qutasch... da hängt doch ne ganze Lobby dran! Bist du verrückt? Willst du mich beleidigen? Hahaha... sowas unsinniges.... Geisterfahrer... halt ich fürn Gerücht.... hohoho.

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15.07.2009 - 10:18 Uhr
Beru

chocolatecat sagte:
ich steh auf ballerspiele. und diese armen zombies muss ja wohl auch mal einer von ihrem leid befreien.
womit ich nix anfangen kann sind so kriegssachen, obwohl, mein freund hat da neulich so eins gespielt, wo man belohnt wurde, wenn man möglichst keine leute tötet oder so.


Tss.... mit der Einstellung stürmst du eines Tages noch ein Tierheim für verwahrloste Tiere und erlöst sie von ihrem Leid, was? Und dann ist es nicht mehr bis du auch glückliche Affenmenschen zerballerst. ja ne is kla.

chocolatecat
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2

15.07.2009 - 10:20 Uhr
chocolatecat

ja ganz genau. ich kann nämlich überhaupt nicht unterscheiden zwischen realität und virtueller unterhaltung. deshalb muss ich montags auch immer dringend ein verbrechen aufklären, wenn ich sonntags den tatort geguckt hab, zum beispiel.

asphaltfruehling
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5

15.07.2009 - 10:20 Uhr
asphaltfruehling

ich beschäftige mich gerade "wissenschaftlich" mit school shootings. amoklauf ist ein völlig falscher ausdruck, amok ist rein definitionsmäßig etwas spontanes, ungeplantes. das durchdrehen dieser jugendlichen ist aber schon geplant, sie beschaffen sich waffen, kündigen ihre tat an, verfassen ihre tagebücher ab einem bestimmten zeitpunkt auf englisch usw. wenn wir ein solches vorgehen als amoklauf definieren, dann tuen wir so als wäre da einfach nur ein hirn durchgeknallt, als wäre der täter einfach nur geisteskrank und die sache damit gut. wir müssen uns damit nicht mehr beschäftigen, es hat ja nichts mit uns zu tun.
allerdings ist keiner der täter einfach nur "verrückt", es gibt keine monokausale erklärung für school shootings, ein multiples geflecht bestehend aus umfeld, eltern, lehrern, schule, computerspielen, filmen und nicht zuletzt einer durch all dies durcheinander geratenen psyche spielen eine rolle. computerspiele und gewaltverherrlichende filme schaffen ein milieu indem rollenmuster durch gewalt bestimmt sind. ein erwachsener kann diese vielleicht in seine freizeit verschieben und wissen, dass das nicht die realität ist. ein verwirrter jugendlicher ohne positive vorbilder, kann aber nicht in dieser dimension reflektieren und nimmt die rollenbilder, in denen männlichkeit mit gewalt und gewalt als lösung gleichgestellt werden, als identifikationsmuster für seine eigene unvollständige identität und orientiert sich nach ihnen.
hier genau liegt die gefahr. natürlich kann man das durch ein verbot von computerspielen nicht verhindern, verbotenes ist ja für jugendliche noch reizvoller. eine wichtige rolle spielen gewalt enthaltende computerspiele und filme als vorbilder für täter von school shootings aber ganz gewiss.

nordzucker
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15.07.2009 - 10:30 Uhr
nordzucker

@asphalt:
die frage ueber gut oder boese der spiel ist eine sache. die frage ob man sie dann grundsaetzlich verbieten will, kann und muss aber ein ganz andere. (vergleiche z.b. alkohol)

asphaltfruehling
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15.07.2009 - 10:34 Uhr
asphaltfruehling

ich sage ja, dass verbote nichts nutzen werden. aber der herr da oben tut ja so, als hätte kein spiel jemals was verbrochen.

Beru
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15.07.2009 - 10:39 Uhr
Beru

asphaltfruehling sagte:
ich sage ja, dass verbote nichts nutzen werden. aber der herr da oben tut ja so, als hätte kein spiel jemals was verbrochen.


vielleicht beschäftigt er sich nicht wissenschaftlich damit.

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15.07.2009 - 10:45 Uhr
Beru

ist es eigentlich ein eher schlechtes gefühl zu wissen worans hakt, aber auch zu wissen, dass man es nicht ändern können wird? oder hast du einen lösungsvorschlag?

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15.07.2009 - 10:48 Uhr
Beru

und - nebenbei - mit was sollte man männlichkeit gleichsetzen?

atrocity
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15.07.2009 - 10:59 Uhr
atrocity

@laubenpiepersdelight:
Die US-Army benutzt Ballerspiele NICHT um die Hemmschwelle zu senken. Dafür gibt es Übungsparcours mit Mannscheiben und Puppen.
Die Spiele werden zum üben von Taktiken bzw. dem taktischen zusammenarbeiten eingesetzt.

Zum Thema: ich will den Computerspieler sehen der ohne je eine Echte Waffe benutzt zu haben sofort beim ersten Schuss mit einer echten Waffe trifft. Die Chance das es ihm die Knarre einfach aus der Hand schlägt ist wesentlich größer. In Computerspielen gibt es halt keinen Rückschlag, kein verziehen der Waffe durch den Abschuss.

Eine Verschärfung des Waffengesetzes kann maximal den spontanen Missbrauch registrierter Waffen verringern. Da die ganzen Amokläufe an Schulen aber alle geplant waren, besorgen die Täter sich dann in zukunft halt illegale Waffen. fast jeder Jugendliche weiß vermutlich mit wem man reden müsste um an illegale Waffen aus dem Ostblock zu kommen.

coolfire
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15.07.2009 - 11:09 Uhr
coolfire

Dieser ständige Beissreflex nach Computerspielen identifiziert denjenigen nur als völlig medienfremd und hilflos gegenüber den tatsächlichen Ursachen fvon z.B. school schootings (Danke asphaltfrühling für die Begriffsanalyse)

Aber: Spiele, der Inhalt oder Darstellung gewalttätig ist gehören nicht in Kinderhände. Genausowenig wie Pornos, Splattercomics, viele Buchtitel, Musik etc....
Hier wäre wirklich anzusetzen, stattdessen wird blind und laut nach Verboten gerufen.

asphaltfruehling
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15.07.2009 - 11:13 Uhr
asphaltfruehling

atrocity sagte:

Eine Verschärfung des Waffengesetzes kann maximal den spontanen Missbrauch registrierter Waffen verringern. Da die ganzen Amokläufe an Schulen aber alle geplant waren, besorgen die Täter sich dann in zukunft halt illegale Waffen. fast jeder Jugendliche weiß vermutlich mit wem man reden müsste um an illegale Waffen aus dem Ostblock zu kommen.


die vergangenheit hat gezeigt, dass es in deutschland doch nicht so einfach ist an adäquate waffen zu kommen. währen die pumpguns immer den neuesten modellen nachempfunden waren, fanden die tatsächlichen taten meist mit eher vorsintflutlichen modellen statt.

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15.07.2009 - 11:17 Uhr
asphaltfruehling

coolfire sagte:
Aber: Spiele, der Inhalt oder Darstellung gewalttätig ist gehören nicht in Kinderhände. Genausowenig wie Pornos, Splattercomics, viele Buchtitel, Musik etc....
Hier wäre wirklich anzusetzen, stattdessen wird blind und laut nach Verboten gerufen.


natürlich. aber wie soll ein politisches system das kontrollieren? die bundeskanzlerin kann nicht in jedes kinderzimmer schauen. trotz altersfreigabe kommt doch heute jedes kind an jedes spiel ran, das es will. hier wären umfeld und eltern gefragt, aber die wissen ja meistens nichtmal was im kinderzimmer geschweigedenn auf dem computer so alles schlummert. wie denn auch, wir wollen unseren kindern ja privatsphäre und möglichst viele freiheiten zugestehen. ist ja auch richtig so. rechne noch das abgrenzungsbedürfnis in der pubertät hinzu und du hast völlige hilflosigkeit wie mit dem ganzen umgegangen werden soll.
vom standpunkt des politischen systems aus ist es absolut logisch, dass ein solches verbot kommen soll. wie auch soll es sonst reagieren, es ist ja in diesem falle völlig hilflos, das entzieht sich ja jeder staatlichen macht.

coolfire
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15.07.2009 - 11:40 Uhr
coolfire

"trotz altersfreigabe kommt doch heute jedes kind an jedes spiel ran, das es will"

Solange dies so ist, wird sich an der Diskussion auch nichts ändern. Versuch mal einen Porno bei MediaMarkt, Saturn oder Amazon zu bekommen - die stehen nicht neben den Disneyfilmen, während das gewaltätige Spiel neben den harmlosen Kinderspielen steht.

Ich hätte kein Problem damit wenn der Verkauf von Spielen ab 18 stärker reglementiert wird. Im Gegenteil - ich unterstütze sogar jegliches Bemühen um einen stärkeren Jugendschutz. Volljährige Spieler sind davon aber ausgenommen. Wenn ein erwachsener Mensch gerne Krieg spielt, soll er das tun dürfen - unabhängig von den möglichen Auswirkungen.
Dies ist eine Frage des Geschmacks, nicht der Verantwortung.

Benoit_M
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15.07.2009 - 11:41 Uhr
Benoit_M

Ich kann es auch einfach nicht mehr hören.
Medienpolitik in Reinform. Und das Wort Medienpolitik passt hier nur zu gut.
Es wird wieder eine große Schau abgezogen, um die Wählerstimmen der besorgten Mütter und Väter abzukassieren, die sich nicht informieren (denn das liegt nun mal bei einem selbst!) und dann erwarten, das es dafür schon eine Lösung geben wird. Da haben Schäuble und Konsorten natürlisch nüscht gegen, und sagen sich:
Wer nach Kontrolle schreit, kriegt sie auch.
Dabei entgeht nur beiden Fraktionen, den Eltern und den Politikern,
das sie die Kontrolle längst schon aus der Hand gegeben haben, und es auch weiter tun. Denn auf dem Weg, auf dem sie "versuchen", dagegen anzugehen, machen sie die Sache nur schlimmer.
Nicht nur, das es Millionen Menschen Ihrer Mündigkeit beraubt, Menschen den restlichen Glauben an unserer System verlieren und die deutsche Kontrollpolitik auf einen neuen Höchststand kommt, es wird dabei völlig übersehen, das wir unsere Zukunft, unsere Kinder (Ich weiß, das ist abgedroschen, stimmt aber nach wie vor.), damit völlig im Regen stehen lassen!
Die ganze Energie, die für solch kleinlichen Stimmenfang aufgewendet wird, sollte lieber in wichtige Themen, wie Kulturintegration, soziale Intergration, Medieninformation und einfach alles fließen, was Eltern und Kinder gleichermaßen mit den Medien im allgemeinen auseinander setzt, und hilft, Zusammenhängen zu begreifen und nicht alles so monokausal in den Raum zu werfen.
Denn, und danke dafür Asphaltfrühling, es ist nie immer nur ein Punkt, der ein Problem begründet. Das wird einem jeder ungeschmierte Psychologie/Psychotherapeut erklären können, der Mensch ist schlicht und einfach nicht so gestrickt. Selbst der begriffstutzigste Mensch der Welt wägt Möglichkeiten und Varianten seines tun's ab, solange er ein ordentliches Umfeld genossen hat.
Und das ist nunmal der springende Punkt.
Junge Menschen, die sich in Ihrer Umgebung nicht akzeptiert fühlen, in der Schule gegängelt werden, die Eltern arbeiten sehr viel so das man sich nur abends sieht, und dann haben die Eltern "natürlich" keine Lust zu checken, was der Junge auf'm PC liegen hat. Und das ist noch ein gutes Szenario, wo die Eltern sich "nur nicht interessieren", und nicht selbst aktiv darauf einwirken, das es dem Jungen schlecht geht.

Letztendlich ist es doch so.
Verteufelt man ein Medium wegen seiner angeblichen Wirkung auf die Psyche und den Geist, muss man ganz genau wissen, was man damit zerstört, in dem man es verbietet. Man muss ganz genau wissen, worauf diese Sorgen begründet sind und OB sie begründet sind. Und vor allem darauf, nicht eine Politik der Sündenböcke zu betreiben wie die Ami's das seit den 40gern gerne machen.
Das hilft keinem weiter, schneidet nur weiter Rechte ein, und vor allem lässt es die Menschen verblöden, weil sie gar nicht verstehen, was der eigentliche Punkt ist, auf dem sich das alles aufhängt.
Eltern und Gemeinschaft im allgemeinen sind gefragt, hier ihren Geist zu öffnen und nicht Ihn zu verschließen.

nordzucker
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15.07.2009 - 11:46 Uhr
nordzucker

genau, es entzieht sich staatlicher macht. das ist auch richtig so.

die elterliche macht hat das recht dazu und kann diese auch durchsetzen- ohne staatsgesetze.

atrocity
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15.07.2009 - 11:47 Uhr
atrocity

asphaltfruehling sagte:
die vergangenheit hat gezeigt, dass es in deutschland doch nicht so einfach ist an adäquate waffen zu kommen. währen die pumpguns immer den neuesten modellen nachempfunden waren, fanden die tatsächlichen taten meist mit eher vorsintflutlichen modellen statt.


So kompliziert ist das mit den Waffen offenbar nicht, bisher musste kein Amokläufer der seine Tat geplant hat in Deutschland auf Messer oder Armbrust zurückgreifen. Wenn keine "legale" Waffe verfügbar sind werden sich diese Leute illegale Waffen besorgen.
Die am einfachsten und billigsten zu bekommende Waffe auf dem Schwarzmarkt ist eine AK-47. Vorsinflutlich, voll-automatisch, in riesigen Mengen im Ausland vorhanden, seit zusammen bruch der UDSSR auch in Deutschland einfach zu bekommen. Damit kann jeder Depp Leute erschießen. Und es gibt sicher mehr Opfer wie mit ner Beretta.

woodoo2
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15.07.2009 - 11:48 Uhr
woodoo2

@marksu_ "crazy… ich glaube dennoch, dass diese ballerspiele die hemschwelle senken und die spielerchens in eine scheinwelt der allmacht versetzen"

Ob du das glaubst oder nicht ist reichlich irrelevant. Manche glauben auch, daß sie nie unter einer Leiter durch gehen dürfen und daß schwarze Katzen unglück bringen. Und andere wiederum glauben, politisch Kapital mit Verboten eines Lebensstils schlagen zu können, den sie selbst nicht verstehen.

"undlängst nachts auf dem heimweg ...."

Und was hat das mit Computerspielen zu tun? Nichts. Also, was soll das? Bitte laß mal die Kirche im Dorf. Ferner sind Gothics i.A. ziemlich harmlose Typen. Ich denke mal, wenn man Stammtischbrüder nach ein paar Bierchen so reden hört, könnte man echt mehr Angst bekommen. Aber ist klar: Wegen einem Spinner unter den 85 Mio Menschen, der in diesem Land herum läuft, der jetzt zufälligerweise dir gerade über den Weg läuft, müssen wir uns natürlich echt Sorgen machen. Und natürlich sind Computerspiele Schuld, schon klar.

jucs
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1

15.07.2009 - 11:58 Uhr
jucs

Hallo Peter,
im BT wuerde ich nicht als (suechtiger ?) Spieler argumentieren, der "seine" Spiele weiterspielen will, sondern folgenden Zynismus hervorheben:
* BILD: "Es gab eine Massenkarambolage auf der Autobahn, 27 Tote.."
* Politiker: "Wir muessen jetzt genau nachdenken, wie wir die Toten im Strassenverkehr reduzieren koennen. So was darf nicht mehr vorkommen. Jeder Tote ist ein Toter zu viel, blah, blah .."
*...
* Kabinettsbeschluss: "Autofahren ist eigentlich sehr sicher, sagt auch der ADAC. Wir verbieten dann mal das Radfahren.."

Benoit_M
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15.07.2009 - 12:01 Uhr
Benoit_M

nordzucker sagte:
genau, es entzieht sich staatlicher macht. das ist auch richtig so.

die elterliche macht hat das recht dazu und kann diese auch durchsetzen- ohne staatsgesetze.


Ich hab mit keinem Wort gesagt, das es sich der staatlichen Kontrolle entzieht!
Der Staat kann sogar sehr viel daran ändern, er will es nur ganz offensichtlich nicht! Es zieht einfach nicht genug Stimmen wenn man sagt, das man anfangen will, kausale Zusammenhänge zu betrachten, und sagt stattdessen: Wir müssen was tun an den Killerspielen, der Typ hat Leute gekillt, also sind die bösen Killerspiele schuld.
Ist ganz einfache Psychologie, die Menschen wollen bei verstörender Problematik rasche Lösungen. Niemand wartet gerne lange, und das wird ausgenutzt.
Der Staat kann viel tun, also bitte meine Aussage nicht ausm Kontext reißen.

woodoo2
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15.07.2009 - 12:04 Uhr
woodoo2

Es geht doch gar nicht um Computerspiele. Es geht darum um politische Macht auszubauen in dem man mit polemischem Unsinn Wählerstimmen einheimscht. Für unsere Damen und Herren "Spitzen"-Politiker ist ein Computer kein allgegenwärtiger Gegenstand sondern ein besserer Taschenrechner, mit dem man im Internet einkauft. Da es nicht ihre Welt ist, sind sie mit Verboten schnell bei der Hand. Man merkt das sehr deutlich. Bei Computerspielen verbietet man gerne, man versteht es eh nicht und es interessiert einen nicht. Hauptsache man mit einem Verbot Stimmenfang betreiben. Um die Sache geht es nicht.

Milliarden wurden in der Wirtschaftskrise in den Sand gesetzt, Menschen haben sich deswegen umgebracht, weil Banker alles verzockt haben. Konsequenzen? Im Grunde keine. Man macht weiter wie bisher. Ja, das ist die Welt der Politiker. Hier kämen sie nie auf die Idee, grundlegendes in Frage zu stellen und das kaputte Abzocksystem zu korrigieren. Bei Computerspielen ist das anders: Das ist nicht die Welt der Politiker. Das bringt effektiv nichts, tut ja quasi keinem finanziell weh (außer der Spieleindustrie) und die Computerspieler ist eh der Wählerstamm.

Es ist ein Generationenkonflikt. Die alte "Browser? Was ist das gleich noch mal?"-Generation (O-Ton) auf der einen politischen Macht-Seite, das Volk mit seinem modernen, technischen Lebensstil auf der anderen Seite. Dieser Konflikt wird sich nur lösen lassen, wenn die jetzige Generation an Einfluß auf die Macht in diesem Land verliert. Verstehen werden sie die heranwachsende Generation nicht, dazu fehlt ihnen das Interesse: Diese Zeit nehmen sie sich nicht, da ißt man lieber mit Konzernen zu Abend. Ignoranz ist aber keine Tugend! Der Einfluß der alten Generation wir nur dann schwächer, wenn neue Kräfte in der Politik nachkommen. Daher kommt den kleinen Parteien gegenwärtig eine besonders große Bedeutung zu. Die ersten Anzeichen des Wandels sind schon erkennbar: Wahlverluste der SPD und die Gründung der Piratenpartei.

Wie es weiter geht in diesem Land bleibt spannend. Die nächsten Jahre jedenfalls werden wir uns jedenfalls weiterhin das Unverständnis der Politik gegenüber Politikverdrossenheit im allgemeinen und den einzelnen Gesetzen im besonderen anhören müssen.

TitusMax
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15.07.2009 - 12:42 Uhr
TitusMax

Ich kann diese ganze Debatte um Verbote in der Gesellschaft nicht mehr hören.
"Killer"spiele: Gab es vor 30 Jahren noch nicht, und trotzdem haben sich Menschen erschossen und umgebracht. Wenn ich Abends um neun aus dem Büro nach Hause komme und online ne Runde COD4 zocke, dann mache ich das mit dem gleichen Trieb, aus dem ich auch Gran Tourismo spielen würde.
Die Gesellschaft geht dazu über, das Fehlverhalten Einzelner, das in der Tat schrecklich und heimtückisch ist, zu generalisieren und den vermeindlich Schuldigen schnell zu beseitigen. Das hat etwas vom mittelalterlichen Lynchmob, der anscheinend irgendwie menschlich ist. Leider geht die Ursache dadurch nicht weg - asphaltfrühling hat das sehr schön ausgeführt.
Ich finde es viel eher sehr bedenklich, in welchem Maße sich die Leute ihrer in mehreren hundert Jahren erkämpften Freiheit einfach so wieder berauben lassen, weil sie inzwischen davon ausgehen, sie sei Gottgegeben und schon irgendwie immer da.
Verbote wie diese führen früher oder später zu George Orwells Vision von 1984, in der freies Denken und freies Handeln nicht mehr erwünscht sind.
Es ist unumgänglich, dass die Möglichkeiten des Jugendschutzes voll ausgeschöpft werden, wie es einer der Vorredner schon gesagt hat, und vor allem: Die Eltern endlich wieder mehr Verantwortung übernehmen müssen.
Der Staat, der Kindergarten und die Schule können nicht erziehen, sie können nur bilden - was aber nicht erzogen wurde, kann auch nicht gebildet werden.

ghazkull
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15.07.2009 - 12:43 Uhr
ghazkull

"Den Umgang mit Waffen lernt man eher im Schützenverein, wenn man auf irgendwelche Pappfiguren schießt. Mit virtuellen Waffen ist noch nie ein Mensch getötet worden. Wenn man etwas zur Prävention von Amokläufen tun will, sollte man das Waffenrecht verschärfen. Denn nach dem Amoklauf von Winnenden habe ich mir schon die Frage gestellt: Wie konnte der an eine scharfe Waffe kommen? Da kann der noch so viel Counterstrike gespielt haben - ohne eine scharfe Waffe hätte der nie jemanden getötet."

Schade, es sieht so aus, als wenn der vom Waffenrecht so viel Ahnung hat, wie die Politiker von Computerspielen.

Sich da aus Unwissenheit untereinander den Schwarzen Peter zuzuschieben, ist äußerst dumm. Wenn, dann sollten alle Gruppen, deren Rechte grundlos eingeschränkt werden sollen, zusammen arbeiten.

simi83
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15.07.2009 - 13:36 Uhr
simi83

Ich persönlich finds auch sehr fraglich Amokläufe auf Computerspiele zu schieben. Klar, Amokläufer spielen AUCH oft Egoshooter. Aber wieviele Jungs in der Schulen, an denen Amokläufe passiert sind spielen zB enbenfalls Egoshooter und werden nicht zum Amokläufer?
Und auch so ziemlich mein gesamter männlicher Freundeskreis müsste nach der Politikerlogik aus potentiellen Amokläufern bestehen. Die Frage ist und bleibt, was macht einen Amokläufer zum Amokläufer? Ich sage es sind schwere psychische Probleme und der Zugang zu entsprechenden Waffen. Wie gesagt, würden die Spiele sie auslösen, gäbe es jede Woche einen Amoklauf, weil einfach wahnsinnig viele Jugns und Männer zwischen 14 und 30 diese Spiele spielen. Wenn jemand eine starke Psychose und Gewaltphantasien hat und es zum dem Punkt kommt an dem er sie realisieren möchte, geht es dann nur noch darum, ob er an entsprechende Waffen herankommt. So kann man nämlich durchaus auch mit einem Messer Amok laufen, wie die Junge Frau, die vor einigen Wochen mehrere andere Junge Frauen auf der Straße niedergestochen hat, oder die schweizer Jugendlichen, die in München am Boden liegende Menschen gegen den Kopf getreten haben. Und dann gibt es die, die schon von Papa früh mit in den Schützenverein genommen wurden, und die wissen wo ihr Vater den Schlüssel zur Hauseigenen Munition- und Waffensammlung verwahrt. Und dann nimmt das ganze ein mehr als drastisches Ausmaß an. Der Punkt ist, dass die Spiele eine BEgleiterscheinung sein mögen, aber nicht auslösender Faktor sein können. Der AUslöser ist ein Zusammenspiel aus Psyche und Möglichkeiten des Täters.
Natürlich ist es für Politiker wirksamer schnelle plakative Sündenböcke anzuprangern und nebenbei sichert man sich die Parteispenden der Waffenlobby.
Ich selbst Spiele seit der Grundschule mit Begeisterung jedes Spiel bei dem man ordentlich mit nem Schwert rumdreschen darf. Dennoch hatte ich noch nie Lust mich in grünes Gewand zu schmeißen, mir Schwert, Pfeil und Bogen und Schild (und natürlich die Ocarina nicht vergessen) einzupacken und mal ordentlich auf Monsterjagd zu gehen.

sternlie
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-2

15.07.2009 - 13:39 Uhr
sternlie

So liebe Spieler. Ich zock auch ger mal ne Runde. Kann die Empörung, in eine Schublade gesteckt zu werden auch verstehen.
Allerdings solltet Ihr Euch vielleicht mal ohne gleich Aufzuschreihen mit dem Gedanken beschäftigen, wie ein Mensch durch Dinge die er sieht und erlebt (auch virtuell) unter Umständen beeinflusst werden kann.

es ist bewiesen,das solche Spiele die Hemmschwelle, von der Bereitschaft zur Gewalt, herunter setzen.Ursprünglich sind solche Spiele
von der US-Armee entwickelt worden,um bei den Soldaten die Hemmung vor dem Töten zu nehmen.Denn im ersten Weltkrieg,haben ca.60% daneben geschossen,dagegen waren es im Vietnam Krieg nur noch
30%.Noch heute werden virtuelle Ziele genutzt,um das Töten,bei den Soldaten, effizienter zu gestalten.Unser Gehirn unter scheidet,bei der Erinnerung,nicht zwischen tatsächlich Erlebten oder virtuell Erlebten.
Diese Eigenschaft machen sich viele heut zu Tage zu nutze,etwa bei Werbung,Arbeitsplatz,Gesellschaft,Medien etc.

MFG

derwodaso
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2

15.07.2009 - 14:00 Uhr
derwodaso

"es ist bewiesen"

nein, ist es nicht!
schnappt doch nicht immer irgendeinen medienscheiss auf und haut es als bewiesen raus. es ist ganz wenig wirklich bewiesen, gerade beim thema school shootings.

die senkung der gewalthemmschwelle beim mililtär erfolgt über den gruppenzwang, nicht über computerspiele und genau das vietnam-training ist ein beispiel dafür. da gab es noch keine virtuelle ausbildung, da wurde die trefferrate rein über psychologische 'schleifung' erhöht. das hat mit computerspielen überhaupt nichts zu tun. bitte einfach mal weiter informieren und nicht das erstbeste aufschnappen, was einem gerade in den kram passt.

seleukos
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15.07.2009 - 14:11 Uhr
seleukos

@sternlie: Bitte belegen!
Die Zahlen, derjenigen die danbenschießen sind ein alter Hut, und allesamt bekannt.
Das die Army ein Interesse daran hat, das die Soldaten auch wirklich töten, kann als gegeben angesehen werden. Dafür gibt es auch Programme. Seinerzeit wurde von einem Lt. Col. ein Buch verfasst. Darin ging es explizit um das Töten. Computerspiele waren nicht Teil davon.
Was "Americas Army" angeht, soweit ich es verstanden habe, und auch kundgetan wurde, war es Teil einer Rekrutierungsstraegie der US Army.

So, und nun zur generellen Diskussion: ich sehe es nicht ein, warum hier von Killerspielen die Rede ist. Das ist in meinen Augen nichts weiter als Aktionismus, an dem man wenigstens Aktionismus demonstrieren kann. Die wirklichen Probleme, oder die Wurzel der sog. Amokläufe liegt doch bei den Personen selbst, udn deren Umfeld. Wenn ich mich recht erinnnere hat bei Erfurt und Winnenden keiner hat danach gefragt, sondern nur hieß es dann, er hatte sog. Killerspiele auf dem Rechner.
Nach Winnenden habe ich tatsächlich die Tage gezählt, bis das böse Wort gefallen ist. Ich glaube, es waren zwei oder drei, und danach war jedewede vernünftige Diskussion im Keim erstickt.

Wenn ich mir das jetzt mal so spkulativ durch den Kopf gehen lasse: darf dann eine Person, die "Killerspiele" gespielt hat zur Bundeswehr oder zur Polizei? Diese Damen und Herren kommen ganz direkt zu Waffen. Legal.

heiner70
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15.07.2009 - 14:24 Uhr
heiner70

Mehr Amoklauf in USA,wir müssen besser werden,
mehr illegaler Waffenhandel,das ist schlüssig,
für unsere Zeit,früher war das unmöglich.
MEHR AMOKLAUF IN DEUTSCHLAND !!!
DAS IST SCHLÜSSIG : UND PASST !

rotfront
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15.07.2009 - 14:25 Uhr
rotfront

sternlie sagte:
So liebe Spieler. Ich zock auch ger mal ne Runde. Kann die Empörung, in eine Schublade gesteckt zu werden auch verstehen.Allerdings solltet Ihr Euch vielleicht mal ohne gleich Aufzuschreihen mit dem Gedanken beschäftigen, wie ein Mensch durch Dinge die er sieht und erlebt (auch virtuell) unter Umständen beeinflusst werden kann.es ist bewiesen,das solche Spiele die Hemmschwelle, von der Bereitschaft zur Gewalt, herunter setzen.Ursprünglich sind solche Spielevon der US-Armee entwickelt worden,um bei den Soldaten die Hemmung vor dem Töten zu nehmen.Denn im ersten Weltkrieg,haben ca.60% daneben geschossen,dagegen waren es im Vietnam Krieg nur noch30%.Noch heute werden virtuelle Ziele genutzt,um das Töten,bei den Soldaten, effizienter zu gestalten.Unser Gehirn unter scheidet,bei der Erinnerung,nicht zwischen tatsächlich Erlebten oder virtuell Erlebten.Diese Eigenschaft machen sich viele heut zu Tage zu nutze,etwa bei Werbung,Arbeitsplatz,Gesellschaft,Medien etc.MFG



so ein mist!!

davon abgesehen, sieht der typ aus, als könnte es nicht schaden, wenn er auchmal an der frischen luft spielen würde :)
sonst hat er mit 40 n herzinfarkt und seine these selbst widerlegt :)

ausserdem hat die echte welt die viel bessere grafik

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1

15.07.2009 - 14:27 Uhr
rotfront

und: mich nerven leute, die sich irgendwelche fakeaccounts anlegen, um in diskussionen ihren senf dazuzugeben, ohne sich offenbaren zu müssen.

sternlie: du bist doch der fake-account von der von der leyen

eboga
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15.07.2009 - 14:32 Uhr
eboga

Also alle Amokläufe an die ich mich erinnere sind mit legalen Waffen durchgeführt worden. Und jetzt gegen Computerspiele vorzugehen ist es echt witzig!

Ganz allgemein bin ich der Meinung dass wir momentan in extrem witzigen Zeiten leben. Ich bin mir sicher später wird man über uns lachen.

finalchapter
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15.07.2009 - 14:35 Uhr
finalchapter

"Es gibt einfach kein Computerspiel, in dem du mit einer Waffe in der Hand auf wehrlose Menschen schießt"

natürlich gibts das.

nordzucker
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15.07.2009 - 15:11 Uhr
nordzucker

@Benoit_M: bevor du weiter darueber nachdenkst was mein kommentar mit deinem kommentar zu tun hat: ich habe deinen komentar bis jetzt noch nicht gelesen.

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 16:07 Uhr
okkasionalsozialist

aus meiner sicht sollten sich die spieler erst gar nicht auf die diskussion einlassen. das denken und fantasieren auch mit hilfe von solchem und anderem content muss absolut frei sein, auch wenn es noch so radikal und brutal ist.

der staat darf aus meiner sicht erst eingreifen, wenn irgendeine form von verbotenem handeln vorliegt, das anderen schadet. vorbeugende kontrolle von gedanken und fantasien hingegen ist ein totalitaristisches konzept.

uther_the_puter
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15.07.2009 - 16:28 Uhr
uther_the_puter

Kolossos sagte:
Oder hat euch Gott keine 2 Augen gewährt


Der hat schon mal überhaupt nix gemacht...weil wenn er Augen "gewähren" könnte, dann könnt er ruhig auch Amokläufe verhindern, der faule Hund.

Beru
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15.07.2009 - 17:04 Uhr
Beru

rotfront sagte:
und: mich nerven leute, die sich irgendwelche fakeaccounts anlegen, um in diskussionen ihren senf dazuzugeben, ohne sich offenbaren zu müssen.

sternlie: du bist doch der fake-account von der von der leyen


ist doch egal wer was sagt. es zählen die argumente.


und zu dem army-ding. es ist doch besser seinen gegner "nur" zu verletzen, weil das gegnerische einheiten bindet. außerdem kommt der psychologische faktor des vor schmerzen schreienden dazu.

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15.07.2009 - 17:06 Uhr
Beru

uther_the_puter sagte:
Kolossos sagte:
Oder hat euch Gott keine 2 Augen gewährt


Der hat schon mal überhaupt nix gemacht...weil wenn er Augen "gewähren" könnte, dann könnt er ruhig auch Amokläufe verhindern, der faule Hund.


ja genau oder gleich ganz unseren willen übernehmen....

Janii
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15.07.2009 - 17:15 Uhr
Janii

Oh doch, die Spiele, in denen man auf Wehrlose schießt, gibt es. Ich hätte einen anderen Representanten für diese Rede auch bevorzugt, denn seine "Die-Spiele-erziehlen-eine-Antikriegswirkun"-Philosophie ist in meinen Augen nicht unbedingt das, was man als ernsthaftes Argument anbringen sollte.
Es stimmt, ein Verbot macht nichts besser und ein Spiel macht keinen zum Mörder, aber das soll bitte ein anderer Redner im Bundestag vortragen.

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15.07.2009 - 17:25 Uhr
Janii

Liebe Sternlie,

du meintest, "im ersten Weltkrieg,haben ca.60% daneben geschossen,dagegen waren es im Vietnam Krieg nur noch
30%" und das würde am Training mit virtuellen Kampfszenerien liegen. Aha! Meinst du nicht, dass Kriege heute einfach organiesierter, Schießplätze besser und die Anzahl an Berufsoldaten größer ist als damals? Und glaubst du nicht auch, dass man das REALE Training in den letzten Jahren voller Kriegserfahrung erheblich "verbessern" konnte. Wenn ich meinem zockenden Brunder eine echte Waffe gebe und in den Krieg schicke, würde er sicher nicht gut vorbeireitet und skrupelloser sein. Ich kann ihn ja mal fragen, ob er meint, dass Counter Strike ihn kriegstauglicher gemacht hat. Ich denke aber, dass ich die Antwort schon kenne.

Sternli2
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15.07.2009 - 17:32 Uhr
Sternli2

Ein letzter Beitrag:
Ich meine ja gar nicht, dass mann wegen gewaltätigen Spielen/Filmen auch tatsächlich Gewalt ausübt.
Ich kenne nur aus eigener Erfahrung, das ich am anfang Hemmungen hatte virtuell zu töten (In 3-D) nicht übermäßig.
Aber es war eine Schwelle zu überschreiten.
Und ich bin der festen überzeugung, dass alles was man tut und sieht einen beeinflusst.
Ich bin definitiv gegen Verbote in dieser Richtung.
Aber was mich erschreckt ist ein undiferenzierter Umgang mit dem Thema. Von Beführwortern und Gegnern.

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

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15.07.2009 - 20:05 Uhr
MorbusBahlsen

Ich finde auch, dass sich viel zu viele bei der Thematik hinter einem schwarz/weiß-Denken verstecken. Es ist nicht alles von der Hand zu weisen, was die jeweiligen Gegner vorbringen, es ist nicht auszuschließen, dass sich psychisch sowieso schon labile verstärkt dadurch beeinflussen lassen, allerdings würde ich hier die Verhältnismäßigkeit fordern: Durch Rechtsradikalismus kommen sicher mehr Menschen pro Jahr um als durch von Shootern induzierte Amokläufe (wenn es das überhaupt je gab). Insofern ist der Ansatzpunkt in beiden Fällen, den Jugendlichen eine normale Welt zu vermitteln in die sie reinpassen. Das kostet allerdings Geld. Ein Verbot ist relativ günstig zu haben im Gegensatz dazu.

Benoit_M
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15.07.2009 - 20:06 Uhr
Benoit_M

Undifferenziert?
Das soll nun keine blanke Polemik sein, aber es gibt weitaus mehr Spieler und Vertreter der Spielerseite die rationaler, logischer und eben sehr differenziert an die Sache rangehen, als die weitaus größere Masse der Politiker!
Sorry, aber das lass ich mir persöhnlich nicht aufs Brot schmieren, und auch nicht all den anderen, die sich so den Kopf darüber zerbrechen, wie man dem ganzen konstruktiv entgegnen kann.

dasp
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15.07.2009 - 20:33 Uhr
dasp

da muss ich glatt auch nochmal ran...


HEMMSCHWELLE SENKEN // ARMEE
im kriegseinsatz behaupte ich, ist die hemmschwelle sehr sehr niedrig zu schiessen, sobald einmal auch nur annähernd auf einen geschossen wird und/oder die nervliche anspannung der bedrohung lange anhält. zudem ist es meiner meinung nach wichtig keine persönliche beziehung zum *feind* aufzubauen, soll heissen: nicht darüber nachdenken, dass der feind auch familie haben könnte, freunde, eigentlich auch gerne mal in den urlaub fährt, ... zudem ist eines sicher: waffen werden mit milliardenetats weiterentwickelt. natürlich sollte auch die (etwas makaber) trefferquote steigen.

ELTERNVERANTWORTUNG
gerne werden alle aufploppende probleme auf die unfähigkeit der eltern geschoben. mit sicherheit ist da auch ein gewisser anteil zu sehen, klar. aber pauschal: etwas zu leicht gemacht.

wenn ich dann in der zeitung verfolge, was für ein mist im fernsehen kommt. das jugendliche babypuppen betreuen müssen und am ende echte babies zur *verfügung* gestellt werden. prost mahlzeit. und natürlich war es für einen jungen im traum schlimmer, dass sich seine freundin von ihm trennt als dass er im schlaf eine plastikpuppe umgebracht hat. erstens ist es eine plastikpuppe ;) und zweitens: eine trennung ist hart, vor allem bei einem jugendlichen (gut, bei erwachsenen auch). das schlimme dabei ist: der junge ist aber auch kein medienprofi. und es ist nicht nur unverantwortlich von den paar beteiligten eltern (der jugendlichen, der *miet*babies) sondern eben AUCH von den PRODUZENTEN. wie kann es sein, dass ein sender so wenig verantwortung zeigen kann? kann es sein, dass es ein MASSENPUBLIKUM für solcher art sendungen gibt? haben da nicht eltern vorheriger generationen versagt? insofern stimme ich zu: es sind immer die ELTERN, denn auch lehrer wurden von ELTERN grossgezogen, politiker hatten auch ELTERN, spielehersteller, medienproduzenten, bad banker und good banker...

SCHON MAL ALLE PORNOSEITEN GESPERRT?
in meinem ersten kommentar habe ich davon gesprochen, dass eltern wenig chancen haben, sich der immer schnelleren entwicklung (mail, blog, chat, twitter,...) zu stellen und auch nicht immer wissen, wie welche geräte 1a konfiguriert werden, welche geräte überhaupt gekauft werden sollen. MIR ging es dabei nicht um seitensperrungen per ROUTER. aber bspw. um eine zeitliche begrenzung des zugangs auf eine MAC-adresse bezogen. denn von sicherungen im kinderzimmer rauswerfen und den sicherungskasten abzuschliessen halte ich bspw. nicht viel. mir geht es dabei auch um LOG-files um zu sehen, worauf das kind im netz zugreift und ggfs. mit dem kind darüber zu sprechen. jetzt habe ich schon diverse router konfiguriert, viele konnten das nicht. hier sollte auch ein label darauf, welcher explizit auf solche funktionen hinweist.

ZUGANG ZU SPIELEN.
ich glaube, dass ich mich davon freisprechen kann, im kinderzimmer irgendwelche nicht altersgemäßen spiele zu haben (zumindest können diese nicht gespielt werden). allerdings NUR spiele, die auf dem system registriert werden müssen. und wenn man jetzt dem kind auch nur annähernd eine gewisse freiheit im netz zuspricht, dann wird es an diesem punkt schon sehr schwierig, wenn es mittlerweile quake im browser gibt... kostenlos und international verfügbar...


WIR SIND DER STAAT. WIR VERKAUFEN WAFFEN INS AUSLAND.
die antwort haben wir ja schon. die eltern sind schuld. vor allem die eltern der *killerspiel*-entwickler.


den moralischen zeigefinger auf die kleinsten probleme zu richten ist sehr einfach und schützt oftmals davor, die grossen anpacken zu müssen. solange müssen die eltern herhalten.





ps: wieso sind lehrer nicht für die erziehung zuständig? die gesamte gesellschaft erzieht! neben den eltern und familie sind kinder in erster linie mit lehrern als erwachsene bezugspersonen in kontakt. natürlich werden kinder auch von lehrern erzogen (ob gut oder schlecht). und das zwangsläufig, ob mit auftrag oder ohne. aber auch der arrogante businessmanager, der von einem kind beobachtet wird, wenn er an kollegen ohne gruß vorbeischreitet oder von einem punk, der einer alten dame über die straße hilft und in einer anderen situation eine bierflasche in die ecke knallt.

MorbusBahlsen
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15.07.2009 - 20:42 Uhr
MorbusBahlsen

Eltern bringen ihren Kindern bei dass Lehrer dumm sind. Vor allem sind Lehrer gar nicht um das Kind bemüht. Sind ja 29, pardon 33 mittlerweile, wichtigere andere da. Das Kind lernt sehr früh, dass die Eltern die einzig wirklich harten Konsequenzen aussprechen können. Die Watsche eines Lehrers hat es nicht zu befürchten (glücklicherweise, aber hier wie da ändert es manche Dinge eben). Und wenn nun (nicht alle, aber ein paar ganz wenige) Eltern mit der Aufgabe Erziehung nicht fertig werden, dann ist das Kind eben halbbacken oder baut sich seine eigene Realität auf.

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 20:49 Uhr
okkasionalsozialist

MorbusBahlsen sagte:
Eltern bringen ihren Kindern bei dass Lehrer dumm sind.


leider tun sie das nur teilweise. dass vom staat aufgezwungene obrigkeiten (schulpflicht, bildungsaufsicht des staates) in hinsicht auf bildungsinhalte nicht zu akzeptieren sind kann man kindern nach nazi- und ddr-diktatur gar nicht eifrig genug verdeutlichen.

MorbusBahlsen
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15.07.2009 - 20:55 Uhr
MorbusBahlsen

Lerne erstmal noch den Unterschied zwischen Person und Staat bitte.

uther_the_puter
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15.07.2009 - 20:58 Uhr
uther_the_puter

Beru sagte:
uther_the_puter sagte:
Kolossos sagte:
Oder hat euch Gott keine 2 Augen gewährt


Der hat schon mal überhaupt nix gemacht...weil wenn er Augen "gewähren" könnte, dann könnt er ruhig auch Amokläufe verhindern, der faule Hund.


ja genau oder gleich ganz unseren willen übernehmen....


Ja...gottseidank gibts ihn nicht! :P
Ts...von Willensfreiheit labern aber an nen überirdischen Papi glauben, der dich gemacht hat und ab und zu eingreift, warum man ja auch betet, aber es gleichzeitig ja nicht tut und uns so trotzdem unseren freien Willen lässt, damit wir an ihn glauben können, was ihm bringt, dass....äh...auf jeden Fall macht das alles unglaublich viel Sinn! ;)
Jaja...aber du hast ja gar nicht gesagt, dass du an ihn glaubst...dein Einwand ist trotzdem, wenn ich das mal so salopp sagen darf, Hirnwichse! Bussi :X

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 21:05 Uhr
okkasionalsozialist

MorbusBahlsen sagte:
Lerne erstmal noch den Unterschied zwischen Person und Staat bitte.


auch ein sehr undummer lehrer ist aufgrund der tatsache, dass er seine eigenen werte und vorstellungen einem staatlichen lehrplan unterwirft, nicht zu respektieren

dasp
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15.07.2009 - 21:23 Uhr
dasp

Vielen Dank für die Beurteilung, dass ich meinen Kindern beibringe, Lehrer seien dumm.

Dem war ich mir nicht bewusst.

Ja, die Klassenstärken sind sicherlich ein Kritikpunkt. Keine Frage. Ändert aber nichts daran, dass Lehrer mit oder ohne Auftrag, mit oder ohne Absicht auch Kinder erziehen. Ansonsten dürfte es auch keine Schulen geben, oder alle Eltern müssten mit im Unterricht sitzen.

Und natürlich gibt es unterschiedliche Felder, welche unterschiedliche Konsequenzen und unterschiedliche Levels an Respekt erfordern.

Ich will auch keine Lehrer in die Pfanne hauen oder diese in den Himmel loben. Ich könnte so einige Negativbeispiele/-situationen aufzählen. Aber es gibt auch sehr gute Beispiele. Bei 3 Kindern kommt so einiges zusammen.

Ich will/wollte damit nur deutlich machen: Die Welt ist bunt, oder manchmal auch nur in Graustufen - aber niemals schwarz/weiss.

Und das Eltern der Erziehungsaufgabe nicht gerecht werden - klar, das gibt es, gab es aber auch schon immer. Genauso gut, gab es und gibt es auch Lehrer, welche mit Klassen gut klar kommen, andere nicht. Manche schaffen es über Autorität, manche über den *Kumpeltyp*. Manche schaffen es so gar nicht, da hilft weder Strenge noch Best-Friend-Mentalität.

Die *glücklicherweise-gibt-es-keine-Watsche-mehr*-These zu widerlegen mit *hier-wie-da-ändert-es-manche-Dinge-eben* halte ich für unglücklich. Ein körperlicher Akt gegen einen schwächeren ist kein Akt der Autorität, sondern ein Armutszeugnis. Darüber erarbeitet man sich keinen gesunden Respekt.

Genauso wie ich es nicht gut heissen kann, dass Grundschüler aufstehen und nach Hause gehen, weil sie keine Lust mehr haben. Da sollte zumindest situativ vom Lehrer reagiert werden (NEIN, NICHT KRANKENHAUSREIF SCHLAGEN!!! Vielleicht wäre ein: So geht das nicht, Du bleibst im Unterricht, zur Not auch ohne Lust). Und zum Glück machen das ja schon die meisten. Aber einige nicht.

Genau wie früher gibt es aber auch Mobbing auf dem Schulhof, auch von Lehrern, usw. Das führt auch zum *halbbackenem* Dasein. Oder anders formuliert: Zum gestörten Verhältnis gegenüber der normierten Gesellschaft.

Ich denke, es führt zu nichts, NUR den Eltern Schuld zu geben, oder NUR den Lehrern, oder NUR den Politikern. Klar, die Klassenstärke bei 33 Schülern -> wie soll der Lehrer sich da um EIN Kind kümmern. Dann müssen die Eltern halt mehr machen. Aber wollen Eltern pauschal 33 Schüler in der Klasse haben? Sind daran die Eltern schuld? Wenn Lehrer Ihren Job nicht erledigen können, sind Eltern daran schuld? Ich denke die meisten Eltern würden kleinere Klassenstärken bevorzugen...

Das ist meine eigene Realität: Für mich existiert ein gesamtgesellschaftliches Problem!

MorbusBahlsen
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15.07.2009 - 21:34 Uhr
MorbusBahlsen

okkasionalsozialist sagte:
MorbusBahlsen sagte:
Lerne erstmal noch den Unterschied zwischen Person und Staat bitte.


auch ein sehr undummer lehrer ist aufgrund der tatsache, dass er seine eigenen werte und vorstellungen einem staatlichen lehrplan unterwirft, nicht zu respektieren

Ach und die Leute, die den Gesetzen der Wirtschaft, der Kirche oder sonstweder Organisation hörig sind, sind per se klüger?

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 21:41 Uhr
okkasionalsozialist

MorbusBahlsen sagte:
okkasionalsozialist sagte:
MorbusBahlsen sagte:
Lerne erstmal noch den Unterschied zwischen Person und Staat bitte.


auch ein sehr undummer lehrer ist aufgrund der tatsache, dass er seine eigenen werte und vorstellungen einem staatlichen lehrplan unterwirft, nicht zu respektieren

Ach und die Leute, die den Gesetzen der Wirtschaft, der Kirche oder sonstweder Organisation hörig sind, sind per se klüger?


die sind alle nicht in der lage jemanden zu etwas zu zwingen. nur der staat kann zwingen.

und eben deshalb, weil nur der staat zwingen kann, darf er mit dieser macht nicht so tief in bereiche eindringen, die sich wesentlich risikoloser per privatautonomie regeln lassen.

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15.07.2009 - 21:43 Uhr
okkasionalsozialist

moment: nur der staat kann LEGAL zwingen. versucht, manchmal mit erfolg, wirds es auch von anderen. is ja klar.

MorbusBahlsen
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15.07.2009 - 21:50 Uhr
MorbusBahlsen

dasp, meine Rede, nur mit etwas anderen Ansichten vielleicht, aber das ist ja ok. Ich hatte das Watschenbeispiel extra mit meiner persönlichen Einschätzung gegeben, dass ich die Abschaffung gut finde, der Sinn lag darin, Verschiebung von "Zuständigkeiten" zu verdeutlichen. Was früher noch die Gesellschaft, das Umfeld des Kindes außerhalb der *beiden* Elternteile "geradebiegen" konnte, bleibt heute oft unerledigt, wenn die Eltern diese Funktion nicht übernehmen, ja gar nicht übernehmen können, wenn nicht dauernd anwesend, und auch weil z.B. ein Gerichtsprozess oder U-Bahn-Schlägerei oder sonstwas befürchtet wird vom "in guter Absicht Richtenden".

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15.07.2009 - 21:55 Uhr
MorbusBahlsen

okka, du wirst damit irgendwann mal fertig werden müssen, dass in einer Gesellschaft mit mehreren Menschen nicht alle so idealistisch sind wie du. Wenn das alle wären, bräuchte es null komma null Staat, wir würden wie K-Paxianer reisen und höchstwahrscheinlich würde keiner mehr bei seinen Tätigkeiten von "Arbeit" sprechen. Wie dumm wir alle, nicht nur die Lehrer, doch sind.

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 22:10 Uhr
okkasionalsozialist

MorbusBahlsen sagte:
okka, du wirst damit irgendwann mal fertig werden müssen, dass in einer Gesellschaft mit mehreren Menschen nicht alle so idealistisch sind wie du. Wenn das alle wären, bräuchte es null komma null Staat, wir würden wie K-Paxianer reisen und höchstwahrscheinlich würde keiner mehr bei seinen Tätigkeiten von "Arbeit" sprechen. Wie dumm wir alle, nicht nur die Lehrer, doch sind.


ich werde doch am allerbesten damit fertig, ich profitiere sogar davon - in einer welt, wie ich sie mir vorstelle, ist der wettbewerb gerade in meinem bereich viel strenger, in heutigem system haben es leute wie ich wesentlich bequemer. die grosse masse kommt in einem freieren system jedoch sehr viel besser zurecht, sie glaubt es nur nicht.

generell geht es nur darum darzustellen, wie es noch besser ginge - es geht ja immer noch besser, egal wie toll es schon ist. abgesehen davon bin ich aber heilfroh und an jedem tag dankbar heute und in einem system zu leben, das so viel lebenswerter und freier ist als die vorangegangenen systeme.

MorbusBahlsen
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15.07.2009 - 22:11 Uhr
MorbusBahlsen

Heute mal ausnahmsweise nicht heilfroh, dass sowieso alles so kommen wird, wie du orakelst? :)

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 22:17 Uhr
okkasionalsozialist

MorbusBahlsen sagte:
Heute mal ausnahmsweise nicht heilfroh, dass sowieso alles so kommen wird, wie du orakelst? :)


doch, da bin ich sehr zuversichtlich - aber es geht nicht auf allen gebieten gleichzeitig voran, es gibt immer auch partielle backlashs. bis dahin bringe ich mich in sicherheit, weil wie gesagt, ich selbst habs dann nicht mehr so leicht ;)

MorbusBahlsen
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15.07.2009 - 22:20 Uhr
MorbusBahlsen

Zockst du eigentlich? :D

okkasionalsozialist
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15.07.2009 - 22:25 Uhr
okkasionalsozialist

MorbusBahlsen sagte:
Zockst du eigentlich? :D


diese spiele? nein, nie sowas gespielt, ist nicht mein ding. moorhuhn war meine extremste spielerfahrung.

eisengrau
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16.07.2009 - 00:36 Uhr
eisengrau

okkasionalsozialist sagte:
dass vom staat aufgezwungene obrigkeiten (schulpflicht, bildungsaufsicht des staates) in hinsicht auf bildungsinhalte nicht zu akzeptieren sind kann man kindern nach nazi- und ddr-diktatur gar nicht eifrig genug verdeutlichen.


Aber dass die Steuerung von Bildung und Erziehung durch Privatpersonen und -gruppierungen grundsätzlich die bessere Alternative ist, das kann man Kindern nach Waco und Jonestown unbeirrt als Axiom vorsetzen?

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16.07.2009 - 00:44 Uhr
eisengrau

Zum Thema selbst: Es ist doch geradezu lächerlich, wie sich einzelne Politiker fern jeden Sachverstands mal eine, mal eine andere These über Computerspiele herauspicken, nur um irgendwie ein Verbot zu erwirken. Kaum werden sie von der Psychologie im Hinblick auf reale Amokläufe widerlegt, stürzen sie sich auf die These vom Suchtfaktor. Na und? Dann spielt jemand eben den ganzen Tag am Computer.
Beim Spielautomaten im Pils-Pub hat das noch nie jemanden aus der Politik gekümmert.

ChrisJumper
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16.07.2009 - 06:17 Uhr
ChrisJumper

Jeder Mensch lebt anders und nimmt seine Umwelt anders wahr. Diese Wahrnehmung beruht auf den Kontext gesammelter Erfahrung. Diese Erfahrung wird für jedes Lebewesen unterschiedlich empfunden, was daran liegt das es die Alltagsinformatinonen auf unterschiedliche Weisen filtern und ihren Alltag anders gestallten.

Für mich bedeutet dies leider auch das jemand durch Computerspiele zur Gewalt neigen kann und auch wird. Erfolgt dies aber in einem sozialen Kontext wie bei counter strike wird der negative Effekt gedämpft. Wird dies aber nicht von einer fanatischen Gruppe in spezifische Kontexte gezwängt (was meist der Fall ist) besteht dabei keine Geringere Gefahr als beim Konsum anderen Medien des Alltags. Allgemein finde ich die Vielfalt als etwas Kulturell wertvolles das dazu Beiträgt das Leben angenehmer zu gestalten. Dazu gehört auch die Freiheit das Menschen sich extremen Pfantasien (straf)frei hingeben dürfen (wenn niemand dabei/dadurch zu schaden kommt, also auch nicht die Person selber).

"Die Gedanken sind Frei...."

Sofern diese Medien nicht der Aufhetzung usw. dienen sollten sie sehr wohl für jeden zugänglich sein. Auch sollten sie nicht Verboten werden sondern in einer Informationsgesellschaft eher zum Diskurs anregen. Das was hier grade abläuft gleicht einer Stigmatisation, es schürt die Vorurteile und ist gefährlich. Das selbe gilt aber auch für Spieler die die bestehenden Risiken beschönigen wollen um sich zu rechtfertigen.

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16.07.2009 - 06:21 Uhr
ChrisJumper

Diese Spiele werden immer Populärer in den nächsten Jahren, somit auch deren Einfluss. Spätestens wenn die Entwicklung und Digitalisierung von Schauspielern aus jedem "Film" ein Computerspiel machen werden und es keine Differenz mehr zwischen beidem geben wird.

Für die Digitalisierung von Schauspielern und dem Kompletten erstellen von Filmen/Serien in/aus einer Digitalen Welt gebe ich "Hollywood" noch zehn Jahre.

Beru
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16.07.2009 - 20:12 Uhr
Beru

okkasionalsozialist sagte:
MorbusBahlsen sagte:
Lerne erstmal noch den Unterschied zwischen Person und Staat bitte.


auch ein sehr undummer lehrer ist aufgrund der tatsache, dass er seine eigenen werte und vorstellungen einem staatlichen lehrplan unterwirft, nicht zu respektieren


muss ja nicht heissen, dass der lehrplan schlecht ist nur weil er vom staat ist. vielleicht kann sich der gute lehrer sogar sehr gut damit anfreunden und es würde es privat genauso unterrichten. im prinzip bist du nicht zu respektieren, weil du steuern zahlst. und weil du dich gegen polizisten nicht zur wehr setzt, wenn sie dich anhalten.



@uther....
hirnwichse, bussi... was geht ab alter oO nimm lieber mal die brille ab und schließ freundschaften mit menschen. spast.

die wege des herrn sind unergründlich! im ernst: ob es einen gott gibt oder nicht mach ich nicht vom christentum abhängig. denn auch das habe ich nicht gesagt ;)



@ thema: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=776...

okkasionalsozialist
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17.07.2009 - 12:14 Uhr
okkasionalsozialist

eisengrau sagte:
okkasionalsozialist sagte:
dass vom staat aufgezwungene obrigkeiten (schulpflicht, bildungsaufsicht des staates) in hinsicht auf bildungsinhalte nicht zu akzeptieren sind kann man kindern nach nazi- und ddr-diktatur gar nicht eifrig genug verdeutlichen.


Aber dass die Steuerung von Bildung und Erziehung durch Privatpersonen und -gruppierungen grundsätzlich die bessere Alternative ist, das kann man Kindern nach Waco und Jonestown unbeirrt als Axiom vorsetzen?


ja, kann man. weil bildung immer irgendeinen bias hat - auch staatliche bildung ist nicht neutral, im gegenteil, da nur sie aufgezwungen und über eine ganze nation gleichgeschaltet werden kann potenziert sich durch sie der geringste bias zu einer totalitären bedrohung.

der bias von eltern, bildungskonzernen und religionen geht ja gleichzeitig in die unterschiedlichsten richtungen - und bildet damit die vielfalt einer pluralistischen gesellschaft viel besser ab als es der staat je kann, der mit seinem heuchlerischen neutralitätsanspruch sich aber einer besonderen hybris schuldig macht, denn nur eine überirdische instanz - wenn es sie denn gäbe - wäre in der lage, neutral zu sein.

antikriegsfuehrer
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18.07.2009 - 20:27 Uhr
antikriegsfuehrer

Killerspiele (auch "Ballerspiele" genannt) ist ein Negativum, welches mit gewalttätigen bzw.
gewalthaltigen Spielen gleichzusetzen ist.
In erster Linie werden damit Computerspiele, insbesondere Ego-shooter bezeichnet, die das
Ausüben von Gewalt an Menschen, Tieren oder anderen Wesen beinhalten.
Das Wort Killerspiele ist aufgrund der Medien seit dem Amoklauf in den USA im Jahre 1999 im
Umlauf.
Eine juristische Definition des Wortes ist nicht vorhanden.



Das Thema „Killerspiele“ ist sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft ein stark
umstrittenes Thema.
Der Auslöser für den Gedanken eines Killerspielverbotes hat 3 Gründe:


Das stärkste Argument für ein Verbot von Ballerspielen ist in den Augen der Politiker, dass sich in
den letzten Jahren viele Amokläufe ereigneten.


Alles begann im Jahre 1999 in den USA, als ein amerikanischer Schüler seine ehemalige Schule mit
einer Waffe stürmte und wahllos Menschen erschoss.
Dieser Amoklauf wurde in der Presse breitgetreten und imponierte dem deutschen Robert
Steinhäuser so sehr, dass er ein ähnliches Szenario im Jahre 2002 an einem Gymnasiums in Erfurt
verrichtete. Im Laufe der nächsten Jahre fand der „Trend“ Amoklauf immer mehr Freunde und die
Anzahl der Amokläufe in Deutschland stieg drastisch an.


Alle Täter hatten ein gemeinsames Hobby: Sie spielten Killerspiele.

Ein Killerspielverbot ist laut der Bundesregierung die einzige Möglichkeit um Amokläufe in
Zukunft effektiv zu unterbinden. Die Amokläufe werden als „Trend des 21 Jahrhunderts“ angesehen
und nun wird versucht, mit einem Killerspielverbot den Amokläufen entgegen zu wirken.

Des weiteren belegt eine neue Studie, dass Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren, welche gerne
Killerspiele spielen, schneller aggressiv werden und bereit sind Straftaten zu begehen, als
Jugendliche die Abstand von solchen Machenschaften halten.

Als dritten und letzten Aspekt führen sowohl Jugendschützer als auch die Bundesregierung an, dass
rund 69% aller Jugendliche gewalttätige Spiele spielen, welche meist von volljährigen Personen wie
Eltern oder Geschwister beschafft werden. Aufgrund der Verantwortungslosigkeit der volljährigen
Personen und die Gefahr der negativen Psychischen Entwicklung der „jungen Spieler“ wird ein
Killerspielverbot für jede Altersgruppe als gerechtfertigt betrachtet.

Die Meinung des Autors: Ist ein Killerspielverbot gerechtfertigt ?

Über die Sinnhaftigkeit der gewalthaltigen Spiele kann im Grundsatz natürlich diskutiert werden.
Dennoch ist es fraglich, ob die Maßnahme „Killerspielverbot“ das schreckliche Handeln der
potentiellen Amokläufer unterbindet und das eigentliche Problem bekämpft.

Ist der Aspekt „Killerspiele“ das eigentliche Problem oder spielen vielleicht andere Aspekte wie
das soziale Umfeld eine viel größere Rolle ?

Je mehr ich über das Thema nachdenke, höre und lese, desto mehr manifestiert sich der Gedanke,
dass die Bundesregierung das eigentliche Problem falsch angeht.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass die Killerspiele Teilschuld an den schrecklichen
Ereignissen haben, aber dennoch werden wichtige Aspekte bei der Begründung, wieso Jugendliche
Amok laufen nicht berücksichtigt. Die Komplette Verantwortung wird auf die Killerspiele
geschoben.


Ich frage mich wieso sich der erste Amoklauf in Deutschland „erst“ im Jahre 2002 ereignete.
1999 fand in den USA der erste Amoklauf statt der in den Medien breitgetreten wurde.
Drei Jahre später passierte dies dann in Deutschland.
Seit jeher finden Amokläufe in fast regelmäßigen Abständen statt. Und genau dieser Grund, die
Nachrichten in den Medien, ist meines Erachtens der Hauptgrund, gegen den angegangen werden
muss. Darüber hinaus sind Killerspiele in den Asiatischen Ländern wie China oder Japan weitaus
beliebter als in Deutschland. Dort wurde aber noch nie ein Amoklauf ausgeübt. Dort wurde in den
Medien aber auch nie über vorangegangene Amokläufe berichtet.
Wenn man diesbezüglich nun bedenkt, dass alle bisherigen Amokläufer von der Gesellschaft
ausgeschlossen wurden, keine oder nur wenige Freunde hatten, ihr Leben als „nicht Lebenswert“
betrachteten und nie im Mittelpunkt standen, bat sich ein Amoklauf mit anschließendem Suizid
regelrecht an um die Aufmerksamkeit der Nation auf sich zu ziehen.


Darüber hinaus stammten die Täter meist aus sozial schwachen Familien. Sie hatten keine Personen
mit der sie über ihre Probleme reden konnten;Weder Freunde noch Familienmitglieder. Der Stress
zu Hause oder in der Schule wurden verdrängt und mit der Zeit in Wut und Hass umgewandelt.
Es ist außerdem bekannt, dass jeder bisherige Amokläufer psychisch krank und in psychologischer
Betreuung war. Wenn die Killerspiele das einzige und eigentliche Problem ist, hätten das
Psychologen schon seit langem gemerkt und Alarm geschlagen.
Zudem ist es nicht zu missachten, dass alle Täter von klein auf im Schützenverein waren und Ihre
Erfahrungen nicht nur mit virtuellen, sondern auch mit realen Waffen sammelten. Daher wurde die
Hemmschwelle gesenkt, sodass es kein Problem mehr war auf andere Lebewesen wie Menschen zu
schießen.

Wie man sieht, hatten die Amokläufer nicht nur alle Ballerspiele gespielt – Sie hatten noch viel
mehr gemeinsam.
Sind also alle Leute die Killerspiele spielen potentielle Amokläufer?
Man Bedenke, dass alle Täter Auch Brot aßen und Wasser tranken, genau wie Sie.
Sind Sie deshalb auch ein potentieller „Killer“ ?
Diese Frage soll nicht als Satire verstanden werden, sie ist durchaus ernst gemeint.


Wenn die Aussage der Politiker, dass jeder der Ballerspiele spielt ein potentieller Amokläufer ist
genauer betrachtet wird, kann schlussfolgernd gesagt werden, dass jeder der Rennspiele spielt ein
potentieller Raser ist oder dass jeder der Tetris spielt auch Steine von Brücken wirft.

In Bezug auf die oben genannte Studie ist zu sagen, dass diese nicht als repräsentativ zu betrachten
ist, da nur 120 jugendliche getestet wurden die alle aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz stammen.
Die Resultate die man aus 120 getesteten Personen ziehen kann, die zudem alle noch aus dem
selben Bundesland stammen, sind im Vergleich zu 80 Millionen deutschen Einwohnern alles
andere als repräsentativ.
Des weiteren ist nirgendwo zu ersehen, ob die Messungen der Aggressionen während oder nach
der Ausübung von gewalttätigen Spielen statt fand. Nach meiner Auffassung muss nicht darüber
diskutieren werden, ob die Aggressionen während des Spielens von gewalthaltigen Spielen höher
sind als danach.

Ferner ist ein Killerspielverbot aufgrund dessen, dass Jugendliche Spiele spielen die nicht für ihr
Alter geeignet sind eben so Sinnvoll, wie das Verbot von Killerspielen wegen einer, nicht
repräsentativen Studie. Die Beschaffungsmaßnahmen von gewalthaltigen Spielen im 21.
Jahrhundert liegen in weitaus größeren Dimensionen als bei einem legalen Erwerb. Jugendliche die
solche Spiele spielen möchten, haben durchaus andere Möglichkeiten an solche heran zu kommen.
Auch ohne Eltern oder volljährige Geschwister.

Anstatt sich den Kopf zu zerbrechen ob es Sinnvoll sei gewalttätige Spiele zu verbieten, wäre es
meines Erachtens Sinnvoller sich Gedanken über die Moral sowie die guten Werte, die jeder von zu
Hause mitbekommen sollte, zu machen.

Ein Killerspielverbot um den Amokläufen entgegen zu wirken ist meiner Meinung nach der
falsche Ansatz.

MorbusBahlsen
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18.07.2009 - 21:48 Uhr
MorbusBahlsen

@antikriegsführer: toller Schulaufsatz, aber den Rahmen vollkommen verfehlt. Geht das auch in 2 knapperen Absätzen?


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