Gesichter hinter Gittern
In den Pariser Vierteln mit hohem muslimischem Anteil sind sie besonders gegenwärtig: In tiefschwarze Gewänder verhüllte Frauen. Präsident Sarkozy prangert sie als unfranzösisch an - einige Politiker fordern sogar ein Verschleierungsverbot für Frauen
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Das Feuer der Wut vor 18 Std.
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ich fände es durchaus gut, wenn es (außer medizinischen gründen) nicht gestattet wäre, in der öffentlichkeit mit unkenntlich gemachtem gesicht aufzutreten (außer bei speziellen anlässen, karneval etc.)
1. Satzfragment: "Da wurde das Fahren in der Burka dort verboten ist."
2. Groß/Kleinschreibung: "Nur beim besuch einer Bank müssten die Frauen [...]
Da müsste "Besuch" doch ein großes B bekommen - oder?
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Zum Thema: In einigen Ländern ist eine Kopfbedeckung für Frauen gesetzlich vorgeschrieben (Iran, Saudi Arabien). Wenn ich genau dies jetzt gesetzlich verbiete, wo liegt da der qualitative Unterschied?
afrirali sagte:
natürlich ist es eine frage, welche regeln gut sind. aber der erste schritt ist ja, sich darauf zu einigen, dass für den öffentlichen raum regeln festgelegt werden können (eben vom staat, als repräsentanten der öffentlichkeit), die über regeln für den privaten raum hinaus gehen. wie diese dann aussehen, darüber ist schlicht demokratisch zu entscheiden.
ich fände es durchaus gut, wenn es (außer medizinischen gründen) nicht gestattet wäre, in der öffentlichkeit mit unkenntlich gemachtem gesicht aufzutreten (außer bei speziellen anlässen, karneval etc.)
regeln für den öffentlichen raum dürfen aus meiner sicht nicht die sphäre des eigenen körpers erfassen. und das recht auf die unkenntnlichmachung der eigenen person halte ich sogar für eines der wichtigsten menschenrechte überhaupt.
unkenntlichmachen: ja gerne, aber nicht in der öffentlichkeit.
in diesem konkreten fall: ja, ich meine wirklich, dass die mehrheit einer minderheit vorschreiben kann, dass sie keine solche vollverschleierung anlegen darf; dass man im öffentlichen raum sein gesicht zeigen muss.
man kann natürlich einwenden, dass damit auch noch viel schärferen kleidungsvorschriften tür und tor geöffnet wird. aber hier vertraue ich darauf, dass die mehrheit die grenzen für intoleranz und toleranz achtet.
wenn man schon gegen verschleierung auf der strasse ist, dann sollte man ein gesetz formulieren, dass es generell allen verbietet sein gesicht in der öffentlichkeit zu verhüllen. ob burkas, strumpfmasken oder clownsnasen. aber das gesetz ist ein typischer fall der bemühung einer polarisierung der bevölkerung, damit sich der rechtere flügel als begrenzer der toleranz fühlen kann.
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24.06.2009 - 10:39 Uhr
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