Hilfe, die Heten kommen!
Szene-Clubs wie das Berghain in Berlin waren mal die Hotspots der schwulen Subkultur. Jetzt werden sie von feierwütigen Heten überrant. Aber das macht nichts - solange die sich an die Regeln halten und nicht alle auf einmal kommen.
Es gibt zwei Sorten von Homo-Clubs. Die einen werden von Heten kaum besucht, wegen Darkroom oder zu viel Plüsch oder beidem. Den anderen rennen party- und szenewütige Heten die Bude ein, wie Möbel Olfe oder Berghain in Berlin, in München der Candy Club – schwul oder queer gestartete Orte, in die die Homos zum feiern gingen – und jetzt immer mehr Heten. Kann man ja auch verstehen: Die Musik ist gut, die Leute entspannt, die Party lang. Nur: Wenn zu viele von euch kommen, kanns auch kompliziert werden.
- Der gecastete Jesus 24.05.2012
- Sorry, ich hab' einen Freund... 21.05.2012
- Gema in gerecht 21.05.2012
- Die Zukunft des Horst Seehofer 15.05.2012
- Das ABC zu NRW 11.05.2012
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
Stürzt da mein Betriebssystem ab weil es von den ganzen blinkenden und schrillen Elementen überfordert wird oder was ist eine MySpace-Frisur?
20.02.2009 - 19:08 Uhr
soylentyellow
komber sagte:
Aha sieht man den Leuten an der Türe also wieder mal ihre sexuelle Gesinnung an der Nasenspitze an oder was?
Das ist so wie mit der Religion - die sieht man schließlich auch an der Nasenspitze...
danke dafür
wobei ich kenn mittlerweile auch den einen oder anderen heten-club wo mittlerweile mehr schwule und solche die es werden wollen als sonstwas rumläuft
deine klage verstehe ich. ich wüsste als heterosexuelle auch nicht auf eine homosexuelle party gehen, weil ich mich da fehl am platz fühlen würde. und wenn, würde ich mich dem anlass angemessen anziehen. klar will man da unter sich sein. allerdings den "heterosexuellem Mainstream" zu beklagen ist an sich ebenso daneben wie diskriminierend. zum einen is nunmal die mehrheit der menschen heterosexuell, da können die "heten" eben nichts für, zum anderen stellen sie ebensowenig einen grauen "Mainstream" wie die homosexuelle bewegung ein regenbogenfarbiges, durch und durch quietschbuntes apartsein. ich finde es überhaupt das artikelbild sehr diskriminierend. auf der einen seite die graue einheitsmasse im gleichschritt, auf der anderen die bunten. sorry, ich finde das für die "Heten" sehr diskriminierend, damit machst du dich um keinen deut besser. immerhin heißt vielfalt ja nicht unbedingt totale abgrenzung verschiedener gruppen.
zusammenfassend: verstehe die nachricht des artikels, die verpackung ist unter aller sau.
und das mit "verhaltet euch ruhig" klingt ein bisschen nach "mit der freundin tanzen verboten. das reichssubkulturministerium."
ich war letztes wochenende beim candy club und hatte nicht das gefühl unerwünscht gewesen zu sein. schon allein weil ich da ne menge freunde treffe, die maltes kastendenken offensichtlich nicht teilen.
gilt dann auch der umkehrschluß, dass alle nicht explizit als schwullesbisch gelabelten partys automatisch "hetero" sind und "offenbar homosexuelle" pärchen den charakter ändern und deswegen nicht reingelassen werden?
Insgesamt regt mich der Artikel aber auch irgendwie auf.
Ich hasse Heteropartys, ich hasse Homopartys.
Auf dem Popfloor beim Proxi Club fühle ich mich genauso unwohl wie bei einer heterosexuellen Hip Hop-Party.
Alle Kommentare anzeigen








11
20.02.2009 - 19:06 Uhr
komber
Schwieriges Thema!