Liebe Freunde, ich bin jetzt tot!
Die Schwedin Lisa Granberg entwickelt einen Internetdienst fürs würdevolle Sterben im Web 2.0. Ein Interview über Online-Testamente und Spuren, die wir bewahren möchten.
Viele haben inzwischen zwei Leben: eins in der analogen Welt und eins im Internet. Lisa Granberg, 28, aus Schweden lässt die Frage nicht mehr los, was mit unseren Web-Profilen geschieht, wenn wir mal tot sind. Sie hat einen Dienst entwickelt, der künftig unseren Online-Nachlass verwalten soll. Jetzt sucht sie Investoren für ihr Examensprojekt Webwill. jetzt.de: Lisa, wie genau wird der Webdienst funktionieren, wenn er einmal online ist? Lisa Granberg: Zuerst muss man sich als Mitglied registrieren. Dazu braucht man hier in Schweden einen elektronischen Ausweis und die Sozialversicherungsnummer. Wenn man sich angemeldet hat, gibt man an, welche Konten und Profile man online hat und hinterlässt die Login-Daten. Und das Wichtigste: Man bestimmt, was nach dem Tod mit allen Profilen passieren soll. Man macht sozusagen sein Online-Testament. Was könnte ich zum Beispiel verfügen? Manche wollen einfach sofort alle Konten löschen. Aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten: Wenn man einen Blog hat, könnte man beispielsweise einen Abschiedseintrag vorformulieren. Oder man stellt nach dem Tod ein Album mit den schönsten Erinnerungsfotos online. Einige wollen eine Rundmail oder eine Twitternachricht an ihre Freunde schicken. Wer bei Facebook ist, kann eine Statuszeile festlegen, die erscheint, wenn man gestorben ist.
- Der Panda in mir vor 23 Std.
- „Es muss eine klare Zuordnung geben“ vor 23 Std.
- "Ich würde ihr keinen Rassismus bescheinigen" 24.05.2012
- "Seit Aristoteles wird geklagt, die Jugend sei nicht leistungsfähig" 22.05.2012
- „Ein bisschen geil“ 20.05.2012
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
paleika sagte:
hab das mal miterlebt vor vielen jahren im uboot. war irgendwie berührend. aber schon komisch...
was meinst du mit uboot?
03.07.2009 - 23:17 Uhr
john_doa
kikuju sagte:
ich habe mir das ehrlich gesagt auch schonmal überlegt, was dann passiert. oder mir vorgestellt, dass vielleicht leute, von denen man hier immer wieder las oder mit denen man schrieb auf einmal weg sind, sich nicht mehr einloggen und man irgendwie keine ahnung hat, ob demjenigen nicht vielleicht doch was passiert sein könnte. klar ist das extrem dramatisch gedacht, aber jetzt auch nicht super unrealistisch. finde ich.
gab es hier leider schon
john_doa sagte:
kikuju sagte:
ich habe mir das ehrlich gesagt auch schonmal überlegt, was dann passiert. oder mir vorgestellt, dass vielleicht leute, von denen man hier immer wieder las oder mit denen man schrieb auf einmal weg sind, sich nicht mehr einloggen und man irgendwie keine ahnung hat, ob demjenigen nicht vielleicht doch was passiert sein könnte. klar ist das extrem dramatisch gedacht, aber jetzt auch nicht super unrealistisch. finde ich.
gab es hier leider schon
ich weiß.
uboot
p.s. ist sie ein berliner?
ich habe bei dem Interview auch gleich an Ro gedacht, den jetzt-user, der vor einigen Jahren gestorben ist.
Als er starb, fiel mir erstmalig auf, wie Tod im Webraum wirkt.
munli sagte:]http://jetzt.sueddeutsche.de/jetztpage/r...
[link=http://jetzt.sueddeutsche.de/jetztpage/r...
Dieser Anbieter beantwortet viele der hier gestellten Fragen, nach Datensicherheit, Fehlalarm etc.
Finde die Idee geil ^^
Alle Kommentare anzeigen








0
03.07.2009 - 18:18 Uhr
MorbusBahlsen