Kämpfen für die Bildung
„Bundesweiter Bildungsstreik 2009“: Ab Montag protestieren Schüler und Studenten in mehr als 50 deutschen Städten fünf Tage lang für eine Bildungsreform. Geplant sind auch "Banküberfälle"
Seit jeher klagen Lernende an Schule und Uni gleichermaßen ihr Leid: Über die vielen Hausaufgaben, den blöden Lehrer, die Bürokratie, schwere Klausuren und überhaupt das Lernen an sich. Doch seit längerem geht die Unzufriedenheit der deutschen Schüler über Alltagswehwehchen hinaus. Ihr Frust über unliebsame Änderungen im Bildungssystem der vergangenen Jahre treibt die Jugendlichen immer öfter wortwörtlich auf die Barrikaden. Den bisher größten Aufstand im Bildungskampf soll nun die Kampagne „Bundesweiter Bildungsstreik 2009“ einläuten. Vom 15. bis 19. Juni protestieren Azubis, Schüler, Studenten, Lehrer und Gewerkschaften in ganz Deutschland geschlossen gegen das deutsche Bildungssystem. Dazu haben sich im Vorfeld in mehr als 50 deutschen Städten lokale Schüler- und Studentengruppen zusammengeschlossen und in mehreren Treffen ihre Aktionen geplant. Ziel ist es, den öffentlichen Diskurs über Alternativen in der Bildungspolitik anzuregen.
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http://bremen.argudiss.de/?q=node/41
"Argumente gegen Schule und Hochschule
Anlässlich des Bildungsstreiks 2009 gibt es zahlreiche Demoaufrufe, Blogs und FlashMob-Aktionen, die darauf aufmerksam machen, dass, wer heute eine Schule oder Hochschule besucht, konfrontiert wird mit ständig steigendem Leistungsdruck, der Verschärfung der Konkurrenz, eben mit dem ganzen Stress, den Schule und Studium mittlerweile mit sich bringen. Über die Gründe dafür, warum es so zugeht, gibt es zwei besonders prominente Auffassungen: die, welche den Grund in mangelnden Mitbestimmungsrechten ausmacht und die, welche ihn darin sieht, dass die Bildungspolitik auf dem falschen, weil von ökonomischen Interessen geleiteten Weg sei.
Was das Bildungswesen mit wirtschaftlichen Interessen zu tun hat und warum wir es für einen Fehler halten, über dieses Bildungswesen mitbestimmen zu wollen – dazu im Folgenden einige Argumente."
http://www.gsp-hamburg.de/menu/Gegenargu...
http://www.contradictio.de/blog/archives...
"Über die Zwecke der Hochschulreform lassen die verantwortlichen Politiker keine Zweifel aufkommen: Es geht um nichts Geringeres als die Konkurrenzfähigkeit des nationalen Standorts in einer globalisierten Weltwirtschaft. Wissensvorsprünge sind hier gefragt, um mit neuen Produkten und verbesserten Produktionsmethoden Marktanteile zu gewinnen und sie anderen wegzunehmen.
Die schäbige Rolle des Wissens hierfür wird sowohl daran deutlich, dass es explizit darum geht, andere davon auszuschließen (Patent), als auch daran, dass der Zweck keineswegs ist, den Menschen das Produzieren und Konsumieren zu erleichtern. Im Gegenteil: Es geht nicht zuletzt um die Entwicklung von Verfahren zur Einsparung bezahlter Arbeit. [...]"
http://bremen.argudiss.de/sites/default/...
http://www.contradictio.de/blog/archives...
>> explizit darum geht, andere davon auszuschließen (Patent),
ironischerweise muss alles, was geschuetzt werden soll in einem Pateent niedergeschrieben sein. Daher kann vom Ausschliessen von wissen keine rede sein.
14.06.2009 - 01:16 Uhr
der_ingenieur
Die lektion die es dort zu lernen gibt ist allerdings die, dass es sich nur lohnt, fuer Sachen auf die Strasse zu gehen, die fuer viele Menschen relevant sind, so dass viele Menschen mobilisert werden (Bildung gehoert nicht dazu). Ich denke da an die Montagsdemos, und auch die in Burma letztes Jahr.
der_ingenieur sagte:
>> Die schäbige Rolle des Wissens hierfür wird sowohl daran deutlich, dass es
>> explizit darum geht, andere davon auszuschließen (Patent),
ironischerweise muss alles, was geschuetzt werden soll in einem Pateent niedergeschrieben sein. Daher kann vom Ausschliessen von wissen keine rede sein.
der_ingenieur sagte:
>> Die schäbige Rolle des Wissens hierfür wird sowohl daran deutlich, dass es
>> explizit darum geht, andere davon auszuschließen (Patent),
ironischerweise muss alles, was geschuetzt werden soll in einem Pateent niedergeschrieben sein. Daher kann vom Ausschliessen von wissen keine rede sein.
Wissen, dessen Nutzung (z.B. für die Herstellung nützlicher Dinge) staatlicherseits VERBOTEN ist , ist hierzulande nun mal etwas mit dem niemand ausser dem Pateteninhaber (zum Zweck der Profitmacherei) etwas anfangen kann.
14.06.2009 - 13:12 Uhr
der_ingenieur
Das waere dann noch eine zweite LEktion zu lernen: Ihr werdet nciht nur von den Politikern beschissen, die euch Loesungen versprechen, sondern auch den Organisatoren der Demos.
der_ingenieur sagte:
Uebrigens: Wieso geht es in den Demos ploetzlich um Patente? Den Schuelern und Studenten wird erzaehlt, es geht um bessere Bildungsbedingungen. Nachher stellt sich dann heraus, dass es noch um Patente geht. Um was geht's noch?
Das waere dann noch eine zweite LEktion zu lernen: Ihr werdet nciht nur von den Politikern beschissen, die euch Loesungen versprechen, sondern auch den Organisatoren der Demos.
Du verwechselst da was: Die von mir verlinkten Texte kritisieren die Argumente der Organisatoren des Bildungsstreiks.
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13.06.2009 - 08:21 Uhr
aeioula