Zum Beispiel: Aktiv werden
Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, in "Uns gehört die Welt!" erklärt er Macht und Machenschaften von Konzernen - für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo Globalisierung plastisch. Heute die letzte Folge mit der Aufforderung: Jetzt du!
Vor einigen Wochen habe ich vier Vorschläge gemacht, was jeder ganz persönlich tun kann. Die letzte Folge dieser Kolumne soll nun ein paar konkrete Beispiele für Aktionen zeigen – als Anregung und zur Ermutigung für eigene Ideen: In vielen Städten veranstalten junge Menschen so genannte Globalisierte Stadtführungen: Mit der gemeinsamen „Besichtigung“ von H&M, McDonald’s und anderen Läden klären sie zum Beispiel Schulklassen vor Ort über ökologische und soziale Missstände in den Produktionsketten der großen Markenfirmen, aber auch über Alternativen wie den Fairen Handel auf. Sie informieren dort mitten im Geschäft über das, was nicht auf den Etiketten steht: Kinderarbeit, Niedrigstlöhne und andere Formen globaler Ausbeutung. In England gibt es eine Gruppe junger Menschen, die den Spaß noch weiter treibt: Sie pilgern in die großen Shoppingcenter und knien inbrünstig betend vor den dort angebotenen Markenartikeln nieder. Damit wollen sie auf satirische Weise öffentlich machen, wie sehr sich diese Einkaufstempel längst zu den Heiligtümern der modernen Konsumgesellschaft hochstilisiert haben.

- Zum Beispiel Rinderzucht: Kühe, die subventionierten Klimakiller 05.06.2009
- Zum Beispiel: Das gute Image der Konzerne - und wie leicht es leidet 29.05.2009
- Zum Beispiel Festung Europa: Wie Italien Bootsflüchtlinge umschifft 15.05.2009
- Zum Beispiel Spaß: Subversiver Humor ist der beste Protest 07.05.2009
- Zum Beispiel CSR: Wie manche Unternehmen "soziales Handeln" vorgeben 01.05.2009
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recht ist doch das wovon man überzeugt ist und bereit ist dafür gerade zu stehen. unabhängig davon, ob das irgendwo schriftlich fixiert ist. man muss halt bereit sein die konsequenzen zu tragen.
bei der beurteilung unbedingt zu beachten ist doch die tragweite der jeweiligen handlungen. und da gibt es wohl einen gewaltigen unterschied zwischen genmanipulation aus profitgier und setzlinge ausreissen aus überzeugung. kann also unmöglich beides mit "vebrechen" tituliert werden. setzlinge ausreissen, weil jemand anderes davon überzeugt ist, dass genmanipulation falsch ist nannte jemand mal "selbstverschuldete unmündigkeit", also auch nicht gut.
ergo: drüber nachdenken und bei bedarf setzlinge ausreissen oder genmanipulierte roboternahrung kaufen...
Wenn man gegen Gentechnik ist, gibt es tausend legale Methoden, das auszudrücken. Klappt ja im Übrigen auch ganz gut.
Solange ich auf eine Antwort warte, sei Herr Lobo daran erinnert, dass es der liberale Rechtsstaat mit freier Wirtschaft ist, der es ihm ermöglicht diesen S****s zu verzapfen - in allen anderen Wirtschaftssystemen gibt es keine Pressefreiheit.
Meander sagte:
4. Wenn Herr Lobo etwas für die Welt machen will, dann sollte er den Kindern raten, ihr Geld zu sparen, damit sie sich eine Edelschokolade in irgendeinem Spezialgeschäft kaufen können. Da haben die Hersteller dann nämlich auch Kontakt mit den jeweiligen Bauern, Plantagenbesitzern etc., bezahlen meist mehr und sind vor allem auch in der Lage entsprechende Qualitätsstandards durchzusetzen. Aber klar, einfach die Macht des Marktes zu nutzen, das ist Herrn Lobo dann wieder zu einfach. Also erst einmal randalieren.
dem ist nichts hinzuzufügen!
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14.06.2009 - 09:44 Uhr
Meander
2. In Afrika gibt es kaum größere Kakao-Plantagen. Der Großteil des Kakao-Anbaus findet bei Farmern statt, die dann auch noch andere Sachen anbauen. Die Kinder, die auf diesen Farmen - durchaus unter miesen Bedingungen arbeiten - sind zu 87% die Kinder dieser Farmer.
3. Es gibt bislang keine einzige Studie, die z.B. einen gewerbsmäßigen Handel mit Kindersklaven in der "Kakaobranche" nachweisen konnte.
4. Wenn Herr Lobo etwas für die Welt machen will, dann sollte er den Kindern raten, ihr Geld zu sparen, damit sie sich eine Edelschokolade in irgendeinem Spezialgeschäft kaufen können. Da haben die Hersteller dann nämlich auch Kontakt mit den jeweiligen Bauern, Plantagenbesitzern etc., bezahlen meist mehr und sind vor allem auch in der Lage entsprechende Qualitätsstandards durchzusetzen. Aber klar, einfach die Macht des Marktes zu nutzen, das ist Herrn Lobo dann wieder zu einfach. Also erst einmal randalieren.