MindMurder 4 -- ein geständnis --
ja. mörder und totschläger: was bin ich nun für dich ?meine greisen gedanken umkreisen mich. sie sollen ruhighalten. endlich.
meine bitterkeit verursacht mir herzbrennen. manchmal. aber seltener.
bin ja auch nur gefühlter mörder.
mein realitätsbezug diesbezüglich lässt sich als marginal beschreiben.
ich stand. allein. mit meinen pubertären schwierigkeiten in unserer roten küche.
vor ihr. rot wie auch unsere. später.
weiss doch wirklich nicht mehr, um was es ging.
wie auch wir es oft nicht mehr wussten.
überlege und überlege. es ist weg. irgendwo in meiner, unserer vergangenheit.
war weg. komm heim. sie schläft.
geh wieder weg. komm zurück. schläft immer noch. im schlafzimmer.
höre nichts. rufe. warte. höre nichts . bleibe allein .in der wohnung .
mit ihr, aber doch schon allein .ohne zu wissen .oder zu ahnen.
schon ein paar stunden allein.
rote küche .ich warte. draussen sonne. viel sonne.
herbst. höre vögel zwitschern. fröhlich.
verlasse unser haus mit dem schlafzimmer. mit dem grossen schwarzen klavier.
und einer toten frau. neben der roten küche schläft sie. tot.
zurück. wieder. was soll ich tun ?
schwarzes klavier. kahles zimmer.bett.
ich rufe. schüttle. geh raus.wände weiss wie ein leichentuch.
schläft sehr gut. hab ihr oft den tod gewünscht.
wenn ich zu oft hörte, daß sie bald sterben würde. wegen mir.
"stirb doch. dann haben wir beide es hinter uns.", dachte ich. oft.
sie schläft sehr gut. wahrscheinlich wegen der tabletten, die sie immer nahm.
erinner mich. geblümtes nachthemd.darüber blumen gestreut.
zuerst streit. jetzt totenstille.friedhofsruhe.
schau raus.durch meine gitterstäbe...mein gefängnis. neben dem friedhof.
wo du mich fotografiert hast.gleich daneben.unter einem kreuz. neben einem grab.
sehe wahnsinnswelt. frühling. alles dreht sich. nicht um mich. immer schneller.
sehe den ausgang nicht. mehr.licht.
wieder küche. rot.
es war herbst. ist herbst .noch immer.gehe nochmal ins schlafzimmer.
es riecht nach...nach was riecht es?
und schmeckt. fühlt sich an.
tot fühlt es sich an.
weisst du wie de tod sich anfühlt. schmeckt. riecht ?
nein. sie schläft.fest.natürlich. was sonst ?
sehr fest schläft sie. ja.
versuche sie nochmal zu wecken. schläft wie eine tote. fast.
der körper. kalt fühlt er sich an. sehr kalt .trotz wärme.
schüttle sie. zerre an ihrem nachthemd. dem geblümten.
nichts. nichts bewegt sich.
nichts mich. doch alles.nochmal.
ich falle. falle in schock. starre.leichenstarre. ich ?
warum ich ? was tun ?
wenn die mutter nicht mehr aufwachen will...
wie tot daliegt ?steif.starr.kalt.
wie kann jemand so tief schlafen ?
und fallen? falle in mein grab. unser familiengrab.
aus dem ich mich bis heute herauszukämpfen versuche....
versteh es nicht.
gesichtsausdruckslos. flach. starre.über sie.
schlage zu. fester.noch fester.
schüttle. sie.mich auch.
schläft immer noch. wie eine tote.
es ist herbst. 9.oktober 1984. 17 uhr .
bin jetzt 15 jahre alt.
und vermutlich verdammt alleine..

das war mir sehr wichtig.und auch wichtig für uns...aber heftigst
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danke.es ist auch sehr authentisch.aus meinen resterinnerungen..








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11.06.2009 - 22:17 Uhr
lasziva
Was steckt dahinter ?
***
Geht das noch weiter ?