"Auf Papier kleben meine Worte besser"
Dreimal die Woche sitzt Filmstudent Benyomin Spaner, 18, an einem Brunnen auf dem New Yorker Union Square und schreibt Gedichte; auf einer Schreibmaschine, für andere Leute, für sein Auskommen.
jetzt.de: Benyomin, warum sitzt Du hier? Benyomin: Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Schreibmaschine gekauft und an einem der ersten Tage hier an der Filmschule in New York sah ich jemanden am Union Square kostenlose Gedichte anbieten. Ich fragte ihn, ob er mir in aller Kürze ein Gedicht über sich selbst schreiben könne und er schrieb: „In the fewest possible words, I am nothing“. Ich fand das so unglaublich traurig, dass ich es behielt. Als ich dann keinen Job in einer Pizzeria finden konnte, beschloss ich, dass seine Idee zwar deprimierend, aber einen Versuch wert sei, zumindest, was den finanziellen Hintergrund betrifft. - Ein Mann hat mir einmal ganz ernsthaft erklärt, dass das, was ich da mache „kreativer Selbstmord“ sei. Ich solle doch lieber Pizza backen. Offensichtlich hat dich das nicht beeinflusst. Auf was für einer Schreibmaschine schreibst Du? Benyomin: Warte ... Hier steht „Brother’s Valiant“ drauf und sie wurde irgendwann nach 1961 gebaut. Ich hab sie entweder in einem Garagenflohmarkt gekauft oder mein Onkel hat sie mir gegeben - das kommt darauf an, für welche Wahrheit man sich entscheidet ... Schreibst Du Deine Gedichte lieber auf der Maschine, als am Computer? Benyomin: Ich habe es am Computer versucht, aber das war nicht sehr erfolgreich. Am Rechner sind mir die Worte immer ausgetrocknet. Auf dem Papier kleben sie besser. Warum hast du dir ausgerechnet den Union Square rausgesucht, um Gedichte zu schreiben? Benyomin: Am Union Square hängen coole Leute rum. Ich habe es auch an anderen Plätzen in New York versucht, aber da wollten die Leute meine Gedichte nicht. Vor allem der Gemüsemarkt am Union Square bringt viele Menschen auf den Platz – vor allem solche, die gekommen sind, um ihr Geld auszugeben. An den Tagen, an denen hier Gemüsemarkt ist, mache ich das meiste Geld. Und wie viel verdienst Du damit? Benyomin: Die Leute zahlen so viel sie können oder wollen, wenn ihnen das Gedicht gefällt. Ich führe nicht darüber Buch, wie viele Gedichte ich am Tag schreibe. Aber an einem normalen Tag bekomme ich für vier bis sechs Gedichte in der Stunde zwischen 10 und 15 Dollar.
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TomJones sagte:
Setz
Drück
PLATSCH
Drück
DRÜÜÜCK
Platschplatschplatsch
Wisch
Spül
Bürst
Aufsteh
Kratz
erst bürst dann aufsteh ?
auffe.
Irgendetwas mache ich falsch...
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03.06.2009 - 08:45 Uhr
pommiss