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Mädchenfrage
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Sex| 13.03.2009 18:30Jungs, was ist eigentlich so schlimm daran, keinen hochzukriegen?
Text: penni-dreyer
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![]() Ihr wundert euch ernsthaft darüber, dass eure tröstende Worte uns nicht entspannen können, wenn unser eigentlich bestes Stück ausnahmsweise mal nicht seinen besten Tag hat? Schon mal drüber nachgedacht, dass wir überhaupt nicht getröstet werden wollen? Bloß kein bemutterndes Mitleid! Erstens hat Mutti im Bett nichts zu suchen und zweitens nehmen wir euch in den Arm, nicht ihr uns. Verstanden? In Wahrheit ist es nämlich nicht unsere Erektionsstörung, vor der wir uns fürchten. Es ist eure angeblich so „extrem entspannte“ Reaktion, die uns Angst macht. Klar, es ist kein Geheimnis, dass es das männliche Horrorszenario schlechthin ist, keine stattliche Latte zu kriegen. Unsere Erektionsstörung wird aber erst dann zum Erektionsproblem, wenn ihr uns in der sowieso schon frustrierenden Situation mit einem mitleidigen „Das kann doch jedem mal passieren“ auch noch den letzten Rest unserer Männlichkeit nehmt. Nicht weniger hilfreich sind die obligatorischen Zweifel an eurer eigenen Weiblichkeit: „Findest du mich nicht (mehr) sexy?“ Nein, verdammt noch mal, es liegt nicht an dir! Aber wenn du mich dazu nötigst, es auch noch aussprechen zu müssen, dass es mein Versagen ist, dann wird mein Schwanz bestimmt nicht vor Stolz anschwellen. So gesehen liegt unsere Angst vorm Keinen-hoch-kriegen eben auch ein bisschen an euch: Mitleid, Selbstzweifel oder die halbherzigen Versuche, unser Teil doch noch zum Leben zu erwecken sind keine Lösung. So macht ihr unseren Erfolgsdruck beim nächsten Mal nur noch größer. Nehmt euch ein Beispiel an den Jungs und entspannt euch einfach mal! Oder habt ihr von uns schon mal die Frage „Liegt es an mir?“ gehört, wenn es bei euch untenrum mal nicht auf Kommando geflutscht hat? Deshalb besser ein kurzes Schulterklopfen und wieder zur Normalität übergehen. Keine tröstenden Worte sondern mehr Selbstverständlichkeit, wenn es mal nicht so klappen will. Leider zeigt ihr diese Selbstverständlichkeit meist nur dann, wenn bei uns alles gewohnt glatt läuft. Nach dem Motto: Ihr könnt ja sowieso immer und überall. So entsteht ein Leistungsdruck, dem selbst wir Jungs nicht immer gewachsen sind. Steht unser Teil in einem von fünfzig Fällen mal nur auf Halbmast, dann startet ihr Trostarien oder stellt unser gesamtes Liebesleben in Frage. Das ist erstens keine „extrem entspannte“ Reaktion und zweitens nicht fair. Vergesst nicht: Auch unser Geschlechtsteil hat keinen Knopf zum An- und Ausschalten. Und außerdem: Wenn jemand beim Sex mit dem Kopf auch ein bisschen bei der Partnerin ist statt nur an sich zu denken, dann kann der Bluttransport vom Hirn in den Schwanz schon mal ins Stocken geraten. Zur allgemeinen Beruhigung: Schon beim nächsten Mal werdet ihr genau von dieser Empathiefähigkeit im Bett wieder so richtig profitieren. andreas-glas Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Teste Deutschlands große Tageszeitung jetzt zwei Wochen kostenlos und unverbindlich: hier klicken!
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