14.04.2009 - 18:30 Uhr

0 36 Über Twitter weiterempfehlen

Vier Vorschläge, was jeder ganz persönlich tun kann

Text: klaus-werner-lobo

Letzte Woche habe ich zehn Vorschläge für eine solidarischere und nachhaltigere Politik gemacht. Heute will ich darüber reden, was jeder und jede einzelne dazu beitragen kann. Ich muss gestehen, dass mir das besonders schwer fällt. Denn ich kann und will niemandem sagen, wie er oder sie zu leben hat. Wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten, und das ist auch gut so. Tatsache ist aber, dass – entschuldigt die Ausdrucksweise – die Scheiße am Dampfen ist: Wirtschaftskrise, Energiekrise, Demokratiekrise, Rassismus, Klimawandel, Armut, Hunger, Umweltzerstörung und so weiter und so fort – all das verlangt danach, dass wir politische Entscheidungen nicht mehr den Mächtigen überlassen, sondern uns selbst an der Gestaltung unserer Zukunft und der Zukunft des Planeten beteiligen. Jeder und jede von uns hat unterschiedliche Möglichkeiten „was zu tun“. Wir können uns im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, in Vereinen, Organisationen wie Greenpeace oder Attac, Parteien und Gewerkschaften etc. engagieren, im beruflichen Umfeld, in Erziehung und Bildung, auf lokaler und globaler Ebene. Wir können bewusster konsumieren, also zum Beispiel regional, ökologisch oder „Fairtrade“ oder einfach mal weniger einkaufen, weniger fliegen, weniger Autofahren, weniger Fleisch essen. Doch all das lässt sich nicht über einen Kamm scheren, eben weil wir so verschieden sind. Mich interessiert daher vor allem, wie wir unsere Möglichkeiten vergrößern können. Und mir sind dazu vier Punkte eingefallen, die ich hier zur Diskussion stellen möchte: 1. Lebe deine Träume! Die meisten von uns lernen von Kindheit an, die Erwartungen anderer zu erfüllen: Du sollst nicht widersprechen, du sollst nicht frech sein, nicht auffallen, mehr arbeiten, reich und erfolgreich sein, keine Schwächen zeigen, nicht traurig sein, aber auch nicht soviel lachen, du sollst, du sollst … Warum fragt eigentlich keiner, was wir gerne tun würden und wie wir gerne wären, und zwar ganz unabhängig von dem, was angeblich möglich ist und was andere erwarten? Jeder Mensch hat eigene, ganz unterschiedliche Träume und Wünsche. Doch viele wissen irgendwann gar nicht mehr, was sie eigentlich wollen. Zu oft hat ihnen jemand gesagt: Das geht nicht, hör auf zu träumen, vergiss es. Irgendwann vergessen wir es tatsächlich und versuchen, so glücklich zu werden, wie wir es gelernt haben: mit Ellbogentechnik, nach fremden Vorbildern, nach den Versprechungen der Werbeindustrie, durch Konkurrenz und Egoismus. Doch erst wenn wir uns zugestehen, mitsamt unseren Eigenheiten, Träumen und Schwächen akzeptiert zu werden, sind wir bereit dafür zu kämpfen, dass auch unsere Mitmenschen in Würde leben und ihre Träume verwirklichen können. 2. Informiere dich und andere! Immer in der Geschichte waren es gut informierte Minderheiten, die etwas zum Positiven verändert haben. Egal ob das der Kampf für die Abschaffung der Sklaverei, für Demokratie, Frauenrechte, Arbeitsrechte, Minderheitenrechte, Umwelt- oder Tierschutz war. Informationen sind nicht neutral, fast immer stehen Interessen dahinter. Je genauer wir diese Interessen erkennen, desto besser können wir Informationen kritisch nutzen - egal ob sie aus Büchern, Massenmedien, dem Internet oder persönlichen Gesprächen stammen. Wenn wir nicht wollen, dass die Welt wie eine Ware gehandelt wird, wenn wir uns nicht verkaufen lassen wollen, dann dürfen wir uns vor allem nicht für dumm verkaufen lassen. 3. Gemeinsam und lustvoll handeln! Allein geht gar nichts. Natürlich kann jeder seinen persönlichen Privatboykott gegen irgendein böses Unternehmen starten. Nur: Das kratzt niemanden. Wer versucht, seine eigene kleine Weltrevolution gegen das Böse da draußen anzuzetteln, endet meist frustriert. Die Kinder, die für die Profite von McDonald’s oder Nestlé in Asien oder Afrika bis zum Umfallen schuften, haben überhaupt nichts davon, wenn wir hier deprimiert dasitzen und sagen „Ogottogott, wie schrecklich!“ Sie haben viel mehr davon, wenn wir uns gemeinsam mit anderen engagieren und zum Beispiel kreative Aktionen organisieren, mit der wir öffentliche Aufmerksamkeit für diese skandalösen Zustände erzeugen. Denn nur diese öffentliche Aufmerksamkeit zwingt Politik und Konzerne dazu, etwas an der heutigen Situation zu ändern. 4. Zivilcourage zeigen! Die Verletzung von Menschenrechten ist nur möglich, wenn alle zuschauen und niemand eingreift. Deshalb müssen wir schon im Alltag beginnen, laut und deutlich „Nein!“ zu sagen, wenn Menschen diskriminiert werden oder Machtmissbrauch stattfindet. Bei rassistischen, sexistischen oder homophoben Äußerungen und Übergriffen, bei Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz – überall dort, wo jemand unsere Hilfe und Solidarität braucht. ******
Klaus Werner-Lobo ist Autor und Clown. Sein neuestes Buch heißt „Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis“, seine Website ist unsdiewelt.com


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
klaus-werner-lobo
Mehr Texte zum Label
Zum_Beispiel
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
36 Kommentare

speichern
synthie_und_roma
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

14.04.2009 - 18:51 Uhr
synthie_und_roma

mit dem aufschwung von staaten wie indien und china (die werden bald wieder sehr stark wachsen) werden hunderte millionen menschen mehr auto fahren, mehr flugzeug fliegen oder mehr fleisch essen. ob ein paar europäer dies nicht machen, fällt dann in der gesamtbetrachtung überhaupt nicht ins gewicht. das wird wahrscheinlich die wahrheit sein. ob wir das gut finden, oder eben nicht.

ungerechtigkeit wird es immer geben - auch in anderen gesellschaftsmodellen als den kapitalistischen. oder wer würde nordkorea, venezuela oder kuba als durchgehend gerecht bezeichnen?

an der gerechten gesellschaft sind schon andere intellektuelle kaliber gescheitert als unser kolumnist.

by the way: lebe deine träume hört sich an wien slogan vonner bank...

MasterFowl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

14.04.2009 - 19:11 Uhr
MasterFowl

Das ist ja 1 zu 1 aus "Uns gehört die Welt" ?!

Ist übrigens ein richtig starkes Buch!

afrirali
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.04.2009 - 19:27 Uhr
afrirali

ich verweise einfach nocheinmal auf klügeres:

http://jetzt.sueddeutsche.de/foren/1332/...

klaus-werner-lobo
Zitieren

14.04.2009 - 20:35 Uhr
klaus-werner-lobo

@MasterFowl nicht 1 zu 1, aber in der Essenz, was halt so geht in der gebotenen Kürze ;-)

Freut mich dass dir das Buch gefällt!

langwyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.04.2009 - 20:42 Uhr
langwyle

lobo = sozpäd 2.0.
schlimmeres, abgegriffeneres weltverbesserungswellness-geschwurbel hab ich so noch nicht gelesen, echt war.

Digital_Data
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.04.2009 - 21:15 Uhr
Digital_Data

Die Mär von hundert Millionen Menschen, die AUto fahren in Urlaub fliegen oder mehr Fleische ssen. Der große Teil der Arbeiter in China und Indien verdient gerade so viel um seine Familie auch nur einigermaßen am laufen zu halten, über Auto oder Fliegen dankt da keiner nach. Und selbst die verlieren nun ihren Job. In China sind bis Februar 10.000 Betriebe pleite gegangen und damit haben die "Mitarbeiter" dieser Firmen sogar die Existenzgrundlage verloren. Wer denkt da bitte, dass die Autos kaufen, die wissen nicht, womit sie Reis für die ganze Fasmilie kaufen sollen.

Nehmen wir mal Volkswagen, den größten Auotbauer Chinas. Volkswagen verkaufte 2008 im Asien-Pazifik-Raum 1,2 Mio. Autos und erzielte damit 8,5 Mrd. Umsatz. In Europa erzielte man mit 3,7 Mio. Fahrzeugen 81 Mrd. Umsatz. Also mit einem Drittel der Fahrzeugproduktion gegenüber Europa erzielte man 1/10 des Umsatzes. Das zeigt wie sehr es sich in Asien um ein Billigmarkt handelt. Noch deutlicher wird das beim Gewinn, in China erzielte man 395 Mio. € oder eben auch etwas mehr als 10 % des Konzerngewinnes. Die Ostmärkte sind absolute Billigmärkte und wer denkt, dass sich diese Märkte zu Premiummärkten entwickeln werden, der verkennt die möglichen Entwicklungen der Löhne in diesen Ländern.

Und hunderte Millionen schon gar nicht, von 2007 auf 2008 konnten die Absatzzahlen um 100.000 Stück erhöht werden.

Digital_Data

strikingback
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-4

14.04.2009 - 22:36 Uhr
strikingback

engagiert euch beim Bildungsstreik. Überall in der BRD entstehen zur Zeit Vorbereitungsgruppen. Da beteiligen sich oft die unterschiedlichsten Akteure und Organisationen. Ihr könnt schauen, welche Leute euch am meisten zusagen, und es ist eine gute Gelegenheit, Veranstaltungen selbst zu organisieren und anzubieten - zu welchem Thema ist erstmal nicht so wichtig, schließlich geht es ja um Bildung :-) Außerdem arbeiten die beteiligten Personen und Gruppen auch zu vielen anderen Themen.

http://www.bildungsstreik2009.de/

Wer kämpft kann gewinnen. Wer nicht kämpft hat schon verloren!

Warm-Up für den Bildungsstreik: Globale Aktionswoche

fraeuleiningeborg
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

14.04.2009 - 22:46 Uhr
fraeuleiningeborg

Das mit dem Fleischkonsum sollte man vielleicht nicht unterschätzen:
http://www.vegetarismus.ch/heft/2000-2/z...

(Ich weiß, dass das eine tendenziöse Seite ist, ich hab dieselben Informationen aber auch schon aus seriöser Quelle gehört, hab jetzt nur keine Lust zu suchen)

Neben dem Umstand, dass zunehmend Anbaufläche durch die notwendige Futtermittelproduktion in Anspruch genommen wird, besteht in China ein massives Problem mit dem Verlust weiterer Anbauflächen durch Versalzung etc.
In der Konsequenz führt das dann zu sowas:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/38/463...

Arbeiterkind
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.04.2009 - 01:16 Uhr
Arbeiterkind

ich schreibe die liste mal ein bischen weiter:

5. resoucenschonend in die zukunft denken.

allein wenn wir uns den unsinn der atomlobbyisten cdu/csu/fdp anhören, sollte vernunftbegabten menschen klar sein, dass dieser weg nur in einer ausgesprochen geistig-moralischen (HAHA) und gleichzeitig realen globalen müllkippe enden kann.

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.04.2009 - 08:04 Uhr
riesenherz

* und* und * und *.

Nur bitte einen Umstand bedenken: wenn alle positive Veränderung verknüpft wird mit dem solidarisierenden Handeln, erhält man einen ähnlichen verantwortungsethischen Ansatz wie wir ihn jetzt haben.
Ich würde die querschnittsartige Verantwortung des
Einzelnen nicht so gering einschätzen.
Letztlich führt zielführendes Vorbildhandeln immer auch zu quantifizierbaren Effekten.

synthie_und_roma
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

15.04.2009 - 09:19 Uhr
synthie_und_roma

Digital_Data sagte:
Die Mär von hundert Millionen Menschen, die AUto fahren in Urlaub fliegen oder mehr Fleische ssen. Der große Teil der Arbeiter in China und Indien verdient gerade so viel um seine Familie auch nur einigermaßen am laufen zu halten, über Auto oder Fliegen dankt da keiner nach. Und selbst die verlieren nun ihren Job. In China sind bis Februar 10.000 Betriebe pleite gegangen und damit haben die "Mitarbeiter" dieser Firmen sogar die Existenzgrundlage verloren. Wer denkt da bitte, dass die Autos kaufen, die wissen nicht, womit sie Reis für die ganze Fasmilie kaufen sollen.

Nehmen wir mal Volkswagen, den größten Auotbauer Chinas. Volkswagen verkaufte 2008 im Asien-Pazifik-Raum 1,2 Mio. Autos und erzielte damit 8,5 Mrd. Umsatz. In Europa erzielte man mit 3,7 Mio. Fahrzeugen 81 Mrd. Umsatz. Also mit einem Drittel der Fahrzeugproduktion gegenüber Europa erzielte man 1/10 des Umsatzes. Das zeigt wie sehr es sich in Asien um ein Billigmarkt handelt. Noch deutlicher wird das beim Gewinn, in China erzielte man 395 Mio. € oder eben auch etwas mehr als 10 % des Konzerngewinnes. Die Ostmärkte sind absolute Billigmärkte und wer denkt, dass sich diese Märkte zu Premiummärkten entwickeln werden, der verkennt die möglichen Entwicklungen der Löhne in diesen Ländern.

Und hunderte Millionen schon gar nicht, von 2007 auf 2008 konnten die Absatzzahlen um 100.000 Stück erhöht werden.

Digital_Data


und was ist mit tata und ihrem billigauto für 1.500 euro? damit werden die den indischen markt überschwemmen. und deren neue mittelschicht ist mit etwa 300 millionen so groß wie die gesamtbevölkerung der eu.

und in china wird es ähnlich laufen. wer will es ihnen verdenken? hier lief es doch genauso in den 50ern und 60ern.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

15.04.2009 - 09:21 Uhr
synthie_und_roma

er wird andersherum sein: tata und chinesische billiganbieter bauen billigautos die man hier für 5000 euro oder weniger kaufen kann. so wirds laufen.

wieviel volkswagen in china baut oder nicht ist in dem zusammenhang vollkommen egal.

DagnyTaggart
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

15.04.2009 - 09:24 Uhr
DagnyTaggart

Ach, die Innovationskraft von 2 Milliarden Indern und Chinesen wird uns einen Wohlstand bescheren, den wir uns noch garnicht vorstellen können. Der Antrieb seine Lebensverhältnisse verbessern zu wollen, das "meine Kinder sollen es mal besser haben" ist ein Motor, dessen Kraft man nicht hoch genug bewerten kann.

Klar gibt es Probleme, aber mal ehrlich: Gemessen an den Problemen von vor 100, ja noch vor 50 Jahren ist die Umweltzerstörung etc. massiv zurückgegangen. Nur wer in Wohlstand lebt und sich über die Schüssel Reis für morgen keine Sorgen machen muss, kann sich der Umwelt etc. zuwenden.

Handel, Bildung, Erfindungsreichtum und Rechtssicherheit sind die Schlüssel hierzu.

__xxx__
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-3

15.04.2009 - 09:33 Uhr
__xxx__

Sehr blauäugig geschrieben, als ob Egoismus, Neid und Konkurrenzkampf von heute auf morgen aus dem menschlichen Bewusstsein verschwinden könnten.

TomJones
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

15.04.2009 - 09:56 Uhr
TomJones

__xxx__ sagte:
Sehr blauäugig geschrieben, als ob Egoismus, Neid und Konkurrenzkampf von heute auf morgen aus dem menschlichen Bewusstsein verschwinden könnten.


Die angeführten Eigenschaften sind nicht per se schlecht, sonst würden wir ja immer noch auf Bäumen wohnen, weil keiner was besseres wollte. Klingt einfach, und ist auch einfach. Wer andere übertreffen will, muss eben mehr leisten.

synthie_und_roma
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

15.04.2009 - 10:07 Uhr
synthie_und_roma

im endeffekt ist das, was lobo hier betreibt nichts anderes als kulturimperialismus unter anderen vorzeichen.

nur weil wir gesättigten nordeuropäer und -amerikaner nach 50 jahren wohlstand, erkannt haben, dass 2 autos pro familie, jeden tag fleisch oder 2 bis 3 urlaube im jahr im endeffekt unsere lebensgrundlagen zerstören, können wir doch anderen menschen nicht verbieten so leben zu wollen.

denn was ist die alternative: kein auto pro familie, einmal die woche fleisch und urlaub in der datsche am stadtrand (ist jetzt extra überzeichnet). für uns mag das vielleicht mit abstrichen ok sein, aber fpr die neue mittelschicht in china oder indien eben nicht.

die wollen eben mal urlaub machen und ein auto haben und endlich mal jeden tag fleisch essen. das haben wir doch auch so gemacht und uns irgendwann vom sonntagsbraten verabschiedet, gemeint wir bräuchten jeder unebdingt ein auto und müssten 2 bis 3mal im jahr in den urlaub fliegen.

warum sollte man das anderen nicht ermöglichen? ich würde es niemandem verbieten. nur weil wir unseren spaß schon hatten.

DagnyTaggart
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

15.04.2009 - 11:27 Uhr
DagnyTaggart

nur weil wir gesättigten nordeuropäer und -amerikaner nach 50 jahren wohlstand, erkannt haben, dass 2 autos pro familie, jeden tag fleisch oder 2 bis 3 urlaube im jahr im endeffekt unsere lebensgrundlagen zerstören, können wir doch anderen menschen nicht verbieten so leben zu wollen.


Die Grundannahme stimmt nicht. DIe Lebensgrundlage wird nicht zerstört, da für diese Grundannahme das jetzt linear fortgeschrieben wird und das ist einfach eine dumme Annahme.

Digital_Data
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

15.04.2009 - 15:33 Uhr
Digital_Data

@DagnyTaggart

Noch einmal, in China sind 10.00 (in Worten zehntausend) Firmen pleite gegangen. Diese Arbeiter versorgten ganze Familien mit 10 bis 15 Mitgliedern. Diese Versorgung ist zusammengebrochen, da kannst Du Dir mal ausrechnen, wie viele Leute das betrifft. Nimmt man nur an, dass im Schnitt 100 Leute pro Firma T-Shirts und Turnschuhe genäht haben, dann haben 1 Mio. Ihren Arbeitsplatz verloren und 10 bis 15 Mio. ihre Lebensgrundlage. Das ist niedrig gerechnet, cih gehe von ca. 100 Mio. aus, die in dieser Kette gerade vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. China pumpt da im Moment Geld ohne Ende rein, ganz bewußt in dem Wissen, dass 100 Mio. frustrierte ein ziemlich hohes Revolutionspotential haben, dass selbst die chinesische Führung nicht mehr unter Kontrolle bringen kann. Ich erwarte diese Revolution in China, denn diese Krise hat den Höhepunkt noch lange nicht erreicht.

@all

Das Problem mit dem Kapitalismus ist, dass er die negativen Auswirkungen des Egoismus nicht steuern kann. Es gibt einen gesunden Egopismus und einen alles zerstörenden. Was wir jetzt sehen sind die Auswirkungen des alles zerstörenden Egoismus. Zu viele Leute haben bemerkt, dass man alles machen kann um an genügend Euros zu kommen und das es vollkommen egal ist, wie sehr man das System schädigt, man wird die Vorteile für sich ernten und andere bezahlen die Nachteile. Solange der Kapitalismus weiter nicht bereit ist Regeln zu erlassen um diesem zerstörerischen Egoismus einhalt zu gebieten, wird er das tun, was in seiner Natur liegt, er wird alles zerstören.

Digital_Data

puster
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

15.04.2009 - 15:57 Uhr
puster

@d_d

Diese Arbeiter versorgten ganze Familien mit 10 bis 15 Mitgliedern


soviel zur 1-kind-politik chinas, was? ;)

die durchschnittliche familiengröße in china 2005:
3,2 personen (stadt)
4,3 personen (land)

die chinesische regierung geht von 20 millionen arbeitslosen aus. was natürlich besonder entsetzlich ist, ist, dass dieser unmenschliche und zerstörerische kapitalismus im 1. qt 2009 in china immer noch um 6,8% gewachsen ist.

viel spaß beim auf-die-revolution-warten.

DagnyTaggart
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

15.04.2009 - 16:42 Uhr
DagnyTaggart

D_D schrieb:
[\zitat]
10.00 (in Worten zehntausend)


Irgendwas stimmt da nicht.

10 00 = tausend = 10^4.
10 000 = zehntausend = 10^5
10.00 = zehnkommanull = 10^1

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.04.2009 - 16:43 Uhr
DagnyTaggart


D_D schrieb:
10.00 (in Worten zehntausend)
[\zitat]

Irgendwas stimmt da nicht.

10 00 = tausend = 10^4.
10 000 = zehntausend = 10^5
10.00 = zehnkommanull = 10^1

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.04.2009 - 16:43 Uhr
DagnyTaggart

ach, mist. Latex-\ und Kosmos-/

Dagny. merk dir das doch mal!

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.04.2009 - 16:44 Uhr
DagnyTaggart

D_D sagte:

10.00 (in Worten zehntausend)


Irgendwas stimmt da nicht.

10 00 = tausend = 10^4.
10 000 = zehntausend = 10^5
10.00 = zehnkommanull = 10^1

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.04.2009 - 16:45 Uhr
DagnyTaggart

D_D sagte:
10.00 (in Worten zehntausend)

Irgendwas stimmt da nicht.

10 00 = tausend = 10^4.
10 000 = zehntausend = 10^5
10.00 = zehnkommanull = 10^1

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

15.04.2009 - 16:51 Uhr
DagnyTaggart

Übrigens: 10 000 Firmen mit je 10 Mitarbeitern / davon Abhängigen macht 100 000 Betroffene, sagen wir 150 000 Betroffene. Das sind wie viel Prozent von 1 000 000 000?

0.01% bzw. 0.015% - nur um die Grössenordnung mal einzusortieren.

der_ingenieur
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

16.04.2009 - 01:01 Uhr
der_ingenieur

Ich zitiere hier Digital Datas zweiten Kommentar nicht, weil er zu lang ist, aber zwei Anmerkungen:
Die Zahlen sind wohl zu niedrig, was? Woher die 10000 Firmenpleiten herkommen, und auch die viel zu hoch gegriffene Zahl der Familienmitglieder (siehe Pusters Anmerkung), und die fehlende Zahl der Erwerbstaetigen pro familie sei erst einmal aussen vor gelassen. Unter der grosszuegigen Annahme dieser Zahlen scheint 10 Millionen wohl zuwenig, weshalb DD den Wert einfach mal verzehnfacht, ohne Kommentar oder Begruendung. Wenn man rechnet, sollte man sich auch sein Ergebnis anschauen, und dieses verwenden. Was wir hier sehen ist ein klarer Fall fuer die Strahlkungsfetischisten. Ich erinnere ausdruecklich an das miserable Abschneiden DDs Thermodynamik mit solchen Methoden zu erklaeren.

Die zweite Bemerkung betrifft die Schlussfolgerungen, die DD aus seinen gefaelschten Zahlen zieht. Er redet von Egoismus und schaedlichem Kapitalismus. Zum Einen kann man die Bankenkrise bzw. die problematischen Finanzprodukte des Westens nicht auf China uebertragen, weil die Wirtschaft dort stark zentralistisch gesteuert wird. Zum Anderen ist es schon ironisch, dass im ersten Absatz der Absturz des chinesischen Export problematisiert wird, und anschliessend die Ursache, warum aus China vorher soviel im Westen importiert wurde. Was denn jetzt?

lenzz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

16.04.2009 - 13:14 Uhr
lenzz

"wenn wir uns nicht verkaufen lassen wollen, dann dürfen wir uns vor allem nicht für dumm verkaufen lassen."


sehr richtig ;)

synthie_und_roma
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

16.04.2009 - 14:31 Uhr
synthie_und_roma

lobo schreibt:

1. Lebe deine Träume!
Die meisten von uns lernen von Kindheit an, die Erwartungen anderer zu erfüllen: Du sollst nicht widersprechen, du sollst nicht frech sein, nicht auffallen, mehr arbeiten, reich und erfolgreich sein, keine Schwächen zeigen, nicht traurig sein, aber auch nicht soviel lachen, du sollst, du sollst … Warum fragt eigentlich keiner, was wir gerne tun würden und wie wir gerne wären, und zwar ganz unabhängig von dem, was angeblich möglich ist und was andere erwarten? Jeder Mensch hat eigene, ganz unterschiedliche Träume und Wünsche. Doch viele wissen irgendwann gar nicht mehr, was sie eigentlich wollen. Zu oft hat ihnen jemand gesagt: Das geht nicht, hör auf zu träumen, vergiss es. Irgendwann vergessen wir es tatsächlich und versuchen, so glücklich zu werden, wie wir es gelernt haben: mit Ellbogentechnik, nach fremden Vorbildern, nach den Versprechungen der Werbeindustrie, durch Konkurrenz und Egoismus. Doch erst wenn wir uns zugestehen, mitsamt unseren Eigenheiten, Träumen und Schwächen akzeptiert zu werden, sind wir bereit dafür zu kämpfen, dass auch unsere Mitmenschen in Würde leben und ihre Träume verwirklichen können.



und was ist, wennn hunderte millionen chinesen und inder davon träumen ein auto zu fahren und urlaub zu machen? dann muss er das doch akzeptieren, oder?

Digital_Data
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

16.04.2009 - 16:59 Uhr
Digital_Data

@der_ingenieur und DagnyTaggart

Ihr habt sicher noch nie einen Schreibfehler gemacht, sorry dass sich meine Tastatur von Einfügen auf überschreiben umgeschaltet hat und ich dadurch eine Null unbeabsichtigt gelöscht habe und die Kommentare nicht mehr editiert werden können. Soll ich Dir jetzt jeden Fehler auch zehnmal um die Ohren hauen.

Wenn Ihr Euch mit dem Thema befassen würdet, dann wüßtet ihr, dass zu hause Großfamilien mit Eltern und Großeltern, Onkeln etc. warten. Die Versorger sind meistens Männer und Frauen im Alter um die 25 bis 30 Jahre.Die Einkindregel wurde 1979/80 eingeführt, diese heute Erwachsenen haben also Onkel und Tanten.

Man kann den Einbruch der chinesischen Wirtschaft auch am Verfall des Altpapierpreises festmachen. Altpapier wird als Verpackungsmaterial benutzt und China war einer der größten Abnehmer. Die Preise sind von 130 € je Tonne auf 20 € je Tonne abgestürzt, die Lager hier in D sind voll.

Ich kann mich getrost zurücklehnen, da alle Prognosen die ich im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise bisher gemacht habe auch eingetroffen sind. Zwar ist die chinesische Wirtschaft zentralistisch gesteuert, aber sie hängt eben auch von den westlichen Abnehmern ab, da die Chinesen durch die Ausbeutung der westlichen Firmen und durch den Umstand, dass man China als Land ausgewählt hat, weil dort Gewerkschaften verboten sind, sich die selbstproduzierten Produkte gar nicht leisten können. Damit ist China noch viel mehr exportabhängig als Deutschland und Japan und deshalb trifft es China noch viel härter.

Das Gleiche Problem haben übrigens auch die osteuropäischen Länder, die der Wirtschaft durch Niedrigstlöhne zu wahnsinns Gewinnen verhalfen und nun bricht dieser Export weg und die Länder liegen am Boden. Zum x-ten-Mal ausgenutzt vom westlichen Kapitalismus und nun müssen sich die Länder auch noch anhören, dass sie die ganze EU mitrunterziehen. Nur gut das damit bald Schluß ist.

Digital_Data

puster
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

16.04.2009 - 17:08 Uhr
puster

[zzitat]Wenn Ihr Euch mit dem Thema befassen würdet, dann wüßtet ihr, dass zu hause Großfamilien mit Eltern und Großeltern, Onkeln etc. warten. Die Versorger sind meistens Männer und Frauen im Alter um die 25 bis 30 Jahre.Die Einkindregel wurde 1979/80 eingeführt, diese heute Erwachsenen haben also Onkel und Tanten.


nochmal zum mitmeißeln.
durchschnittliche familiengröße in china:
3,2 menschen in der stadt
4,3 menschen auf dem land

nix großfamilie, sondern pappa, mamma und zwei kinder.

der_ingenieur
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

16.04.2009 - 17:27 Uhr
der_ingenieur

Die 10000 sind geschenkt, aber bitte keine Tausenderpunkte machen.

Wenn Du (DD) noch auf meine Einwaende eingehen wuerdest, waere ich sehr dankbar.

Beru
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

16.04.2009 - 18:51 Uhr
Beru

DagnyTaggart sagte:
nur weil wir gesättigten nordeuropäer und -amerikaner nach 50 jahren wohlstand, erkannt haben, dass 2 autos pro familie, jeden tag fleisch oder 2 bis 3 urlaube im jahr im endeffekt unsere lebensgrundlagen zerstören, können wir doch anderen menschen nicht verbieten so leben zu wollen.


nur weil deutschland zig millionen menschen umgebracht hat im zweiten weltkrieg dürfen wir den anderen doch nicht verbieten auch solche oder ähnliche systeme aufzubauen..

doch. gerade, weil wir daraus gelernt haben, dass das nicht gut geht.

@ingenieur
Und wie siehts mit 1000er-Kommas aus? ^^
Tut mir leid, aber irgendwann werden große Zahlen einfach unübersichtlich...

der_ingenieur
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

17.04.2009 - 01:08 Uhr
der_ingenieur

dafuer gibt es die "Engineering Notation" :-).
Oder Leerzeichen. Punkte und Kommata hingegen sind zweideutig, wie Dagny bereits anmerkte.

Meander
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

17.04.2009 - 23:12 Uhr
Meander

Digital_Data sagte:
Die Mär von hundert Millionen Menschen, die AUto fahren in Urlaub fliegen oder mehr Fleische ssen. Der große Teil der Arbeiter in China und Indien verdient gerade so viel um seine Familie auch nur einigermaßen am laufen zu halten, über Auto oder Fliegen dankt da keiner nach. Und selbst die verlieren nun ihren Job. In China sind bis Februar 10.000 Betriebe pleite gegangen und damit haben die "Mitarbeiter" dieser Firmen sogar die Existenzgrundlage verloren. Wer denkt da bitte, dass die Autos kaufen, die wissen nicht, womit sie Reis für die ganze Fasmilie kaufen sollen.

Nehmen wir mal Volkswagen, den größten Auotbauer Chinas. Volkswagen verkaufte 2008 im Asien-Pazifik-Raum 1,2 Mio. Autos und erzielte damit 8,5 Mrd. Umsatz. In Europa erzielte man mit 3,7 Mio. Fahrzeugen 81 Mrd. Umsatz. Also mit einem Drittel der Fahrzeugproduktion gegenüber Europa erzielte man 1/10 des Umsatzes. Das zeigt wie sehr es sich in Asien um ein Billigmarkt handelt. Noch deutlicher wird das beim Gewinn, in China erzielte man 395 Mio. € oder eben auch etwas mehr als 10 % des Konzerngewinnes. Die Ostmärkte sind absolute Billigmärkte und wer denkt, dass sich diese Märkte zu Premiummärkten entwickeln werden, der verkennt die möglichen Entwicklungen der Löhne in diesen Ländern.


Das ist genau diese Einseitigkeit, die ich Dir auch schon an anderer Stelle vorgeworfen habe. Warum fahren wohl nicht so viele Chinesen Auto? Hat ganz verschiedene Gründe: Einer davon ist, dass in Teilen der Volksrepublik (bspl. Hongkong) auf Autos noch einmal rund 100% Steuern kommen. Da siehst Du dann fast nur große Karren auf der Straße, der wer sich da ein Auto kaufen kann, der hat nach jedem Maßstab viel Geld. Hinzu kommt: Auf dem Land haben die Leute oftmals tatsächlich nicht das Geld, sich ein Auto zu kaufen. In den Millionenstädten ist es oftmals schlicht und ergreifend unsinnig. Warum soll man sich in Shanghai, Hongkong oder auch Beijing ein Auto kaufen. Das macht da so viel Sinn wie ein Schirm beim Schwimmen. Aber darüber will ich jetzt gar nicht mit Dir streiten.

Lass mal lieber auf die Mär vom reichen Chinesen eingehen bzw. auf Deine Mär, dass die Chinesen deiner Ansicht nach noch immer alle im Dreck leben. Zwischen 1978 und 2005 stieg das Nettoeinkommen im Monat von Stadtbewohnern von 46 US-Dollar auf 1404 US-Dollar. Das der Landbewohner stieg von 18 auf 436 US-Dollar. Diverse Fabriken werden von China inzwischen in ärmere asiatische Länder ausgelagert, da China längst nicht mehr die niedrigsten Stundenlöhne der Welt bezahlt. Deng Xiaoping sein dank.
1978 haben noch 270 Millionen in China in absoluter Armut gelebt. Heute sind es rund 70 Millionen. Im selben Zeitraum hat sich in China eine Mittelschicht gebildet, die mehrere hundert Millionen umfasst. Von der Oberschicht will ich gar nicht sprechen. Zur wirtschaftlichen Lage von China: Schlechter als in den letzten Jahren, allerdings ist China weitaus besser davor, als die meisten westlichen Staaten, wie Dir jeder Analyst dieser Tage erzählen wird. Ansonsten einfach mal bei Credit Suisse anrufen, die geben Dir das auch schriftlich. 10.000 Betriebe pleite gegangen - so, und? Hast Du eine Vorstellung davon, wie viele Betriebe täglich in China entstehen? Über 2000 Unternehmen werden in China monatlich genehmigt - ach, und bevor ich es vergesse: Dies sind nur die mit ausländischen Direktinvestitionen gegründeten Unternehmen. An die chinesischen Unternehmen ist dabei noch gar nicht gedacht. Noch weniger an die chinesischen Klein- und Kleinstunternehmen. Also vielleicht immer mal schön auf dem Teppich bleiben. Es ist bedauerlich, dass im Westen immer noch das Bild eines Chinas aus Maos Zeiten vorherrscht. Vermutlich ist dies auch einer der Gründe, warum viele in Asien eine Mordswut auf Euch haben.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

17.04.2009 - 23:49 Uhr
Meander

Digital_Data sagte:
@der_ingenieur und DagnyTaggart

Ihr habt sicher noch nie einen Schreibfehler gemacht, sorry dass sich meine Tastatur von Einfügen auf überschreiben umgeschaltet hat und ich dadurch eine Null unbeabsichtigt gelöscht habe und die Kommentare nicht mehr editiert werden können. Soll ich Dir jetzt jeden Fehler auch zehnmal um die Ohren hauen.



Ah, das hatte ich natürlich jetzt noch nicht gesehen. Wenn ich es also richtig verstehe hast Du von 100.000 Pleiten geschrieben?


Wenn Ihr Euch mit dem Thema befassen würdet, dann wüßtet ihr, dass zu hause Großfamilien mit Eltern und Großeltern, Onkeln etc. warten. Die Versorger sind meistens Männer und Frauen im Alter um die 25 bis 30 Jahre.Die Einkindregel wurde 1979/80 eingeführt, diese heute Erwachsenen haben also Onkel und Tanten.


Und wenn Du dich mit dem Thema befassen würdest, wüsstest Du, dass diese Onkel und Tanten ebenfalls Kinder haben. Und so erklärt sich Dir dann auch, warum Puster eben auf etwas niedrigere Werte beim Rechnen kommt. Was Dein Verweis auf die Einkind-Politik soll, weiß ich nicht.

[Zitat]
Ich kann mich getrost zurücklehnen, da alle Prognosen die ich im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise bisher gemacht habe auch eingetroffen sind. Zwar ist die chinesische Wirtschaft zentralistisch gesteuert, aber sie hängt eben auch von den westlichen Abnehmern ab, da die Chinesen durch die Ausbeutung der westlichen Firmen und durch den Umstand, dass man China als Land ausgewählt hat, weil dort Gewerkschaften verboten sind, sich die selbstproduzierten Produkte gar nicht leisten können. Damit ist China noch viel mehr exportabhängig als Deutschland und Japan und deshalb trifft es China noch viel härter.
Das ist sachlich ganz einfach falsch. Jeder Analyst, den Du dieser Tag befragst, wird Dir sagen, dass China die Krise derzeit besser übersteht als die westliche Gemeinschaft. Einer der Gründe ist, dass China ohnehin vor hatte, seinen Export einzuschränken und die Binnennachfrage anzukurbeln, um sich noch unabhängiger zu machen. Die Finanzkrise hat aus dem "wir sollten mal" ein "wir müssen mal" gemacht. Zudem überschätzen Europäer offenbar gerne ihre Bedeutung als Handelspartner für China. Mit Indien hat China den größten (und künftig wichtigsten) Absatzmarkt direkt vor der Haustür.


http://www.handelsblatt.com/politik/konj...

http://www.aktiencheck.de/artikel/analys...

http://www.rp-online.de/public/article/w...

http://www.welt.de/wams_print/article342...

http://www.welt.de/finanzen/article34221...

http://www.fundresearch.de/index.asp?int...

puster
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

19.04.2009 - 08:28 Uhr
puster

@meander

danke, danke, danke :)


Speichern

Jetzt-Mitglied

klaus-werner-lobo unbekannt

klaus-werner-lobo

ist jetzt-User und hat diesen Beitrag verfasst.

Klaus Werner-Lobo

Hat Beiträge verfasst zu