24.06.2009 - 18:30 Uhr

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Wann sprechen wir von Krieg, Herr Münkler?

Text: petra-ebenschwanger - Fotos: dpa

In Afghanistan nehmen die Auseinandersetzungen zwischen Taliban und Bundeswehr zu, deutsche Soldaten fallen den Gefechten zum Opfer. Ist das nun "Krieg"? Vier Fragen an Politikprofessor Herfried Münkler

Immer massiver werden die deutschen Soldaten im Norden Afghanistans angegriffen und sie lassen sich auf Gefechte ein. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte unlängst: "Wer uns angreift, wird bekämpft." Während sich Jung vehement sträubt, die Gefechte als "Krieg" zu bezeichnen, ist für den Wehrbeauftragten des Bundestages Reinhold Robbe (SPD) die Sache klar: "Ich frage mich: Wo bleibt das klare Wort der Kirchen, der Gewerkschaften, der Wirtschaft. Ein klares Bekenntnis zum Krieg wäre ein Zeichen menschlicher Zuwendung." Wann werden "Kampfhandlungen" zum "Krieg"? Und was würde es bedeuten, wenn der Nato-Einsatz als "Krieg" bezeichnet würde? jetzt.de sprach mit Herfried Münkler*, Politikprofessor an der Humboldt-Universität in Berlin.

Ein deutscher Soldat in Kabul.


jetzt.de: Herr Münkler, Herr Jung nimmt vehement Abstand davon, bei den Vorkommnissen in Afghanistan von Krieg zu sprechen. Warum?
Herfried Münkler:
Die Tradition des deutschen Verständnisses von Krieg ist bei uns in hohem Maße mit der Erinnerung an den Ersten und Zweiten Weltkrieg verbunden. Auch wenn man die Kriege selbst nicht miterlebt hat, ist die Fülle der Bilder und Erzählungen präsent. In diesem Sinne kann man in Afghanistan nicht von einem Krieg sprechen. Es ist deshalb wichtig, mit dem Begriff nicht zu hausieren, sondern auf Ausweichbezeichnungen wie "Kampfhandlungen" zurückzugreifen. Würde man das unter dem gegeben Umstand unserer Assoziationen in Deutschland nicht tun, wäre die Reaktion noch viel stärker als bisher diese: "Dann lasst uns nachhause gehen." Das heißt: Jung möchte die politische Unterstützung für den Afghanistan-Einsatz nicht noch mehr schwächen und außerdem bestimmte Assoziationen beim deutschen Volk vermeiden.

Wie definiert man in Deutschland Krieg?
Nicht einheitlich. Ich habe zum Beispiel vorgeschlagen, den Begriff der "neuen Kriege" einzuführen und damit eine Abgrenzung zu unserer herkömmlichen Vorstellung zu ziehen. Damit könnte man eine moderne Art der Kriege bezeichnen, bei denen es kein Aufeinandertreffen größerer Gruppen mehr gibt, sondern sich alles in kleinen Hinterhalten und Scharmützeln abspielt. Der "große Krieg" ist schließlich ein historisches Auslaufmodell.

Warum spricht Herr Robbe von Krieg?
Sagen wir mal so: Herr Robbe ist nicht gerade ein Experte für präzise Begriffsverwendung. Und da man Krieg entweder als Sammelbegriff für jede Form der kämpferischen Auseinandersetzung oder eben eine bestimmte Form von Krieg, ähnlich der beiden Weltkriege, verwenden kann, hat er sicherlich ersteres gemeint. Wenn man bei ihm nachfragen würde, was er denn gemeint hat, käme bestimmt: "Sicherlich nicht so was wie den Zweiten Weltkrieg."

Handelt es sich bei dem, was gerade in Afghanistan passiert, um Krieg?
Man kann es als Kleinkrieg bezeichnen - in unterschiedlichen Gebieten und mit unterschiedlicher Intensität. In meinem Sinn wäre es ein neuer Krieg, aber kein klassischer Krieg, wie man ihn in Deutschland versteht. Wenn wir uns aber darauf einigen, dass Krieg eine Form des Aufeinandertreffens von bewaffneten Akteuren ist, die vom Hinterhalt bis zur großen Schlacht reichen kann, dann kann man auch hier von Krieg sprechen.

Herfried Münkler leitet den Lehrstuhl für Theorie der Politik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Schwerpunkten zählen neben der Politischen Theorie und Ideengeschichte die Politische Kulturforschung und die Theorie und Geschichte des Krieges.


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afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 20:37 Uhr
afrirali

wenn es in einem krieg darum geht, einen politischen willen mit gewalt durchzusetzen, dann sind die tätigkeiten der bundeswehr (und der anderen armeen in afghanistan) wohl durchaus als krieg anzusehen.

Die_Eintagsfliege
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 21:11 Uhr
Die_Eintagsfliege

Boah, als gibt es nicht wichtigeres als sich um einen dämlichen Begriff zu streiten. Ob Konflikt oder Krieg. Wäre es ein gravierender Unterschied, wenn der VMinister nun von Krieg sprechen würde?

Das geht mir derbe auf den Wecker.
Was ist denn mit dem Dafur-Konflikt? Ist das auch Krieg? Oder ein Konflikt? Oder was anderes? Äthiopien? Ach, die Liste könnt' man endlos fortsetzen.

Bei dem schönen, wolkenlosen Wetter so sinnlose Diskussionen.
Ach ja, ich vergas, bin ja hier im Süddeutschen Raum. Da ist das Wetter ja beschissen^^

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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 21:12 Uhr
Die_Eintagsfliege

Korrekturblabla : [...]oder ein ANDERER Konflikt[...]

Ob Kampfhandlungen, Konflikt, oder Krieg. Ändert nichts an der Situation.

yps_ohne_gimmick
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25.06.2009 - 01:28 Uhr
yps_ohne_gimmick

Aus aktuellem Anlass: Herfried Münkler hat sich vor ein paar Tagen in der FR dermassen um Kopf, Kragen und Kompetenz geschrieben, dass ich ihm auch zu seinem Kernthema Krieg kein Wort mehr abkaufe. Siehe Kommentare des jetzt.de-Blogstipendiaten(?) Markus Beckedahl: http://netzpolitik.org/2009/herfried-mue...

Freiheitsliebe
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25.06.2009 - 08:43 Uhr
Freiheitsliebe

tot ist tot. ob "kampfhandlung" oder "krieg" wobei mueckler recht hat: die politik vermeidet diesen begriff krampfhaft, weil er zuviele negative emotionen aufweckt. im grunde genommen augenwischerei.

global war on terror koennte man egtl auch als 3. weltkrieg definieren: globale kampfhandlungen.

und warum meine freiheit am hindukusch verteidigt wuerde, konnte mir bisher noch niemand schluessig erklaeren.

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2

25.06.2009 - 08:54 Uhr
Freiheitsliebe

man sollte also nicht die definition "krieg oder nicht krieg" diskutieren, sondern: was will man dort erreichen? für wen? welche (welt-) politischen hintergründe gibt es etc....dies ist, was in der öffentlichen debatte weitgehend fehlt. wie man sieht, macht dort die sz auch keine ausnahme.

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-1

25.06.2009 - 08:55 Uhr
Freiheitsliebe

bz. jetzt.de, wie ich gerade sehe. ich dachte, ihr habt alle abitur *g*

;)

__xxx__
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-4

25.06.2009 - 12:36 Uhr
__xxx__

Mir tun die Soldaten und ihre Familien Leid, da sie nur wegen der Gier einiger machtbesessener Politiker und USA-Arschkriecher ihr Leben lassen müssen am Arsch der Welt wo sie weder was verloren haben noch wissen die wofür sie da genau kämpfen.

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-3

25.06.2009 - 12:37 Uhr
__xxx__

"und warum meine freiheit am hindukusch verteidigt wuerde, konnte mir bisher noch niemand schluessig erklaeren."

Das ist ja klar, weil es auch keine plausible Erklärung gibt oder je geben wird.

riesenherz
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-1

25.06.2009 - 13:13 Uhr
riesenherz

Ehrlich , ich hätte nie gedacht, daß es in diesem Lande wieder solche diskussionen geben würde. Aber zwei kurze Generationen lang Verdrängung und schon wird das gräßliche Antlitz der kriegerischen Gewalt verhübscht. Acid.

Laßt die Kameraden Jung und Co. doch mal ein paar Monate den Aufbaueinsatz selbst mitmachen, dann überlegen sie sich auch das mit den Wörtern noch.

Lieber Herr Professor Münkler, "cui bono?" sollte doch die erste Frage sein, die politikinteressierte Menschen zu stellen lernen. Wem nützt die Einführung des Begriffes "neuer Krieg"? Gestorben wird imemr noch auf die altmodische Art, ziemlich erbärmlich. Durch friendly fire, durch schlechte Ausrüstung und völlig sinnlos. Aber dann tauchen schnell die demokratischen Totengräber auf und erklären den Fortgang ihres Treibens zum Sinntuning des Obsoleten. Erbärmlich auch diese Haltung.

soylentyellow
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25.06.2009 - 13:14 Uhr
soylentyellow

Freiheitsliebe sagte:
und warum meine freiheit am hindukusch verteidigt wuerde, konnte mir bisher noch niemand schluessig erklaeren.


Als ich das zum ersten Mal gelesen habe dachte ich es müsse sich dabei sicherlich um Zitat aus der Titanic Satirezeitschrift handeln (guter Witz, höhö). Leider ist dem nicht so.

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25.06.2009 - 13:20 Uhr
soylentyellow

"Dann lasst uns nachhause gehen."

Aufgemerkt liebe Politiker: Die Partei die bei der Bundestagswahl im Herbst verspricht gegen den Krieg zu stimmen bekommt meine Stimme. Soweit ich weiß sind das nur die Linke - was soll das? Wieso kann ich nicht eine normale Partei wählen die trotzdem meine Ansicht vertritt? Wieso kann ich nicht Grün wählen? Waren die mal nicht früher Pazifisten ("Make love not war") und gegen Krieg? Wieso sind die das plötzlich nicht mehr?

riesenherz
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25.06.2009 - 13:20 Uhr
riesenherz

und das Schlimme ist, es wird in diesem Lande immer noch nicht gegen diese unsägliche Kriegsteilnahme demonstriert.
Die bittere Ironie: die Politiker wissen, daß der Einsatz so fern ist, daß ihn hier nie eine Mehrheit guthieße. Und er ist fern genug, damit er jenseits der öffentlichen Empörung durchgeführt werden kann. Wobei "durchgeführt" eher metaphorisch zu verstehen ist, er wird jedenfalls scheitern.

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25.06.2009 - 13:23 Uhr
riesenherz

@soylentyellow: die von Joschka furchtbar angeführten Grünen hatten ja mal diese vier Begriffe, die ihr Programm kennzeichneten: eines davon war gewaltfrei. Das haben sie ja so schnell abgelegt. Ihr neues WUMS, wirtschaft und umwelt, menschlich und sozial, erlaubt soviel Allgemeinfloskeln, daß die alte Tante SPD stolz sein kann. Ihre Umarmung war wieder mal erdrückend.

Freiheitsliebe
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4

25.06.2009 - 14:25 Uhr
Freiheitsliebe

ach...auch dieses "neuer krieg" gewaesch ist ebenfalls aus anderer hinsicht nonsens....haben nicht die alten germanenstaemme ziemlich genau vor sage und schreibe 2000 jahren bereits mittels hinterhalten und kleiner scharmuetzel 3 roemische legionen besiegt, im teutoburger wald!? und sowas kriegt ne c4-besoldung als "professor" auf meinem ruecken und meine kosten. blahblahblah..

__xxx__
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25.06.2009 - 15:48 Uhr
__xxx__

soylentyellow sagte:
Freiheitsliebe sagte:
und warum meine freiheit am hindukusch verteidigt wuerde, konnte mir bisher noch niemand schluessig erklaeren.


Als ich das zum ersten Mal gelesen habe dachte ich es müsse sich dabei sicherlich um Zitat aus der Titanic Satirezeitschrift handeln (guter Witz, höhö). Leider ist dem nicht so.


Du hast eine gute erklärung? Her damit bitte!

ThomasCrown
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25.06.2009 - 17:01 Uhr
ThomasCrown

@riesenherz: ich finde "neue kriege" als begriff ziemlich kritisch, aber daß das in afghanistan und im irak nichts mit dem aufeinandertreffen zweier heere, panzer gegen panzer oder u-boote gegen fregatten zu tun hat, erfordert schon eine differenziertere bezeichnung als schlicht krieg. obgleich es das natürlich ist.
mir liegt "asymmetrische kriege" wesentlich besser in den ohren, weil es schon viel über das wesen der kämpfe aussagt. ob man das nun auf die technik, die taktik, die soldatenzahlen, die art der kämpfer oder die motive bezieht.


und wer krieg sagt, muß auch clausewitz sagen: die fortsetzung der politik mit anderen mitteln. c. mag das noch auf die kabinettskriege und ähnlich geordnete auseinandersetzungen bezogen haben, aber es stimmt unter anderen vorzeichen noch immer.

sopranina
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25.06.2009 - 19:59 Uhr
sopranina

@ Freiheit am Hindukusch: Die Begründung für den "Krieg" oder "neuen Krieg" oder wie immer man das nennen will, ist die Bedrohung der "Freiheit" durch den islamistischen Terrorismus. NAch dem 11. September hat die NATO den Bündnisfall ausgerufen, nachdem die NATO schon zuvor Massenvernichtungswaffen und internationalen Terrorismus als Bedrohung für die Sicherheitsinteressen der Allianz eingestuft hat. Afghanistan wurde deshalb angegriffen, weil die Annahme bestand, dass das Taliban-Regime gezielt die Al Quaida unterstützt. Durch diese offene Unterstützung des Terrorismus bedroht damit der Definition nach Afghanistan die NATO-Staaten - allerdings auf sicherheitspolitischer Ebene, "Werte" gehören nicht zum Bündnisfall.
Die "Freiheit am Hindukusch" lässt sich damit nicht aus der NATO erklären, eben weil diese kein Werte- sondern ein Sicherheitsbündnis ist. Das mit den Werten kam dann allerdings auf, als die NATO-Mitglieder auf nationaler Ebene Art und Umfang ihrer Unterstützung beschließen mussten. Nachdem das Grundgesetz einen "Angriffskrieg" verbietet und man sich sonst noch schwerer getan hätte, die nötige Unterstützung zusammen zu kriegen, hat Schröder halt dann die Anschläge nicht nur als "Angriffe aus die Werte (...), nach denen sich die Amerikaner politisch konstituieren" gewertet, "sondern auch (als) Angriffe auf jene Werte, die für uns politisch konstitutiv sind, nämlich die Werte des Grundgesetzes."
Wenn man jetzt das Grundgesetz als Basis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sieht, ist das die Grundlage für die Argumentation, warum unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss.
(das ist jetzt nur die offizielle Argumentation, nach der hier ja gefragt wurde, nicht meine persönliche Meinung)

@ Begriffsdefinition "Krieg": Das hängt wohl vor allem mit Diplomatie zusammen... mich erinnert das sehr an diese "Begriffsakrobatik" im Zusammenhang der Anerkennung der DDR als Staat, wo Willy Brandt dann von "zwei Staaten, die füreinander nicht Ausland sind" spricht, was dann jede Seite so auslegen kann, wie sie will und der eine sich anerkannt fühlen kann und der andere dann wieder sagen kann, dass das alles SO ja nicht gesagt war.

@Demonstrationen: Das Problem ist doch, dass diese Demonstrationen JETZT ein bisschen spät kommen... ich finde es auch sehr fragwürdig, was die NATO da in Afghanistan angefangen hat und auch Schröders Argumentation, mit der er das alles rechtfertigt. Die Frage ist aber doch, was wäre, wenn die NATO plötzlich alle Truppen dort abziehen würde. Ich meine, dass die Zustände in Afghanistan eher noch schlimmer wären als vor 2001 und die Region noch instabiler würde, so das denn noch geht. Insofern muss man das jetzt schon irgendwie zuende bringen, allerdings sehe ich da weit und breit kein richtiges Konzept, das in irgendwelchen Stufenplänen oder so den Abzug der Truppen regelt. Zumindest wird da nur äußerst wenig öffentlich kommuniziert.

Die_Eintagsfliege
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-2

25.06.2009 - 20:17 Uhr
Die_Eintagsfliege

Bin ich hier der einzige, der vehement FÜR den Afghanistaneinsatz, FÜR ISAF und FÜR die Afghanen ist, die seit 30 Jahren nichts ausser Zerstörung, Hass und Krieg erlebt haben?

Alle Soldaten sind freiwillig dort. Wir helfen dort, den Menschen, dem ganzen Land.

Aber die deutschen Können ja selber in der EU Frage schon nicht über den deutschen Tellerrand gucken. Schade eigentlich.

Vorallem da alles durch die UN gedeckt ist. Alles.

Ziemlich egoistisch.

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-2

25.06.2009 - 20:56 Uhr
Die_Eintagsfliege

Des Weiteren sollte man hier schon ernsthaft die Begriffe "Enduring Freedom" und ISAF trennen! Und nicht mischen.
Die max. 4.8oo Soldaten sind nicht im Kampf gegen den Terror dort unten.

grams
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-1

25.06.2009 - 22:22 Uhr
grams

de fakto sind beide missionen aber verschmolzen, täglich mehr, etwa wenn isaf truppen luftunterstützung von EF einheiten anfordern usw....

das is auch immer ein lustiges argument. erst wird ein fragwürdiger krieg angefangen und dann "muss man es zuende bringen" und jeder vernünftige bürger soll sich diesem denkmuster anschliessen. wäre man gar nicht erst reingegangen müsste man es auch nicht "zuende" bringen..........

Die_Eintagsfliege
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25.06.2009 - 22:33 Uhr
Die_Eintagsfliege

Warum sollen wir den Afghanen, die unsere Hilfe wollen und schätzen, nicht helfen?

grams
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25.06.2009 - 22:44 Uhr
grams

deutsches protectorat nord afgahnistan?

ihnen helfen? sabbel nicht! weist du wie die rote armee nach afgahnistan gekommen ist? weil sie von der afgahnischen regierung um hilfe geben wurde. damals boykottierte D. die olympischen spiele und alle politiker riefen: russe raus aus A. und jetzt wo wir selber da sind ist das gleiche spielchen aufeinmal sauber????? HAHAHA

Die_Eintagsfliege
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25.06.2009 - 22:53 Uhr
Die_Eintagsfliege

Tolle Argumentation. -.-

Die tausenden Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Brunnen, Wasserversorung, Häuser ect. haben sich also alleine aufgebaut.

Aber wenn man nicht deiner Meinung ist, kannste ja schonmal den Pfad von Fakten verlassen, hast du ja oft genug gezeigt. Und populistische Forumlierungen al la "sabbel nicht!" kannst du auch lassen, damit disqualifizierst du dich nur selber mit.

Mal ganz davon abgesehen das selbst EDF vollkommen durch die UN gedeckt ist.

Alle Nachbarstaaten Afghanistan, selbst der Iran und etwas weiter weg, Russland, unterstützen den Einsatz, sowohl ISAF als auch Enduring Freedom.

Wie gesagt, nenne mir einen Grund, warum wir den Afghanen nach 30 Jahren Krieg nicht helfen sollten? Vorallem von Soldaten, die Freiwillig dort unten sind.
Die Argumentation "beim Russen ham wa gejammert" (mal davon ab, dass das nicht im Geringsten vergleichbar ist) ist da ziemlich haltlos.

sopranina
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25.06.2009 - 23:24 Uhr
sopranina

@ Fliege:

@ "den Afghanen" helfen ist ja gut und schön - ich frage mich nur: Welcher Afghane hat hier um "Hilfe" gebeten? Abgesehen davon: Die Frauen tragen weiter Burka und werden eingeschüchtert, Frauenbildung hat sich nur gering verbessert (das mal zum Thema "Menschenrechte"), Präsident Karsai hat sehr wenig Rückhalt und die Eindämmung des Drogenhandels finden die betroffenen Bauern auch nicht so prima.

@ Einsatz überhaupt: Du vermischst hier einiges ganz schön - beim Einsatz der NATO hat es sich eben NICHT um einen "humanitären Einsatz" gehandelt, wie es z.B. die Begründung damals für den Kosovo war, sondern um einen "Krieg gegen den Terror". Deswegen muss ich Dir auch bei Deinem eigenen Text zum Afghanistan-Einsatz widersprechen, wenn Du Afghanistan mit Ruanda und Darfur in einen Topf wirfst: In Ruanda und Darfur passiert bzw. passierte ein Genozid, eine systematische Auslöschung bestimmter Gruppen und Völker - da wäre ein Eingreifen deutlich angezeigter als in Afghanistan. Zumindest von systematischen Morden aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit vor 2001 ist mir jedenfalls nichts bekannt.
Und die NATO ist eben nicht originär eingeschritten, weil es in Afghanistan zu wenig Brunnen, Krankenhäuser oder Schulen gab. Dass die ISAF jetzt auch Aufbauhilfe leistet, ist eher eine Folge als eine genuine Intention, wenn auch löblich,

@UN-Mandat: Das ist sehr idealistisch gedacht von Dir, wenn ein UN-Mandat alles heiligt. Russland findet den Einsatz nämlich auch vor allem aus einem Grund ganz toll: Dadurch werden in Afghanistan weniger Islamisten ausgebildet und finden Unterschlupf, die den Russen dann in Tschetschenien das Leben schwer machen könnten. Außerdem kann es seinen Tschetschenienkrieg seither als ganz noble und den Weltfrieden unterstützende Tat mit dem Namen "Krieg gegen den Terror" verkaufen. Und China kann dann den Kampf gegen den Terror im UN-Sicherheitsrat auch unterstützen und ganz nebenbei im eigenen Land die Rechte der Volksgruppen, die islamischen Glaubens sind, beschneiden. Aber natürlich geschieht das alles nur, weil sie den armen Afghanen ganz doll helfen wollen.

grams
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25.06.2009 - 23:28 Uhr
grams

vergleiche mit der situation in den 80ern sind zulässig. die regierung die uns um hilfe gebeten hat wurde von uns eingesetzt nachdem die amis einmaschiert waren. das die taliban fast vertrieben wurden finde auch ich gut. aber die 1000 schulen und krankenhäuser haben afgahnistan nicht davon abgehalten in den letzten jahren immer tiefer in gewalt zu versinken.
die fortdauernde tötung von zivilisten durch die amerikaner hat erst den boden bereitet für die rückkehr der taliban, weil viele afgahnen uns eben nicht mehr als befreier sehen. auch hat die unheilige allianz zwischen nato und örtlichen warlords dazu geführt das heute 90% des weltweiten heroins aus afgahnistan kommt und sich dadurch kriminelle strukturen verfestigen die die staatsgewalt unterminieren. ganz zu schweigen von der heroinschwemme in west und osteuropa. auch ist das problem afgahnistan nicht ohne das problem pakistan zu lösen , da können und wollen die amis aber nicht ran. weiterhin ist das ein von den USA geführter krieg bei dem wir nur hilfstruppen an den flanken stellen und also eigendlich nicht wirklich was zu melden haben. die BW ist in afgahnistan weil die NATO den bündnissfall erklärt hat und somit ein virtueller angriff auf alle NATO staaten simuliert wurde um u.a. das GG auszuhebeln.
es sind all diese "kleinen" dinge die afgahnistan (trotz UNO deckung) zu einem schmutzingen und moralisch nicht vertretbaren krieg machen und ein schmutziger krieg war auch der der russen dort in den 80ern..........

Die_Eintagsfliege
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25.06.2009 - 23:54 Uhr
Die_Eintagsfliege

grams sagte:
die fortdauernde tötung von zivilisten durch die amerikaner hat erst den boden bereitet für die rückkehr der taliban, weil viele afgahnen uns eben nicht mehr als befreier sehen. auch hat die unheilige allianz zwischen nato und örtlichen warlords dazu geführt das heute 90% des weltweiten heroins aus afgahnistan kommt und sich dadurch kriminelle strukturen verfestigen die die staatsgewalt unterminieren.


Nichts von der aktuellen Entwicklung mitbekommen?
NATO-Strategie-Änderung, die genau darauf eingeht? (Auch dank Obama)
Aus Fehler lernt man.

Was war jetzt nochmal der Grund, warum wir nicht unten helfen sollen. Freiwillig?

@sopranina

Wie soll ein Afghane um Hilfe rufen, wenn er massiv unterdrückt wird?

Aber schön, das du zugibst, dass Helfen schonmal gut ist.

Zu den Menschenrechten : Möchtest du sagen, dass es den Afghanen nicht besser geht, als vor 2002 ?

(btw. kann man auch mal unten selbst die Leute befragen, oder die Zivilen Aufbauhelfer fragen, die uns dafür danken, im Schutz der ISAF helfen zu können. Gibt genügend Blogs von (zivilen) Helfern, von unabhängigen (kleinen) Journalisten, von BW-Soldaten und und und. Ansonsten einfach mal Freunde und Kameraden, ggf. Verwandte Fragen, wenn denn einer mal dort unten war)

Zum "Einsatz" und meiner angeblichen "Vermischung" :
Nein, mir ist das alles bewusst, was du schreibst. Vermischt habe ich da nichts.

Die BW ist nicht als Kampftruppe nach Afghanistan gegangen, werte sopranina, (mal von den 100 KSK-Truppen abgesehen) sie ist direkt als ISAF, und damit als Aufbauhilfe und Schutzmacht, hingeschickt worden.
Aufbauhilfe wurde also nicht "jetzt" erst geleistet, sondern wurde schon im Nov.2001 organisiert, beschlossen ect., also unmittelbar nach EDF. Sie ist eben doch eine genuine Intention.

Deinen sarkastischen, ironischen letzten Beitrag kann ich nichts abgewinnen.
Natürlich ist das Realpolitik. Das weiß ich auch.
Dennoch darf man die Augen nicht verschließen und sich um Kopf und Kragen schreiben, wenn man behauptet : Den Afghanen wird geholfen.
Dank der Bundeswehr, dank der ISAF!

Oder ist es nicht so?

So, auch hier nochmal die Frage : Warum sollen wir den Afghanen nicht freiwillig helfen?

grams
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25.06.2009 - 23:57 Uhr
grams

wir helfen ihnen nicht!!!!

durch die präsenz ausländischer soldaten geschieht mehr schlechtes als gutes in diesem land!

sopranina
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3

26.06.2009 - 00:21 Uhr
sopranina

@fliege:

Zum Thema Menschenrechte und den Leiden der afghanischen Zivilbevölkerung, vgl. grams 25.06.2009 | 23:28 . Das muss ich nicht alles nochmal ausführen.

Und den Frauen geht es dort nach einer kurzen Erholung zu Beginn mittlerweile fast wieder so schlecht wie vorher, mit dem Unterschied, dass die kriminellen Strukturen und die nicht funktionierende Staatsgewalt die Lage eher noch verschlimmern. Abgesehen davon, dass die beste Friedenstruppe nichts gegen die innerfamiliäre Gewalt ausrichten kann, der die Frauen tagtäglich ausgesetzt sind (oder warum sonst versuchen so viele junge Ehefrauen, Selbstmord zu begehen oder werden von den Familien ihres Mannes gequält?). Frauen haben nach wie vor wenig bis keinen Zugang zu Bildung. Die Burka ist nicht ausgestorben und die Frauen, die arbeiten dürfen, kannst Du an einer Hand abzählen. Abgesehen davon, dass gerade Mädchenschulen hohem Druck ausgesetzt sind und immer wieder Ziel von Anschlägen werden. Und das Wiedererstarken der Taliban macht die Lage auch nicht besser. Abgesehen davon, dass ich da bei den westlichen Verantwortlichen auch kein Konzept sehe, wie sie das alles in den Griff kriegen wollen. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes, was da läuft, und deswegen ist die Mission zum Scheitern verurteilt und richtet mehr Schaden an, als sie nützt.

Und auch die "100 KSK-Truppen" sind Truppen, und wie Du schreibst: Aufbauhilfe wurde unmittelbar NACH den ersten Kampfhandlungen beschlossen. Also dazu, dass man, nachdem man das Land bombardiert hat, jetzt der Zivilbevölkerung helfen muss, damit die Taliban nicht gleich wieder kommen. Aber man ist eben NICHT nach Afghanistan gegangen, weil man helfen wollte. Sonst würde das ganze von Vornherein unter "Humanitäre Intervention" laufen und Schröder hätte den Einsatz nicht als "Verteidigung UNSERER Freiheit" verkauft. Es ging darum, dass die Taliban mit dem 11. September UNSER Grundgesetz angegriffen haben, nicht darum, dass Frauen dort Burka tragen und es zu wenig Krankenhäuser und Schulen und Brunnen gibt. Die gibt es anderswo auch nicht, übrigens, da könnte man dann genauso "helfen". Wenn Schröder den Afghanen nur hätte helfen wollen, hätte er die gleiche Argumentation wie im Kosovo hernehmen können und was von "Menschenrechten" und "Gewalt gegen Zivilisten" und "Flüchtlingsströmen, die eine ganze Region destabilisieren könnten" erzählt. Da hätte er sich wahrscheinlich sogar manche Kritik erspart, by the way. Aber genau darum geht es eben in diesem Krieg nicht!

afrirali
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0

26.06.2009 - 01:33 Uhr
afrirali

am einsatz -- nicht nur der bw, sondern aller truppen dort -- läuft ohne frage vieles schief, etwa was die bekämpfung der drogenbarone und lokalen warlords angeht, oder das übergreifen des konflikts auf pakistan (wobei hier die pakistanische regierung nun durchgreifen zu wollen scheint). allein, all das sind keine grundsätzlichen gründe gegen den krieg, sondern solche, diesen besser zu führen. das ziel, die talibanherrschaft in afghanistan zu beenden, und zwar mit militärischen mitteln, und damit ein rückzugsgebiet für terroristen zu schließen, ist nämlich ein überaus löbliches. aber leider scheinen gute pläne für die zeit danach gefehlt zu haben (wie auch im irak). es bleibt nun ersteinmal nichts anderes als zu hoffen, dass der krieg erfolgreicher geführt werden wird.

aber kriege sind nun einmal sehr komplizierte dinge, und wenn man sich entschließt, einen zu führen, kann man scheitern. das ist bitter, und im nachhinein lässt sich dann leicht sagen, dass der krieg mehr schadete als dass er nutzte. gleichwohl, aufgeben kommt im moment in keiner weise in frage. sondern eher wesentlich konsequenter vorgehen.

riesenherz
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-2

26.06.2009 - 09:52 Uhr
riesenherz

1
Natürlich sollten wir den Afghanen helfen, und wenn dafür Wasserleitungen nötig sind, finden sich bestimmt exzellent ausgebildete Techniker vom THW oder anderen Organisationen, die das können.
Soldaten, die in erster Linie Eigensicherung betreiben und "aufklären", helfen jedenfalls nicht.

2
Wer hat denn nach den Erfahrungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts noch den Bedeutungsgehalt von Krieg als "zwei Heere, die gegeneinander auf dem Platz sich tummeln" im Kopf? Außer ein paar ewig Gestrigen, die meistens eine Uniform tragen.
Die haben dafür auch guten Grund, weil sie ihr schändliches Treiben heute angesichts veränderter Kampftechniken nicht mehr in gleicher Weise verbrämen können wie in früheren Jahrhunderten.

3
Was soll eine solche vermutete Erklärung für die Verteidigung von Freiheit, wie Du, sopranina sie hier auf der Basis eines Dictums von Schröder angebotsweise postest? Man stelle sich vor, wir würden die interessengeleiteten Aussagen von Politikern zur Maßgabe der Deutung des Geltungsbereiches unseres Grundgesetzes machen. Gute Nacht, könnte man da versucht sein zu sagen.

4
Ihr seid - im Gegensatz zu den meisten maßgeblichen Politikern und Militärs - Angehörige einer Generation, die die neuen Medien un dihre Möglichkeiten von kleinauf auslotet. Und auch Euch fällt nichts Besseres ein, als mit den Denk- und Handlungsstrukturen von anno dunnemals Krieg zu führen, diesen dann als Fortsetzung von Politik zu deklarieren und so diesen Verstoß gegen die Menschenwürde (für die vorgeblich dies alles ja geschieht) als ein lediglich "anderes Mittel" zu deklarieren?
Schon die "humanitäre" Aktion auf dem Balkan hätte leicht mit den Möglichkeiten PC, Computern, web und wirtschaftlicher Zielrichtung ihr Ziel besser erreichen können.

grams
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Mag ich Mag ich nicht

0

26.06.2009 - 11:12 Uhr
grams

gewagte thesen ums mal diplomatisch auszudrücken.

grundsätzlich bin ich auch nicht gegen eine militärische intervention um eine unhaltbare situation zu verbessern, in afgahnistan war und ist es aber nicht so, der krieg ist verlogen, schmutzig und falsch. in europa wird sich auch in 100 jahren keine mehrheit in der bevölkerung dafür finden. selbst wenn die taliban "robust" besiegt werden würden, bleiben immer noch die drogenbarone und warlords. afgahnistan ist 1:1 vergleichbar mit columbien. solange illegale drogen märchenhafte gewinne in europa und den uSA bringen, solange werden columbien und afgahnistan instabile staaten bleiben.

afgahnistan dient den USA als trittbrett für zentralasien um wenn nötig an den iran rannzukommen und um aufjedenfall näher an den resourcen zentralasiens zu sein, einen scheissdreck kümmert die die lage der frauen oder der drogenhalndel dort.
und solange es genügend arme junge männer gibt in den USA , solange werden sie auch in der lage sein diesen kleinkrieg weiterzuführen, 10-20 oder auch 30 jahre.....

riesenherz
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26.06.2009 - 11:58 Uhr
riesenherz

@grams: solange noch diplomatisch gesprochen und gehandelt wird, schweigen die Waffen noch. Das ist schon mal gut;)

Mir fällt auf, daß die Argumentation derjenigen, die für die Intervention im Falle Afghanistans sind (und auch in manchen anderen Situationen einem militärischen eingreifen das Wort reden), erstens selbst noch keine Kriegsteilnehmer gewesen sind; zweitens genau jene Argumentationsversuche bemühen, die seit ewigen Zeiten bemüht werden ("ja, aber jetzt müssen wir"). Im alltäglichen Privat- und/oder Berufsleben ließe kaum jemand solche Argumentationen in dieser Wiederholung durch. sie wären als das gebrandmarkt, was sie sind: Ausreden und die Verschleierung der Absichten. ("Ja, Herr Richter, der Diebstahl war ein Fehler, aber wo ich das Geld nun schon mal hatte, mußte ich es doch auch ausgeben.") Intellektuell unredlich und einer Wissens- und Informationsgesellschaft unangemessen.

Und im Ergebnis immer inhuman. Ich muß mit dem Nachbarn, der Kinder quält, keine positiven Deals abschließen, weil sie für mich vielleicht günstig sind. Und ich muß auch nicht unter Verweis auf Nachbarn C, der noch Deals mit dem Kinderquäler tätigt, meine eigenen Vorteile handelnd zu wahren versuchen. Aber eine solche Haltung als Staat an den Tag zu legen, erforderte zuallererst auch, den ökonomischen Preis einer ethischen und humanen Haltung zu nennen. Und diese Bereitschaft ist deutlich unterentwickelt oder bildet sich zurück, wenn man erst einmal ein Amt innehat.

grams
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Mag ich Mag ich nicht

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26.06.2009 - 12:10 Uhr
grams

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petra-ebenschwanger offline

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