Ein Zauberwort, und die Welt hebt an zu singen
Kulturoptimisten: Von der Lust der Journalistenschüler, sich bestens ausbilden zu lassen
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit vor 23 Std.
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Danke. Toller Text. Hoch lebe Holger.
Ich habe (selber lange den Berufswunsch Journalist pflegend) nie verstanden, warum sich so viele talentierte SchreiberInnen bei den Journalistenschulen bewarben. Es ging und geht doch da immer noch darum, das Gütesiegel zu bekommen, um dann leichter einen Job zu ergattern.
Wer denken kann, kann auch schreiben. Und die meisten Studiengänge vermitteln den Interessierten auch die Kompetenz, konstruktiv und analytisch zu denken. Wie groß am Ende das Publikum ist, für das man schreibt, hat mehr mit der eigenen Persönlichkeit und der darauf fußenden Schreibe zu tun, als mit den handwerklich erlernbaren Fertigkeiten einer Journalistenschule.
Und wie der Text ja deutlich macht: es ist eine elitäre Ausbildung.
29.06.2009 - 11:57 Uhr
riesenherz
arrrrgh...
29.06.2009 - 15:41 Uhr
Freiheitsliebe
suesswarenabteilung sagte:
äußerst komischer beitrag...
denke, der sz verlag steckt da stark mit drin....an dieser djs...deshalb dieser komische beitrag...
wahrscheinlich wird als erstes, dann immer wieder (und zuletzt auch) der gebrauch des wortes "elite" gelehrt..zauberwort!! grandios!!
riesenherz sagte:
Wer denken kann, kann auch schreiben.
Herzl, teilweise Zustimmung. Einerseits glaube ich schon, dass Du mit diesem Satz Recht hast und jemand, der einen Sachverhalt gut durchdacht hat auch in der Lage ist, ihn geordnet zu Papier zu bringen. Sollte man zumindest erwarten können. Andererseits gehe ich aber noch mehr konform mit Wolf Schneider, der einmal geschrieben hat, man müsse einem Akademiker, besonders einem Sozialwissenschaftler, der in den Journalistenberuf wolle, erst einmal den "Habermas-Sülz" abwaschen.
Ich bestreite nicht, dass Habermas ein großer Denker ist, aber ich bestreite, dass sein Stil in einer Zeitung am richtigen Platz ist. Und genau darum geht es doch in Journalistenschulen: Dass der Gedanke so formuliert und strukturiert wird, dass ihn auch jene verstehen, die kein komplettes Philosophie- oder Sozialwissenschaftsstudium hinter sich, aber vielleicht gerade eine Tasse Kaffee vor sich haben und gerne in wenigen Sätzen informiert werden, worum es geht, ohne jeden Satz mehrmals lesen zu müssen. Und das ist auch sprachlich schwieriger, als man gemeinhin denkt; vor allem, wenn man zusätzlich den Anspruch hat, dass der Leser möglichst lange "dabei bleibt".
Deshalb finde ich die Journalistenschulen nicht entbehrlich, sondern im Gegenteil geradezu wichtig.
ach, aber ich bin auch befangen. aber trotzdem.
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28.06.2009 - 19:28 Uhr
diejodie