23.03.2009 - 18:30 Uhr

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Die neuen Leiden der Jammer-Wessis

Ein Schlappschwanz klagt an: Maxim Biller predigt gegen Ossis

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Aporia
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.03.2009 - 18:37 Uhr
Aporia

Die Diskussion zu Billers Artikel fand bei Alcofribas statt.

Breeny
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.03.2009 - 19:24 Uhr
Breeny

..was soll denn das rote Gebalke hier?
Aporia verweist lediglich auf den Beitrag [ink=http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/469380]Polemik von alcofribas vom 22.03., zu Billers 'Artikel' Deutsche deprimierende Republik im FAZ.net Feuilleton, welcher dort bereits am Wochenende nachzulesen war.

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Mag ich Mag ich nicht

-1

23.03.2009 - 19:25 Uhr
Breeny

nochmal: Polemik

Shorebilly
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.03.2009 - 20:25 Uhr
Shorebilly

bezeichnend, das mit lothar mueller es ebenfalls ein wessi ist, der hier gegenhaelt. der osten hat ja in kultureller hinsicht niemanden/nichts nennenswertes hervorgebracht, der sich dazu mal qualifiziert aeussern koennte.

ausserdem: dass billers artikel aus der sz kein lob erhaelt ueberrascht ja nicht wirklich; mancheiner hat es da offenbar nicht verkratet, auf der falschen seite der geschichte gestanden zu haben.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

-2

23.03.2009 - 20:52 Uhr
alcofribas

um zu verstehen, was biller meint (und was auch kister heute in der SZ und lohse gestern ebenfalls in der FAS beschrieben haben), genügte es, sich gestern anne will anzusehen, und die protagonistin dieser vorgänge, die kanzlerin, "in action" zu erleben.

allein, dass sie sich zweimal als "staatsoberhaupt" bezeichnet hat, zeigt die fremdheit dieser frau in unserem system. ja, man kann sich versprechen, ja, das kann mir passieren, jedem menschen, jedem politiker, der kanzlerin. wenn das aber zweimal passiert, tippe ich - zugunsten der sprecherin - auf eine freudsche fehlleistung, zu ihren ungunsten auf ein politik und staatsverständnis, das einer kanzlerin nicht ansteht.

und was pauschalisierung billers angeht, die teile ich nicht in dieser polemik und schärfe, ich bin weder schriftsteller noch ist das feuilleton der FAZ mein podium. ich werde aber jeden, der auch in schärfe und polemik empfundene oder vorhandene missstände und fehlentwicklungen aufzeigt, immer verteidigen. dafür haben wir mehr als eine zeitung, dafür lese ich nicht das neue deutschland und dafür habe ich es leider schon zu oft erlebt - in ost wie in west - dass gesagt wird "man" dürfe dies oder das doch nicht so schreiben, "sowas" dürfe doch nicht in eine zeitung, "das" müsse man doch besser kontrollieren.
nein. ich bin froh, in einem land zu leben, in dem biller schreiben kann, ohne danach zehn jahre nach bautzen zu müssen.

biller überdreht, ja. aber ich kann ihm trotzdem nicht absprechen, einige grundlinien der entwicklung der letzten jahre richtig benannt zu haben
- einen alles zukleisternden "patriotismus", der nationalistisches gedankengut bis in die mitte der gesellschaft hoffähig macht

- die lust an einer kollektivierung des denkens, ob das in parteien, bestimmten lebenswelten oder regionen ist.

- eine oft zum glück nur platte, manchmal ins nationalistische, im schlimmsten fall antisemitische schillernde kapitalismuskritik

- die unzureichende aufarbeitung des systems DDR. da wird die rückumbenennung der clara-zetkin- in dorotheenstraße mit dem dämon kommunismus und der abriß des palasts mit asbest gerechtfertigt, während in behörden und betrieben im osten sich die alten seilschaften schön über die wende gerettet haben.

- der allgegenwärtige geschichtsrevisionismus, da darf eine frau steinbach genauso rumtoben wie man die "saubere" wehrmacht à la stauffenberg wieder aus der mottenkiste holt

- und nicht zuletzt ein reduzierung von politik auf den taktiererischen machterhalt. davon betroffen sind alle parteien, verkörpert wird dieses prinzip allerdings am besten durch die kanzlerin oder durch z.b. einen politikertyp wie althaus. ein vierteljahr von der bildfläche verschwunden, erklärt er sich nach seiner "rückkehr" nicht dem parlament, nicht seinem parteitag, nicht seinen wählern, nicht der landespressekonferenz, sondern gibt der BILD eine privataudienz. sowas kennt man sonst nur von KPdSU-generalsekretären und der prawda.

zum schluss zitiere ich gerne aus dem besagten kommentar von lohse in der FAS gestern (leider nicht online gefunden)
"Aber sie (Merkel) hält die Mitgliedschaft in einer Partei ausschließlich für eine technische Notwendigkeit zur Herstellung und zum Erhalt der eigenen Machtposition. Parteimitgliedschaft als Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls, wie sie in Westdeutschland seit je für die meisten Mitglieder von politischen Parteien galt und gilt, war und ist ihr fremd. Das mag auch mit ihrer Sozialisation in der DDR zu tun zu haben. In der Zeit, als viele der heutigen CDU-Minister oder -Ministerpräsidenten ihre Partei als Mischung von Wertegemeinschaft und Machtapparat erlebten, dominierte in der DDR der zweite Aspekt"

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Mag ich Mag ich nicht

-4

23.03.2009 - 21:06 Uhr
alcofribas

achja, und das perfideste an merkel ist: man darf bei uns zwar ossis fürs ossi-sein kritisieren (und wessis fürs wessi-sein), man darf aber einer frau nicht ihr frauentypischen eigenschaften vorwerfen. die typischen ossieigenschaften werden bei merkel dann flugs zu "weiblichem" und politikstil umgewidmet und jeder kritik wie der von biller entzogen

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

-4

23.03.2009 - 21:06 Uhr
afrirali

die mauer muss wieder her!

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.03.2009 - 21:10 Uhr
alcofribas

afrirali sagte:
die mauer muss wieder her!


naja im gewissen sinne haben wir ja eine mauer umd deutschland bzw. europa. nur halt ne umgekehrte, die in der DDR wollten nicht, dass die leute RAUS gehen, wir lassen keinen mehr REIN

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

-2

23.03.2009 - 21:24 Uhr
afrirali

wir lassen halt die falschen leute rein. die ossis hätten wir nicht reinlassen sollen. statt irgendwelche symbolträchtige brücken zu bauen, mit ost-firmen und west-geld, hätten wir ihnen geld zum ausbau und erhalt der mauer überweisen müssen. die mauer war ja eh der genialste einfall des ddr regimes.

air_kaviar
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0

23.03.2009 - 22:01 Uhr
air_kaviar

manchmal tut es gut, sowas zu lesen.

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