Stilogramm: Sie haben die "Bild" geschrumpft
In München gibt es seit Montag die "Bild" auf halber Größe. Ziemlich angenehm, weil das Format dem Blatt das Krawallige nimmt
Erst was man aufbläst, kann man sehen. So ist es mit Heißluftballons und der "Bild"-Zeitung. Viele, die den Namen des Blattes mit gespieltem Ekel nicht nennen wollen, reden von der „Zeitung mit den großen Buchstaben“. Das stimmt ja auch, man muss eine Weile suchen, ehe man Drucksachen auftreibt, die ihre Nachrichten auch mit 120 Punkt-großen Überschriften in die Welt blasen. Es ist anzunehmen, dass die "Bild" ihre deutschlandweite Wahrnehmung zu einem erheblichen Bruchteil der massigen Aufmachung verdankt. Die "Bild" liest man, weil sie optisch krass prellt. Vielleicht darf man auch gar nicht so sehr von "lesen" sprechen, man "schaut" sie ja eher. Aber diese Zeiten könnten bald rum sein. Der Springer-Verlag testet seit Montag in München eine neue Version der "Bild"-Zeitung. Sie ist nur noch halb so groß wie die herkömmliche Version und wird vor allem über Zeitungskästen, die sogenannten „stummen Verkäufer“ vertrieben. Das Ganze ist ein Versuch, sagt der Verlag. Das Ergebnis ist eine Zeitung im Tabloid-Format, die man in der U-Bahn auch neben kräftigen Menschen blättern kann. Die Frankfurter Rundschau erscheint zum Beispiel in dieser Größe.
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CommodoreSchmidtlepp sagte:
Ach, das geht doch noch kleiner, vielleicht so klein, dass man sie nicht mehr lesen kann. Das würde ich begrüßen.
die BILD auf einem reiskorn!
@autor: nochmal zum mitschreiben:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
max goldt 2001, und es ist nicht ein wort davon seitdem unrichtiger geworden.
Den Schluß des Artikels verstehe ich dann gar nicht mehr. Die Form followt dem inhalt ja gar nicht. Das alte Format war doch viel passender für diese Art von "Inhalt". Und wie soll das ganze Land folgen? Für ein Deutschland, das von Marseille bis Novosibirsk reicht? Oder nur von Passau nach München? Fragen über Fragen zu diesem missglückten Artikel. Aber eins muss man dem Autor lassen: Die Headline ist ganz ok. Fang doch einfach bei deiner neuen Lieblings-Zeitung an, Peter!
rotfront sagte:
wie man zu soner schlagzeile sooo blöd grinsen kann, wird mir ein rätsel bleiben...
mir auch. schlimm schlimm.
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18.06.2009 - 18:59 Uhr
sonnenblumenmaler
Nicht die Größe, sondern der Inhalt ist das Problem dieser "Zeitung". Und der Inhalt bleibt auch wenn er kleiner gedruckt ist bestehen.