Die Jungsfrage: Mädchen, was ist euer Gegenstück zu „Sack kraulen“?
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Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich ausgerechnet bei dieser Frage mit ausführlichen Recherchen beginnen müsste. Aber so ist es dann gekommen. Bisher dachte ich nämlich zum Beispiel, dass es sich beim Eierkraulen durchaus um eine sexuell konnotierte Angelegenheit handeln würde. Wenn ich zum Beispiel in der U-Bahn meinem breitbeinig dahingefläzten Gegenüber dabei zuschauen darf, wie er seine Geschlechtsorgane neu anordnet, dann empfinde ich das als aggressiv und kein bisschen unschuldig. Anders sieht as natürlich aus, wenn ihr euch zuhause oder mit euren Jungsfreunden vor der Glotze die unteren Regionen zu Recht schubbert, das kann uns herzlich egal sein und ist es dann auch. Und nun endlich zu deiner Frage nach der weiblichen Variante des Eierkraulens. Zunächst einmal: Wir schaukeln in unserer Unterhose nichts. Zum einen gibt es da nichts zu ordnen (ist ja alles schon gut verstaut) und zum anderen haben wir da eine bombenfeste Sperre im Kopf, die uns – offensichtlich im Gegensatz zu euch – daran hindert, gedankenverloren in der Öffentlichkeit herumzumanipulieren. Denn wir sind uns durchaus bewusst, dass das missverstanden werden könnte. Aber selbstverständlich kennen auch wir das Herumfummeln an eingekniffenen Körperstellen. Zum Beispiel dem Busen im BH. Ich dachte zunächst, dass das Zurechtrücken des Dekolletes die weibliche Entsprechung zum Sackkraulen sei. Aber einige Nachfragen bei Frauen mit erwähnenswertem Dekollete spatter, wurde mir klar, dass diese Annahme Quatsch war. Offensichtlich haben auch Frauen mit größerer Oberweite nie das Bedürfnis, in der Öffentlichkeit ihre Brüste neu anzuordnen. Dafür, wurde mir versichert, sei ihr BH zuständig und der schaffe das ganz gut. Und wer unter einem schmerzenden BH leide, so die Expertinnen weiter, der sei selbst schuld und solle demnächst halt im Fachhandel einkaufen gehen. Nächste Haltestelle: Unterhose. Die ziept zugegebenermaßen hin und wieder und erliegt dem sogenannten „Po-frisst-Hose“-Syndrom, das wir von Hand wieder rückgängig machen müssen. Aber auch hier gilt: Das kommt verhältnismäßig selten vor und wird nie gedankenverloren und zur reinen Selbstvergewisserung betrieben. Denn ich glaube, das ist der große Unterschied: Ihr müsst, um euch eurer selbst zu vergewissern, Hand ans Gemächt anlegen, euch an euch selbst festhalten. Wir müssen das nicht. Wir kommen auch ohne körpereigenen Festhaltehaken in der Welt zurecht. penni-dreyer- Mädchen, dürfen wir euch Kumpel nennen? 11.05.2012
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