Die Revoulution der heutigen Frauen
Text: AlexanderDerBeneHabitat
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie sich unsere Welt geändert hat? Es ist ein schleichender Prozess, den man als Mann erst gar nicht so gemerkt hat. Aber langsam merkt man es immer mehr. Die Frauen nehmen immer öfter Führungspositionen ein. Sie werden immer männlicher, hat man das Gefühl.
Angela Dorothea Merkel geb. Kasner zum Beispiel ist Bundeskanzlerin. Vor zehn Jahren konnte man es sich noch nicht vorstellen, dass eine Frau so weit kommen würde. Wenn man ihre Biographie liest, könnte man meinen, es würde sich um einen Mann handeln: Sie hat Physik studiert und ihre Diplomarbeit mit "sehr gut" bestanden. Jeder, der sich mal mit Physik beschäftigt hat, weiß, dass das ein verdammt harter Stoff ist. Also ist sie ein Mensch mit sehr logischem Verstand. Dann ist sie einmal geschieden und hat wieder geheiratet. Und sie hat zwei Stiefsöhne aus erster Ehe, aber eigene Kinder hat sie keine.
Ihr Ehrgeiz und Sachverstand, aber auch Glück und eine saubere Weste, weil sie unbelastet durch die Spendenaffäre ging, hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist. Zwar hat ein gewisser Stoiber versucht, sie noch zu unterdrücken, indem er selber die Kanzlerschaft beanspruchen wollte, aber das Volk wollte ihn nicht. Jedenfalls ist sie zu dem geworden, was sie heute ist: Eine mächtige Frau - und das schreckt viele Maskulisten ab.
Trotzdem sind die Führungskräfte meistens immer noch männlich. Doch solche Beispiele wie Merkel werden unweigerlich die Frauen beflügeln, Einzug in die Führungsabteilungen zu halten.
Dann gibt es noch die Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte des Bundestags. Für einige meines Bekanntenkreises persönliches Hassobjekt. Man hat Angst, sie wird noch das Rauchen in den eigenen vier Wänden verbieten. Man macht Witze über sie und sagt z.B., sie sei sicherlich von jedweder Droge abstinent. Sie schießt über das Ziel hinaus. Sie sei frigide, witzeln manche hinter vorgehaltener Hand. Will ich auch nicht bewerten. Aber sie macht Angst, und darauf wollte ich hinaus. Würde man auch so wütend auf sie sein, wäre sie ein Mann?
Dann hört man in letzter Zeit, dass unsere Sprache zu maskulin sei. Ich gebe mal ein Beispiel:
Kommt eine Person in den Supermarkt und sagt zu einer Verkäuferin. "Sind Sie der Verkäufer?" Was fällt auf? Er bezeichnet die Frau als Mann. Wahrscheinlich nichts Ungewöhnliches. Sie wird wahrscheinlich ja sagen. "Ja, ich bin der Verkäufer." Umgekehrt, wenn eine Person zu einem Verkäufer sagt: "Sind Sie die Verkäuferin?" würde der Mann sich wahrscheinlich nicht einmal angesprochen fühlen. "Nein, ich bin nicht die Verkäuferin, ich bin der Verkäufer."
Das ist zwar nur ein kleines Beispiel, was Sie sicher schon gehört haben, denn es kommt häufig vor. So zieht es sich durch die Sprache, häufig wird die maskuline Form genommen. Wird ein Text in weiblicher Form formuliert, fühlen sich Männer häufig nicht angesprochen. Frauen sind es gewohnt. In Schriftform wird sich die Revolution der Gleichberechtigung der Sprache wohl eher durchsetzen als im Gesprochenen, aber irgendwann wird sich die Gleichberechtigung auch im Gesprochenen durchsetzen.
Und wie sieht es mit Familien aus? Nach der heutigen modernen Ansicht arbeiten beide und teilen sich gemeinsam den Haushalt und die Kindererziehung. In wie weit es zutrifft, will ich nicht bewerten. Aber es hat den Anschein, dass in akademischen Familien die Frau im Haushalt deutlich mehr leisten muss als der Mann. In den Arbeiterfamilien dagegen soll die Aufgabenverteilung tatsächlich funktionieren. Wenn das stimmt, fragt man sich doch: Wie kann es sein, dass der gebildete Mann sich eher aus dem Haushalt heraus hält als der ungebildete Mann. Aber da die Führungselite hauptsächlich aus Männern besteht, ergibt es auch einen Sinn. Wahrscheinlich haben die Männer Angst, dass die Frauen eines Tages ihnen die gutbezahlten Jobs wegnehmen. Darum wollen sie auch lieber einen Mann an der Führungsspitze sehen. Mann stellt Mann ein. Eine Frau soll sich doch eher um die Familienverpflichtungen kümmern. Vielleicht wissen Sie es besser und kennen die Gründe.
Wahrscheinlich, wenn man sich die Tendenzen ein bisschen genauer anschaut, wird die Frau über kurz oder lang gleichberechtigt sein. Solange es immer wieder ehrgeizige Frauen sind, die die männlichen Domänen stürzen, wird man es auch nicht aufhalten können. Aber das macht Angst. Was ist, wenn eines Tages die Frauen in den Berufen Überhand nehmen und die Männer blöd da stehen?
Schauen Sie sich die zwei Bildungswege an, wie ein Kolleg. Es gibt auf den Schulen mehr Frauen als Männer, und sie schreiben insgesamt bessere Noten, sind motivierter und wollen nach oben.
Oder schauen Sie nach Ostdeutschland. Dort ziehen hauptsächlich Frauen weg Richtung Westen. Warum nicht die Männer, die bleiben zurück. Sind sie unmotivierter? Sind sie fauler? Haben sie Angst vor Neuem? Was ist nur mit ihnen los?
Vielleicht sollte man mal auf etwas hinweisen, Männer, hört zu: Allgemein heiraten Frauen Männer, deren Bildungsstand auf gleichem Niveau ist oder höher. Wenn ihr nichts aus euch macht beziehungsweise lieber mit euren Kumpeln sauft, mindert ihr damit eure Chancen der sexuellen Fortpflanzung.
Männer heiraten dagegen eher Frauen mit niedrigerem Bildungstand als sie selber, weil es ihnen Angst machen würde, wenn die Frau schlauer wäre. Natürlich gibt es auch Ausnahmen.
Ok, wenn man die Frauenrevolution betrachtet, kämpfen die Frauen schon sehr lange für ihre Gleichberechtigung. Aber ich finde, es trägt schon sehr viel Früchte und darum macht weiter so. Irgendwann werdet ihr eure Ziele erreicht haben. Und wenn Ihr über das Ziel hinaus schießt, dann werden unweigerlich die Männer für ihre Gleichberechtigung kämpfen müssen.
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11.03.2009 - 16:33 Uhr
lady_dawn
So sicher wie das Amen in der Kirche.