10.07.2009 - 18:30 Uhr

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Der Kampf ums Geld - Steinbrück auf Seiten der Jungen

Text: christian-berg - Foto: afp

Angestrichen:
Die Gekniffenen sind die 25- bis 35-Jährigen, die Kinder in die Welt setzen wollen. Um diese Generation müssen wir uns stärker kümmern.

Wo steht das denn? Der Satz stammt aus dem Mund des Bundesfinanzministers. Peer Steinbrück hat ihn der Frankfurter Rundschau gesagt, die mit ihm unter anderem über die Rente gesprochen hat. Steinbrück kritisierte darin seinen Kabinetts- und Parteikollegen Olaf Scholz. Der SPD-Arbeitsminister hatte eine so genannte Rentengarantie gegeben. Darauf sagte Steinbrück: "Der jetzigen Rentnergeneration geht es insgesamt so gut wie niemals einer zuvor. Und während andere um ihre Arbeitsplätze bangen, steigen in der Krise die Renten so stark wie seit drei, vier Jahren nicht."
Es tut gut, einen solchen Satz zu lesen. Vor allem, wenn er nicht aus dem Mund eines per Geburtsjahr berufenen Generationenkämpfer kommt, sondern vom Bundesfinanzminister. Es tut gut zu sehen, dass sich auch ein etablierter Politiker mit der Frage befasst, dass es Gerechtigkeit geben muss zwischen den Generationen. Damit macht sich Steinbrück sicher nicht beliebt in der Generation der Bild-Leser, aber allein, dass ihm das offenbar egal ist, ist beruhigend. Ja, es gibt in diesem Land immer mehr alte und ältere Menschen. Das ist toll, es ist schön zu wissen, dass die Lebenserwartung steigt. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass wir länger arbeiten müssen als die Generation unserer Eltern. Dass wir mehr aufbringen werden müssen, um die Standards halten zu können, die für die heutige Rentner-Generation selbstverständlich ist. Wenn man dann von der so genannten Rentengarantie hört, fühlt man sich - Steinbrück hat Recht - tatsächlich gekniffen; in nicht im guten Sinn. Wäre schön, wenn den guten Worten des Bundesfinanzministers jetzt auch ebensolche Taten folgen würden.


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drolli
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Mag ich Mag ich nicht

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10.07.2009 - 18:58 Uhr
drolli

noch ein paar mehr wie der und dt kommt wieder in die engere wahl fuer den wohnort.

deezain
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Mag ich Mag ich nicht

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10.07.2009 - 20:23 Uhr
deezain

recht hat er.
aber das nur am rande ...


die ganze sache zeigt, dass das problem viiiiiiiel tiefer sitzt. es geht immer nur um politik - kompromisse aushandeln, niemanden auf den schlips treten, keine konkreten aussagen machen - und nicht um inhalte.

der haken ist aber, dass wir uns politik langsam aber sicher nicht mehr leisten können. politik blockiert lösungen. ein systemimmanentes problem.

Emil_Empire
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Mag ich Mag ich nicht

2

10.07.2009 - 20:30 Uhr
Emil_Empire

Wahlkampf, Wahlkampf!

strikingback
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Mag ich Mag ich nicht

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10.07.2009 - 21:51 Uhr
strikingback

wer glaubt denn dass in 20 Jahren alles so gleich geblieben ist, dass es noch einen Rentenanspruch gibt!? bis dahin sind so einige systeme längst kollabiert. sind ja nur auf sand gebaut...

lukas0907
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10.07.2009 - 22:45 Uhr
lukas0907

Tja, was soll ich da als Österreicher sagen? Bei uns werden den Pensionisten, die leider die größte Wählergruppe stellen, vor den Wahlen am meisten umworben. Statt die Pensionen an die demografischen Entwicklungen anzupassen, werden sie jedes Jahr um mindestens die Inflation erhöht. Dass wir uns das eigentlich gar nicht leisten können, spricht bei uns leider niemand aus.

daniel_21
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10.07.2009 - 22:48 Uhr
daniel_21

guter artikel!! da muss sich echt mal was ändern,

und der satz mit dem bild leser klientel ist sehr gut;-) genau so kommts mir auch immer vor wenn ich mal die bild schlagzeilen lese;-)

okkasionalsozialist
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Mag ich Mag ich nicht

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10.07.2009 - 22:53 Uhr
okkasionalsozialist

strikingback sagte:
wer glaubt denn dass in 20 Jahren alles so gleich geblieben ist, dass es noch einen Rentenanspruch gibt!? bis dahin sind so einige systeme längst kollabiert. sind ja nur auf sand gebaut...


endlich mal eine stellungnahme von dir, der ich fast komplett zustimmen kann ;) nur ziehst du andere schlussfolgerungen daraus.

drolli
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11.07.2009 - 02:23 Uhr
drolli

okkasionalsozialist sagte:
strikingback sagte:
wer glaubt denn dass in 20 Jahren alles so gleich geblieben ist, dass es noch einen Rentenanspruch gibt!? bis dahin sind so einige systeme längst kollabiert. sind ja nur auf sand gebaut...

endlich mal eine stellungnahme von dir, der ich fast komplett zustimmen kann ;) nur ziehst du andere schlussfolgerungen daraus.


ja, das hab ich mir auch gedacht, das hat die politik ja auch erkannt, deswegen wirds ja umgestellt - und dass jetzt die grosse koalition so einfach den riesterfaktor ausgesetzt hat ist echt das letzte.

Aber das liegt hinter sbs horizont.

Hirnpups
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11.07.2009 - 09:46 Uhr
Hirnpups

endlich ein politiker der sagt, was gesagt werden muss.
Als Juso Mitglied in BW schäme ich mich allerdings für die Reaktionen der jungen SPD-Politiker...

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11.07.2009 - 09:47 Uhr
Hirnpups

Endlich ein Politiker, der das ausspricht, was viele von uns wahrscheinlich denken.
Als Juso Mitglied muss ich mich allerdings für die jungen SPD-Politiker schämen...

nestroy
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Mag ich Mag ich nicht

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11.07.2009 - 10:08 Uhr
nestroy

wann bietet sich endlich eine seriöse interessenpartei der jungen an ?

5 - 10 % wären locker drin.

afrirali
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11.07.2009 - 10:18 Uhr
afrirali

nestroy: so einen albernen vorschlag hat noch nicht mal sb oder grams gemacht. als ob die jungen alle die gleichen interessen hätten.

nestroy
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11.07.2009 - 11:18 Uhr
nestroy

afri:
saufen ?
internet ?
boogiewoogie ?

MasterFowl
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11.07.2009 - 11:38 Uhr
MasterFowl

einer der ganz wenigen die ich in der SPD noch mag seit Struck jetzt sicher geht...das ist irgendwie einer mit persöhnlichkeit auch wenn er a Preis ist

fatman
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1

11.07.2009 - 11:54 Uhr
fatman

umlagefinanzierte Sozialsysteme sind bei einer demographischen Entwicklung, wie sie in D seit über dreißig Jahren existiert, nicht auf Dauer zu halten. Alle wissen das, seit mindestens dreißig Jahren. Die Untätigkeit der politisch Verantwortlichen in diesem Zeitraum (also aller Parteien) ist eine politische Erbsünde und eine Schande für alle sei den siebzigern Regierenden.

Mehr Ehrlichkeit mit allen Beteiligten! Aber dann würde ja man sein Mandat riskieren, mit all den schönen Pfründen, herrje! Ekelhaft, sowas.

deezain
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11.07.2009 - 12:38 Uhr
deezain

ich plädiere für einen demographischen faktor im wahlrecht. das wahlrecht sollte eine dynamische altersobergrenze haben - nur so kann verhindert werden, dass sich eine mehrheit der alten von einer minderheit der jungen durchfinanzieren lässt. denn genau da sind wir schon ...

nestroy
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11.07.2009 - 14:27 Uhr
nestroy

@afri: im ernst, nein es ist natürlich nicht albern.

wenn es etwas gibt, das die junge generation egal welche politische couleur sympathisierend eint, dann der nicht geringe ärger über die aussicht, jahrzehntelang in ein zwangsversicherungssystem einzuzahlen und davon dann bei eigenbedarf nix mehr zu sehen.

DAS ist in 5 - 10 Jahren das viel gewichtigere und nachhaltigere thema als zensursula.

Cecoo
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11.07.2009 - 19:42 Uhr
Cecoo

Peer hat natuerlich recht, wenn er das sagt, aber darauf auch taten folgen lassen wird wohl ausbleiben. Die jetzigen Rentner entscheiden die Wahlen, weil sie fleissig hingehen. Dies ist aber die selbe Waehlerschaft, die vor 30 Jahren diejenigen Parteien gewaehlt hat, die ihre Renten nicht beschnitten haben. Obwohl der demographische Wandel anhand der Geburtenrate ersichtlich war. Dieser Systemfehler mit den damit Verbundenen Problemen und Schulden, muss nun unsere Generation ausbaden. Ich bin angewidert mit welcher Arroganz die Rentner denoch auftreten. Dies Problem wird sich aber nur auf 2 Wege loesen lassen.
1.Wahlrecht auch fuer Kinder, allerdings geben die Eltern bis zum 18. die Stimme ab.
2. Hoert sich boese an, aber wenn der Bevoelkerungspilz wieder flach ist, hat sich des Problem geloest oder verschlimmert sich zumindest nimmer.

In diesem Sinne, Ausland ich komme. Sehe nicht ein wieso ich fuer den Murks anderer gerade stehn sollt!!!

young_writer
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11.07.2009 - 23:58 Uhr
young_writer

"Ich würde gegen diese Politik demonstrieren". Dieser weise Rat aus dem Munde Steinbrücks an seine Kinder war unlängst in der ZEIT zu lesen.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.07.2009 - 11:05 Uhr
drolli

deezain sagte:
ich plädiere für einen demographischen faktor im wahlrecht. das wahlrecht sollte eine dynamische altersobergrenze haben - nur so kann verhindert werden, dass sich eine mehrheit der alten von einer minderheit der jungen durchfinanzieren lässt. denn genau da sind wir schon ...



Ich sage, euch, Leute, lasst uns mit den Fuessen abstimmen....

fraeuleiningeborg
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Mag ich Mag ich nicht

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12.07.2009 - 11:22 Uhr
fraeuleiningeborg

Aus dem Link, den ich gestern hier reingestellt habe, geht hervor, dass die Unterschiede innerhalb der Generationen viel größer sind als zwischen den Generationen (das ist nicht die einzige Studie in diese Richtung). Welchen Sinn macht es denn, dass die, die ohnehin nichts haben, jetzt noch streiten, wem es schlechter geht? Wenn man umverteilen möchte, dann zwischen arm und reich und nicht zwischen arm und arm. Das ist doch ein ganz perfides Ablenkungsmanöver.

afrirali
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12.07.2009 - 11:30 Uhr
afrirali

tja, nestroy, aber die einen wollen das zwangsversicherungssystem einfach ganz abschaffen, andere wollen es reformieren, andere wiederum wollen gleich den ganzen kapitalismus abschaffen, etc. und für viele mögen andere themen (umwelt, außenpolitik, internet, etc.) wichtiger sein, oder irgendwelche ideologischen grundüberzeugungen. eine arbeiterpartei machte ja noch sinn, aber generationenparteien sind der letzte schwachfug.

Gockeline
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13.07.2009 - 15:49 Uhr
Gockeline

Herr Steinbrück spaltet seine SPD,denn auch er hat das Gesetz unterschrieben.Rentengrantie ist das Wort das alle spaltet und doch keiner wirklich versteht.Nach der Wahl werden die Rentner jahrelang mit O-Runden wieder runtergedrückt wie in den letzen Jahren auch.Die 2,5% Erhöhung war nur ein Ausgleich dafür.
Was die blöden Politiker,Ökonomen und Medien wirklich geschaffen haben ist eine Aufhetzung mit Halbwahrheiten Jung gegen Alt.Heute wählen die meisten Bauern aus Protest schon die Rechten Parteien,wenn ihr die rentner auch noch so in die Enge treibt,wählen die auch noch Rechts,oder gründen eine neue Partei der Rentner um für sich zu sorgen.Potenzial ist genügend vorhanden.
Im Land nötigt man ständig die Politik,die ist kaum noch bewegungsfähig.


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