Aller Welt Feind- Der bemerkenswerte Erfolg der Piratenpartei
Schwedische Piratenpartei erzielt bei den Europawahlen 7,1 Prozent und schafft Sprung ins Parlament. Erfolg war schon vor der Wahl abzusehen.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit vor 23 Std.
- Revoluzzer Ratzinger vor 23 Std.
- Bürger werden künftig zur Organspende befragt vor 23 Std.
- Verschwinden wir in der Nacht vor 23 Std.
- Im Namen der Unbarmherzigen 24.05.2012
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Informationsfreiheit, vielen internetaffinen, gebildeten jungen Menschen ein wertvolles Gut, wird von etablierten Parteien steifmütterlich bis ablehnend behandelt (Schäuble und Co., auch wenn ich in den populären Schäublehass nicht einstimmen mag). Risiken statt Chancen.
Wenn die Piratenpartei das Programm weiter ausbaut, hat das veränderndes Potential - und wenn nur neu über Informationstechnologie nachgedacht wird in einigen Teilen der Politik.
In dem Parteiprogramm der Piratenpartei geht es um andere Dinge als die hier angesprochenen. (bzw. DAS angesprochene)
Ein paar Auszüge zum Beispiel, die hier (wie alle anderen) total außer Acht gelassen wurden sind folgende:
-Wieso sollen die Forschungsergebnisse die mit Steuergeldern finanziert wurden nicht der Öffentlichkeit (Steuerzahler -> Finanzierer) zugänglich gemacht werden?!?
-Müssen die Öffentlichen Einrichtungen Lizenzpflichtige Software haben - oder geht es auch mit OpenSource. Das würde viel Geld sparen. Aber naja... ist ja nur das der Steuerzahler...
-Muss ein Schäuble wissen, ob ich Mails meiner Freundin schicke?
-Muss der Herr Schäuble wissen, welche Urlaubsbilder auf meinem Rechner liegen?
-Fühle ich mich sicherer, nur weil ich den ganzen Tag VideoÜberwacht werde? Oder breche ich eher in Paranoia aus?
Zum Nachdenken:
Wer war früher besser: Die Piraten, die sich das genommen haben, was sie gebraucht haben, oder die Spanier und Briten, die in die Länder einfielen, ganze Völker ausgerottet und versklavt haben?
Vielleicht sollte die Süddeutsche in Zukunft weniger STIMMUNGSMACHER und HETZER sein.
Ihr habt hiermit einen Abonnementen weniger! Da kann ich gleich die BildZeitung lesen!
09.06.2009 - 01:35 Uhr
RaveKev
In dem Parteiprogramm der Piratenpartei geht es um andere Dinge als die hier angesprochenen. (bzw. DAS angesprochene)
Ein paar Auszüge zum Beispiel, die hier (wie alle anderen) total außer Acht gelassen wurden sind folgende:
-Wieso sollen die Forschungsergebnisse die mit Steuergeldern finanziert wurden nicht der Öffentlichkeit (Steuerzahler -> Finanzierer) zugänglich gemacht werden?!?
-Müssen die Öffentlichen Einrichtungen Lizenzpflichtige Software haben - oder geht es auch mit OpenSource. Das würde viel Geld sparen. Aber naja... ist ja nur das der Steuerzahler...
-Muss ein Schäuble wissen, ob ich Mails meiner Freundin schicke?
-Muss der Herr Schäuble wissen, welche Urlaubsbilder auf meinem Rechner liegen?
-Fühle ich mich sicherer, nur weil ich den ganzen Tag VideoÜberwacht werde? Oder breche ich eher in Paranoia aus?
Zum Nachdenken:
Wer war früher besser: Die Piraten, die sich das genommen haben, was sie gebraucht haben, oder die Spanier und Briten, die in die Länder einfielen, ganze Völker ausgerottet und versklavt haben?
Vielleicht sollte die Süddeutsche in Zukunft weniger STIMMUNGSMACHER und HETZER sein.
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10.06.2009 - 10:40 Uhr
nixbewiesenausserich










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09.06.2009 - 00:41 Uhr
LaForge
So zumindest das Fazit dieses Textes. Ein interessantes Beispiel, wie man mit der richtigen falschen Betonung der Tatsachen Meinungsmache betreiben kann.
Ich kann nur allen, die diesen Text gelesen haben und sich jetzt fragen, was die von der Piratenpartei denn für Spinner seien, dringend empfehlen, sich lieber selbst ein Bild zu machen.
www.piratenpartei.de
Dort findet man auch ein (nicht künstlich schmal geredetes) Parteiprogramm. Richtig, es ist immer noch schmal in der Auswahl der Themen, die angesprochen werden. Aber die Piratenpartei ist auch keine Volks- sondern eine Themenpartei und außerdem wahrscheinlich die jüngste Partei Deutschlands.
Trotzdem beinhalten die Ziele der Piraten eben nicht nur den (wohlgemerkt) Eintritt für ein zeitgemäßes Urheberrecht, sondern Dinge, die uns alle angehen sollten:
* Stärkung von Bürgerrechten, besonders im bisher diesbezüglich eher vernachlässigten Bereich der Online-Kommunikation,
* Ausbau des Datenschutzes - gerade die entnervten Empfänger regelmäßiger Werbesendungen und -anrufe sollten hier aufhorchen,
* Förderung kreativer Arbeit durch die Unterstützung freier Lizenzen (Lizenzen, mit denen der Autor selbst entscheiden kann, ob sein Werk z. B. frei vervielfältigt werden darf und zu welchen Bedingungen),
* Einsatz gegen Monopolismus fördernde und rein finanzielle Bestrebungen von Großkonzernen, z. B. durch Software-Patente (wussten Sie, dass es bereits einen Antrag auf ein Patent auf das Einkaufen im Internet mit einem virtuellen Warenkorb oder den simplen Fortschrittsbalken, den Sie tagtäglich sehen, gibt?).
Ach ja, und für zügellose Downloads jeglicher Werke ohne eine gerechte Entlohnung des Künstlers tritt die Piratenpartei sicher nicht ein. Ein simpler Grund (einer von vielen) ist, dass viele Parteimitglieder in der IT- und Softwarebranche arbeiten. Nun, Software kann heutzutage genauso schnell und problemlos kopiert werden, wie Musik. Glauben Sie, das Ziel unseres politischen Engagements ist, den eigenen Job zu gefährden?
Bitte lesen Sie sich unseren Standpunkt zum Copyright selbst einmal durch und bilden Sie sich dann eine eigene Meinung. Unser Motto lautet "Klarmachen zum ändern", nicht etwa "Musikproduzenten sind Verbrecher". Ich persönlich bin guter Hoffnung, dass die Piratenpartei noch eine ziemlich erfolgreiche Zukunft vor sich hat.
Noch ein Gedanke: Piraten zu wählen ist ohne Zweifel besser, als aus Protest fremden- und staatsfeindliche Propagandaparteien in der Tradition des Dritten Reiches zu wählen. Und gar nicht zur Wahl zu gehen ist erst recht keine Alternative, denn damit verschenkt man das letzte und entscheidende Bisschen Mittbestimmung, dass dem Volk in dieser Demokratie noch geblieben ist. Nicht zu wählen bedeutet, die zukünftigen Entscheidungen der Abgeordneten vollkommen gleichgültig hinzunehmen. Sicher, auch das ist das demokratische Recht eines Wählers, nur sollte er sich später keinesfalls über politische Entscheidungen ärgern, denn als er die seltene Chance zur Mitbestimmung hatte, war diese ihm ja offenbar egal.
Frank