12.05.2009 - 15:14 Uhr

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Was von meinen Ex übrig blieb

Text: OsvanRhein

Der Teddy von der Kirmes Eigentlich eine nette Geste, mir ein überlebensgroßes Kuscheltier zu schenken, weil sie ihn ja jetzt nicht mehr braucht. Auch wenn ich mir kaum vorstellen konnte, dass sie mit diesem Monstrum aus billigem Plüsch und Styropor wirklich im Bett gelegen hätte. Er hatte nicht mal einen Namen und als ich sie nach drei Monaten fragte, ob es ok wäre, ihn vielleicht auf den Dachboden zu stellen, weil er die Hälfte meines Bettes einnehme, zuckte sie nur mit den Achseln und sagte: Klar. Erst knapp zehn Jahre später hab ich ihn wieder gefunden, er hatte zwar viel Styropor verloren, sein Volumen aber mit Staub und Spinnenweben verdoppelt. Und ging den Weg allen irdischen: Ab in die Mülltonne. Die zweite CD der Kuschelrock 3 Fällt eindeutig in die Kategorie „Vergessen“ nicht „Geschenkt“. Und das ist in etwa genau das gleiche, was ich über ihre Besitzerin aussagen kann. Kaum zu glauben, dass es eine Zeit gab, wo ich ganze Nachmittage auf meinem Bett lag und zu Patrick Swayzes „She's Like The Wind“ oder „If You Don't Know Me By Now“ von Simply Red gekuschelt habe. Beim ersten Durchhören der CD, so viel Jahre später, stellt sich ein eigenartiges Gefühl ein: Fremdschämen über das jüngere Ich. Und bei „Broken Wings“ von Mr Mister immer noch die Frage: „Machst Du noch einen Knopf an ihrer Bluse auf, bevor Du die CD umdrehst?“ Nikotin und Koffein Die zwei schlimmsten Dinge, die mir eine Exfreundin hinterlassen hat sind die Zivilisationskrankheiten Rauchen und Kaffeetrinken. Sie rauchte quasi immer, davor, danach. Und was schmeckt am Besten zu einer Zigarette? Also kochte ich eifriger Kaffee als bei jedem Praktikum danach. „Rauchende Frauen versetzen Männer in intellektuelle Raserei und stacheln sie, einfach so, nur durch ein bißchen Paffen, zu Höchstem an.“ sagt Wiglaf Droste und hat so recht dabei. Und so wurde ich, ganz selbstlos, zum Mitraucher und hörte auch nicht auf, als sie schon längst wo anders qualmte. Pilze Eine Tüte mit getrockneten Steinpilzen, übrig geblieben von einem der diversen Koch-Abenden, die man so hat, in längeren Beziehungen – Aperitif, drei Gänge, Wein und Grappa, Sex? Nein. Eine Tüte mit Pilzen aus Holland, bewusstseinserweiternd und ziemlich verrückt, wenn man zu viel isst, weil man beim ersten Bissen nicht auf die Wirkung gewartet hat? Nein. Ich meine die Pilze mit lateinischen Namen, wegen denen man zum Arzt geht, zwei Stunden juckend und verschämt im Wartezimmer sitzt und hofft, die Sprechstundenhilfe kommt nicht während der Behandlung rein. Handschellen Kinky? Nein, jetzt kommt nicht die Geschichte, wie ich ans Bett gefesselt wurde und sie den Schlüssel verloren hatte, Horden von Handwerkern und Schlüsseldienste mich aus dem Bett schweißen mussten und am Ende sogar ein kleiner Artikel in der Bildzeitung von dieser aufregenden Nacht zeugte. Wir waren ja nicht doof und probierten die Fesselinstrumente aus Metall erst an einem Tischbein aus. Klappte wunderbar, der Schlüssel allerdings passte nicht, also blieben die Handschellen an den Nachttisch gekettet bis, ja, bis heute. Leichtes Schmunzeln bei jedem Umstellen des Tisches inbegriffen.


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Kalef
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Mag ich Mag ich nicht

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12.05.2009 - 17:11 Uhr
Kalef

gut!
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OsvanRhein

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