Allgegenwärtig wachsende Einsichten
1998 waren die Bahnhöfe für das Aufeinanderzulaufen geeigneter, stellte ich fest, als ich nach Jahren der Zerworfenheit meinen Stolz geschluckt hatte, um viel zu früh am Bahnhof zu warten. Ich war selbst auch nur einige Tage zuvor angekommen und hatte, weil ich das Ausstreigen beinahe verpasst hatte, meinen Saft über die Seiten meines Notizbuches geschüttet. Erschüttert musste ich dann aber feststellen, dass Sichwiederbegegnen mit seiner konfrontativen Struktur dem einvernehmlichen Nebeneinandergehen – zum Beispiel bei einem Spaziergang – unterlegen ist. Es ist ohnehin alles schwierig. Schweigend hoffte ich, dass ich schimmerte, genauso gut hätte ich aber hoffen können, dass die Jahre aus mir einen untersetzten, gut gebauten Mann gemacht hätten. Es gab also eine Zeit, in der ich ohne zu stocken hätte berichten können, wie er und ich aufgewachsen sind in einer kleinen Gemeinde südwestlich von Sowieso, die für das Verleben einer glücklichen Kindheit nicht ungeeignet gewesen ist. Aber das Vertrauen in das Schimmern hat sich getrübt und ich kann nicht mehr anders, als hier auf diesem Bahnhof augenblicklich zusammenzubrechen, ich schmeiße mein gerade noch gesammeltes Gesicht in einer recht dramatischen Geste in die Gegend seiner Füße, woraufhin er nicht zu unrecht fragt, was dies solle. Wie aber jemanden erklären, er sei traumatisch, wenn man selbst schon gar nicht mehr ans Trauma glaubt.
- So hatte ich mir das vorgestellt 18.10.2009
- Der Mörder mit der Axt !!! 11.10.2009
- Apokalypse, jaja! 01.10.2009
- Im Rahmen meiner Psychoanalyse… 25.09.2009
- Im Rahmen meiner Forschungen… 21.09.2009
jetzt auch zunehmend kursiv !
super.








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30.05.2009 - 14:56 Uhr
fatman