27.05.2010 - 15:21 Uhr

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Frauen muss Mann erziehen ;-)

Text: Digital_Data

Ganz schön ruhig hier, da muss der Date-Doctor wohl wieder etwas provozieren. Die Überschrift meine ich übrigens genau so, wie es da steht. Zunächst bitte ich hier etwas in einem sueddeutsche.de Artikel zu lesen: Risikoprofile für die Liebe - Psychologen sagen das Eheglück voraus
Männer müssen loben Ehen seien dann besonders stabil, so Gottman, wenn Lob und Kritik in einem Verhältnis von fünf zu eins stünden. Das heißt: Auf eine kritische Äußerung sollten fünf Komplimente folgen. Besonders wichtig ist es, dass dieses 5:1-Prinzip vom Ehemann gewahrt wird. Denn zahlt die Frau weniger auf das "Beziehungskonto" ein als der Mann, wächst dadurch das Scheidungsrisiko nicht zwangsläufig, wie der Psychologe Thomas Bradbury von der University of Los Angeles herausgefunden hat.
Es gibt hierüber bereits viele Untersuchungen, die klar belegen, dass die Beziehung schnell in gefährliches Fahrwasser gerät, wenn der Mann dieses 5:1 Lob-zu-Tadel-Verhältnis unterschreitet, aber das Männer durchaus selbst Ratio von 1:1 akzeptieren. Dass dies allerdings, auch wenn die Beziehung hält, für die Beziehung nicht gut ist, sollte eigentlich jedem einleuchten. Hier wird ja eben von einem Beziehungskonto gesprochen. Wenn einer immer weniger einzahlt, aber mehr abhebt, dann entsteht eine Schieflage in der Beziehung. Dieses Ungleichgewicht gibt es in vielen Bereichen einer Beziehung. Die meisten Männer schenken mehr als ihre Frauen. Bekommt Frau oft Blumen, gibt es selten entsprechende Geschenke in umgekehrter Richtung. Aber selbst, wenn sie nur selten außer der Reihe Blumen bekommt, ist dies ein Mangel, selbst dann, wenn Mann nie Geschenke außer der Reihe erhält. Und auch die Qualität der Geschenke lässt oft zu wünschen übrig. Selbst wenn Männer wirklich einfallsreiche Geschenke machen, kommt meistens nur wenig originelles entgegen. Wie kommt es dazu ? Frauen bekommen von Männern grundsätzlich sehr früh sehr viel Zuwendung. Beim Dating sind Einladungen zum Essen oder zu Veranstaltungen, kleine Geschenke, Komplimente zu ihrem Aussehen oder ihrem Stil, Blumen etc. eine übliche "Masche" der männlichen Verehrer. Frau, und gerade sehr begehrte Frauen, gewöhnen sich daran. Sie gewöhnen sich daran, einfach da sitzen, hübsch auszusehen und dafür eine Menge Benefits zu bekommen. Das ist kein Fehler der Frauen, sie nehmen nur eine Situation, die Männer ihnen bieten, gerne dankend an. Das dauernde annehmen führt aber dazu, dass Frauen genau dieses Verhalten auch in der Beziehung weiter leben. Dieses Verhalten ist aber während des Dates genauso verkehrt wie in der Beziehung. Leider kann man die Männer nur schwer ändern und ihnen erklären, dass es eben falsch ist, einer Frau zu früh zu viel Aufmerksamkeit zu Teil werden zu lassen. Ja manche sind geradezu fixiert von dem Gedanken, Mann müsste eine Frau beim Date um- und versorgen. Was dem Mann, der weiß dass dies falsch ist, bleibt: Er muss seine Partnerin erziehen. Er muss ihr beibringen, dass eine Beziehung ein Gleichgewicht aus Geben und Nehmen braucht. Wenn einer immer viel nimmt, aber wenig gibt, dann ist die Flasche bald leer und einer von beiden wird sagen "Ich habe fertig !" oder er wird versuchen sich die Bestätigung, dass Geben des Anderen wo anders zu holen. Insofern ist die Frage der Frauen: "Was hat sie, was ich nicht habe ?", wenn er fremd ging relativ einfach zu beantworten. "Sie weiß was Geben bedeutet !" Viele Frauen werfen in solchen Situationen ihren Männern dann gerne vor: „Ich habe Dir unsere Kinder geboren !“, „Deine Wäsche gewaschen und gebügelt !“ und „Dir Deinen Haushalt geführt !“. Diese Aussagen zeigen aber nur, dass sie dieses System, von Geben und Nehmen, nicht einmal mehr verstehen. Denn es sind unsere Kinder, unsere Wäsche, unser Haushalt. Geben ist aber etwas selbstloses, etwas von dem man direkt keinen Vorteil hat. Der indirekte Vorteil ist es, der wichtig ist. Digital_Data


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6 Kommentare

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pheonixe
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Mag ich Mag ich nicht

1

12.04.2009 - 20:16 Uhr
pheonixe

Weißt du, ich lese deine Beiträge eigentlich total gerne, weil oft Körnchen Wahrheit darin versteckt sind, die man übersieht, wenn man nur oberflächlich hinschaut und sich auf rein feministische Positionen beschränkt. Allerdings weckt deine Art zu formulieren auf der einen Seite den Verdacht, dass dir deine Rolle als schwarzes Schaf des Kosmos gefällt und du es mit Gewalt auf Provokationen anlegst. Auf der anderen Seite macht es deine Argumentation in sich unlogisch. Du kannst nicht in einem Satz von "Partnerin" und "erziehen" reden. Als Herrchen, der wie ein Hundehalter dressieren möchte, kann man keine Partnerin haben. Mit einer Partnerin kann man allerdings die Gestaltung der Beziehung aushandeln. Ich stimme dir zu, dass ein Gleichgewicht herrschen sollte zwischen Geben und Nehmen bei beiden - keine Frage! Warum versuchst du aber, die Frauen als Wesen ohne Hirn und Herz hinzustellen, die nur die Registrierkasse bedienen und zählen, was von ihren Dates oder Freunden kommt? Und Mann ist der große, schlaue Guru, der ihr mal klarmachen muss, dass sie sich gefälligst auch anzustrengen hat, wenn sie ihn halten will? Hier lässt du jeden Respekt vermissen.

Das mit der Provokation wird klappen.

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

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12.04.2009 - 21:39 Uhr
Digital_Data

@pheonixe

Ich habe hier lange versucht sanft meine Sicht der Dinge zu erklären und wurde von anderen als der Böse hingestellt. Wenn ich also die Rolle des schwarzen Schafes (angeblich) spiele, dann weil ich mit der sanften Erklärung kapituliert habe, weil es nicht funktioniert. Ich hätte den Text auch anders schreiben können, natürlich, er wäre in den Augen vieler trotzdem provokant gewesen. Also was soll's ;-).

Nun zu Deinen Ausführungen. Einen Hund dressiert man, zumindest würde ich das so nennen, einen Hund erzieht man nicht. Denn das Lob des Hundes wird nie freiwillig sein und es wird nie selbstlos sein.

Frauen versuchen auch Männer zu ändern, wenn Du in diesem Zusammenhang ändern nicht mit erziehen gleichsetzt, dann schönst Du die Situation.

Das Wort aushandeln in diesem Zusammenhang ist schon witzig. "Aushandeln" steht natürlich für die gleichberechtigte Beziehung. Du kannst mir ja gerne erklären, wie dieses Aushandlen funktionieren soll. "Wenn Du mich nicht öfter lobst, dann werde ich Dich auch nicht mehr loben ?" - "Soll ich Dich jetzt dafür, dass Du gnädigerweise den Müll rausträgst, loben ?" - Man kann das gar nicht aushandeln, da die meisten Frauen noch nicht einmal verstehen, worum es eigentlich geht, siehe letzter Absatz. Ich habe in diesem Text bewußt nicht reingeschrieben, wie man Frauen erzieht. Auf jeden Fall sitzt sie nicht in der Schulbank vor dem Lehrer.

Auch Kinder und Jugendliche erzieht man, trotzdem würde ich nie sagen, dass sie kein Hirn haben. Wenn man sich falsch verhält, dann muss man erzogen werden, egal welches Geschlecht, egal welches Alter, das gilt für alle. Und Paartherapie ist oft auch nichts anderes, als zwei Menschen zu einem besseren Zusammenleben zu "erziehen".

Digital_Data

thingamajig
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Mag ich Mag ich nicht

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12.04.2009 - 22:45 Uhr
thingamajig

alice schwarzer hat gesprochen. ich habe fertig. danke

riesenherz
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Mag ich Mag ich nicht

0

27.05.2009 - 20:23 Uhr
riesenherz

Ich finde den Begriff und den Inhalt des Begriffes dennoch nicht angemessen. Übrigens auch gegenüber meinem Kind habe ich stets das Experiment gewagt, nicht zu erziehen, sondern Fragen zu stellen, Nähe herzustellen, Reflexion zu befördern.

Klar, viele Beziehungen scheitern ganz schnell, wenn das mit dem Geben und Nehmen nicht ausgeglichen ist, oder von dem einen oder anderen nicht als ausgeglichen empfunden wird.
Aber gerade die aufklärerische, emanzipatorische Haltung, die kleinen Geschlechterunterschiede nicht anzuerkennen, sondern sie fiktiv zugunsten einer völligen Gleichwertigkeit zu behandeln, wird das Ziel, Geben und Nehmen pari zu halten, eher erreichen.

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

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28.05.2009 - 14:45 Uhr
Digital_Data

@riesenherz

Wo fängt denn erziehen an ? Wenn ich jemand beibringen will, die Zahnpastatube zu schließen oder die Socken nicht überall rumliegen zu lassen, ist dass dann keine Erziehung ? Und selbst wenn Du nur Fragen stellst, tust Du das doch mit einem Ziel und ideses Ziel ist zu einem anderen Umgang oder Verhalten zu bringen (oder erziehen).

Ich nehme gerne Beispiele aus der Filmgeschichte, da die jeder kennt. Red Butler erzieht sie in "Vom Winde verweht" nicht, dass Ergebnis ist für beide schlecht. Ich halte es für schlecht, dass die beiden nicht zusammen kommen, nur weil sie ein vezogenes Gör ist, mal etwas übertrieben. Sollte man da nicht einwirken ? Es wäre dann wohl für beide besser.

Das ist eine schweirige Frage und die muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Aber lasse ich eine absolute Traumfrau, die ich liebe ziehen, nur weil sie schlecht erzogen ist und manche Dinge einfach falsch macht ?

Digital_Data

hinez
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Mag ich Mag ich nicht

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22.01.2010 - 02:15 Uhr
hinez


Es gibt hierüber bereits viele Untersuchungen, die klar belegen, dass die Beziehung schnell in gefährliches Fahrwasser gerät, wenn der Mann dieses 5:1 Lob-zu-Tadel-Verhältnis unterschreitet, aber das Männer durchaus selbst Ratio von 1:1 akzeptieren. Dass dies allerdings, auch wenn die Beziehung hält, für die Beziehung nicht gut ist, sollte eigentlich jedem einleuchten.


Hast du das auch aus dem Artikel den zu zitierst, oder ist das eine eigene Annahme? Meine eigene Erfahrung ist nämlich anders.
Bei mir und meiner Freundin kommt das Verhältnis (5:1/1:1)
ziemlich genau hin. Ich "lobe" sie also deutlich mehr als sie mich. Trotzdem habe ich das Gefühl, in einer gesunden Beziehung zu leben. Vielleicht bin ich ja unsensibler als andere Männer, aber ich glaube so ein Verhältnis ist in den meisten Partnerschaften nicht unüblich.


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