24.03.2009 - 18:30 Uhr

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"Weder rechts noch links"

Text: andreas-glas

Das Netzwerk "Newropeans" möchte die erste transeuropäische Partei im EU-Parlament werden. Um bei der Europawahl antreten zu dürfen, fehlen dem Projekt noch knapp 550 Stimmen.

„Weder rechts noch links, weder für noch gegen Europa“ – der Auszug aus dem Wahlprogramm der „Newropeans“ kommt auf den ersten Blick etwas absurd daher. Dabei hat die erste gesamteuropäische Partei, die nicht nationalstaatlich organisiert ist, ein klar formuliertes Ziel: Sie will die EU demokratisieren.
Das Ziel der Newropeans: Das Europäische Parlament in Straßburg. Um bei den Europawahlen im Juni antreten zu können, fehlen dem Projekt noch etwa 550 Unterschriften. Bis Donnerstag, den 26. März 2009, müssen die entsprechenden Unterlagen bei den Einwohnermeldeämtern eingegangen sein. Die Newropeans verstehen sich als transeuropäische Alternative zu den nationalen Parteien und werben um Wählerstimmen für „eine echte Europapolitik ohne nationale Filter“. Die Initiatoren wenden sich damit vom bisher üblichen Prinzip des Zusammenschlusses programmatisch verwandter Nationalparteien im Europäischen Parlament ab und möchten Vorläufer für ein neues System länderübergreifender Parteien sein. „Parteien sollen zur Meinungsbildung beitragen und sind ein wichtiges demokratisches Element. Aber auf EU-Ebene gibt es diese Parteien nicht, es gibt nur Parteienzusammenschlüsse“, sagt Newropeans-Vorstand Mathias Freudigmann. Mehr Informationen zum Projekt der Newropeans gibt es auf ihrer Homepage. Auf der Seite neuropeans-auf-den-stimmzettel können die Formulare für die noch fehlenden Unterstützerstimmen heruntergeladen werden. Ein ausführliches Interview mit Newropeans-Vorstand Mathias Freudigmann aus dem Jahr 2007 gibt es hier auf jetzt.de. Foto: dpa


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milagro
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Mag ich Mag ich nicht

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24.03.2009 - 18:49 Uhr
milagro

die idee ist ja ganz nett aber illusorisch. eine transnationale partei, die europaweit wähler binden und vertreten will, das kann nicht funktionieren. dafür ist europa viel zu verschieden und dafür interessieren sich die menschen auch zu wenig für europa.
für so eine partei, für so ein transnationales parteiensystem, naja, ich will ja nicht übermütig klingen, aber dafür brauchts noch ein paar jahrzehnte.

okkasionalsozialist
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24.03.2009 - 20:09 Uhr
okkasionalsozialist

gibts doch schon in gut...ich habe bereits gespendet:

http://www.libertas.eu/en

http://libertas-deutschland.de/

ein_oxymoron
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24.03.2009 - 21:03 Uhr
ein_oxymoron

milagro sagte:
die idee ist ja ganz nett aber illusorisch. eine transnationale partei, die europaweit wähler binden und vertreten will, das kann nicht funktionieren. dafür ist europa viel zu verschieden und dafür interessieren sich die menschen auch zu wenig für europa.
für so eine partei, für so ein transnationales parteiensystem, naja, ich will ja nicht übermütig klingen, aber dafür brauchts noch ein paar jahrzehnte.

die wollen ja die waehler nicht binden, nur dazu bewegen, fuer eine verbesserung der strukturen zu stimmen. alle beschweren sich darueber, dass die eu so scheisse laeuft und so weit weg ist, genau daran wollen die newropeans arbeiten, und wenn (*hust* falls) die ziele erreicht sind, sich wieder aufloesen.

alcofribas
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25.03.2009 - 08:30 Uhr
alcofribas

okkasionalsozialist sagte:
gibts doch schon in gut...


oh: "Als Partner für die französische Libertas-Sektion konnten die Parteien Mouvement Pour la France und CPNT gewonnen werden, deren Kandidaten für Libertas antreten."

dann wundert mich deine position zum waffenverbot natürlich nicht.

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25.03.2009 - 08:43 Uhr
alcofribas

für die, die sich nicht sofort zurechtfinden: die CPNT ("chasse, pêche, nature, tradition") ist eine "jägerpartei", die sich selbst als "mouvement de défense des chasseurs" bezeichnet und im grunde für das recht auf waffen für alle (falls das haus bourbon sich nochmal anheischig machen sollte, die monarchie in frankreich wieder einzuführen) und das recht, mit diesen waffen auch auf alles was kreucht und fleucht, schießen zu dürfen, eintritt.

der MPF / mouvement pour la france ist eine nationalliberale splitterpartei, für die, die nicht offen le pen wählen wollen.

ja. klingt nach einer vernünftigen äh ...bewegung

okkasionalsozialist
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25.03.2009 - 08:44 Uhr
okkasionalsozialist

alcofribas sagte:
okkasionalsozialist sagte:
gibts doch schon in gut...


oh: "Als Partner für die französische Libertas-Sektion konnten die Parteien Mouvement Pour la France und CPNT gewonnen werden, deren Kandidaten für Libertas antreten."

dann wundert mich deine position zum waffenverbot natürlich nicht.


ach alco, in der politik wimmelt es nur so, wie du selbst am besten weisst, vor unvollkommenheiten - auf allen seiten ;)

"Der innenpolitische Sprecher der SPD, Dieter Wiefelspütz, ist skeptisch. Es sei "zu früh, um Maßnahmen zu fordern", sagte er der taz. Für ein generelles Verbot fehle der Gesellschaft, angesichts von elf Millionen Waffen im privaten Besitz, die "nötige Reife". Politiker sollten "maximale Zurückhaltung üben" und keinesfalls "den Eindruck erwecken, dass es Patentrezepte gibt".

Auch der SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy warnte vor Aktionismus. Das deutsche Waffengesetz, so Edathy zur taz, "ist auf der Höhe der Zeit". In Winnenden habe der Vater gegen geltendes Recht verstoßen, weil er die Waffe nicht weggeschlossen habe. "Es gibt keine Gesetzeslücke", erklärte Edathy."

alcofribas
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25.03.2009 - 08:45 Uhr
alcofribas

aber grundsätzlich ist die idee einer europäisierung der parteienlandschaft und damit der politischen öffentlichkeit natürlich richtig

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25.03.2009 - 08:47 Uhr
alcofribas

öko: ich habe ja zum wiederholten male meine meinung zum waffenverbot geäußert. dass alle bundestagsparteien vor der schützenlobby kuschen, ist für mich kein argument.

okkasionalsozialist
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25.03.2009 - 08:47 Uhr
okkasionalsozialist

die von dir zitierten organisationen kenne ich nicht präzise, aber dass neue politische bewegungen es manchmal an sorgfalt bei der auswahl ihrer unterstützer mangeln lassen kann schon sein.

davor sind aber auch die sellerings dieser welt offenbar nicht gefeit.

milagro
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25.03.2009 - 09:39 Uhr
milagro

ein_oxymoron sagte:
die wollen ja die waehler nicht binden, nur dazu bewegen, fuer eine verbesserung der strukturen zu stimmen. alle beschweren sich darueber, dass die eu so scheisse laeuft und so weit weg ist, genau daran wollen die newropeans arbeiten, und wenn (*hust* falls) die ziele erreicht sind, sich wieder aufloesen.


also ist es eher ne symbolhafte partei, die sich mit sachthemen jetzt auch nicht weiter auseinandersetzt.

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