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Technik

| 07.07.2009 18:30  

Über die Gratis-Kultur des digitalen Zeitalters

Das digitale Zeitalter übt einen Preisdruck nach unten auf alles aus, was "aus Ideen gemacht ist" - bis alles gratis ist.
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Digital_Data 07.07.2009 | 20:13
Zum Zeitpunkt des Nachspieles der Landshuter Hochzeit ein Blick zurück und ein Blick voraus. Vor 500 Jahren gab es keine CD, keine Platte oder Fernsehsender. Aber Künstler gab es auch. Sie mußten um Geld zu verdienen ihre Kunst präsentieren. Keine persönliche Präsentation, kein Geld.

Dies hat sich mit der indistruellen Revolution verändert. Plötzlich verdienten die Künstler an unpersönlichen Produkten ohne selbst arbeiten zu müssen. Die digitale Revolution fängt nun an, diesen falschen Weg wieder zu korrigieren. Unpersönliche Präsentation bringt dem Künstler oder Erzeuger nichts ein. Das mögen manche Künstler als ungerecht empfinden, nur der Fließbandarbeiter verdient kein Geld, wenne r ein Video vons einer Arbeit des Vortages in das Automobilwerk schickt, er muss persönlich dort erscheinen.

Das Problem mit der Umsonst-Kultur ist die tatsache, dass der Kapitalismus damit noch nicht umgehen kann und damit mit vollkommen falschen Konzepten an diese Sache rangeht. Die Werber wollen durch einfach automatische Platzierung Geld verdienen, also durch unpersönliches Verhalten. genau das läuft aber nicht mehr, es wird persönliche Leistung erwartet, sonst wird nicht bezahlt.

Eine mögliche Zukunft für Dinge wie YouTube in der Zukunft könte sein, dass Unternehmen die auf YouTube werben wollen die dort vorhandenen Schätze heben. Also Filme auf ihrer Seite verlinken, die man gesehen haben sollte. So z.B. Sabilo Boss präsentiert den Film Signs. Das heißt die Firmen übernehmen das, was der einzelne nicht mehr leisten kann, nämlich die Suche nach Inhalten und die Präsentation und sie machen sich dadurch einen namen.

Nur ein mögliches Szenario. Neue Medien erfordern eben neue Ansätze. Nur die sind weit und breit nicht sichtbar.

Digital_Data

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heiner70 08.07.2009 | 07:01
Auch Schaufenster sollen zum Monitor werden.
Totale Info, noch geht man ins Geschäft um zu fragen,
und kauft vielleicht was anderes,das man dann sieht.

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janschorsch 08.07.2009 | 14:22
Ohne Ausschlussmechanismus keine Marktwirtschaft, habe ich in der Uni gelernt. Der Denkansatz vom "Umsonst" ist ja ganz nett, aber keiner baut kostenlos Autos, weil er auf die Reparatur hofft. Indirekt auf die "Knappheit dahinter" anzuspielen und vordergründig alles zu verschenken, ist ein Widerspruch in sich. Warum steht eigentlich dieser Text von Petra Steinberger kostenlos im Internet?

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confuzius 13.07.2009 | 20:15
>> Vergesst endlich eure Einnahmen im Internet, ruft er den Musikern zu, dafür kommen mehr Menschen auf eure Konzerte.
Das werden die natürlich auch tun :) Dann müssen die ja hart arbeiten um Geld zu verdienen.
http://satte-rabatte.blogspot.com/2009/0...

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hinez 14.07.2009 | 11:51
Digital_Data sagte:
Zum Zeitpunkt des Nachspieles der Landshuter Hochzeit ein Blick zurück und ein Blick voraus. Vor 500 Jahren gab es keine CD, keine Platte oder Fernsehsender. Aber Künstler gab es auch. Sie mußten um Geld zu verdienen ihre Kunst präsentieren. Keine persönliche Präsentation, kein Geld.

Dies hat sich mit der indistruellen Revolution verändert. Plötzlich verdienten die Künstler an unpersönlichen Produkten ohne selbst arbeiten zu müssen. Die digitale Revolution fängt nun an, diesen falschen Weg wieder zu korrigieren. Unpersönliche Präsentation bringt dem Künstler oder Erzeuger nichts ein. Das mögen manche Künstler als ungerecht empfinden, nur der Fließbandarbeiter verdient kein Geld, wenne r ein Video vons einer Arbeit des Vortages in das Automobilwerk schickt, er muss persönlich dort erscheinen.

Das Problem mit der Umsonst-Kultur ist die tatsache, dass der Kapitalismus damit noch nicht umgehen kann und damit mit vollkommen falschen Konzepten an diese Sache rangeht. Die Werber wollen durch einfach automatische Platzierung Geld verdienen, also durch unpersönliches Verhalten. genau das läuft aber nicht mehr, es wird persönliche Leistung erwartet, sonst wird nicht bezahlt.

Eine mögliche Zukunft für Dinge wie YouTube in der Zukunft könte sein, dass Unternehmen die auf YouTube werben wollen die dort vorhandenen Schätze heben. Also Filme auf ihrer Seite verlinken, die man gesehen haben sollte. So z.B. Sabilo Boss präsentiert den Film Signs. Das heißt die Firmen übernehmen das, was der einzelne nicht mehr leisten kann, nämlich die Suche nach Inhalten und die Präsentation und sie machen sich dadurch einen namen.

Nur ein mögliches Szenario. Neue Medien erfordern eben neue Ansätze. Nur die sind weit und breit nicht sichtbar.

Digital_Data


Das Problem ist halt, dass es nunmal einiges kostet, ein Album in einem guten Studio in guter Qualität aufzunehmen. Das heißt, wenn musik sozusagen wieder "entprofessionalisiert" wird, weil man nichts damit verdienen kann, wird es weniger gut produzierte Musik geben. Das mag für die ganzen hardcore-indie-punker hier auf jetzt.de ok sein, allerdings steht die große Mehrheit der Konsumenten nicht auf Garagensound.

Die logische Konsequenz der derzeitigen Entwicklung wäre wohl eher, dass kleinere Bands darunter leiden. Die großen Stars verdienen ihr Geld sowieso größtenteils indem sie Konzerthallen füllen.
Wenn man es sich als regional/national durchschnittlich erfolgreicher Musiker nicht mehr leisten kann, seine Musik ordentlich aufzunehmen, geht viel Qualität im "Untergrund" (blödes Wort, aber ein besseres fiel mir grad nicht ein) verloren.

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_HeartBeat 14.07.2009 | 22:11
Find ich irgendwie nicht gut.
Wenn ich ein Buch lesen will, dann will ich ein Buch lesen.
Mit Blättern. Aus Papier.
Und nicht son Kasten da.

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101 15.07.2009 | 12:57
1.) Frau Steinberger, dass 'umonst' und 'kostenlos' nicht identisch zu gebrauchen sind, weiß zwar im I-Net keine Sau, aber von einer SZ-Autorin hätte ich es (zumal es auch um einen wirtschaftlichen Sachverhalt geht) erwartet.

2.) Dass das Hardcoverbuch in England umsonst ist, möchte ich gar nicht bestreiten. Kostenlos ist es jedoch mit ~11 Pfund sicher nicht (sic). (http://tinyurl.com/mcstb3)

3.)
Digital_Data sagte:
Das mögen manche Künstler als ungerecht empfinden, nur der Fließbandarbeiter verdient kein Geld, wenne r ein Video vons einer Arbeit des Vortages in das Automobilwerk schickt, er muss persönlich dort erscheinen.

Da ich keinen Nutzen aus dem Arbeitervideo ziehen kann, ist es umsonst. Das Musikervideo hingegen birgt einen Nutzwert in der Unterhaltung. Deswegen ist der Vergleich (wie die restliche Argumentation) (für mich) unplausibel.

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