Chinesische Diplomatie
Text: daniel_21
Ein aktuelles Beispiel:
"Das chinesische Volk und die Regierung bringen ihre große Unzufriedenheit und entschiedene Ablehnung zum Ausdruck", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Ma Zhaoxu, am Donnerstag in Peking. Die am Mittwoch in der US-Kongresskammer verabschiedete Resolution, die Peking zu einem Ende der Unterdrückung der Tibeter auffordert, missachte die Tatsachen und erhebe "grundlose Anschuldigungen gegen Chinas ethnische und Religionspolitik".
Das US-Repräsentantenhaus hatte die Resolution beinahe einstimmig beschlossen. Darin wird auch ein Dialog der chinesischen Führung mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter gefordert. Peking hatte bereits zuvor vor möglichen Belastungen der Beziehungen zu Washington gewarnt, nachdem das US-Außenministerium am Dienstag "tiefe Sorge" über die Lage der Menschenrechte in der Himalaya-Region geäußert und Peking aufgefordert hatte, seine Politik zu überdenken. Am Donnerstag sollte Chinas Außenminister Yang Jiechi, der sich zu einem Besuch in Washington aufhielt, US-Präsident Barack Obama treffen.
Unten, eine der Reaktionen Chinas auf die amerikanischen Äußerungen zum Tibet Thema:
Chinas Regierungschef Wen Jiabao auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. "Wir haben den USA eine Menge Geld geliehen", sagte der Politiker und zeigte sich gleichzeitig besorgt über die chinesischen Investitionen in US-Schatzanleihen. Wen forderte die USA zu einer glaubwürdigen Wirtschaftspolitik auf, um die Sicherheit der chinesische Anlagen zu wahren. "Natürlich sind wir besorgt über die Sicherheit unserer Anlagen", sagte Wen Jiabao. "Um ehrlich zu sein, ich bin etwas beunruhigt."
Laut Wen ist China der größte Kreditgeber der US-Regierung. Das Land hielt im November nach Angaben des US-Finanzministeriums 681 Milliarden US-Dollar in US-Schatzanleihen. Insgesamt verfügt das Land über Devisenreserven von knapp zwei Milliarden Dollar.
Die Äußerungen des Premiers Wen Jiabao folgten nur einen Tag nach der Abstimmung im Repräsentantenhaus.
Der Stil den die Chinesischen Politiker damit einmal mehr an den Tag legen ist dabei äußerst Besorgnis erregend. Da China seinen Einfluss offensichtlich ohne Bedenken dazu nutzt selbst einfache Kommentierungen zu Menschenrechtsaspekten zu unterbinden und dabei auch vor offener Erpressung nicht zurück schreckt.
Es bleibt zu hoffen das sich der Rest der Welt von diesen Erpressungen nicht erschrecken lässt sondern diesen plumpen Versuch viel mehr da zu nutzt, um diesem mit aller Entschlossenheit und Geschlossenheit öffentlich entgegenzutreten.
Das könnte zum einem den positiven Effekt haben das es vielleicht zu einem Umdenken der Politiker in China kommt oder aber wenigstens durch die dadurch entstehende Mediepräsenz die chinesische Bevölkerung weiter zum nachdenken über den Politikstil ihrer Regierung angeregt wird.
Meine Überzeugung ist das der Wandel in der gebildeten chinesischen Bevölkerung sicherlich schon längst begonnen hat und sich dieser auch entsprechend in einem politischen Wandel über kurz oder lang bemerkbar machen wird. Allerdings gebietet die Dringlichkeit von Themen wie die Verletzung von Menschenrechten, weiterhin die Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Stimulierung eines Politikwechsels in China.
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Textoptionen
-1
13.03.2009 - 18:14 Uhr
qwertz1432
welchen Grund, vor allem jetzt, sollten sie dazu haben?
Sie hätten schreiben sollen "Mein Wunsch ist das der Wandel..." und nicht "Überzeugung".
Über Tibet haben Sie eine und China eine andere Sichtweise, hier gleich von "Erpressungen" zu sprechen ist Ihre Sichtweise, die Chinesen sehen es als destabilisierene Einmischung Auslands.
Wer hat Recht? ...wie immer, der stärkere. Wer das ist, weiss zur Zeit keiner.