Zum Beispiel: Das gute Image der Konzerne - und wie leicht es leidet
Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo die Probleme der Globalisierung plastisch. Heute: Wie Ikea gerade in die Kritik geriet
Es war keine gute Woche für Shell: Ein US-amerikanisches Gericht will nun endlich die Mitschuld des Ölkonzerns am Tod des nigerianischen Menschenrechtsaktivisten Ken Saro-Wiwa prüfen. Egal wie der Prozess ausgeht: Er ist eine Gelegenheit, alle Welt an die schmutzigen Geschäfte mit korrupten Diktatoren zu erinnern. Auch Adidas trug diese Woche ein paar Imagekratzer davon. Das deutsche Unternehmen kam nicht nur wieder mal wegen ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse in asiatischen Zulieferbetrieben ins Gerede, sondern ausgerechnet wegen einer Party in einer Nazi-Villa in Rio de Janeiro. Schön blöd. Und auch IKEA kriegte dieser Tage ein Imageproblem. Deren Österreich-Sprecherin Barbara Riedl hat die Mailbox gestrichen voll. Und die Schnauze offenbar auch. „Ich kann mich vor E-Mails kaum erwehren. Wir kommen da völlig unschuldig zum Handkuss“, beschwert sie sich mir gegenüber am Telefon. Hunderte Protestmails haben ihr Postfach zum Überlaufen gebracht. Beschert haben ihr das die AktivistInnen der „Clean Clothes Kampagne“, die dann zu allem Überfluss noch bemängelten, dass Ikea nicht auf die Proteste reagiere – dabei hatten die doch selbst das Mailsystem lahmgelegt. Wenn Menschenrechtsgruppen wie die „Kampagne für Saubere Kleidung“ loslegen, ist in den PR-Abteilungen großer Konzerne die Hölle los. Vergangene Woche hat das internationale Aktionsbündnis zum Protest gegen das schwedische Möbelhaus, den OTTO-Versand und andere Firmen aufgerufen.

- Zum Beispiel: Aktiv werden 12.06.2009
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Man mag sich sein Urteil darueber bilden. Vor allem werden solche Vertraege schon praktiziert, die Mindeststandards garantieren.
soylentyellow sagte:
diedrossel sagte:
pft. wenn die leute von der 2,95 sandale ausschlag bekommen, dann klagen und jammern sie, aber mal darüber nachdenken, wie es zu solchen preisen kommt ist anscheinend nicht drinne.
Ich fage mich immer wieso die Sandale die 2,95 Euro in der Herstellung kostet dann nicht 29,90 Euro hier im Laden kostet sondern 99,90 Euro?! Skandalös ist da wohl eher die Gewinnspanne...
Ja, auch der gemeine Europäer wird hier ausgebeutet, wenn auch nur finanziell ;).
Aber Scherz beiseite, die eigentliche Frechheit gegenüber dem Endkunden ist, tatsächlich, dass man außer dem Markennimbus für den X-fachen Preis gegenüber dem Discountprodukt oft keinerlei Gegenwert mehr bekommt. Wenigstens etwas mehr Haltbarkeit o.ä. wären bei der 5-fachen Gewinnspanne doch drin, oder?
Sprich: Nur die Firmen sind in jedem Fall die Gewinner des internationalen Lohngefälles.
m0n0 sagte:
Sprich: Nur die Firmen sind in jedem Fall die Gewinner des internationalen Lohngefälles.
Das stimmt halt nicht. Wenn Du die selbe Kostenkalkulation machst, aber die Personalkosten mit einem Faktor 100 belegst, dann kannst Du dir den Schrank schlicht nicht mehr leisten.
grams sagte:
ich kanns mir bei meinem einkommen leide rnicht leisten woanders als bei plus oder ikea einzukaufen, sogerne ich würde.........
Bravo! Und erzähl das jetzt bitte noch allen deinen Freunden, die es für verwerflich halten, wenn man gerne viel Geld verdienen möchte.
DagnyTaggart sagte:
m0n0 sagte:
Sprich: Nur die Firmen sind in jedem Fall die Gewinner des internationalen Lohngefälles.
Das stimmt halt nicht. Wenn Du die selbe Kostenkalkulation machst, aber die Personalkosten mit einem Faktor 100 belegst, dann kannst Du dir den Schrank schlicht nicht mehr leisten.
Stimmt nicht ganz, die Ansicht ist genauso überzogen wie die gegenteilige. Wenn das so wäre, würde man im westen schon lange gar nichts mehr produzieren.
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3
30.05.2009 - 19:57 Uhr
Shorebilly
wti schliesst ueber 66.60$. es WAR eine gute woche fuer shell, ganz unabhaengig von irgendwelchem pr-klimbim.