Mit Laptop und Totenkopf
Die Piratenpartei kämpf für ein Internet ohne Schranken - die Insidersprache der meist männlichen Mitglieder ist alles andere als wählerfreundlich
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit vor 23 Std.
- Revoluzzer Ratzinger vor 23 Std.
- Bürger werden künftig zur Organspende befragt vor 23 Std.
- Verschwinden wir in der Nacht vor 23 Std.
- Im Namen der Unbarmherzigen 24.05.2012
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Die Piraten gabs auch schon vor der Sperren-Debatte. Außerdem geht das nicht nur Computerleute an.
Zum Glück habe ich keine Kinder, die würden sich jetzt was ärgern!
Cheers!
Der Commodore
P.s.: Wer hat das eigentlich geschrieben? Gelten journalistische Standards im Internet nicht mehr?
Weiter so, SZ, dann ist der Politikteil des SPIEGEL bald in Reichweite und als nächstes macht ihr dann die BUNTE platt.
Im Ernst: Ich hoffe, das ist ein Ausreisser nach unten. Sonst gute Nacht Politikressort...
06.07.2009 - 02:08 Uhr
m0n0
Die Grünen waren auch ein verdammt nerdiger Haufen von Alternativen, ähnlich den heutigen Piraten.
Ich glaube zwar nicht, dass die Freibeuter einen ähnlichen Aufstieg vor sich haben, aber die Geschichte lehrt hier: Auch Außenseiter können auf Dauer ganz schön was reissen...
und dass die debatten nicht so mitreissend sind, liegt daran, dass das politisch unerfahrene junge leute sind, deren kompetenz bei ihren inhalten liegt anstatt bei rhetorik. es kommt darauf an, was gesagt wird, nicht wie schoen es gesagt wird. dass redegewandtheit trotzdem wichtig fuer den politischen erfolg ist, daran werden sich die piraten hoffentlich bald gewoehnen.
und ja, es gibt menschen, die sich mit persoenlicher kommunikation schwer tun und sich lieber schriftlich verstaendigen. ob die nun dem autistischen spektrum angehoeren oder nicht, sich darueber lustig zu machen ist ganz schoen armselig.
06.07.2009 - 09:21 Uhr
ein_oxymoron
das ist wie bei den grünen: zuerst wird das kernthema beackert, im laufe der zeit sammeln sich dann positionen zu benachbarten themen an und nach 10 jahren hat man dann ein umfassendes wahlprogramm.
mir haben die piraten schon vor der europawahl zugesagt (spot hier auf jetzt.de gesehen) - wobei diese kinderpornographie-diskussion schreckt mich ein bisschen ab. irgendwelche grenzen sollte die "freiheit" im internet vielleicht doch haben!!
alces sagte:
Mich würde interessieren, was die Piraten sonst noch im Programm haben - Die Einstellung zu Medienzugang und Privatshäre ist schon mal sehr sympathisch.
beim wahlomat zur europawahl stehen die positionen der piraten zu allen punkten.
06.07.2009 - 12:56 Uhr
derwodaso
es geht ja nicht gegen jegliche grenzen im internet. die ganze kritik an zensursula kommt ja daher dass massnahmen die ineffektiv sind gegen kinderpornografie trotzdem eingeführt werden und deshalb die vermutung nahe liegt, dass diese internetsperre andere gründe hat...
Ich verstehe nicht, dass man die Legalisierung von Privatkopien unterstützen möchte. Wie kann man sich denn anmaßen, Künstler per Gesetz dazu zu verpflichten, ihre Schaffenswerke einfach zu verschenken?
Es ist doch klar, wohin das führen wird: innovative Entwicklungen im Musikmarkt wird es nicht mehr geben und Bands sowieso nicht.
Die Motivation ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.
"ja, ich möchte bitte sofort diese musik von euch! zahlen? nö wieso?"
Man kann wohl kaum ernsthaft fordern, jemanden zu verpflichten, seine Arbeitsleistung unentgeldlich zur Verfügung zu stellen.
In der Debatte über den Datenschutz stimme ich mit der Piratenpartei definitiv überein, allerdings sollte man sich klar machen, dass dies nicht oberste Priorität des Parteiprogramms ist, sondern vorläufig nur ein Statement. Und: Kinderpornographie im Netz zu verfolgen und zu verbieten ist keine Zensur, sondern Verfolgung von übelsten, verabscheuungswürdigen Straftaten.
Sehr schön auch, dass Herr Tauss sich mit der Begründung aus der Affäre ziehen wollte, er hätte das "Material zu Recherchezwecken" gesammelt, nun aber dann doch genau gegen diese Verfolgung eintreten möchte. Gruselig ist das.
air_kaviar sagte:
@alces:
das ist wie bei den grünen: zuerst wird das kernthema beackert, im laufe der zeit sammeln sich dann positionen zu benachbarten themen an und nach 10 jahren hat man dann ein umfassendes wahlprogramm.
Und nach 20-30 Jahren ist man dann auch für den Afghanistaneinsatz/Vorratsdatenspeicherung auch wenn man vorher immer vehement dagegen war.
Aber abgesehen davon denke ich dass es bei der Frage der Privatkopie um die einfache Sicherheitskopie geht, die (sofern Kopierschutz vorhanden) nun verboten ist. Die Piraten wollen auch keine freie Musik für alle.
Die Partei ist so weit eine nette Idee, aber mit der Aufnahme von Tauss haben die sich so was von in den Fuß geschossen, unglaublich. Wie kann man nur so doof sein?
Allein durch Touren, Merchandise etc. funktioniert das nicht. Um Mundpropaganda, Youtube, Last.fm muss auch erstmal eine gute Band existieren, und das wird es nicht mehr so lange und so umfangreich, wenn ihre Musik frei verfügbar ist.
Und es geht den Piraten sehr wohl darum, jegliche Musik frei zugänglich zu machen und das urheberrecht extrem zu lockern, hier nach zu lesen:
http://www.piratenpartei.de/navigation/p...
(sorry, ich kenn micht mit verlinken und zitieren noch nicht so aus)
06.07.2009 - 17:52 Uhr
mhmnaja
dropsofjupiter sagte:
wobei diese kinderpornographie-diskussion schreckt mich ein bisschen ab. irgendwelche grenzen sollte die "freiheit" im internet vielleicht doch haben!!
Was schreckt Dich denn daran ab, wenn die Piraten die umgehende Löschung der entsprechenden Inhalte einer placebohaften Sperrung, die noch dazu die Einrichtung einer Zensurinfrastruktur erfordert, die Gewaltenteilung verletzt UND die Täter durch ein schönes rotes Stopschild auch noch warnt (wie es die jetzige Regierung vorhat), vorziehen?
naja fürchte es hat keiner die Zeit die Zeit zu lesen und für die Piraten sind sie auch zu alt.
06.07.2009 - 18:36 Uhr
cougarten
dropsofjupiter sagte:
irgendwelche grenzen sollte die "freiheit" im internet vielleicht doch haben!!
Niemand wurde verklagt, weil er an Karneval als Britney Spears rumlief.
Niemand hat eine Hausdurchsuchung bekommen, weil er in der öffentlichen Bücherei ein paar Bücher zur Sprengchemie ausgeliehen hat.
Niemand wurde das Auto abgenommen, weil er damit vom Saturn mit einer gestohlenen CD davongekommen ist (3-strikes-gesetz; siehe Frankreich und CDU Wahlprogramm).
Nicht jedes gespräch im Garten mit Freunden wird aufgezeichnet.
Dietriche für den Schlüsseldienst und überhaupt sind nicht illegal.
Niemand sperrt Hauptstraßen (Seitenstraßen außer acht lassend) die in Richtung Drogenhändler führen anstatt einfach den Händler hochzunehmen.
Niemand verklagt Saturn, weil man dort in CDs reinhören kann (ganze Tracks !!!111elf).










-10
05.07.2009 - 18:59 Uhr
Gockeline
Für Politik ungeeignet,da muß man reden können.
Ein Haufen voller Computerleute die sich aufregen
weger der Sperre.
Tauss ist mit wehenden Fahnen zu ihnen gegangen.
Man kann sie nicht wirklich ernst nehmen.
Sie werden unter 5% sein und in den Papierkorb der Politik fallen.