Real-Life-Spam lässt sich nicht wegklicken
Wer sich über Twitter und Statuszeilen aufregt, hat etwas am Internet nicht kapiert, findet Jana Heinicke.
Vor kurzem habe ich die Kolumne einer deutschen Tageszeitung gelesen. Der Verfasser, ein Angehöriger der Generation 50 plus, beklagte sich über die Sinnfreiheit der Internetkommunikation. Dieses ganze Bloggen und Chatten sei nicht nur eine grobe Umweltverschmutzung sondern vor allem: schlimmer noch als das nervige TV-Programm privater Sender. Zwei Dinge sind mir dazu durch den Kopf gegangen. Zum einen die Frage, was es für Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft hätte, würde man die gesamte Kommunikation vía Internet über den Briefverkehr abwickeln. Die Antwort liegt auf der Hand. Zum anderen teile ich die Meinung des älteren Herrn bezüglich der Erträglichkeit diverser TV-Programme. Aus diesem Grund besitze ich keinen Fernseher.
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Als Aufhänger für einen Kommentar zum vermeintlichen Generationenkonflikt im Internet taugt sie jedenfalls nicht, zumindest nicht in der hier zu sehenden Form.
Es ist ein unterschied ein Medium zu nutzen oder Allgemeingültige Aussagen über es treffen zu können.
Cheers!
Der Commodore
Wenn wir nun alles konzentriert, ohne große Umschweife und präzise formulieren könnten, wenn das jeder könnte, dann wäre das doch für uns alle normal, oder? Und wir würden drüber meckern, dass nur so wenige es besser machen. Die Spirale endet da nämlich nicht... :)
Was ist denn das reale Leben ? Ist Leben deshalb real, weill man eine Nachricht mit Tinte auf Papier schreibt oder ist es deshalb nicht real, weil Bits durch Netzwerke saußen ? Im Prinzip ist an einer Wirtshaus- oder Hausgangratscherei auch nicht mehr reales, als an einer Diskussion hier in den Kommentaren. Und im Endeffekt ist die Wirtshausratscherei mindestens genauso schnell aus dem Gedächtnis verschwunden, wie der Internet-Chat.
Also ein Null-Argument.
Digital_Data
Und übrigens, falls du mich gemeint haben solltest: ich nutze weder Twitter noch Skype, aber E-Mail und ICQ, ich hatte nicht LK Deutsch, sondern Musik und Physik und ich mache tatsächlich beruflich seit ca. 20 Jahren "was in Medien".
Cheers
Gargoyle
Icht dachte die Globalisierungs, Flexibilisierungs und huih Indanädd Sache wäre langsam ausgestanden.
Genau wie diese total authentischen "Ich-sitz-grad-im-Flieger-nach-Hongkong-und-schreibe-den-Artikel-mit-meinen-Fussnägeln" während ich mit meinen endlos mächtig vielen Freunden in Übersee twittere Artikel.
Keine Chance, was. Ich finden diese Reklametexte immer noch langweilig.
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31.07.2009 - 18:47 Uhr
uther_the_puter