„Die einzige Weltstadt, die nicht die Welt kostet.“
Berlin hofft, als Gewinner aus der Wirtschaftskrise hervorzugehen. Eine neue Kampagne wirbt um Touristen aus Deutschland, am liebsten jung, arm und partyfreudig.
Eins muss man Berlin lassen: Mit Armut kennt es sich aus. Nicht mal die Hälfte der Bevölkerung lebt von der eignen Arbeit, die anderen haben Hartz IV, Rente oder Eltern. Man sollte meinen, die Hauptstadt würde sich wenigstens Besucher wünschen, die ein bisschen mehr Geld mitbringen. Stattdessen wirbt die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) jetzt gezielt um Besucher mit knappem Reisebudget. Unter dem Motto „Von Berlin hat man mehr“ will die Kampagne vor allem jene ansprechen, die sich in Zeiten der Wirtschaftskrise keinen Urlaub im Ausland, wohl aber einen innerdeutschen Städtetrip leisten können. „Wir machen nicht auf billig“, sagt Christian Tänzler, Pressesprecher der BTM. „Berlin wird nicht verramscht. Aber es geht darum, dass man hier Qualität zu einem sehr guten Preis bekommt.“ Oder wie Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) es nennt: „Der Slogan ist nicht Geiz ist geil, sondern Bei uns kriegen Sie für die gleiche Menge Geld mehr geboten.“
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huch. prophetische gabe? :)
alcofribas sagte:
"...die anderen haben Hartz VI..."
huch. prophetische gabe? :)
Offenbar war der Wunsch der Vater des Gedanken. Hartz IV ist ja auch eindeutig noch zuviel....
Mich würde mal interessieren, wem sie das nicht zutrauen...
09.07.2009 - 09:47 Uhr
synthie_und_roma
synthie_und_roma sagte:
wie das genau aussah werde ich hier nicht sagen. die idee war aber, dass wir auf generische bilder wie fernsehturm, brandenburger tor und partypeople bewusst verzichtet haben, um nicht die gängigen klischees zu bemühen.
Was ist den los mit euch Werbern? Immer wieder muß ich mir vorjammern lassen, daß die frischen neuen Ideen nicht genommen werden, und man ja doch so bemüht war, Klischees zu vermeiden... es ist Krise, da haben die Kunden die Hosen gestrichen voll und suchen die sichere Bank. Da ist es egal, ob man ihnen Werbung oder Facility Management oder eben Akquisitionen verkaufen möchte. Klischee ist nur deswegen Klischee, weil es die elementarsten Teile im Kommunikationsbaukasten sind. Stumpf=Trumpf. Connemara-Kampagne für Schuhe oder Leveraged Growth Strategy = vorgestern. Leider.
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08.07.2009 - 20:42 Uhr
taylorthelatteboy