Zensursula - der Protest gegen Internetsperrungen hat einen Namen
Sie war für die Presse schon "Vorzeige-Mama" und "Mutter der Nation" - doch seit dieser Woche muss sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen einen neuen Spitznamen gefallen lassen: "Zensursula" nennen Datenschützer und Internetaktivisten die 50-Jährige und haben dafür zum Beispiel auch schon die Adresse www.zensursula.net registiert. Dort gibt es eine Todesanzeige zu sehen, die das Ableben des Artikels 5 des Grundgesetzes bekannt gibt. Der vergangene Freitag wird als "schwarzer Freitag des freien Internet" bezeichnet und es wird kritisiert: "Unter dem Deckmantel der Bekämpfung der Kinderpornographie unterzeichnet Familienministerin von der Leyen mit 5 großen deutschen Providern den Internetzensurvertrag. Damit wird zum ersten mal in der Geschichte der Bundesrepublik die bundesweite Zensur eines öffentlichen Mediums eingeführt."
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die sperre wird keinen pädophilen an seiner tat hindern.
es wird vielleicht den einen oder anderen "interessierten" abhalten.
die npd will man nicht verbieten, weil man sie sonst nimmer überwachen kann.
komisch, dass man die seiten im netz nicht zur bekämpfung der täter nutz. sperren ok, wenn eine auftaucht. das blose klicken strafbar zu machen ist unsinnig. weil der täter nicht seine seite ansieht.
mit dem gesetz geht es um mehr, wenn man ein wenig darüber nach denkt. auf unzähligen seiten - die sich besser für solche themen eignen als jetzt.de - gut nach zu lesen. beispiel: http://netzpolitik.org/ hier speziell: http://netzpolitik.org/2009/gesetzentwur... ist eine abhandlung der eigentlich zu erwartenden gründe sowie zum richtigen verhalten gegenüber der zensursula.
und diverse andere seiten. linkliste folgen.
danke.
wann wird die netzkultur endlich mal richtig verstanden und wann stehen für solche dinge endlich mal mehr leute auf. lobby-arbeit geht auch von der anderen seite aus.
eike sagte:
naja, ganz so leicht kommt man um die sperrung nicht rum. die werden neben der url schon auch die passende ip blocken. [...]
So weit ich weiß wird es nur einen DNS-Filter geben und der funktioniert nur mit Namen, nicht mit IPs.
22.04.2009 - 20:57 Uhr
cougarten
Also noch mal: die IP adresse reicht und schon ist man auf der Seite.
ABER: die den namen (z.B. google.com) in die IP zu übersetzen, dafür ist die DNS server da und da müsste man sich einen anderen suchen oder über dritte die IP erfragen.
Der standart DNS server wird alle gesperrten domains in die IP des Stoppschilds übersetzen bzw dahin weiterleiten.
22.04.2009 - 21:03 Uhr
cougarten
(wer mal selbst irgendwo mehrere domains gehostet hat, konnte vielleicht feststellen, dass alle domains ihr daten dem gleichen FTP Server liegen haben, also irgendwie am gleichen ort sitzen)
was aber ja auch spannend ist: die ausnahmeregelungen mit providern unter 10.000 teilnehmern. na, wenn sich da mal keiner findet. von den anderen wegen eben mal abgesehen. ach ja: unis, bibs und sowas sind auch ausgenommen. ab in die institute!! wahnsinn. ein müll ist der gesetzesentwurf. nur um was durch die hintertüre einzuführen.
gutes interview: http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsp...
Lies doch bitte mal meinen Artikel und die enthaltenen Links.
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzei...
Weiterhin gibt es auf Youtube die Debatte des Gesetzesvorhaben. Wenn Du Dir die Stimmen der Opposition mal anhörst, dann weißt Du, welche berechtigten Bedenken mit dem Vorhaben verbunden sind (welche die Regierungsparteien in der Debatte nicht einmal versuchten zu beantworten).
Ich hoffe, wir sprechen uns danach noch einmal.
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22.04.2009 - 16:24 Uhr
obsidian
Wer also für Freiheitsrechte argumentiert, ist ein extremer Linker, der draufhaut wenn einem was nicht passt?
50 Cent in den Plattitüdentopf.
Hast du eine der Antworten über dir oder weiterführende Artikel zum Thema gelesen? Die Sperren bekämpfen nicht die Ursachen von Pädophilie sondern ihre Symptome, sie sind also im Kampf gegen Pädophile gänzlich nutzlos, man könnte sogar argumentieren, schädlich. Die Pädophilen "toben sich" mit oder ohne Sperre aus.
Wenn die anderen aus dem Fenster springen... Und beschimpfen tun wir hier gar keinen, wir argumentieren.