21.04.2009 - 01:25 Uhr

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There is a light that never goes out

Text: ZimtZucker

Ein Klassiker. Immer gut für eine Premiere, weil kritikerprophylaktisch. Trotzdem, wer kritteln möchte, ist hiermit herzlich dazu eingeladen die Kommentarfunktion hemmungslos auszunutzen. Begeisterte Fürsprecher natürlich auch! Aber zurück zum Thema, einem Lied, das dem ursprünglich schönen Wort "Melancholie" tatsächlich gerecht wird. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das Wort von jemandem erfunden wurde, der irgendwo im Dunkeln den alten Smiths-Song gehört und nach einer Beschreibung für das passende Gefühl dazu gesucht hat. Dafür, dass die Melancholie an sich 23 Jahre (ja, die Single kam erst 1992 raus, ich weiß, aber auf "The Queen is dead" war's 1986 schon drauf) durch "melancholische Teenie-Superstar-Boyband-Balladen" leider ziemlich pervertiert wurde, kann der arme Wortschöpfer und Smiths-Hörer ja nichts. "There is a light that never goes out" ist ein Lied, dass selbst auf der wildesten Party die Tanzfläche sofort lahmlegen würde. Natürlich gibt es immer ein paar die versuchen mit geschlossenen Augen sanft im Takt zu wabern, was leider meistens an Eurythmie à la Waldorfschule erinnert, aber auch die Hartnäckigen verlangsamen ihre Bewegungen mit jeder Strophe. Das Lied ist zu traurig zum tanzen, zum feiern erst recht. Der absolute Killer (es folgt ein Schwank aus meiner Jugend) íst aber das Lied tatsächlich nachts im Auto auf dem Beifahrersitz eines alten Kindergartenfreundes noch angenehm (und legal!) berauscht von einem turbulenten Abend beim Nachhausegebrachtwerden zu hören. Moment, stimmt nicht ganz, "nach hause" gebracht hat er mich damals nicht wirklich. Es war Anfang Dezember und ich war auf meinem ersten Heimatbesuch nach 3 Monaten Auszugs- Erstsemester- und Großstadttrubel. Nein, ich war von Anfang an kein Wochenendheimfahrer. Dafür war alles viel zu aufregend und neu. Glücklich, ein bisschen überdreht, wie Sprudel mit extra Kohlensäure war ich an dem Abend unterwegs gewesen. Young and alive. So viele Leute, die ich treffen, so viel, das ich erzählen und so viele Orte, an die ich nostalgisch lächelnd pilgern wollte... Take me out tonight, where there's music and there's people...aber da auf der Landstraße waren nur wir und monotones Motorsummen, dass das leise Radiogedudel übertönte, ansonsten Stille. Ich fühlte mich unendlich wohl und war gleichzeitig traurig, melancholisch eben. Oh, please dont drop me home Because its not my home, its their Home...Die neue Stadt und die neuen Leute noch zu neu um sie "Zuhause" oder "Freunde"zu nennen und in der alten ging das Leben weiter, auch ohne mich. Leise habe ich das Lied damals vor mich hingesummt, dabei ganz kitsch-melancholisch aus dem Fenster geschaut und mich frei und verloren gefühlt. ...I thought oh god, my chance has come at last but then a strange fear gripped me and i Just couldnt ask... Im Radio lief Scooter ("And no matches"), weil in solchen Momenten nie das richtige Lied gespielt wird. In Sachen Soundtrack of my life hat das Radio bisher immer versagt.


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Mag ich Mag ich nicht

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21.04.2009 - 01:31 Uhr
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