23.06.2009 - 18:30 Uhr

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Gesichter hinter Gittern

In den Pariser Vierteln mit hohem muslimischem Anteil sind sie besonders gegenwärtig: In tiefschwarze Gewänder verhüllte Frauen. Präsident Sarkozy prangert sie als unfranzösisch an - einige Politiker fordern sogar ein Verschleierungsverbot für Frauen

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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__xxx__
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 10:39 Uhr
__xxx__

Frauen hin ioder her, aber was machen die Ninjas wenn es so weit kommen sollte? Auweia...

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 10:52 Uhr
afrirali

natürlich ist es eine frage, welche regeln gut sind. aber der erste schritt ist ja, sich darauf zu einigen, dass für den öffentlichen raum regeln festgelegt werden können (eben vom staat, als repräsentanten der öffentlichkeit), die über regeln für den privaten raum hinaus gehen. wie diese dann aussehen, darüber ist schlicht demokratisch zu entscheiden.

ich fände es durchaus gut, wenn es (außer medizinischen gründen) nicht gestattet wäre, in der öffentlichkeit mit unkenntlich gemachtem gesicht aufzutreten (außer bei speziellen anlässen, karneval etc.)

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 10:56 Uhr
soylentyellow

Rechtschreibung?

1. Satzfragment: "Da wurde das Fahren in der Burka dort verboten ist."

2. Groß/Kleinschreibung: "Nur beim besuch einer Bank müssten die Frauen [...]

Da müsste "Besuch" doch ein großes B bekommen - oder?

----

Zum Thema: In einigen Ländern ist eine Kopfbedeckung für Frauen gesetzlich vorgeschrieben (Iran, Saudi Arabien). Wenn ich genau dies jetzt gesetzlich verbiete, wo liegt da der qualitative Unterschied?

okkasionalsozialist
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 11:04 Uhr
okkasionalsozialist

afrirali sagte:
natürlich ist es eine frage, welche regeln gut sind. aber der erste schritt ist ja, sich darauf zu einigen, dass für den öffentlichen raum regeln festgelegt werden können (eben vom staat, als repräsentanten der öffentlichkeit), die über regeln für den privaten raum hinaus gehen. wie diese dann aussehen, darüber ist schlicht demokratisch zu entscheiden.

ich fände es durchaus gut, wenn es (außer medizinischen gründen) nicht gestattet wäre, in der öffentlichkeit mit unkenntlich gemachtem gesicht aufzutreten (außer bei speziellen anlässen, karneval etc.)


regeln für den öffentlichen raum dürfen aus meiner sicht nicht die sphäre des eigenen körpers erfassen. und das recht auf die unkenntnlichmachung der eigenen person halte ich sogar für eines der wichtigsten menschenrechte überhaupt.

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 14:02 Uhr
afrirali

und die kleidung ist schon der eigene körper?

unkenntlichmachen: ja gerne, aber nicht in der öffentlichkeit.

jurette_
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 15:23 Uhr
jurette_

afri, findest Du wirklich, dass die Mehrheit einer Minderheit vorschreiben können soll, wie sie sich auf der Straße zu kleiden hat?

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 15:41 Uhr
afrirali

jurette: die mehrheit schreibt dann ja *allen* vor, wie sie sich zu kleiden hat. und aus prinzipiellen erwägungen finde ich, dass gewisse verhaltensweisen im öffentlichen raum verboten sein sollten. (zB auch sich gar nicht zu kleiden; ich gehe ja so weit wie puster, der männern am liebsten die kurzen hosen verbieten würde... )

in diesem konkreten fall: ja, ich meine wirklich, dass die mehrheit einer minderheit vorschreiben kann, dass sie keine solche vollverschleierung anlegen darf; dass man im öffentlichen raum sein gesicht zeigen muss.

man kann natürlich einwenden, dass damit auch noch viel schärferen kleidungsvorschriften tür und tor geöffnet wird. aber hier vertraue ich darauf, dass die mehrheit die grenzen für intoleranz und toleranz achtet.

Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 17:29 Uhr
Ioana

ach wieder so ein polemisches nichtsnutzgesetz. was soll es denn bewirken? wenn die burka mal verboten ist wird der afghanische familientyrann sich sicherlich automatisch in einen freidenkenden humanisten verwandeln, der seine töchter unverschleiert studieren lässt. ums mal überspitzt auszudrücken. denn schlussendlich kann man es als muslimische frau auch als zeichen der eigenen identität betrachten. gegen die erzwungene oder anerzogene verschleierung wirkt sicherlich nicht ein gesetzlicher zwang dagegen. wie wärs denn mit bildung, besserer integration, zukunftsperspektiven? ach nee, das ist ja aufwändig, dann lieber ein gesetz rausgerotzt, dass zeigt dass wir nicht alles tolerieren. nach dem motto: bis jetzt gabs zuckerbrot, ab heute peitsche. kann man aber verstehen: die aufregung um die heirat mit der bruni hat sich gelegt, jetzt entsteht die gefahr aus dem spektrum der aufmerksamkeit zu rutschen.
wenn man schon gegen verschleierung auf der strasse ist, dann sollte man ein gesetz formulieren, dass es generell allen verbietet sein gesicht in der öffentlichkeit zu verhüllen. ob burkas, strumpfmasken oder clownsnasen. aber das gesetz ist ein typischer fall der bemühung einer polarisierung der bevölkerung, damit sich der rechtere flügel als begrenzer der toleranz fühlen kann.

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 17:46 Uhr
afrirali

ist es denn erlaubt, mit sturmmasken die straße entlang zu spazieren? ich sprach ja dezidiert von ausnahmen (straßenkunst, karneval -- das mag dazugehören). ansonsten möge man das gesetz bitte in der tat allgemein formulieren.

diedrossel
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2009 - 17:53 Uhr
diedrossel

das ist son fall, wo ich mich frage, warum "respekt vor kulturen" nicht die westliche einschließt. die burka ist die absolute absage an die westliche kultur und ihre freiheiten. deutlicher kann man nicht sagen, dass man uns für gottlosen, zuchtlosen, unmoralischen abschaum hält. das ist, als ob ich im bikini durch abu dhabi marschieren würde.

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