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19.04.2009 - 18:30 Uhr

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Die Musikindustrie stirbt - mit großem Erfolg

Bild: ddp

Es kann in diesen Tagen wieder einmal leicht passieren, dass man als Journalist vom Verband der deutschen Musikindustrie angerufen wird. Es gebe gute Gründe zu reden, sagt dann ein Herr aus der Presseabteilung.

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Meander
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Mag ich Mag ich nicht

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20.04.2009 - 17:35 Uhr
Meander

soylentyellow sagte:
Die Musikindustrie verdient ihr Geld damit CDs zu verkaufen. Kennst Du jemand der innerhalb der letzten Jahre eine CD gekauft hat? Ich nicht. Der einzige Unterschied zwischen der Musikindustrie und den Telefonistinnen für handvermittelte Gespräche von annodunnemals istdas letztere weniger Geld und damit weniger Lobby zur Verfügung hatten.


Nein, tut sie nicht. Die Musikindustrie verdient vor allem Geld an den Rechten. Ob Du dir eine CD kaufst oder als MP3 bei Musicload holst, ist der Musikindustrie erst einmal egal.

alexanderleblanc
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Mag ich Mag ich nicht

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21.04.2009 - 13:04 Uhr
alexanderleblanc

Lieber Autor dieses vermeintlich inhaltsschwangeren Artikels...

...ist doch alles ganz einfach und nachvollziehbar:

Die Herstellung eines wirklich guten Songs ist eine Arbeit, an der mehrere Personen, summa summarum mehrere Wochen zu tun haben...ich habe selber ca 500 Songs produziert, weiß also wovon ich rede!

Während der Arbeit müssen die Beteiligten wohnen, essen, autofahren, telefonieren, krankenversicherung bezahlen, Altersvorsorge betreiben, etc etc...eben leben.

Es muss also die realistische Chance bestehen, mit dieser Arbeit etwas zu verdienen. Im Falle eines 'Hits' auch durchaus etwas mehr, denn der muss einen dann ja über die vielen 'hitlosen' Jahre tragen, die unweigerlich folgen. So ist da nun mal. Bei jedem !

Wenn z.B. Youtube jetzt 0.23 Cent als "Entlohnung" - und ich lache nur bei der Verwendung dieses Begriffs - anbietet, dann bedeutet das im Endergebnis, dass bei 100 000 Abrufen, also einem veritablen 'hit', jeder der Beteiligten ( Komponist/Texter/Verlag ) sage und schreibe ca 70,- Euro von Youtube als 'angemessene Beteiligung' erhält.

Das ist unethisch und bedarf keines weiteren Kommentares. Mein Vorschlag - die Youtube-Manager sollten doch selber mehrere Wochen für insgesamt 70,- Euro ihre Tätigkeit ausüben...man versteht...all das ist reine Farce.

Wenn eine Kreativer nicht mehr erwarten kann, dass seine Vorarbeit irgendwann verdiente Früchte trägt, dann wird er diese auch nicht mehr leisten ( können ). In meinem persönlichen Umfeld gibt es viele tüchtige Kreative, die zur Zeit kaum mehr ihr Leben bestreiten können, obwohl sie wertvolle Arbeit leisten. Die Arroganz der Internetmillionäre auf der anderen Seite ist ein Skandal. Was wären sie ohne all die schönen Inhalte, die Musik, die Filme...nichts,nichts und nochmal nichts...! Sie könnten ihre Plattformen einfach schließen, niemand würde allein wegen irgendwelcher privaten Videos dort seine Zeit verschwenden...

Also...es muss wieder eine echte 'win-win' Situation erschaffen werden...und dazu zählt eine konsequente und angemessene Entlohnung bei der kommerziellen Verwendung fremden geistigen Eigentums...alles Andere ist inakzeptabel...

P.S.: soweit ich weiß, ist der französiche Gesetzesentwurf lediglich aufgrund einer 'Abstimmungspanne' wegen temporärer Unterbesetzung des Gremiums gescheitert. Er hatte vorab eine breite Mehrheit und galt als sicherer Kandidat - wird also bestimmt im nächsten Anlauf durchgehen...

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

1

21.04.2009 - 21:45 Uhr
MorbusBahlsen

Hmm, naja, wenn sich die Musiker mit 23 Cent zufrieden geben sind sie oder ihre Lobby doch selber Schuld? Wenn ich ein Schuhgeschäft nicht betreiben kann, weil ich an meinen schönen Schuhen nicht genug zum Leben verdiene, dann bleibt mir wohl unter übel nichts anderes übrig, als mit meinem Können woanders versuchen Treffer zu landen. Ich seh's nicht ganz ein, warum jeder Schrott eine Existenzgarantie braucht. Der Haufen Schrott zieht die Preise insgesamt runter. Das ist der Punkt.

Wenn die Nachfrage nicht mehr hergibt muss das Angebot kleiner werden, wenn die Preise stabil bleiben sollen. Doch das will die Musikindustrie nicht wahrhaben. Die Welt wird nun aber mit immer noch mehr Musik und multimedialem Quatsch überschwemmt.

So und jetzt grübel ich nochmal lange drüber nach wie man von 23 per Zehnerpotenz auf 70 irgendwas kommt.

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