29.03.2009 - 18:30 Uhr

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Rapper Kaas: "Ich hätte es den Leuten gerne erklärt"

Text: daniel-schieferdecker

Mit seinem Album "Amokzahltag" geriet der Rapper Kaas in die Kritik. Jetzt äußert er sich erstmals

jetzt.de: Wie hast du von den Vorfällen von Winnenden erfahren? Kaas: Ich war Zuhause, habe meiner Mutter von einer intensiven Unterredung über Gott erzählt, die ich am Abend zuvor mit einem guten Freund geführt hatte, als plötzlich das Telefon klingelte. Ein Kumpel war dran und hat mir aufgebracht davon erzählt. Ich konnte das gar nicht richtig begreifen. Das war so nah. Ich stand unter Schock.
jetzt.de: Hast du den Amoklauf sofort in Kontext zu deinem Song gesetzt? Kaas: Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob jemand das Lied falsch verstanden haben könnte - so wie es mir von einigen Medien unterstellt wurde. Ich hätte den Leuten gerne erklärt, dass meine Intention darin lag, Menschen mit meinem Stück aus einer schlimmen Lebensphase herauszuhelfen. Aber das hat niemanden interessiert. Ich hätte gerne das Gespräch mit den Leuten gesucht, aber in dieser sensiblen Anfangszeit direkt nach der Bluttat gab es dafür keinen Raum. Da ging es erst einmal um ganz andere Dinge. Deshalb haben wir uns zunächst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lediglich eine Pressemeldung rausgegeben. jetzt.de: Warst du erschrocken darüber, wie schnell die Medien deinen Song und dein Video auf dem Plan hatten? Kaas: Absolut. Ich verstehe aber auch das mediale Interesse daran und finde es völlig in Ordnung, dass man das Video kritisiert oder nicht gutheißt. Aber ich war von der vollkommen einseitigen Darstellung enttäuscht. Besonders von vermeintlich seriösen Formaten wie "Hart aber fair" in der ARD. Dort hat niemand erwähnt, dass am Anfang des Videos ein Text eingeblendet wird, der meine Beweggründe für den Song erläutert. Dort hat niemand nach meinem Albumkonzept gefragt, in dem es um Nächstenliebe und Frieden geht. Dort hat auch niemand ein Interview von mir gelesen, in dem ich die Zusammenhänge des Songs jedes Mal ausführlich erklärt habe. Ich fand es schade, dass die Informationspflicht der Medien scheinbar nicht für die Redakteure selbst gilt. jetzt.de: In besagter "Hart aber fair"-Sendung am Abend des Amoklaufs wurde ein zwanzigsekündiger Ausschnitt deines Videos gezeigt, woraufhin ein anwesender CDU-Politiker es als "gewaltverherrlichend", "schwer jugendgefährdend" und "Dreck" bezeichnete. Was hättest du ihm darauf entgegnet, wenn du da gewesen wärst? Kaas: Ich hätte ihm gerne das ganze Video gezeigt, ihm den Kontext erklärt und meine Absichten genannt. Und danach hätte ich ihn gerne noch mal nach seiner Meinung gefragt. jetzt.de: Du bist nicht der erste, der einen Song über das Thema "Amoklauf" gemacht hat. Dennoch sind in deinem Text Parallelen zu den Vorfällen von Winnenden nicht von der Hand zu weisen: Du beschreibst den Täter als 17-Jährigen, skizzierst in einer Strophe eine Form von Frauenhass und dann passiert das Ganze auch noch in deiner unmittelbaren Nähe. Kaas: Ich habe einen fiktiven Amoklauf in Reimen beschrieben und mich dabei an vergangenen Geschehnissen und entsprechenden Täterprofilen orientiert, die alle sehr ähnlich sind: Pubertierende männliche Außenseiter. Ich habe mir Gedanken über die Motive eines potenziellen Amokläufers und seine psychischen Probleme gemacht und diese mit eigenen Vorstellungen kombiniert. Ich habe keine Form des Frauenhasses skizziert, sondern einen Fall von abgewiesener Liebe. Aus meinen eigenen, teilweise unschönen Erfahrungen und depressiven Phasen, besonders während meiner Schulzeit, kann ich mich vielleicht sogar ansatzweise in die nihilistische Gefühlswelt solcher Menschen denken. Aber die wirkliche Tat in Winnenden habe ich als viel kälter empfunden, als ich es mir je hätte vorstellen können. jetzt.de: In den Interviews anlässlich deiner geplanten Album-Veröffentlichung stand auch immer wieder zu lesen, dass du in letzter Zeit verstärkt zur Religion gefunden hast. Hat dir das in dieser schwierigen Zeit geholfen? Kaas: Auf jeden Fall. Das bereits anfangs erwähnte intensive Gespräch über Gott am Vorabend des Amoklaufs hat mir überhaupt erst die nötige Kraft gegeben, diese Situation durchzustehen. Ich habe auch mit meinem Pfarrer gesprochen, der mich in meiner Ansicht bestärkt hat - und das deckt sich mit den Texten die ich zu dem Thema gelesen habe - dass ein Song niemals der Grund für so eine schreckliche Tat sein kann. jetzt.de: Dein Album hätte eigentlich am 20. März erscheinen sollen, nun wurde die Veröffentlichung bis auf Weiteres verschoben. Sind die erwähnten Lösungsansätze darauf nachhörbar? Kaas: Eher nachfühlbar, denn die Direktheit hat mir damals noch gefehlt. Wie wichtig es ist, dass man bestimmte Dinge ganz deutlich aussprechen muss, das habe ich erst in den letzten Wochen gelernt. jetzt.de: Wird es auf deinem Album Veränderungen geben, wenn es irgendwann erscheinen wird? Kaas: Ja, vermutlich. Ich habe den Song ja auf der Platte haben wollen, um die Leute damit auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen. Nun wurden wir aber vom wahren Leben eingeholt, deshalb braucht es das Lied erst einmal nicht mehr - zumindest so lange nicht, bis die Leute vielleicht wieder eingeschlafen sind. Eigentlich müssten alle Leute nach diesem Vorfall sowieso aufstehen und endlich den Mut aufbringen, sich gegenseitig mit Nächstenliebe zu begegnen. Liebe ist die Lösung. Eigentlich ist alles so einfach. Aber gleichzeitig eben auch so schwer. jetzt.de: Würdest du den Song und das dazugehörige Video noch einmal genau so veröffentlichen, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest? Kaas: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich versuchen, Tim K. aufzusuchen und ihn fragen, wie es ihm geht. Ich würde mal mit ihm sprechen und versuchen, ihn aus seiner Depression herauszuholen und seine Gemütslage zu verstehen. Denn wenn das im Vorfeld mal jemand gemacht hätte, hätte man vielleicht einiges verhindern können. Mehr über den Amoklauf und seine Folgen auf jetzt.de


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garamond
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Mag ich Mag ich nicht

-21

29.03.2009 - 19:39 Uhr
garamond

wieso gibt jetzt.de diesen 16-jährigen zukünftigen hartz5-empfängern ständig ein forum?

bobbylashley
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Mag ich Mag ich nicht

-8

29.03.2009 - 19:48 Uhr
bobbylashley

weil du uncool bist homie :D

manic
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Mag ich Mag ich nicht

5

29.03.2009 - 22:12 Uhr
manic

also ich habe bei " habe meiner Mutter von einer intensiven Unterredung über Gott erzählt, die ich am Abend zuvor mit einem guten Freund geführt hatte," aufgehört zu lesen.

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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Mag ich Mag ich nicht

-5

29.03.2009 - 22:18 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

"Ich habe keine Form des Frauenhasses skizziert, sondern einen Fall von abgewiesener Liebe."

Aber sicher doch.

FCKYU
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Mag ich Mag ich nicht

5

30.03.2009 - 00:52 Uhr
FCKYU

Also ich fand das Interview gut. Der Typ hat nicht nur Köpfchen sondern spricht auch aus seiner eigenen Erfahrung ein wichtiges Thema an.

@ garamond: Sind Künstler für dich pauschal Hartz 4 Empfänger? Und wenn ja sind das schlechtere Menschen als Menschen mit Arbeit?

@ EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen: Hast du dir das Lied eigentlich angehört?

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 02:02 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

@FCKYU
Ich hab mir den Songtext durchgelesen.

Jollscherl
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Mag ich Mag ich nicht

2

30.03.2009 - 08:19 Uhr
Jollscherl

manic sagte:
also ich habe bei " habe meiner Mutter von einer intensiven Unterredung über Gott erzählt, die ich am Abend zuvor mit einem guten Freund geführt hatte," aufgehört zu lesen.


da war ich auch kurz davor. hab mir aber dann gedacht: lieste mal weiter, vielleicht gibts ja was zu lachen.
aber im endeffekt... ich weiß nicht. an und für sich mag da schon was wahres dran sein an seinen aussagen, aber ich werd das gefühl nicht los, dass sich hier einer rausreden will.

sosoaha
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Mag ich Mag ich nicht

2

30.03.2009 - 10:05 Uhr
sosoaha

Jollscherl sagte:
...,aber ich werd das gefühl nicht los, dass sich hier einer rausreden will.


Ich werd das Gefühl nicht los, dass hier einer was verkaufen will.

TinoForce
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Mag ich Mag ich nicht

4

30.03.2009 - 11:07 Uhr
TinoForce

Kaas ist da auf recht dumme art und weise reingeraten. ich halt viel von ihm und das wird auch so bleiben.

m0n0
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Mag ich Mag ich nicht

7

30.03.2009 - 12:20 Uhr
m0n0

Man kann von dem Song halten was man will, Fakt ist, er steht nicht in dem zusammenhang, in dem er von den Medien gerückt wird. Das selbst die alte Lokaljournalisten-Faustregel ein Thema - mehrere differierende Stellungnahmen bei Plasberg nicht mehr gilt und der gute Mann vor einem Millionenpublikum als Kronzeuge für etwas herhalten soll, was womöglich gar nicht seine Intention war, ohne sich rechtfertigen zu dürfen - is einfach kein guter Journalismus.

Deshalb lasse ich mich vom Fernsehen nur noch Unterhalten. Aber der Printbereich hat sich beim Amoklauf auch nicht mit ruhm bekleckert...

Dalien
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Mag ich Mag ich nicht

4

30.03.2009 - 13:01 Uhr
Dalien

garamond sagte:
wieso gibt jetzt.de diesen 16-jährigen zukünftigen hartz5-empfängern ständig ein forum?


wieso gibt jetzt.de ignoranz ständig ein forum? und das sag ich nicht, weil ich kaas so toll finde.

es heißt übrigens immer "zu Hause" und nicht "zuhause" (außer es ist "das Zuhause" gemeint

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Mag ich Mag ich nicht

4

30.03.2009 - 13:15 Uhr
Dalien

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
"Ich habe keine Form des Frauenhasses skizziert, sondern einen Fall von abgewiesener Liebe."

Aber sicher doch.


gilt dasselbe. ist ja unglaublich hier. ich mein, ihr kennt den künstler bzw. track nicht, oder?

holyfuck
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Mag ich Mag ich nicht

4

30.03.2009 - 14:02 Uhr
holyfuck

korrekter typ.

Yakuza
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Mag ich Mag ich nicht

3

30.03.2009 - 14:55 Uhr
Yakuza

Ich denke zu garamond ist nicht mehr viel zu sagen. Ein Blick auf das bisher Verfasste spricht da Bände.

Wegen einem solchen Statement mit dem Lesen des Textes umgehend aufzuhören steht sicherlich jedem frei, aber zeugt auch nicht gerade von Toleranz oder einer ungemein differenzierten Meinung.

Zum Lied selbst konnte ich mir bisher zwar leider kein Urteil bilden, da es mittlerweile von sämtlichen einschlägigen Portalen entfernt wurde. Dennoch kann ich zu Kaas sagen dass er ein teilweise recht gewöhnungsbedürftiger aber keinesfalls schlechter Rapper ist. Er hat seinen eigenen sehr interessanten Stil und das Interview offenbart eine für den deutschen HipHop sicherlich sehr gesunde Meinung.

Ob das reine Promotion ist vermag ich nicht zu beurteilen, doch ist aufgrund der auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschobenen Veröffentlichung des Albums nicht von einem reinen Vermarktungsinteresse auszugehen.

Quentinadieu
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Mag ich Mag ich nicht

6

30.03.2009 - 15:30 Uhr
Quentinadieu

Kaas hat definitiv mit dem Videovorspann einen ordentlichen Rückhalt erzeugt, mit der Rücknahme des Albumreleases eindeutig verständlich und respektvoll gehandelt und mit der Absicht, die Leute mit extremer Darstellung auf zuvor wieder eingelullte Themen, die extremer Beschäftigung bedürfen aufmerksam zu machen, nicht falsch gelegen.
Und sowas wird von den öffentlich rechtlichen kritisiert?
Dann doch bitte echt nur auf Panzerreportagen und Glühweinstündchen bei Thomas Anders & Co reduzieren. :/

holyfuck
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 16:06 Uhr
holyfuck

off-topic:

die gregpipe und tone-alben sind so so gut. FFM!

Josef1965
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Mag ich Mag ich nicht

3

30.03.2009 - 16:21 Uhr
Josef1965

Hey dieser junge Mann wurde von den Medien einfach ins falsche Licht gesetzt, das kann man in etlichen Videos und Liedern im Internet sehen.
Er ist kein Täter sondern ein Opfer der Medien bzw. dessen einseitige Berichterstattung!

@Garamond so verblendet und leichtgläubig wie du bist wirst du vermutlich die erste sein die hier Hartz4 beantragen muss!
Des weiteren ist sowas nichtmal lustig, was du desillusionierte Göre wohl nicht verstehst!

den songtext durchlesen, schaut euch das video doch ganz einfach mal an und vor allem den Anfang, dann könnt ihr objektiv darüber sprechen und debattieren, das was ihr macht ist einfach Bild-Niveau nein! sogar noch darunter denn ihr habt nochnichtmal eine eigene Meinung gebildet sondern plappert alles nach!

phlow
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.03.2009 - 17:16 Uhr
phlow

ja ja....
meine lieblingssendung hart aber fair.
da kommt nach den killerspielen der schlimme hiphop gerade recht.
und komisch auch, daß immer die, die sich rein gar nicht mit dem thema befasst haben oder nur ausschnitte kennen, immer den mund am weitesten aufmachen.

Kaassupport
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 17:45 Uhr
Kaassupport

Ihr lest den Artikel, bis Ihr das Wort "Gott" hört, dann habt ihr kein Interesse mehr an dem Text, aber hinterlasst noch unqualifizierte Kommentare...Warum? Habt Ihr Angst vor Gott?

Wie pauschal Kaas hier zudem noch wegen seinem Lied "Amok Zahltag" - indem er über die Missstände unserer kranken Gesellschaft aufmerksam machen wollte- verurteilt wird.

Das zeigt mir, wie blind Ihr doch seid zu erkennen, dass wir uns ändern müssen...jeder von uns und da ist Kaas ein gutes Vorbild, was Nächstenliebe usw. angeht.

Aber so sind wir Menschen, wir müssen erst selbst von so etwas betroffen sein, dass wir uns selbst hinterfragen und nicht andere als Sündenbock darstellen...

Denkt mal über euch nach.

Peace!

Make_war
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.03.2009 - 18:20 Uhr
Make_war

Nächstenliebe - bite my shiny lil ass... Im Ernst: Natürlich sind die Kommentare qualifizierend und überheblich und herablassend und typisch-jetzt.de und...aber ein gesprächseinstieg wie "ich habe meiner Mutter gerade von einer intensiven Unterredung über Gott erzählt, die ich am Abend zuvor mit einem guten Freund geführt hatte" ist wirklich wahnsinng komisch. Und seine letzte Antwort ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Von daher darf man sich über den Jungen auch durchaus lustig machen.

@josef1965 und Co.: Niemand hier hat behauptet, der Typ sei Täter oder Opfer oder was auch immer - er ist lediglich in jeder Hinsicht belanglos, daher muss die Frage erlaubt sein, warum er hier interviewt wurde.

@kaassupport: Habe jetzt eine Minute drüber nachgedacht. Mir fällt immer noch nix ein.

Peace!

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.03.2009 - 18:30 Uhr
drolli

Hut ab, Herr Kaas, gutes Video! Eigentlich kaum in die falsche Richtung zu verstehen.

alces
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.03.2009 - 19:06 Uhr
alces

Besser als der Schiet, den Bushido u dgl. von sich geben, ist das allemal. Klar sind Aussagen wie die letzte Antwort Klischee... aber was soll's? Und daß der Mann zum Glauben gefunden hat, ist ja bitte auch nicht verwerflich, auch wenn das Plakative hier etwas aneckt.

holyfuck
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 19:50 Uhr
holyfuck

Make_war sagte:
Und seine letzte Antwort ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Von daher darf man sich über den Jungen auch durchaus lustig machen.

wasn an der letzten antwort so unverschämt?

Make_war sagte:
@josef1965 und Co.: Niemand hier hat behauptet, der Typ sei Täter oder Opfer oder was auch immer - er ist lediglich in jeder Hinsicht belanglos, daher muss die Frage erlaubt sein, warum er hier interviewt wurde.

jemanden zu wort kommen lassen, der bisher in den medien völlig falsch dargestellt wurde, ist für dich also belanglos.

da muss wohl die frage erlaubt sein, ob du nen dachschaden hast.

Jollscherl
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 20:26 Uhr
Jollscherl

holyfuck sagte:
Make_war sagte:
Und seine letzte Antwort ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Von daher darf man sich über den Jungen auch durchaus lustig machen.

wasn an der letzten antwort so unverschämt?



frag ich mich auch. bissel betulich formuliert vielleicht, aber inhaltlich doch eigentlich das gegenteil von einer unverschämtheit.

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 21:17 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

Ich zitiere:

"Susi, wohin mein Kind, lass uns kurz mal reden, ich wollte immer mit dir gehen.
Aber dürfte dich immer nur in meinen Träume sehen.
Weißt du wie oft ich eigentlich zu dir gewichst hab?
Weißt du wie oft ich dich in mein Kopf gefickt hab?
Und mir hätte auch ein kleiner Kuss gereicht.
Das Leben als 17-jährige Jungfrau ist nicht so leicht. und..
du hast gelacht, als du es gehört hast, gib es ruhig zu, du Fotze.
Du hast gesagt, ich krieg nie eine ab mit so einer Fratze.
Du hast gesagt, dass ich nie etwas besonderes schaffe.
Guck, was ich grad mach, du Schlampe, stirb, du scheiß Schlampe."

Wenn ich mal ein bisschen zwischen den Zeilen darf, ja? (Und das tut man im Allgemeinen bei Texten, ob man will oder nicht und damit muss der Autor auch rechnen, das ist also keine reine Böswilligkeit meinerseits, okay?)

Der Herr beweint also, dass sich die Dame nicht ausreichend geschmeichelt fühlt, ihm als Wichsvorlage dienen zu dürfen. Wie undankbar! Von einem Manne begehrt zu werden ist doch bekanntlich für jede Frau die höchste denkbare Ehre! Dabei wäre unser Held doch so bescheiden gewesen! Ein Kuss hätte ihm genügt. Und ein Kuss ist ja nun wirklich das mindeste was er verlangen kann von einer Person, die ihn offenbar nicht im Geringsten anziehend findet, nicht?

Natürlich, die Abfuhr zeugt nicht gerade von besonders edler Gesinnung der ehemals Angebeteten. Sicher völlig unvorhersehbar. Oder etwa doch ein mögliches Indiz, dass sich unser Held nicht unbedingt in ihre inneren Werte verliebt hat? Kann es am Ende sein, dass es dem lyrischen Ich hier gar nie um Susi als Persönlichkeit gegangen ist? Gewagte These, ich weiß. Aber da er uns nur von ihrer Eignung als Wichsvorlage berichtet hat, müssen wir das fast annehmen, nicht?

Tja, immer wieder erschütternd, wenn sich die Wichsvorlage dann weigert eine Doppelfunktion als Mutter Theresia einzunehmen, die aus reiner Barmherzigkeit sexuelle Gefälligkeiten an die Bedürftigen verteilt.

Versteh mich keiner falsch, sexuelle Frustration ist auch nicht schön. Und durchaus beklagenswert und etwas, wofür ich auch ein gewisses Maß an Empathie aufbringe. Aber sexuelle Frustration hier mit unerwiderter Liebe zu verwechseln zeugt schon von einem gewissen Mangel an Reflektion.

Und wer hier nicht sieht, inwiefern das alles auf ein ziemlich problematisches Frauenbild hinweist, dem ist nicht zu helfen (zumindest von mir nicht, mir mangelts da einfach an Geduld. Das betrifft wirklich die Basics.)

Quentinadieu
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 22:27 Uhr
Quentinadieu

... oooder sie hat ihn nicht einfach nur ignoriert und ihm einen Korb verpasst, in dem er immerhin Blumen für sie sammeln könnte, sondern hat ihn regelrecht mit Worten niedergeschmettert und aus Bitchimage heraus den kleinen, liebenden Außenseiter an die Wand geklatscht und mitsamt ihrer Girlyfreunde fertig gemacht.
Daraus wurde die Sehnsucht und das Verlangen des lyrischen Ichs zu einer Hassliebe, bis schließlich seine negativen Schwingungen das Fengshui des Raumes dermaßen erschüttert haben, dass es zur Eskalation, statt der erhofften Ejakulation kam.
Zudem ist Degradierung zum Sexobjekt, weil der Kerl zu ihren Fantasien onaniert, ist ja mal nicht zwingend notwendig.
Und die krasse Ausdrucksweise und Konfrontation damit, ist in Anbetracht des Umstandes, dass der Kerl da gerade wie wild um sich ballert, auch nur ein weiteres Indiz seiner Verzweiflung, nicht / nur ein Zeichen für seine chauvinistisch geprägte kaputte Libido.

Aber hilft halt ja nicht, wenn er womöglich nur ein verzweifelter Liebender war, is' ja immerhin ein Rapsong, da muss er ja Frauenfeind sein.

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 22:47 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

"Zudem ist Degradierung zum Sexobjekt, weil der Kerl zu ihren Fanasien onaniert, ist ja mal nicht zwingend notwendig". - Natürlich nicht. Aber das ist nun mal die einzige Seite von ihr, die er hier anerkennt, oder? Ich muss in meiner Interpretation mit dem arbeiten, was da ist.

Ich verstehe natürlich das Argument, dass der hasserfüllte Geiferschwall erst nach der Abfuhr kommt, und dass er vielleicht vorher die blumigsten Minnelieder geschrieben haben könnte. Theoretisch. Trotzdem spricht aus dem Ganzen eine problematische Erwartungshaltung im Hinblick auf Frauen. (Wie gesagt: Dieses "ein Kuss hätte mir gereicht" - find ich einigermaßen aussagekräftig). Und diese problematische Erwartungshaltung geht der Abfuhr voraus.

Ich glaube, mein Problem mit dem Lied ist vor allem, dass es beim Zuhörer (sofern er/sie sich nicht 1:1 mit dem lyrischen Ich identifiziert) sowohl Mitleid als auch Furcht wecken will. Und das gelingt auch ganz gut - zumindest bei mir (obwohl ich das Mitleid bisher vielleicht unzureichend zum Ausdruck gebracht habe) - ich verstehe nur nicht, inwiefern das irgendwen weiter bringt?

meisterslx
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Mag ich Mag ich nicht

-1

30.03.2009 - 23:13 Uhr
meisterslx

Ich finde das Interview enttäuschend. Auch den Track, viel zu viel Gesülze von wegen "hättet ihr ihm doch geholfen". Tracks, die als Thema Amoklauf etc. umsetzen, müssen krass und gnadenlos sein, ohne jeden fadenscheinigen Ausweg, ohne jede Erklärung. Das ist nicht die Aufgabe von Kunst, und Hiphop ist Kunst.
Amoklauf ist gnadenlos und ausweglos, also müßte der Track genauso sein. Sonst ist das doch nur Betroffenheitsgetue. Es gibt HorrorcoreRapper, die haben das viel besser umgesetzt.

m0n0
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 23:35 Uhr
m0n0

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:

Tja, immer wieder erschütternd, wenn sich die Wichsvorlage dann weigert eine Doppelfunktion als Mutter Theresia einzunehmen, die aus reiner Barmherzigkeit sexuelle Gefälligkeiten an die Bedürftigen verteilt.



Ist ja alles schön und gut dekonstruiert, aber im Endeffekt heiße Luft. Ich glaube das Lied ist an dem was in dem Köpfen manch eines frustrierten Teens vor sich geht näher dran, als alle gegenderte Gutmenschenpädagogik. Ausgerechnet hier jetzt die obligatorische HipHop-istt-aber-so-frauenfeindlich-Diskussion anzufangen, ist völlig am Thema vorbei.

Da gibts halt so gängige Rollenmuster und die dekonstruiert dir als 17 Jähriger keiner. Wenn du das rausfällst bist du der Aussenseiter und damit kann manch einer nicht gut umgehen. Der Text beschreibt das ganz plakativ und das ist erlaubt, weils treffender ist, als das meiste was die Hobbypsychoanalytiker der Presse dazu geschrieben haben.

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.03.2009 - 23:56 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

Du findest, das geht am Thema vorbei? Aber geht's hier nicht zu einem großen Teil auch um sexuelle Frustration? Also um Sex? Und wo Sex ist, da ist oft Gender nicht weit... (Kleiner Tipp: Weniger misogyn - soll bei manchen Frauen Wunder wirken...Ich glaube übrigens nicht, dass das Raper/Pimp-Modell tatsächlich so erfolgreich ist wie allseits behauptet. Erfülltes Sexualleben soll ja angeblich das Aggressionspotential vermindern; davon merkt man hier allerdings nicht viel).


Aber gut, du willst das nicht diskutieren. Dich interessiert das nicht. Ist ja auch nicht dein Problem, schließlich. Auch schön. Dann diskutieren wir das nicht.

Ich will, wenn ich ganz ehrlich bin, dieses ewige "Ich-gegen-die-ganze-Welt/Die böse Gesellschaft gibt mir nicht, was mir zusteht/hindert mich in der Ausübung meiner Triebe"-Geseier auch nicht unbedingt diskutieren. Langweilt mich eigentlich ziemlich. Ist ja auch nicht mein Problem.

Wir müssen überhaupt nix diskutieren. Ändert sich halt auch nie was.

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1

31.03.2009 - 00:06 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

Hm, und noch was: Du unterschätzt die 17-jährigen. Man kann auch mit 17 Rollenmuster hinterfragen. Ich habe das getan. Viele, die ich kenne, haben das getan. Und ich fände es halt gut, wenn das mehr tun würden.

Mir hat das nämlich geholfen.

nathurlement
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0

31.03.2009 - 00:53 Uhr
nathurlement

was halt generell das problem ist, ist dass das lied als single ausgekoppelt wurde und damit von außen der anspruch erhoben wird, es müsse für sich allein stehen können. kaas selbst betont aber immer und immer wieder in allen möglich interviews, dass man es im gesamtkontext des albums sehen muss, denn das album zeichnet von lied zu lied eine entwicklung zum positiven. der song, der hier diskutiert wird ist der erste auf dem album und damit auch der negativste. als zweite singleauskopplung war/ist der letzte track vom album geplant, also der positivste.

shafty
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1

31.03.2009 - 08:43 Uhr
shafty

Das ist ein Hip-Hop Track verdammich nochmal.
und zwar einer, der wie vorher hier schon sehr gut beschrieben wurde, die gefühls- und gedankenwelt vieler frustrierter teenager ziemlich gut einfängt. so ein song muss nicht irgendwelche rollenmuster hinterfragen, belehren, ins verhältnis setzen oder irgendwas.
das ist exakt das, was rock'n'roll im weitestens sinne schon immer gemacht hat und was sein zweck ist. von "my generation" bis eminem.
diese sozialarbeitergesülze hier speziell von garnicht so alten leuten ist sowas von unerträglich.
schreibt ihr seminararbeiten über die strukturen der amerikanischen kleinfamilie und der problematik autoritär-patriarchalischer strukturen anhand von eddie cochrans "summertime blues"??
ich habe mit 17 bestimmt keine rollenmuster hinterfragt, sondern versucht rauszufinden wie ich es anstelle soviel sex wie möglich zu haben und sowenig stress mit eltern und lehrern wie möglich.
und wenn irgendjemand von denen meine lieblingsmusik nicht verstanden hat war das immer ine gutes indiz dafür, dass es genau die richtige war

m0n0
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0

31.03.2009 - 09:56 Uhr
m0n0

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Du findest, das geht am Thema vorbei?


Nein, ich finde, dass diese intersubjektiven Sinnkonstruktionen aus dem "kritischen", emanzipatorischen Wissenschaftsdiskurs keinerlei Analysewert für die Sinnkonstruktion eines durchschnittlichen 17-jährigen haben.

Und ich bin dafür, sie daher in ihrem universitären Kontext zu belassen, wo sie meiner Meinung nach hingehören. Ihre Berechtigung sei ihnen nicht abgesprochen, aber Kritik an einem Frauenbild trägt zum Verstehen von Amokläufen auch nichts bei. Da gibts in erster linie ein Problem mit dem Selbstbild.

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0

31.03.2009 - 10:05 Uhr
m0n0

Und es geht - im Song, noch mehr im "richtigen" Leben - wohl nicht nur um Sex, sondern um viele andere Dinge, die schieflaufen müssen, bis einer durchdreht.

Ansonsten siehe Vorredner:
shafty sagte:
so ein song muss nicht irgendwelche rollenmuster hinterfragen, belehren, ins verhältnis setzen oder irgendwas.


Und die Annahme, die Welt würde besser, wenn wir sie alle ein wenig kritisch dekonstruieren - n/c.

ahzel
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.03.2009 - 11:36 Uhr
ahzel

Ich kann jedem wirklich ganz ernsthaft empfehlen sich mit KAAS auseinanderzusetzen und über seine natürlich manchmal überspitzten, aber das macht der auch absichtlich, Aussagen nachzudenken.

Ich bin selbst nicht religiös aber wenn mehr Menschen wie KAAS denken würden ging es uns hier allen besser.

und ihr müsst doch nicht jedem Unsinn antworten der hier geschrieben wird - wozu???

Garderobe
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.03.2009 - 11:40 Uhr
Garderobe

manic sagte:
also ich habe bei " habe meiner Mutter von einer intensiven Unterredung über Gott erzählt, die ich am Abend zuvor mit einem guten Freund geführt hatte," aufgehört zu lesen.


Hahaha, ich auch!

habichnich
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.03.2009 - 14:57 Uhr
habichnich

wenn ihr doch nur nicht die ganze zeit solche forenbeiträge schreiben würdet, sondern euch mal fragen geht es meinem gegenüber gut? oder wie kann ich ihm helfen? müsste man gar keine Schuldigen suchen, denn es gäbe keine Tat. man könnte einfach Kaas' Musik geniesen, denn genau dass ist der Kontext in welchem er den Song rausbringen wollte.

Man kann von dem Song denken, was man will, aber man sollte dem Künstler die Chance lassen sich zu rechtfertigen

holyfuck
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.03.2009 - 16:26 Uhr
holyfuck

habichnich sagte:
wenn ihr doch nur nicht die ganze zeit solche forenbeiträge schreiben würdet, sondern euch mal fragen geht es meinem gegenüber gut? oder wie kann ich ihm helfen? müsste man gar keine Schuldigen suchen, denn es gäbe keine Tat. man könnte einfach Kaas' Musik geniesen, denn genau dass ist der Kontext in welchem er den Song rausbringen wollte.

ja, wenn sich nur alle beim hören immer an den kontext der musik halten würden... in diesem sinne, ich geh jetzt 'put it in your mouth' von akinyele hören.

dendefrau
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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2009 - 17:55 Uhr
dendefrau

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Ich zitiere:"Susi, wohin mein Kind, lass uns kurz mal reden, ich wollte immer mit dir gehen.Aber dürfte dich immer nur in meinen Träume sehen.Weißt du wie oft ich eigentlich zu dir gewichst hab?Weißt du wie oft ich dich in mein Kopf gefickt hab?Und mir hätte auch ein kleiner Kuss gereicht.Das Leben als 17-jährige Jungfrau ist nicht so leicht. und..du hast gelacht, als du es gehört hast, gib es ruhig zu, du Fotze.Du hast gesagt, ich krieg nie eine ab mit so einer Fratze.Du hast gesagt, dass ich nie etwas besonderes schaffe.Guck, was ich grad mach, du Schlampe, stirb, du scheiß Schlampe."Wenn ich mal ein bisschen zwischen den Zeilen darf, ja? (Und das tut man im Allgemeinen bei Texten, ob man will oder nicht und damit muss der Autor auch rechnen, das ist also keine reine Böswilligkeit meinerseits, okay?)Der Herr beweint also, dass sich die Dame nicht ausreichend geschmeichelt fühlt, ihm als Wichsvorlage dienen zu dürfen. Wie undankbar! Von einem Manne begehrt zu werden ist doch bekanntlich für jede Frau die höchste denkbare Ehre! Dabei wäre unser Held doch so bescheiden gewesen! Ein Kuss hätte ihm genügt. Und ein Kuss ist ja nun wirklich das mindeste was er verlangen kann von einer Person, die ihn offenbar nicht im Geringsten anziehend findet, nicht?Natürlich, die Abfuhr zeugt nicht gerade von besonders edler Gesinnung der ehemals Angebeteten. Sicher völlig unvorhersehbar. Oder etwa doch ein mögliches Indiz, dass sich unser Held nicht unbedingt in ihre inneren Werte verliebt hat? Kann es am Ende sein, dass es dem lyrischen Ich hier gar nie um Susi als Persönlichkeit gegangen ist? Gewagte These, ich weiß. Aber da er uns nur von ihrer Eignung als Wichsvorlage berichtet hat, müssen wir das fast annehmen, nicht?Tja, immer wieder erschütternd, wenn sich die Wichsvorlage dann weigert eine Doppelfunktion als Mutter Theresia einzunehmen, die aus reiner Barmherzigkeit sexuelle Gefälligkeiten an die Bedürftigen verteilt. Versteh mich keiner falsch, sexuelle Frustration ist auch nicht schön. Und durchaus beklagenswert und etwas, wofür ich auch ein gewisses Maß an Empathie aufbringe. Aber sexuelle Frustration hier mit unerwiderter Liebe zu verwechseln zeugt schon von einem gewissen Mangel an Reflektion. Und wer hier nicht sieht, inwiefern das alles auf ein ziemlich problematisches Frauenbild hinweist, dem ist nicht zu helfen (zumindest von mir nicht, mir mangelts da einfach an Geduld. Das betrifft wirklich die Basics.)



hachja...

TheProdigy
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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2009 - 17:57 Uhr
TheProdigy

klasse Interview, klasse Kerl ;)
aber was manche Leute hier schreiben?!..
Ich hab mich, als das ganze aufgewühlt wurde, mal Näher damit beschäftigt.
Wer behauptet er wolle nur Promo für sein Album liegt falsch, da das Video circa. eine Woche vor dem Amoklauf veröffentlich wurde, genauso wie das Datum zum Release des zu der Zeit noch "Amoklaufzahltag :D" Albums.
Als der Amoklauf passiert ist, wurde das Video so gut wie möglich von jedem Videoportal genommen und das Label hat auf ihre Internetseite sofort eine Pressemeldung gesetzt, die man nicht umgehen konnte, um auf die Originalseite zu kommen.
Somit konnte man nichts dort bestellen, weder sich irgendwelche Videos von den Künstlern (u.a. Kaas) ansehen.
Allein schon das ist für mich der Beweis, dass hier keine Promotion im Spiel ist.
Wenn er wirklich Promo will, dann hätte er doch nicht das Albumrelease verschoben, das Video verschwinden lassen und sich von der Öffentlichkeit versucht wegzudrängen.
Wenn er wirklich nur die Anzahl der Verkäufe hochjagen wollte, dann hätte er genau das Gegenteil gemacht.

somit an alle die nicht Bescheid wissen: "wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"

und an den Künstler: "gutes Verhalten. Hut ab"

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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31.03.2009 - 18:47 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

@shafty:

"und wenn irgendjemand von denen meine lieblingsmusik nicht verstanden hat war das immer ine gutes indiz dafür, dass es genau die richtige war"

Ich glaube nicht, dass das Problem, dass manche Leute mit dem Lied haben, darin liegt, dass sie es "nicht verstehen". Jeder von uns kennt Frustration. Und die Art, wie hier damit umgegangen ist, ist nicht unbedingt komplex. Was überraschen mag, ist natürlich die Intensität, aber die Grundmuster sind in uns allen so angelegt. Wenn ich schon nicht geliebt werde, dann will ich wenigstens gefürchtet werden.

"And therefore - since I cannot prove a lover - [...] I am determined to prove a villain" (Shakespeare, Richard III)

Das ist alles nicht unbedingt ein brandneues Phänomen.

Insofern frage ich mich, m0n0, worin genau der Analysewert dieses Liedes eigentlich liegen soll? Mir erzählt das alles nicht unbedingt was Neues. Ich konnte mir schon vorher gut vorstellen, dass es im Kopf des Amokläufers ungefähr so ausgesehen haben wird. Die Welt ist nicht schön, manchmal.

Aber, und das sollte ich wohl endlich eingestehen, für mich ist das Lied auch nicht geschrieben. Und natürlich, für den 17-jährigen, der sich damit identifizieren kann, hat es es schon einen gewissen Wert (nicht unbedingt einen Analysewert, denn auch dem 17-jährigen wird es nicht recht viel Neues über seine Situation erzählen oder gar einen neuen Blick darauf eröffnen, aber gut, vielleicht habt ihr alle recht und das muss gar nicht sein. Manchmal tut es einfach auch gut, einfach nur in seiner Sicht der Dinge bestätigt zu werden).


Natürlich hat diese Art von Musik - Hip Hop? Gangsta Rap? - ihre Funktion und ihre Berechtigung als Stachel im Nacken der Saturierten, als dumpfes Grollen im Hintergrund unserer Geräuschskulisse, dass den Unterpriviligierten eine Stimme verleiht und die Priviligierten beunruhigt. Und ich habe wohl dieser Funktion in den vergangenen Kommentar nicht ausreichend Achtung gezollt.

Aber bedrohlich ist noch nicht subversiv. Und ich glaub einfach, dass Hip Hop/Gangsta-Rap/ bzw. diese Ausformung von HipHop Gangsta-Rap zu einem gar nicht geringen Teil an der Gesellschaft mitstrickt, die für diese Menschen so schwer zu ertragen ist.

Ich schätze, mich ärgert einfach diese Haltung vieler Künstler in diesem Bereich, eine gewisse Wechselwirkung zwischen Fiktion und Realität, Kunst und Gesellschaft zu negieren. Dieses ewige Totschlag-Argument "Wir zeigen eben, wie es ist" überzeugt mich einfach nicht. Kunst macht immer - zwangsläufig, ob sie will oder nicht - mehr, als einfach nur Realität abzubilden. Und nein, das heißt natürlich nicht, dass man etwa nur die wünschenswerte Version darstellen soll, Gott bewahre. Aber es heißt, dass der Künstler immer eine Haltung zum Dargestellten einnimmt, die auf eine mehr oder weniger subtile Weise ins Werk einfließt, und die kann zum Beispiel reflektiert oder weniger reflektiet, affimierend oder dekonstruierend sein. Und das zu leugnen, halte ich für etwas heuchlerisch.

(Das ist vielleicht auch ein kleines Missverständnis - ich diskutiere hier nicht so sehr über die Motive eines verzweifelten 17-jährigen - weil's da leider nicht viel zu diskutieren gibt, der fühlt sich eben, wie er sich fühlt, und wir können uns alle denken, warum - sondern über deren Darstellung durch den erwachsenen Künstler und vor allem dessen Beitrag zur Diskussion über diese Darstellung)

Aber gut, da waren wir schon mal, und ich habe ja bereits eingestanden, dass es in der Kunst auch einen Platz für "unreflektiert/affimierend" geben muss. Ich schätze, dass nennt man dann "authentisch". Okay. Den "reflektiert/dekonstruierenden" Standpunkt kann man dann ja im Diskurs ergänzen (ohne damit den Wert den Kunststücks mindern zu wollen, übrigens). Sofern man ihn zulässt, den Diskurs.

(Und ich habe übrigens nicht das Lied an sich kritisiert, sondern Kaas Beitrag zur Diskussion darüber. Der Künstler muss nicht immer alles selbst dekonstruieren, aber es zeigt von gewisser Größe, wenn er diese Dekonstruktion zulässt.)

@ m0n0:
"Da gibt's vor allem Probleme mit dem Selbstbild.

Seh ich auch so. Und das Problem könnte zum Beispiel in einer Schwierigkeit liegen, dieses Selbstbild mit dem - unter anderen eben durch eine gewisse Art von Hip Hop verstärktes - männlichen Rollenbild abzugleichen, dass den Wert eines Mannes zu einem beträchtlichen Teil durch materielle Güter, Promiskuität und Dominanz über andere Personen definiert. Eine gewisse Art von Hip Hop ist stark kommerziell und hierarschisch, zeichnet eine Utopie uneingeschränkter Triebbefriedigung für das Alpha-Männchen. Aber leider, und das ist nun mal ein system-immanente Problem: Es kann nicht jeder Alpha-Männchen sein.

Die (potentiellen) Amokläufer sind es auf offenbar nicht und können damit nicht umgehen.

In einem System, dass weniger auf die Bedürfnisse das Alpha-Männchens ausgerichtetet wäre (bzw. weniger Kult um den Status des Alpha-Männchens betreiben würde), hätten sie es möglicherweise leichter.

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31.03.2009 - 18:49 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

Ich bemerke unter anderem eine beunruhigende Häufung von dass/das Fehlern im obigen Post. Sorry. Habe nicht Korrektur gelesen.

Make_war
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31.03.2009 - 18:59 Uhr
Make_war

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
@shafty:

"und wenn irgendjemand von denen meine lieblingsmusik nicht verstanden hat war das immer ine gutes indiz dafür, dass es genau die richtige war"

Ich glaube nicht, dass das Problem, dass manche Leute mit dem Lied haben, darin liegt, dass sie es "nicht verstehen". Jeder von uns kennt Frustration. Und die Art, wie hier damit umgegangen ist, ist nicht unbedingt komplex. Was überraschen mag, ist natürlich die Intensität, aber die Grundmuster sind in uns allen so angelegt. Wenn ich schon nicht geliebt werde, dann will ich wenigstens gefürchtet werden.

"And therefore - since I cannot prove a lover - [...] I am determined to prove a villain" (Shakespeare, Richard III)

Das ist alles nicht unbedingt ein brandneues Phänomen.

Insofern frage ich mich, m0n0, worin genau der Analysewert dieses Liedes eigentlich liegen soll? Mir erzählt das alles nicht unbedingt was Neues. Ich konnte mir schon vorher gut vorstellen, dass es im Kopf des Amokläufers ungefähr so ausgesehen haben wird. Die Welt ist nicht schön, manchmal.

Aber, und das sollte ich wohl endlich eingestehen, für mich ist das Lied auch nicht geschrieben. Und natürlich, für den 17-jährigen, der sich damit identifizieren kann, hat es es schon einen gewissen Wert (nicht unbedingt einen Analysewert, denn auch dem 17-jährigen wird es nicht recht viel Neues über seine Situation erzählen oder gar einen neuen Blick darauf eröffnen, aber gut, vielleicht habt ihr alle recht und das muss gar nicht sein. Manchmal tut es einfach auch gut, einfach nur in seiner Sicht der Dinge bestätigt zu werden).


Natürlich hat diese Art von Musik - Hip Hop? Gangsta Rap? - ihre Funktion und ihre Berechtigung als Stachel im Nacken der Saturierten, als dumpfes Grollen im Hintergrund unserer Geräuschskulisse, dass den Unterpriviligierten eine Stimme verleiht und die Priviligierten beunruhigt. Und ich habe wohl dieser Funktion in den vergangenen Kommentar nicht ausreichend Achtung gezollt.

Aber bedrohlich ist noch nicht subversiv. Und ich glaub einfach, dass Hip Hop/Gangsta-Rap/ bzw. diese Ausformung von HipHop Gangsta-Rap zu einem gar nicht geringen Teil an der Gesellschaft mitstrickt, die für diese Menschen so schwer zu ertragen ist.

Ich schätze, mich ärgert einfach diese Haltung vieler Künstler in diesem Bereich, eine gewisse Wechselwirkung zwischen Fiktion und Realität, Kunst und Gesellschaft zu negieren. Dieses ewige Totschlag-Argument "Wir zeigen eben, wie es ist" überzeugt mich einfach nicht. Kunst macht immer - zwangsläufig, ob sie will oder nicht - mehr, als einfach nur Realität abzubilden. Und nein, das heißt natürlich nicht, dass man etwa nur die wünschenswerte Version darstellen soll, Gott bewahre. Aber es heißt, dass der Künstler immer eine Haltung zum Dargestellten einnimmt, die auf eine mehr oder weniger subtile Weise ins Werk einfließt, und die kann zum Beispiel reflektiert oder weniger reflektiet, affimierend oder dekonstruierend sein. Und das zu leugnen, halte ich für etwas heuchlerisch.

(Das ist vielleicht auch ein kleines Missverständnis - ich diskutiere hier nicht so sehr über die Motive eines verzweifelten 17-jährigen - weil's da leider nicht viel zu diskutieren gibt, der fühlt sich eben, wie er sich fühlt, und wir können uns alle denken, warum - sondern über deren Darstellung durch den erwachsenen Künstler und vor allem dessen Beitrag zur Diskussion über diese Darstellung)

Aber gut, da waren wir schon mal, und ich habe ja bereits eingestanden, dass es in der Kunst auch einen Platz für "unreflektiert/affimierend" geben muss. Ich schätze, dass nennt man dann "authentisch". Okay. Den "reflektiert/dekonstruierenden" Standpunkt kann man dann ja im Diskurs ergänzen (ohne damit den Wert den Kunststücks mindern zu wollen, übrigens). Sofern man ihn zulässt, den Diskurs.

(Und ich habe übrigens nicht das Lied an sich kritisiert, sondern Kaas Beitrag zur Diskussion darüber. Der Künstler muss nicht immer alles selbst dekonstruieren, aber es zeigt von gewisser Größe, wenn er diese Dekonstruktion zulässt.)

@ m0n0:
"Da gibt's vor allem Probleme mit dem Selbstbild.

Seh ich auch so. Und das Problem könnte zum Beispiel in einer Schwierigkeit liegen, dieses Selbstbild mit dem - unter anderen eben durch eine gewisse Art von Hip Hop verstärktes - männlichen Rollenbild abzugleichen, dass den Wert eines Mannes zu einem beträchtlichen Teil durch materielle Güter, Promiskuität und Dominanz über andere Personen definiert. Eine gewisse Art von Hip Hop ist stark kommerziell und hierarschisch, zeichnet eine Utopie uneingeschränkter Triebbefriedigung für das Alpha-Männchen. Aber leider, und das ist nun mal ein system-immanente Problem: Es kann nicht jeder Alpha-Männchen sein.

Die (potentiellen) Amokläufer sind es auf offenbar nicht und können damit nicht umgehen.

In einem System, dass weniger auf die Bedürfnisse das Alpha-Männchens ausgerichtetet wäre (bzw. weniger Kult um den Status des Alpha-Männchens betreiben würde), hätten sie es möglicherweise leichter.


Sorry - aber sowas nervt. Wir sind doch hier nicht beim Längen-Contest. Mitte April geht das Semester wieder los - dann kannst du eine Hausarbeit nach der anderen rausbolzen!

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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2009 - 19:02 Uhr
Make_war

@holyfuck und jollscherl:

"Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich versuchen, Tim K. aufzusuchen und ihn fragen, wie es ihm geht. Ich würde mal mit ihm sprechen und versuchen, ihn aus seiner Depression herauszuholen und seine Gemütslage zu verstehen. Denn wenn das im Vorfeld mal jemand gemacht hätte, hätte man vielleicht einiges verhindern können."

Unerträgliches Gutmenschen-Gewichse mit Christen-Einschlag! Ganz einfach. Und daher unverschämt. Warum fährt der Junge nicht nach Afrika und handfüttert dort kleine Kinder mit Ballonbäuchen?

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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31.03.2009 - 19:49 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

Ja, war zu lang.

Kurzfassung: Das Lied hat eine gewisse Funktion für die Betroffenen und die habe ich nicht ausreichend gewürdigt. Der dadurch unmittelbar ermöglichte Erkenntnisgewinn hält sich aber in Grenzen und insofern fände ich eine weiterführende Dikussion durchaus interessant.

Außer mir aber offenbar sonst keiner, und damit kann ich wohl auch leben.

So long, es war mir ein Vergnügen.

DLX
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Mag ich Mag ich nicht

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01.04.2009 - 14:42 Uhr
DLX

KAAS ist ein guter Mensch, dem es zweitranging darum geht Geld zu machen.
Wer sich auch nur ein kleines bisschen mit diesem Menschen auseinandersetzt, dem fällt sofort auf, dass er keineswegs gewaltverherrlichend wirken will. So ist es auch den Schrifttafeln am Beginn des besagtem Videos zu entnehmen, aber die werden auf der Suche nach einem Sündenbock natürlich außenvor gelassen.

Gutes Interview

holyfuck
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01.04.2009 - 16:05 Uhr
holyfuck

Make_war sagte:
Unerträgliches Gutmenschen-Gewichse mit Christen-Einschlag! Ganz einfach. Und daher unverschämt. Warum fährt der Junge nicht nach Afrika und handfüttert dort kleine Kinder mit Ballonbäuchen?

naja. find ich schwachsinn was du hier schreibst. was soll man auf so ne frage sonst gross antworten? und ich bin auch kein christentum-fan, aber so verkehrt ist 'gutmenschentum' nicht.

dein gelaber hört sich an als wärst du selbst so ein verbohrter weltfremder loser, der irgendwann mal richtig am rad dreht. aber hey, wenn du willst können wir drüber reden. vielleicht können wir dir helfen.

und wegen den kindern in afrika - wer weiss, vielleicht macht er demnächst einen ballonbäuche-song!

wildesding
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Mag ich Mag ich nicht

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01.04.2009 - 19:27 Uhr
wildesding

Dass jemand sowas wegen eines Songtextes macht, ist absoluter Quatsch. Genausowenig ist irgendein Ballerspiel schuld, das eh die Hälfte aller Leute spielen. Tim K. wurde als MOF gehandelt, das bricht einem mit siebzehn emotional das Genick. Was in der Schule so läuft, können sich die wenigsten vorstellen und kriegt auch fast keiner mit!

schizophrener_hypochonder
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02.04.2009 - 17:31 Uhr
schizophrener_hypocho…

kaas? nie gehoert. ist der iwie mit p. kaas verwandt?

Jeneiina
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04.01.2010 - 05:18 Uhr
Jeneiina

manic sagte:
also ich habe bei " habe meiner Mutter von einer intensiven Unterredung über Gott erzählt, die ich am Abend zuvor mit einem guten Freund geführt hatte," aufgehört zu lesen.

Achja. Ich bin auch nicht religiös und habe weitergelesen. Genau sowas führt zu solchen sinnlosen kommentaren. Hättet ihr euch mal mehr mit Kaas beschäftigt, oder wenigstens das interview zu ende gelesen hättet, hättet ihr vielleicht gemerkt wie kaas wirklich ist. Er hat ja mehrmals gesagt dass dieses Lied überspitzt geschrieben ist. Wie mich sowas aufregt ihr denkt nur weil er ein rapper ist, ist er gleich dumm und kann nichts. Er wollte in diesem lied seine eigenen gefühle verarbeiten die er als jugendlicher hatte, wenn auch nicht so intensiv. Nach Amokläufen fragen sich doch immer alle wie kann das nur passiern un warum und alles. Das was Kaas sagt das sind die Gründe. Weil dieser Mensch keine Liebe bekommen hat. Aber sowas wollen Politiker ja garnicht Wissen die verbieten dann mal lieber kurz irgendein killerspiel, weil das besser machbar ist und uns glauben lassen soll dass es jetzt besser wird.
Ich hoffe echt dass diejenigen die so einen schlechten eindruck von kaas haben, sich lieber etwas besse mit ihm beschäftigen zum beispiel die anderen songs seines albums hören, und das schreibe icht nicht wiel ich ein fan von ihm bin sondern einfach weil er recht hat.
PS: hört euch "Amok Nachtrag" an für die die zu faul sind um den text zu lesen


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