Zum Beispiel die Erneuerung der Politik
Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, in "Uns gehört die Welt!" erklärt er Macht und Machenschaften von Konzernen - für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo Wirtschaft plastisch. Heute erkundet er Alternativen zum Kapitalismus.
„Die Erneuerung der Inhalte der Politik ist der Königsweg zur Erneuerung der Macht der Politik“, sagt der Soziologe Ulrich Beck. „Es gibt also nicht nur einen idealistischen, sondern auch einen machtstrategischen Idealismus.“ Heute möchte ich zehn Vorschläge machen, wie wir mithilfe von Politik und Demokratie den Grundprinzipien Freiheit, Gleichwertigkeit und Geschwisterlichkeit wieder den Vorrang vor Ausbeutung und Profitstreben geben könnten. Wem das zu utopisch klingt, der sei daran erinnert, dass bis vor wenigen Jahrzehnten auch Dinge wie Demokratie, Frauenwahlrecht, Gewerkschaftsrechte, Schwulenrechte oder ökologische Mindeststandards Utopien waren. 1. Freiheit schaffen! Kein Mensch darf in seiner Freiheit, zu kommen, zu gehen oder zu bleiben, eingeschränkt werden. Niemandem darf verboten werden, egal wo, wie und mit wem zu leben, - es sei denn, um im Rahmen demokratisch gefasster Rechtsnormen zu verhindern, dass er oder sie die Freiheit oder Sicherheit anderer gefährdet. Viel mehr als für Kapital und Waren müssen Grenzen vor allem für Menschen offen sein. 2. Ungleichheit begrenzen! Grenzenloser Reichtum schafft Armut, Umweltzerstörung und Machtmissbrauch und macht fast niemanden glücklich. Wenn kein Mensch mehr als zum Beispiel das 20-fache eines anderen bzw. des gesetzlichen Mindestlohns verdienen darf, und sich keine Privatperson mehr als eine maßvolle Obergrenze an Vermögen aneignen kann, erhöht das den Wohlstand für alle und ermöglicht die gleichberechtigte Teilnahme an demokratischen Prozessen. 3. Solidarität belohnen! Erziehung, Schule, Wirtschaft und politische Institutionen müssen geschwisterliches und solidarisches Verhalten vorleben und belohnen. Statt Konkurrenz und Ellbogentechnik werden in den Lehrplänen, bei der Vergabe öffentlicher Mittel und in der Gesetzgebung Großzügigkeit, Kreativität, Eigenverantwortung, ökologisches Bewusstsein, Respekt und Mitgefühl gefördert. 4. Diskriminierung verhindern! Jeder Mensch hat das Recht, anders als andere zu sein und zu leben, und die Pflicht, andere in ihrer Unterschiedlichkeit zu respektieren. Vielfalt in all ihren Aspekten, insbesondere die Vielfalt von Meinungen, aber auch der Erhalt ökologischer Vielfalt, wird aktiv gefördert. Diskriminierung, egal ob sie sich wirtschaftlich, politisch, kulturell oder emotional äußert, wird ebenso wie grausames Verhalten gegenüber anderen Lebewesen oder der Umwelt sanktioniert. 5. Demokratie stärken! Nationalstaaten verlieren an Bedeutung. An ihre Stelle treten einerseits regionale Verwaltungseinheiten ( z.B. Gemeinden, Landkreise, Bezirke). Diese lösen gesellschaftliche Aufgaben unter Beteiligung aller dort gerade lebenden Menschen jeder Altersstufe, die zur Mitbestimmung ermutigt werden sollen. Nur was hier nicht lösbar ist – allen voran global wirksame Sozial-, Menschen- und Umweltrechte sowie multilaterale Verteilungsfragen und Konflikte –, wird andererseits von übernationalen Institutionen wie der EU und UNO geregelt, die dafür demokratisiert und gestärkt werden müssen. 6. Grundversorgung für alle! Lebenswichtige Bereiche stehen allen zur Verfügung und werden von den NutzerInnen demokratisch mitgestaltet: Jeder Mensch hat unabhängig von Status und Herkunft Zugang zu qualitätsvollen Einrichtungen wie Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur, öffentlichen Räumen und Infrastruktur, Kommunikation, Information und Natur sowie das Recht auf Grundsicherung und Rente. 7. Steuergerechtigkeit schaffen! Um dies finanzieren zu können, werden Vermögen und Einkünfte aus Kapitalbesitz mindestens so hoch besteuert wie Einkommen aus Arbeit. Alle Einkommen einer Person werden zusammengerechnet und gemeinsam einer progressiven Einkommenssteuer unterworfen: Wer mehr hat, zahlt mehr fürs Gemeinwohl. Finanztransaktionen werden reguliert und besteuert, Steueroasen geschlossen. 8. Soziale und ökologische Kostenwahrheit herstellen! Alle Kosten für mögliche Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsschäden, die ein Produkt verursachen kann – von der Herstellung bis zur Nutzung und Entsorgung – werden nach dem Verursacherprinzip in den Preis dieses Produktes eingerechnet. Das macht Ausbeutung sowie schädliche Technologien, Güter und Transporte teuer, während nachhaltige, faire und regionale Wirtschafts- und Energieformen billiger werden. 9. Verbindliche Regeln für den Welthandel definieren! Für global gehandelte Rohstoffe, Produkte und Dienstleistungen gelten verbindliche Regeln des fairen Handels: internationale Arbeits-, Umwelt- und Menschenrechte, Steuer- und Antikorruptionsgesetze. Wer sich nicht daran hält, muss sich vor internationalen Gerichten verantworten. 10. Gemeinwohl statt Profitgier! Als Ziel wirtschaftlicher Tätigkeit muss das allgemeine Wohl, nicht der maximale Gewinn von Einzelnen definiert werden – ähnlich wie im Fairen Handel oder bei gemeinnützigen Vereinen. Das nützt allen – UnternehmerInnen, Beschäftigten, KonsumentInnen und der Umwelt. Gesetze und Steuersysteme belohnen soziales und umweltverträgliches Verhalten sowie die demokratische Mitbestimmung in Unternehmen. ******
- Zum Beispiel: Aktiv werden 12.06.2009
- Zum Beispiel Rinderzucht: Kühe, die subventionierten Klimakiller 05.06.2009
- Zum Beispiel: Das gute Image der Konzerne - und wie leicht es leidet 29.05.2009
- Zum Beispiel Festung Europa: Wie Italien Bootsflüchtlinge umschifft 15.05.2009
- Zum Beispiel Spaß: Subversiver Humor ist der beste Protest 07.05.2009
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dahinter verbirgt sich für mich ein totales unverständnis der bestehenden sozialen, politischen und vorallem ökonomischen verhältnissen. jugentliche kann man damit vielleicht noch begeistern aber nicht menschen die ernsthaft eine politische verbesserung der gesllschaftlichen verhältnisse anstreben.
zu "2. ist das gegenteil von freiheit", Geld bedeutet leider auch Macht und die Macht, die durch Geld erreicht wird, ist nicht demokratisch erreicht. Insofern schließen sich Demokratie und Macht durch Geld aus. Übrigens auch so ein kardinalfehler der Tauschwährung Geld. So lange dieses Problem nicht anderweitig gelöst ist, muss Geld, damit es die Demokratie nicht schädigt, geächtet werden. Andere Vorschläge sind gerne willkommen.
Ich denke aber, dass die derzeitige Wirtschaftskrise einen großen Teil dieses Problemes ganz automatisch lösen wird ;-).
Digital_Data
03.04.2009 - 21:13 Uhr
reVolution20xx
reVolution20xx sagte:
Hartz IV Empfänger bekommen glaube ich 1,6 Euro oder so im Monat für Bildung..
Kultur meinte ich.. aber auch in der Bildung hat derjenige, der mehr Geldmittel besitzt klare Vorteile
reVolution20xx sagte:
Hartz IV Empfänger bekommen glaube ich 1,6 Euro oder so im Monat für Bildung..
Ah, und das geben die dann für das teure Schulgeld aus, schon klar, das reicht nicht.
03.04.2009 - 21:19 Uhr
fraeuleiningeborg
reVolution20xx sagte:
reVolution20xx sagte:
Hartz IV Empfänger bekommen glaube ich 1,6 Euro oder so im Monat für Bildung..
Kultur meinte ich.. aber auch in der Bildung hat derjenige, der mehr Geldmittel besitzt klare Vorteile
Ach so, gut.
Das ist mit Sicherheit so, wer mehr Geld hat, hat in allem Vorteile. Aber seien wir doch mal ehrlich, so dramatisch ist das hier nicht. Man kann mit Sicherheit darüber diskutieren, ob Hartz IV reicht und ob jetzt 1,60 € für Kultur genug ist undsoweiter. Mit geht´s aber mehr um das grundsätzliche System.
Wenn das mit der Wirtschaftskrise so läuft, wie ich das erwarte, dann werden noch viel mehr in den Genuss der Grundversorgung von 1,60 Euro für Kultur kommen. Und dann wird es das grundsätzliche System sein.
Digital_Data
fraeuleiningeborg sagte:
Man kann mit Sicherheit darüber diskutieren, ob Hartz IV reicht und ob jetzt 1,60 € für Kultur genug ist undsoweiter. Mit geht´s aber mehr um das grundsätzliche System.
Mh, es ist doch das grundsätzliche System: Das für Kultur bezahlt werden muss. Freier Eintritt zu Bibliotheken und Museen wäre weitaus wichtiger als das einige elitäre Studenten beitragsfrei studieren dürfen.
Meander sagte:
....
Mh, es ist doch das grundsätzliche System: Das für Kultur bezahlt werden muss. Freier Eintritt zu Bibliotheken und Museen wäre weitaus wichtiger als das einige elitäre Studenten beitragsfrei studieren dürfen.
Fuer die These, dass es geschickter waere den 5000aermsten Kindern in einer Stadt ein oder zwei Buecher pro Jahr zu schenken anstelle sich ein hochsubventioniertes Theater fuer Besserverdienende zu leisten wurde ich von den versammelten "irgenwas mit Medien" Leuten bei einer Diskussion der Gruenen Jugend in meiner Heimatstadt fast gesteinigt.
schade eigentlich, dass du mit diesen meinungen sicher ganz arg isoliert bist in einer gesellschaft, in der sicher die meisten gegen steuergerechtigkeit und gegen freiheit etc. sind.
04.04.2009 - 13:15 Uhr
rekwiem
1. Mein Nachbar gefährdet meine Freiheit, um 3 nachts die Musik mal richtig laut aufdrehen zu dürfen. Finde, da müsste man mal was tun.
2. Gesetzlicher Mindestlohn und damit auch gesetzliche Oberschranke... schön, für Eizelpersonen, aber was gilt im Falle von Konzernen, im Falle von von Einzelpersonen geführten Firmen usw. Man kann das doch nicht alles gleichzeitig beschränken. Gibt ja auch keine Umsatzgarantie für Firmen... Außerdem, als Randbemerkung, ein gestzlicher Mindestlohn ist für die Arbeitenden (vielleicht) toll, aber keine Beschäftigungsgarantie.
3. Fördere Großzügigkeit durch Gesetzgebung... ahja. Kreativität bedeutet doch automatisch Ellenbogen - etwas anders machen als andere eben. Respekt und Mitgefühl bei der Vergabe öffentlicher Mittel. Irgendeiner muss immer den kürzeren ziehen, da die Mittel trotz Großzügigkeit sehr beschränkt sein werden.
4. Die Vorstufe zum Bespitzelungsapparat zur Eindämmung von Diskriminierung. Dann eher noch ähnlich wie in 3 das Bewusstsein stärken.
5. Mehr direkte Demokratie also. Angenommen, in einem Staat gibt es schon Demokratie. Aber wie setzen sich die übernationalen Überwachungsgremien zusammen, wenn nicht nur Demokratien daran teilhaben? Oder wollen wir die Andersdenkenden da einfach diskriminieren und nicht am Wohlstand teilhaben lassen?
6. Demokratische Mitgestaltung... was ist hier gemeint bitteschön? Generelle Grundversorgung... die meisten müssen heute schon hart dafür arbeiten, um das System und die Eigenexistenz mit nicht viel mehr als diesem zu ermöglichen. Und das gibts dann ab sofort gratis? Von wem?
7. Ah, Kapitalbesitz und Einkommen. Nuja. Ist Grund- oder Immobilienbesitz Kapitalbesitz? Sind Patente Kapitalbesitz? Sind Firmen Kapitalbesitz der Eigner? Sind Sparer als Feder gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen auf einmal nicht mehr erwünscht? Diejenigen, die Produkte noch zu billigeren Preisen kaufen können, wo andere kein Geld mehr haben, und damit das System wieder ankurbeln? Brauchen wir ja nicht, Konsumgutschein und Abwrackprämie sei Dank.
8. Ich kann mit eine Kilogramm Arsen, Silizium oder Lithium so viel Schaden anrichten, dass dieser nicht bezahlbar wäre. Sollen diese nun unbezahlbar werden? Sogar ein Liter Wasser an falscher Stelle kann unbezahlbaren Schaden hervorrufen...
9. Wenn sich die Weltgemeinschaften mal auf ein entsprechendes Überwachungsgremium einigen kann, das die geeignete Macht zur Sanktion in Nationalsturkturen hinein hat... vorausgesetzt 5.
10. So sehen also die Alternativen aus... gekappter Kapitalismus der sich aber bitteschön noch nach den Regeln des freien Kapitalismus verhalten soll, damit das alles funktionieren kann. Wohl nicht.
langwyle sagte:
herr lobo sollte vorallem erklären WER denn bitteschön das ganze kontrollieren und ueberwachen darf, welche macht diese instanz haben muss um die aufgeführten ziele umsetzen zu können, und wie es dann mit der FREIHEIT aussieht.
Na der Staat wird doch auch nicht müde ständig zu kontrollieren, ob wir in ein anderes Land dürfen, was wir dort machen dürfen (Thema Arbeiten) oder wie viel und welche Produkte wir aus diesem Land wieder mitbringen dürfen. Ist das diese Freiheit, die Du meinst ?
Merke, die Freiheit für den Normalbürger hört immer dann auf, wenn Interessen des Staates (meistens Steuern) oder der Wirtschaft (meistens Gewinn oder Arbeitnehmerausbeutung) tangiert werden. Und dann wird nur zu gerne kontrolliert und kein auch noch so hirnrissiger Aufwand gescheut.
Digital_Data
04.04.2009 - 15:11 Uhr
Digital_Data
Du redest Müll, sorry für die harten Worte. Aber z.B. in Punkt 8 schädliche Stoffe vor Regress auszunehmen, weil es sonst nicht bezahlbar wären, ist Müll. Das Problem haben wir ja schon bei den Kernkraftwerken, die Versicherungssummen jenseits von Gut und Böse haben. Jedes Auto muss heute mit 7,5 Mio. versichert sein, rechnet man alleine die Versicherungssumme der Autos in einem möglichen betroffenen Atomraftwerksunfallsgebiet hoch, da wäre das ein Vielfaches. Und die Entsorgung übernehmen wir alle dann und die Konzerne verdienen sich ne dumme Nase. Man könnte das sehr einfach Regeln, in dem die Haftung auf die Aktienbesitzer durchgreift. Dann wäre dies schnell in die Aktienkursen mit eingerechnet. Wenn dann die Aktienbesitzer plötzlich für eine Exxon Valdez zur Kasse gebeten werden würde, dann würden sich die Standards schnell auf einem hohen Niveau einpendeln. Eigentum verpflichtet, wie es so schön in unserem Grundgesetz heißt, aber nicht durchgeführt wird.
Digital_Data
Es lohnt sich deshalb nicht gleich alles nicht mehr, es gibt fast immer Alternativen, aber wenn die giftige Variante billiger ist, dann überlegt keiner nach einer nicht giftgien Variante. Ich erinnere nur an Blei im Benzin, dass war nur deshalb drin, weil die Industrie nicht 50 Euro pro Motor in gehärtete Ventilsitze investieren wollte. Heute schreit kein Hahn mehr nach diesen gehärteten Ventilsitzen. Wenn aber gerade auch die Anleger sich einem Haftungsrisiko ausgesetzt sehen, dann wird die Frage ob Blei oder nicht deutlich eher beantwortet und man braucht keine Gesetze. Aber der Anleger will Dividende bei Gewinnen, aber keine Zahlungen bei Verlusten, keine Haftung bei Risiken etc. Dann ruft man nach dem Steuerzahler. Was ist das für eine Beteiligung ?
Digital_Data
Im Gegenzug dazu haben wir im Moment ein absolut kurzfristiges denken (nach mir die Sintflut) bei dem die Unternehmen auf absolutem Niederigstniveau agieren und von der Politik für jede minimale Verbesserung mit Gesetzen gezwungen werden müssen.
Digital_Data
05.04.2009 - 00:24 Uhr
Digital_Data
Es gibt derzeit viele Bereiche in denen die Risiken überhaupt nicht berücksichtig werden, sondern nur nach dem Profit gehandelt wird. Gentechnology, Atomkraft, Autmobilbau, Computerindustrie. Alleine in der Automobilindustrie könnte eine erweiterte Produkthaftung automatisch zu sparsameren und vor allem umweltfreundlicheren Autos führen. Heute kalkuliert ein Automobilkonzern die möglichen Unfälle und Regressforderungen gegen den Gewinn und überlegt dann, ob ein Rückruf billiger kommt oder nicht. Das ist schlicht menschenverachtend, aber das System fordert so ein Verhalten gerade zu. Weil eben nur der Gewinn zählt. Wenn der Regress aber auf den Aktionär durchgreift, dann sind ganz andere Pflichten der Offenlegung nötig und ein Konzern wird es sich dreimal überlegen, ob er sich den Rückruf spart, denn das hat sofort Auswirkungen auf den Aktienkurs.
Digital_Data
Dass die Kommentare von ausgesprochen wenig Fantasie zeugen, werden die Kommentierenden schon selbst geahnt haben.
JedeR, die/der beginnt, das eigene Leben auf solche Regeln zu verpflichten und das eigene Handeln danach auszurichten, verändert die Welt zum Positiven.
Dass die Häme und die Aggression, die hier zum Teil deutlich wird, eher der Angst vor dem Teilen geschuldet sind, darf vermutet werden.
Es ist natürlich einfach sich immer damit rauszureden, dass eine Idee zu utopisch ist. Es wurde ja bereits von anderen (Boss von Trigema) angemerkt, dass es eigentlich nicht sein kann, dass die Haftungsart keine Auswirkungen auf die Steuer haben. Also eine GmbH, die theoretisch mit 50.000 Stammkapital hafted oder eine LTD. bei der es noch viel weniger ist, zahlt genauso viel Steuern, als eine Firma bei der der Eigentümer mit seinem gesamten Privatvermögen haftet. Das ist jetzt schon nicht zeitgemäß, denn es muss schon heute kein Abwägen durchgeführt werden, sondern man entscheidet sich für die "billigste" Lösung schlecht hin.
Wir müssen uns erst einmal darüber klar werden, dass der Anleger sein Geld theoretisch sogar mit einer Firma verdienen kann, die Kinderpornos vertreibt. Er kann sich drauf rausreden, dass er es nicht wußte, die Firma mußte das nicht veröffentlichen und alle feiern ihr Einkommen. Das ist jetzt etwas überspitzt, aber im Prinzip genau das, was gerade in der Finanzkrise abläuft. Alle haben Gewinne mit dubiosen Geschäften erwirtschaftet und nach mir die Sintflut.
Digital_Data
Bastiat, der franz. Oekonom und sein Werk 'Was man sieht und was man nicht sieht' ist hier dringenst zu empfehlen.
Das mit den angeblich ausbleibenden Autorückrufen, von wegen Versicherungshaftung und so, gibts dafür eigentlich einen Beleg oder verwechselt digi Fight Club mit der Realität?
Zu dem Thema Auto und ausbleibende Rückrufe kannst du dir ja mal das hier zu Gemüte führen:
http://www.lambounfall.de/lamborghini_mu...
DagnyTaggart sagte:
Ist der Spruch 'There is no such thing like a free lunch' schon gefallen? 'Freie Bildung, Bibliotheken, etc. pp.' sind eine Illussion, denn diese Dinge werden bezahlt. Nur vielleicht nicht von denen, die diese Dinge nutzen oder die Nutzer merken nicht, wo und wie viel sie dafuer eigentlich bezahlen muessen.Bastiat, der franz. Oekonom und sein Werk 'Was man sieht und was man nicht sieht' ist hier dringenst zu empfehlen.
Das könnte ich Dir jetzt auch sagen. Wo kriegen denn die Firmen ihre Facharbeiter her ? Aber was man nicht sieht, ist nicht wichtig.
Indirekte Bezahlung ist grundsätzlich schlecht, da dort a) Schwund erzeugt wird und b) Ineffektivität nicht richtig verhindert wird. Es gibt aber viel schlimmere Beispiele von indirekter Bezahlung und den damit verbundenen Auswüchsen, z.B. Sportrechte, Werbung, Filmrechte.
Digital_Data
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B14953...








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03.04.2009 - 19:35 Uhr
Shorebilly
2. ist das gegenteil von freiheit.
3. ist inhaltsleer.
4. ist ok.
5. auch ok, wenn man diesen unmoralischen, illegitimen und handlungsunfaehigen uno-verein da raushaelt.
6. teilweise wuenschenswert, teilweise uebertrieben. bezahlbar eher nicht.
7. haben wir doch schon. stattdessen sollte man die steuerungleichheit lieber drastisch senken.
8. wer macht das, die grosse staatliche wirtschaftsplanungskommission?
9. regeln fuer den welthandel gibt es bereits. das meiste was hier gefordert wird kann den einzelstaaten aber keine "externe macht" (wer denn auch, die uno etwas???) vorschreiben.
10. nuetzt gar keinem, fuehrt nur zu mehr ineffizienz und richtet somit nur schaden an.