"Ich schick' dir mal den Link"
100 Sätze reichen für ein ganzes Leben. Jede Woche stellt unser Autor einen vor.
Bergleuten, das weiß man, ist auf ihrer Fahrt in die Grube "Glück auf!" zu wünschen. Schauspielern muss man über die Schulter spucken und dabei "Toi, toi, toi" rufen und das traditionelle "Grüß Gott!"der Astronauten hat sich längst über die Berufsgrenzen ausgebreitet. In meinem Beruf aber wünscht man im Aufzug einander: "Ich schick dir mal den Link!", bevor man sich in die Zimmer verteilt, um dort alleine dem Bandscheibenvorfall in die Hände zu arbeiten. Das Linkschicken ist eine seltsame Para-Kommunikation. Im Grunde erklärt mir damit der andere einen Weg, den ich nie gefunden aber auch nie gesucht hätte. Er behelligt mich mit einem Fundstück, auf das er so stolz war, dass er damit nicht alleine bleiben wollte. So eine Linksendung kommt ohne weitere Worte aus. Das schlichte, unterstrichene Gekröse, das da in der Mail einläuft, ist wie ein stummer Portier der die Tür aufhält. Es sagt: Kommst du mal bitte?
- "Ihr wart dann auf einmal irgendwie weg." 13.05.2012
- "Das ist gut, weil es nicht so süß ist." 22.04.2012
- "Also 'nur' in Anführungszeichen!" 09.04.2012
- "Hast du auch genug getrunken?" 29.01.2012
- „Du, ehrlich, in der Stadt brauche ich einfach kein Auto." 22.01.2012
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Aber ich sag dann auch immer: Klar, schicks rüber, cool.
Hihi, amuesant wie so oft an dieser Stelle!








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22.02.2009 - 18:58 Uhr
nixbewiesenausserich