Die Muttersucher
Wollen Männer nur schnellen Sex? Nein, sie wollen nur schnell Kinder. Über die Torschlusspanik einer Generation, die sich plötzlich sehr, sehr alt fühlt.
Er hatte sie nach einem Geschäftstermin in Frankfurt angesprochen, eigentlich etwas zu forsch für ihren Geschmack. Ein Investmentbanker, Felix war sein Name. Ob sie nicht noch mit ihm was trinken wolle, direkt ums Eck sei die »Rote Bar«. Es war ein langer Tag gewesen, aber Felix lächelte sympathisch, und der Abend war immer noch warm. So standen sie dann doch draußen vor der Bar. Auf dem Main fuhren Schiffe. Er machte ihr ein Kompliment nach dem anderen. Wie alt? Unglaublich, sie sähe ja zehn Jahre jünger aus! Bis er sie plötzlich mit der Frage überfiel: »Sag mal, könntest du dir vorstellen, eine Familie zu gründen?«
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13.03.2009 - 11:37 Uhr
diedrossel
__xxx__ sagte:
Ein Artikel der mich auch direkt berührt, wenn auch das ganze etwas oberflächlich/seicht behandelt wird.
Das Problem ist ein anderes und es betrifft beide Geschlechter - es gibt immer weniger junge Frauen die ein Kind wollen, da Karriere etc. im Vordergrund steht. Mit solchen Damen kann man meistens bis mindestens 30 keine ernsthafte Beziehung anfangen, weil sie es schlicht nicht wollen.
schon mal dran gedacht, dass es nicht um karriere geht, sondern um wirtschaftliches überleben?
jurette_ sagte:
Also, ich weiß jetzt auch nicht, wo das Problem mit über 30ig jährigen Frauen liegt - schon zu faltig oder was?
So schlimm das in den Ohren einer Frau klingen mag, oft ja. Oder zu viele schlechte Erfahrungen und Prägungen und die entsprechenden Folgen im Verhalten gespiegelt.
13.03.2009 - 11:39 Uhr
__xxx__
diedrossel sagte:
schon mal dran gedacht, dass es nicht um karriere geht, sondern um wirtschaftliches überleben?
Sicher, aber viele treiben das zu weit und werden dadurch auch selbst zu diskriminierend.
__xxx__ sagte:
Dann setzt die Torschlußpanik irgendwann ein, jedoch ist dann das Männerangebot schon deutlich begrenzt weil Männer eben auch eher junge partnerinnen wollen und sich mit einer 30+ dame eher weniger abgeben möchten. Vor allem wenn es sich dann um eine durch das Geschäftsleben verbitterte, "vermännlichte" personlichkeit handelt (gibt es heutzutage viel zu oft und immer mehr) mit der man eh nichts anfangen könnte unabhängig vom Alter.
Um jetzt nicht die ganzen Klischees auseinander zu dröseln, kurz zusammengefasst - diese Frauen will keiner und die "guten" sind bis dahin meistens vergeben, verheiratet etc. Doof gesagt, viele Frauen haben sich aus dem echten Leben "wegemanzipiert". Vor dem Problem steht ein 35 bis 40-jähriger Mann und zu der Gruppe gehöre ich langsam auch.
Andere Seite, bei Männern laufen die Geschichten ähnlich, aber ca. um zehn Jahre versetzt. Bis 30 will man meistens nichts von Kindern und Verpflichtungen hören sondern "das Leben genießen" (was die wenigsten im wörtlichen Sinne auch wirklich tun), später richtung 40 merkt man plötzlich dass das Partyleben nicht mehr funktioniert weil man "zu alt" ist und keinen Spaß mehr daran hat und dann setzt da die Verzweiflung ein. Hier stehen die Männer immer noch "besser" da als Frauen, jedoch wird ab 30 aufwärts seitens der Damen nach wie vor nach alten Kriterien "bewertet" und hier trennen sich dann die Wunschkandidaten vom Rest meistens anhand von Erfolg, Geld, Macht, Besitz etc. Und das gnadenlos.
ich fasse zusammen, frauen werden im berufsleben verbittert und hart und unattraktiv und alt und haben deswegen eine krise. männer haben gaudi und erfolg im beruf und machen geld und haben dann nur das problem, dass die guten, jungen frauen, die einem zum glück fehlen alle weg sind...
alles klar.
DagnyTaggart sagte:
(Allerdings wuerde ich auch anmerken, dass sich die Frauen -zum Glueck- gegenueber etwa den 50ern entschieden weiterentwickelt haben - die (frustrierten) Maenner sollen nicht ueber diese Tatsache jammern, sondern selber nen Schritt nach vorne machen. Oder zwei).
Das ist nicht das Problem, sondern dass die Richtung nicht stimmt. Es gibt keine neue Rollenbilder ausser die dumme Gleichschaltung, die ins nichts führt und sowohl Männer als auch Frauen nur unglücklich macht. sieht man ja deutlich an der Gesellschaftlichen Entwicklung, Anzahl von Scheidungen, zerrütteten Familien etc.
__xxx__ sagte:
diedrossel sagte:
schon mal dran gedacht, dass es nicht um karriere geht, sondern um wirtschaftliches überleben?
Sicher, aber viele treiben das zu weit und werden dadurch auch selbst zu diskriminierend.
wie weit ist denn zu weit? mehr als chefsekretärin? abteilungsleiterin?
13.03.2009 - 11:43 Uhr
diedrossel
__xxx__ sagte:
Das ist nicht das Problem, sondern dass die Richtung nicht stimmt. Es gibt keine neue Rollenbilder ausser die dumme Gleichschaltung, die ins nichts führt und sowohl Männer als auch Frauen nur unglücklich macht. sieht man ja deutlich an der Gesellschaftlichen Entwicklung, Anzahl von Scheidungen, zerrütteten Familien etc.
ja, ist schon schwer für familien, wenn vati auch bei frauen immer das neueste modell will...
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13.03.2009 - 11:35 Uhr
__xxx__
Also bitte, übertreib jetzt nicht. Du weißt wie das gemeint ist, man will eine Frau die ihr Leben im Griff hat, selbständig genug ist und keine zu böse Altlasten mitschleppt. Anders rum wollt ihr ja auch nichts anderes, die Grenzen der Kompromissbereitschaft sind jedoch je nach Person unterschiedlich.
Jurette: Du hast recht. Bei mir stimmt nicht dass meine Toleranzgrenzen viel zu niedrig sind, vor allem was den Charakter angeht. Und ich bin nach wie vor nicht bereit mich zu sehr anzupassen, was ja aber mein gutes recht ist - Frauen sehen das meistens auch nicht anders.