Zum Beispiel: Globalisierung. Eine Wirtschaftskolumne (I)
Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, in "Uns gehört die Welt" erklärt er Macht und Machenschaften von Konzernen - für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo Wirtschaft plastisch. Heute verlangt er offene EU-Grenzen - für alle Menschen
Globalisierung bezeichnet die zunehmende weltweite Vernetzung in allen Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Kultur und Kommunikation. Ich zum Beispiel habe Freunde und Freundinnen in Brasilien, im Kongo und Australien, mit denen ich in verschiedenen Sprachen fast gratis chatten, E-Mails verschicken und via Skype online telefonieren kann. Als Journalist kann ich im Internet auf die Archive der New York Times oder einer kleinen indischen Zeitung zugreifen, mir von Menschenrechtsgruppen in Hong Kong oder Nigeria Informationen schicken lassen und per Weblog mit Leuten auf der ganzen Welt kommunizieren. Ich lade mir die Musikfiles internationaler Bands und DJs herunter und sehe mir auf YouTube Filme aus aller Welt an. Außerdem genieße ich fair gehandelten Kaffee aus Bolivien, Schokolade aus Ghana und Bananen aus Costa Rica. Und hin und wieder steige ich in ein Flugzeug, um fremde Kulturen kennen zu lernen, obwohl ich weiß, dass das aus ökologischer Sicht gar nicht gut ist und es sich nur wenige Menschen leisten können.

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- Zum Beispiel Spaß: Subversiver Humor ist der beste Protest 07.05.2009
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"Die Auslegung eines Gesetzes beginnt und endet mit seinem Wortlaut", lernen die Juristen im ersten Semester (und behrzigen es dann sogar als BVerfG-Richter nicht mehr, siehe Asylrechtsprechung); die Soziologen und andere Gesellschaftswissenschaftler lernen, etwas später,: Die Wertung und Deutung einer gesellschafts(-politischen) Aussage beginnt und endet "mit der Definition der Kommunikationssituation" (Habermas), in der die Aussage getroffen wird.
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Aus meiner Sicht gehen daher die sehr klugen Ausführungen von Synthie_ und_Roma durchaus mit dem Anliegen des Clowns Lobo konform: in seiner schlichten und kindlich-unbefangenen Art weist ein Clown auf die irreale Welterklärung der Erwachsenen hin. Zu Ende gedacht würde der Vorschlag Lobos ja genau darauf hinauslaufen, sich endlich mal über die Ungeheuerlichkeit (und die in der Finanzkrise zur Zeit ja ungeheuerlich spürbar werdenden Konsequenzen) dieser Lebensform "Irrealis" der so abgeklärten Erwachsenenwelt nachhaltig Gedanken zu machen. Und sich ggf. einer Vereinnahmung durch die ebenso großen Vereinfacher einfach zu widersetzen.
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air_kaviar sagte:
interessant, wo habt ihr denn die ganzen forderungen herausgelesen, die ihr dem autor vorwerft? der text ist eine einzige zustandsbeschreibung. die einzige forderung die gemacht wird, ist die nach einer globalisierung für den menschen. da das hier der beginn einer kolumne ist, tippe ich dass hier die ausgangslage geschildert wird.
@synthie: wenn die globalisierung für die entwicklungsländer so toll ist, dann können wir ja freizügigkeit einführen. denn dann geht es den leuten in ihrer heimat ja so gut, dass sie garnicht herkommen bzw. bleiben wollen.
wobei ich nicht bestreite, dass die globalisierung für die entwicklungsländer auch positive auswirkungen hat. nur werden eben die profite nicht von denen gemacht, die sie erwirtschaften.
1. es gibt hunderte millionen von menschen, denen es besser geht. die wollen gar nicht zu uns. aber eben nicht in afrika, weil es da keinem besser geht. dies allein nur auf die bösen multinationalen konzerne zu schieben ist mir zu einfach. das ist alles was ich sage. würden die afrikaner besser regiert - wie inder und auch chinesen - dann könnten die dort für bessere verhätnisse sorgen
2. es ist zynisch offene grenzen zu fordern, weil alle die besser ausgebildet sind sofort zu uns kommen. gerade die länder mit wenig "humankapital" werden einen ungeheuren aderlass hinnehmen müssen. das wird für noch schlechtere verhältnisse dort vor ort sorgen.
3. wird es immer ungerechtigkeit ind er welt geben. leute die mehr leisten können (und wollen) und solche die es eben nicht tun. wie xxx schon sagte: gib allen menschen auf der erde heute gleich viel geld. in wenigen jahren gibt es wieder wenige reiche und viele arme.
afrirali sagte:
jetzt hab ichs raus: riesenherz ist einfach im grunde seines herzens immer ein kind geblieben, das mit großen staunenden und erschreckten augen auf die welt blickt und sie nicht versteht, sich dann aber im laufe der jahre erklärungen für dieses unverständnis gesucht hat.
*ertapptaufschreck*
20.02.2009 - 11:12 Uhr
riesenherz
Wir sollten uns da alle nicht einfach mit abfinden, daß solche Versuche so oft scheitern.
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20.02.2009 - 11:16 Uhr
afrirali
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20.02.2009 - 10:47 Uhr
air_kaviar
@synthie: wenn die globalisierung für die entwicklungsländer so toll ist, dann können wir ja freizügigkeit einführen. denn dann geht es den leuten in ihrer heimat ja so gut, dass sie garnicht herkommen bzw. bleiben wollen.
wobei ich nicht bestreite, dass die globalisierung für die entwicklungsländer auch positive auswirkungen hat. nur werden eben die profite nicht von denen gemacht, die sie erwirtschaften.