12.04.2009 - 03:12 Uhr

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Lieblingslieder 0

Text: ZimtZucker

Ich liebe Musik. Dass die Aussage ungefähr den selben Informationsgehalt hat wie "Frühstück am Morgen find ich gut." ist mir bewusst. Leute die Musik grundsätzlich nicht mögen schubsen auch kleine Kinder vom Nachttopf, ganz sicher. Mir sind schon Schulterzucker mit musikalischer Egal-Haltung suspekt... Ich brauche -mal mehr, mal weniger leider- ständig Beschallung. Das Bedürfnis nach Stille habe ich eher selten. Überhaupt bin ich ein ziemlich anstrengender Musikkonsument. Meine Mitbewohner, Familie und Freunde sind nicht grade unglücklich darüber, dass mir momentan Zeit und Geld für ein eigenes Instrument fehlt. Viel stressiger als die Stetigkeit meines lebensbegleitenden Soundtracks ist aber die Sache mit den Lieblingsliedern. Lieblingslieder sind eine wunderwunderschöne Sache. Vor allem die dauerhaften All-time-favourites. Großspurig behaupte ich gerne solche Songs schon bei der ersten, oft noch zarten Berührung zwischen Gitarrensaite und Plektron zu erkennen. Wahschreinlich ist das Quatsch oder zumindest nur wenigen "Wetten-dass-Kandidaten" vergönnt und ziemlich sicher nicht mir mit meinem eher unterdurchschnittlichem Gehör. Aber nach dem ersten Takt bin ich voll dabei! Das ist der Moment in dem mich beim Feiern ekstatische (Tanz-)Freude und uferloses Wohlwollen dem DJ gegenüber überkommt, ich selbst morgens um sieben unter meiner behaglichen Kopfhörerblase in der U-Bahn ein Lächeln in mein Gesicht malen kann, sich meine vom Alltag verkrampfte Mimik entspannt...ein verdammt schöner Augenblick! Solche oft jahre- bis jahrzehntelang gepflegte Lieblingslieder sind ein Stück Heimat. Heimat bezieht sich in dem Fall auf die Welt in meinem Kopf. Klingt irre, aber wenn ein geographisches Zuhause grade nicht verfügbar ist, helfen 4 Minuten Musik manchmal ganz enorm. Schon bin ich wieder mittendrin in der Schwärmerei. Dabei soll es hier zukünftig in unregelmäßigen Abständen um die "anderen Lieblingslieder" gehen, zumindest meistens. Die wirklich anstrengenden Lieblingslieder, die Temporären, die die mich irgendwann selbst nerven. Lieder in die ich mich Hals über Kopf heftig verliebe. Lieder die süchtig machen. Lieder die schön anstrengend sind, wie das mit stürmischen Hals-über-Kopf-Beziehungen halt so ist. Musikalische Exzesse lebe ich ungehemmt aus. Problemlos kann ich ein wirklich gutes Lied 20, 30 Mal hintereinander hören. Irgendwann hab ich sie mir in der Regel dann tatsächlich satt gehört...für eine gewisse Zeit. Wie das bei stürmischen Affären eben so ist gebe ich mich dem leidenschafltichen Exzess rauschaft hin, bis irgendwann die Ernüchterung kommt und mir das Lied einfach nicht mehr den selben Kick gibt wie Früher. Dann geh ich ihm erst mal aus dem Weg. Wenn wir uns begegnen fühl ich mich manchmal auch ein bisschen peinlich berührt. Irgendwann freue ich mich aber wieder, wenn wir uns zufällig treffen. Damit all diese klangvollen Affären nicht einfach in der Versenkung verschwinden, widme ich ihnen hier ab jetzt (na gut, ab "demnächst") immer mal wieder ein wenig Aufmerksamkeit...und freu mich auf Kommentare von leidenschaftlichen Leidensgenossen!


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MiezzeEisenhertz
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Mag ich Mag ich nicht

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12.04.2009 - 08:12 Uhr
MiezzeEisenhertz

Ich freu mich darauf...

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