28.04.2009 - 18:30 Uhr

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Zehn Fakten über: SO36

Text: sarah-stricker - Foto: Georg Slickers, wikipedia.de, Creative Commons

Das Kürzel steht für einen der legendärsten Clubs Berlins. Doch das SO36 muss um seinen Fortbestand fürchten.

Das SO36 in Berlin ist fast schon was wie eine Legende. Ein Schmelztiegel aus Punkkonzerten, Elektropartys, Schwulenbar, Orientaldisco und Untergrundtreff. Jetzt soll der Club in der Kreuzberger Oranienstraße geschlossen werden. Einem Nachbar wurde der Lärm zu viel. Mehrfach erstatte er Anzeige und Messungen des Umweltamts gaben ihm recht: Für ein Mischwohngebiet ist es zu laut. Seit März ist die Anlage verplombt. Aber auf Konzerte in Zimmerlautstärke will sich das SO36 nicht einlassen. „Wir sind laut und wir wollen es auch bleiben, nicht gegen, sondern mit unseren Nachbarn“, heißt es auf der Homepage. Die einzige Lösung: Eine Schallschutzmauer. Doch die 80.000 Euro, die die 25 Meter lange und sechs Meter hohe Wand vor der Außenseite kosten würde, übersteigen die Mittel des Vereins, der den Club betreibt, bei weitem. Die Zukunft ist ungewiss. Aber das SO36 hat schon Schlimmeres erlebt: 10 Fakten 1.Benannt ist das SO36 nach dem ehemaligen Postzustellbezirk Südost 36. 2.Die Halle begann 1861 als Biergarten. In den 30ern wurde daraus das „Kino am Heinrichplatz“, eines der ersten Lichtspielhäuser Berlins, nach dem Mauerbau ein Atelier, zwischenzeitlich ein Supermarkt. Zum „Mauerbaufestival“ 1978 entstand dann endlich eine Konzerthalle, in der Bands wie „Einstürzende Neubauten“ oder „Die tödliche Doris“ spielten. 3.Auch im SO36 ist das Rauchen verboten. 4.Die „Toten Hosen“ traten hier noch als Vorband der „Ärzte“ auf, die damals noch „Soilent Grün“ hießen. 5.Zwischenzeitlich wollte der damalige Clubchef Martin Kippenberger aus dem SO36 einen Edelclub machen. Die Punks protestierten – mit Erfolg. Eines Nachts stahlen sie die Konzertkasse, in der sich mehrere tausend Mark befanden, um gegen die „Konsumscheiße“ zu protestieren und Kippenberger gab auf
6.In den 80ern machte ein türkischer Pächter aus dem SO36 ein paar Monate lang einen Hochzeitssaal, das „Merhaba“. 7.1985 drehte Manfred Jelinski eine Dokumentation über die Punk- und Rockszene, die die Halle einige Jahre besetzte: „So war das SO36“ 8.Ende der 80er wurde das SO36 schon mal geräumt, auch da wegen Lärmbelästigung und „wilder Verhältnisse“ vor dem Club, 1990 konnte es jedoch wieder eröffnen. 9.Vor drei Wochen feierte das SO36 sein 30jähriges Bestehen – und damit ein Jahr zu spät. Aber durch die Streitereien um die Lärmbelästigung blieb davor keine Zeit für die Vorbereitungen. Am Eingang steht noch der Slogan: „30 Jahre SO36 – von A wie Urgestein bis Z wie Frischfleisch“. 10.Heute ist das SO36 ist der größte Ausbildungsbetrieb im Viertel. Zum Kollektiv, einem der letzten in Berlin, gehören 50 Menschen, alte, junge, schwul, lesbisch, mit Migrationshintergrund und ohne.


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synthie_und_roma
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Mag ich Mag ich nicht

-11

28.04.2009 - 18:43 Uhr
synthie_und_roma

der laden hat sich lange überlebt. braucht kein mensch mehr. bzw. ganz egoistisch: ich.

moondog
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Mag ich Mag ich nicht

2

28.04.2009 - 19:05 Uhr
moondog

Idiotischer "aus Prinzip dagegen"-Kommentar da oben. Welchen Laden "brauchts" denn schon...

MadameLezard
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.04.2009 - 19:43 Uhr
MadameLezard

das harry!!!

lousal
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Mag ich Mag ich nicht

1

28.04.2009 - 20:38 Uhr
lousal

es wäre eine schande!

suesswarenabteilung
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.04.2009 - 20:49 Uhr
suesswarenabteilung

fotos wikipedia? mmmmh...

kaya
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Mag ich Mag ich nicht

1

28.04.2009 - 21:15 Uhr
kaya

Wer helfen möchte:
http://www.so36.de/sobleibt.htm
Erst übers SO ziehen und dann beschweren, ich kotze!!

kakaoseele
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.04.2009 - 22:01 Uhr
kakaoseele

Das so36 müsste die wohnungen außenrum aufkaufen und sich mieter_innen suchen, die lärm nicht stört bzw. die mitlärmen...

newmoonrising
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Mag ich Mag ich nicht

2

28.04.2009 - 22:32 Uhr
newmoonrising

hehe. meine mutter hat da 1977 mit strubbelkopf und sicherheitsnadeln in den ohren an der kasse gesessen. mit einem baseballschläger an den füßen, weil "da irgendwann diese bösen rocker kamen und die kleinen punker verprügelt haben"... denen wiederum hat sie laut eigener aussage öfters mal was zu essen spendiert. die sahen wohl alle sehr dünn und verhungert aus.
eine hinreißende vorstellung.
wär schade drum.

Maskenball
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Mag ich Mag ich nicht

-2

28.04.2009 - 22:36 Uhr
Maskenball

herrje, ich liebte diesen laden..!!

DearMrSupercomputer
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Mag ich Mag ich nicht

1

28.04.2009 - 22:42 Uhr
DearMrSupercomputer

Was ist an Fotos von Wikipedia schlimm?

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