27.05.2010 - 15:23 Uhr

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Die Führung in der Beziehung

Text: Digital_Data

Durch dauerndes Basching wird dieses Thema "Führung" mehr und mehr verwässert und vor allem verfälscht. Bei den Mädels ist mir das ja egal, aber bei den Männern, die angeblich auch immer mehr Abstand zu meinen "Theorien" nehmen ist mir das nicht ganz egal. Also stelle ich das hier jetzt noch einmal so klar dar, wie nur möglich. Ich benutze mein Lieblingsbeispiel, das Tanzen. Beim Tanzen übernimmt der Mann die Führung. Fast jede Frau dieser Welt akzeptiert das und es gibt weltweit keine wirklich bekannte feministische Organisation, die diesen Führungsanspruch der Männer ändern will und erreichen will, dass die Führung von der Frau übernommen wird bzw. eine führerlose oder demokratische Variante eingeführt wird. Dies stellt für die Frauen ein Paradoxon dar, dem sie nicht wirklich etwas entgegen zu setzen haben. Die stark emanzipierten Weibchen benutzen dann gerne das Totschlag-Argument: "Ich tanze nicht !" Dies beantwortet oder erklärt aber die grundlegende Situation nicht. Sie entzieht sich nur dieser Diskussion und mehr sie zeigt, dass diese Frauen dieses Argument nicht stehen lassen kann, weil, und ich wiederhole mich gerne, nicht sein darf, was nicht sein kann. Ich habe bis heute auch keinen vernünftigen Ansatz, weder von Weibchen noch von Männchen erhalten, der dieses Verhalten erklärt. Dass diese Führung beim Tanzen akzeptiert wird und nicht hinterfragt wird, setze ich hier damit gleich, dass Frau das so will. Und ich denke, Frau weiß sehr genau, was gut für sie ist. Beim Tanzen nun aber führe ich unter anderem auch so, dass wir uns an interessanten Plätzen befinden, denn nicht alle Plätze auf einer Tanzfläche sind gleich gut. Wenn wir nun ein Restaurant betreten und ich suche einen interessanten Platz aus und führe mein Weibchen zu diesem Platz, dann könnten the-wrong-girl und kikuju schlicht ausflippen. Was ist also an der Auswahl des interessanten Platzes durch den Mann in der Disco und im Restaurant anders ? Gar nichts !! Nur die Frage läßt sich im Rahmen eines Diskussionsforums nicht wirklich aufdröseln. Ich wage aber zu behaupten, dass jede Frau schon einmal zu einem Platz geführt wurde und dies akzeptiert hat. Spätestens in einem Restaurant mit Platzanweiser und spätestens dort zeigt sich wie daneben the-wrong-girls Aussage, ich entscheide wo ich sitze, eigentlich ist. Diese Bereitschaft zu folgen hängt einzig und alleine von der Dominanz bzw. dem Anspruch der Personen untereinander zusammen. Der Platzanweiser nimmt sich diesen Anspruch und es wird nicht hinterfragt. Hat der Platzanweiser in meiner Beziehung also mehr zu sagen, als ich ? Diese Frage ist durchaus berechtigt. Wenn ich the-wrong-girl im Lokal zum Platz führen will, dann funktioniert das hier im Forum schon gar nicht, da hat sie Zeit darüber nachzudenken, bringt sich in Rage und nennt mich am Schluß einen ewig Gestrigen. Ob dies also funktioniert hängt vor allem auch von etwas ab, dass ich physische Präsenz nenne. Wenn ein Mann diese physische Präsenz hat, dann beschäftigt dies die Frau und sie bemerkt diese Führung bewußt nicht, aber unterbewußt erfüllt diese Führung eine wichtige Funktion. Oder etwas anders ausgedrückt, James Bond hat damit sicher kein Problem. Hat Mann diese physische Präsenz nicht, dann muss Mann Frau beschäftigen. Folgendes Szenario, ihr habt ein Date, ihr seid in Deiner Küche, Du bereites vor ihren Augen das gemeinsame Essen zu und Frau lehnt mit einem Weißweinglas am Tresen. Du bist beschäftigt, strahlst wenig physische Präsenz aus und Frau ist unterbeschäftigt. Das Ergebnis werden Fragen sein, mit denen sie versucht heraus zu bekommen, was für eine Art Mann Du bist oder deutlicher formuliert, es wird eine Trickdiskussion in Gang gesetzt, bei der Du mehr und mehr in die Defensive kommst. Also beschäftige Sie, gib Ihr Jobs zu tun, Tomaten schneiden tec. und das entschärft die Situation. Nicht jeder ist eben ein Tim Mälzer, der Kochen und gleichzeitig für Unterhaltung sorgen kann. Wenn Du also diese physische Präsenz hast, dann wird die Führung auch akzeptiert. Das klappt aber eben nicht hier, weil Frau mit nichts anderem beschäftigt ist, als den Date-Doctor in die Pfanne zu hauen. Ich gehe jetzt noch einen Schritt weiter. Der Tanz an sich ist ein erotisches Setup. Man beührt sich dauernd, man ist sich näher als gewöhnlich, man dringt sozusagen in die persönliche Zone des anderen ein, Gespräche und Berührungen werden von anderen, also auch tanzenden Paaren in der Nachbarschaft nicht mitbekommen. Es ist ein kleiner Raum erotischer Intimität. Und in diesem Raum akzeptiert die Frau bedingungslos die Führung des Mannes. Das sollte jedem Mann zu denken geben. Doch ich bin eben kein Mann, der die bedingungslose Führung auch nur annähernd will. Und in der Beziehung wird sich auch die Situation ergeben, dass wenn das Paar tanzt und Frau bemerkt, dass hinter dem Rücken des gelliebten Gatten ein anderes Paar auf Kollisionskurs ist, dann wird sie kurz die Führung übernehmen um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Das ist uneingeschränkt richtig. Frau kann jederzeit intervenieren, ihre andere Meinung kundtun, andere Vorschläge machen. Dafür brauche zumindest ich keine Emanzipation, das ist selbstverständlich. Trotzdem führe ich beim Tanzen und trotzdem übernehme ich auch in großen Teilen in der Beziehung die Führung. Das heißt nicht, dass ich sie bevormunde, über ihren Kopf entscheide oder ihre Meinung nicht akzeptiere. Der Führer entscheidet grob wo es hingeht, aber seine Führung ist kein Dogma. Wichtig ist, wenn Mann führen will und das sollte er wollen, wie schon oft angedeutet, dann muss er gut führen. Er muss gute Entscheidungen treffen, die Frau im Prinzip auch nicht viel besser hätte treffen können, dann wird diese Führung für Frau zu einem Genuß und sie wird ihm gerne folgen. Wenn Du schlecht führst oder gegen ihren Willen, dann wird sie das auf Dauer auch beim Tanzen nicht akzeptieren. Digital_Data


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Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

-2

23.03.2009 - 10:59 Uhr
Digital_Data

Annehmbar sind Gründe deshalb nicht, weil man immer versuchen sollte, Probleme zu beheben.

Digital_Data

jurette_
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.03.2009 - 15:06 Uhr
jurette_

Digi, siehst Du das denn als Problem, wenn einer von beiden mal keine Lust hat?

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.03.2009 - 02:11 Uhr
Digital_Data

Bei mal nicht, ich sage ja auch Sie kann mal nein sagen ohen Begründung. Aber eben nicht oft oder dauernd.

Digital_Data

the-wrong-girl
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Mag ich Mag ich nicht

1

31.03.2009 - 12:27 Uhr
the-wrong-girl

"Akbari said the law gave a woman the right to refuse sexual intercourse with her husband if she was unwell or had another reasonable "excuse"

ich will ja kein öl ins feuer gießen wa, mach's aber mal trotzdem. die frage ist jetzt, wer hat von wem abgeschrieben, die afghanen vom dir, oder du von den afghanen?

http://www.guardian.co.uk/world/2009/mar...

kikuju
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.03.2009 - 12:33 Uhr
kikuju

*lachtränen*

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

-3

31.03.2009 - 20:15 Uhr
Digital_Data

"the law gave a woman the right to refuse sexual intercourse"

Gibt es das "Law" auch für Männer ? Ich finde solche Texte schlimm. Aus meinen Erfahrungen weiß ich, dass zum einen die Frau in der z.B. iranischen Beziehung ziemlich emazipiert ist und das gerade auch die Männer sehr unter den strikten Regeln des Islam leiden (z.B. Partnersuche). Auch im Iran und anderen Ländern gibt es nicht wenige Frauen, die ohne Erlaubnis von zu Hause im eigenen PKW zur Arbeit fahren. Und das ist gut so. Berichte dieser Art vermitteln ein falsches Bild des Isalm in diesen Ländern und sind deshalb für mich grundsätzlich nur Schund. Auch in Deutschland gab es dieses gesetz, dass Frauen ohne Erlaubnis des Mannes nicht arbeiten gehen durften bis in die 70er-Jahre, aber deshalb war die Mehrheit der deutschen Männer nicht automatisch so. Das ist eine unzulässige Schlußfolgerung und die Abschaffung des Gesetzes zeigt eben deutlich, dass die Gesellschaft schon viel weiter ist, als die Führung. Insofern sind solche Artikel nur der Blick auf die Führung, nicht aber der Blick auf die wahren gesellschaftlichen Strukturen.

Noch einmal, ich sage nicht, dass eine Frau nicht "Nein" sagen kann ohne Begründung oder dass ich sie dann vergewaltige. Wenn Sie "Nein" sagt, dann passiert eben nichts, aber wenn das öfters passiert, dann werde ich mich fragen, ob sie die Richtige ist. Die Nein-Sagerei ist ja am Anfang einer Bezeihung praktisch nicht existent. Sie wird von Frauen erst während der Beziehung "eingeführt", auch weil sie Sex benutzen, oder auch weil sie mit Sex Macht ausüben wollen, oder auch weil sie sich über das Nein-Sagen emanzipieren wollen. Alles das hat in einer gleichberechtigten Beziehung nichts verloren.

Leider übersehen die Diskutanten hier, was Frauen wirklich wollen:

In dem Text "Die "Alphamädchen" antworten auf Alice Schwarzer" der leider nur noch im Archiv oder im Google-Cache ist ;-).

"Nach ihren Sexphantasien befragt gaben 81 Prozent der Frauen an, diese hätten "Kontrollverlust-Inhalte


Das die Mädels hier nicht zu diesen 81 % gehören oder dies nicht zugeben ist mir klar ;-).

Digital_Data

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