12.02.2009 - 18:30 Uhr

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Die Erotikbilder von Roland Kochs Sohnemann

Text: peter-wagner - Foto: Screenshot

Dirk Koch ist 22, der Sohn des hessischen Ministerpräsidenten und fotografiert gern. Seine Website erlaubt einen Blick auf seine Werke - auf denen fast nur Frauen zu sehen sind

Früher hat man zum Fotografieren Licht auf einen kleinen Film gelassen und den dann zum Entwickeln geschickt. Die meisten Fotografen hatten keine Ahnung, wie das Ergebnis aussehen würde. Der Filmabholmoment in der Drogerie oder im Fotoladen war deshalb besonders. Im Schnitt war ein Viertel der 36 Bilder Schrott. Heute sind die Bilder digital, da überlebt der Schrott gerade mal den Moment des Bildmachens. Aus den guten Bildern kann man online ganze Büchlein zusammenstellen und sich die dann schicken lassen. Vielleicht mit dem Aufdruck „Für Mama“ oder „Für meine Schnecke“ versehen. Solche Büchlein und Kalender erfreuen sich, wie digitale Bilderrahmen, recht guter Beliebtheit. Weil wer sich selbst auf Bildern schenkt, der schenkt schon was sehr Persönliches. Und wer meint, seiner „Schnecke“ oder seinem „Schneckerich“ etwas sehr Tolles überreichen zu wollen, vereinbart einen Termin mit einem stadtbekannten Studiofotografen. Die residieren in allen Städten Deutschlands in kleinen Fotohöhlen, in die sie Schlenderpassanten locken, die an ihren Lockbildern hängenbleiben. Lockbilder sind in erster Linie Hochzeitsbilder, gerne eingefasst in herzförmige Passpartouts und weichgezeichnet, bis die Haut zerfallen aussieht. Lockbilder sind aber auch Bilder von Damen und Herren, die so sind wie du und ich, wie Gott sie schuf. Sie räkeln sich schwarzweiss und weichgezeichnet, angedeutet nackt und tiefenerotisch auf künstlichen Eisbärfellen oder einem Eimer ausgekippter Rosenblätter. Gern mit Tattoos. Die Originale dieser Lockbilder hängen vermutlich in den Schlafzimmern vieler deutscher Eigenheime, in denen einer der Bewohner der Meinung war, sich fotografieren und verschenken zu müssen.
Über die Qualität oder die Ästhetik dieser Fotos muss man nicht, kann man aber streiten. Das hat nicht immer mit den darauf zu sehenden Models zu tun, das hat häufiger mit der entgrenzten Phantasielosigkeit der Studiofotografen zu tun. Die romantische Fotografie ist in den Köpfen dieser Fotografen irgendwo hinter „Vom Winde verweht“ stecken geblieben. Nun schickt sich auch Dirk Koch an, in die Riege dieser beschriebenen Fotografen zu treten. Das wäre für sich genommen keine Nachricht. Aber Dirk ist 22 Jahre alt, studiert Jura, fotografiert seit zwei Jahren bevorzugt junge Damen und ist der Sohn vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Deswegen kann man nicht anders als die vielen Bilder von all den Jennys, Beas und Lisas, die sich auf Dirks Homepage am Strand räkeln und die wie vermeintliche Bondgirls Waffen tragen oder sich vorher haben fesseln lassen mit einem Gedanken an Roland Koch anzuschauen. Lässt man aber die Sippenhaft beim Betrachten beiseite und beachtet allein die Qualität der Bilder, kann man es bei einer simplen Schlussfolgerung lassen: Dirk Koch wird mal ein guter Stadtstudioerotikfotograf.


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question_mark
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Mag ich Mag ich nicht

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14.02.2009 - 11:57 Uhr
question_mark

Dies ist ein unfairer Text. Ich halte Roland Koch zwar fuer einen unsaeglich schlechten Politiker (und sogar fuer einen der wenigen prominenten deutschen Politiker, die wirklich gefaehrlich fuer unser Land sind), aber seinen Sohn sollte man da raus halten. Er wird es als Sohn von Roland Koch ohnehin schon nicht leicht haben, im Spannungsfeld der an ihn gestellten Erwartungen seinen eigenen originellen Weg zu gehen (zumal sein Vater wahrlich keiner ist, der die Foerderung von Individualitaet auf seine Fahne geschrieben hat). Wen geht es etwas an, womit Dirk Koch herumprobiert? Lasst ihn einfach in Ruhe machen, worauf er Lust hat.

miss_moneypenny
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14.02.2009 - 14:04 Uhr
miss_moneypenny

ich finde die bilder auch nicht außergewöhnlich, aber seinen vater kann man sich nicht aussuchen. ist doch fies drauf rum zu reiten.

flacmurry
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14.02.2009 - 14:30 Uhr
flacmurry

idealist sagte:
zusammen mit allen rechten aller hauptberuflichen krawattenträger und deren kindern.

Nicht sehr reif!

sebsemilia
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14.02.2009 - 18:27 Uhr
sebsemilia

gähn

sonnigerdonnerstag
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14.02.2009 - 22:18 Uhr
sonnigerdonnerstag

warum ist sowas eine meldung wert? weil er der sohn von roland koch ist? ich bitte euch.

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14.02.2009 - 22:44 Uhr
sonnigerdonnerstag

dirk-vongehlen sagte:
Zum Thema Diskussionskultur: Ich sehe nicht, wo der Fotograf Dirk Koch in diesem Text persönlich beleidigt wird. Hier wird ein Foto-Genre besprochen und am Ende darauf hingewiesen, dass der Sohn des hessischen Ministerpräsidenten dieses ausübt.


am ende darauf hingewiesen? was ist mit der überschrift?

ein fotogenre? seine bilder laufen in der fotocommunity nicht unter akt, außer zwei- drei bilder, sondern in der mehrzahl schlicht unter studio oder fashion.
das meiste ist belanglos, keine frage und deshalb auch keine meldung wert.

lea2
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14.02.2009 - 23:12 Uhr
lea2

@sebastian: ich finds toll, daß du dich in die diskussion eingebracht hast!

drolli
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15.02.2009 - 03:48 Uhr
drolli

sebastian-mraczny sagte:
karrrrrrak sagte:
Es ist eigentlich SCHADE dass es keine Sippenhaft mehr gibt.

die kochs gehören weggeschlossen! das gäb auch ein paar schön erotische fotos so hinter gittern mit handschellen und pistolen.

soll man sowas nun löschen? vielleicht besser dazu stellung beziehen. Meine sttellung dazu:
das kan ndoch nicht dein ernst sein? was hat dass denn mit wegsperren zu tun. und weißt du eigentlich in welcher gegend du dich mit der einführung von "sippenhaft" befindest?


Ich bin mir auch unschluessig, aber ich halte es fuer moeglich dass es nicht ernst gemeint war (in dubio pro reo).

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15.02.2009 - 03:52 Uhr
drolli

dirk-vongehlen sagte:
Zum Thema Diskussionskultur: Ich sehe nicht, wo der Fotograf Dirk Koch in diesem Text persönlich beleidigt wird. Hier wird ein Foto-Genre besprochen und am Ende darauf hingewiesen, dass der Sohn des hessischen Ministerpräsidenten dieses ausübt.


Aehhh, ja, aber der Punkt ist das hier nicht wegen der Fotographien besprochen wird.

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15.02.2009 - 03:53 Uhr
drolli

sebastian-mraczny sagte:
gilt auch für _xxx_ - ich finde, auch eine gesternte beleidigung ist eine beleidigung.


Das sehen die Gerichte wohl auch so.

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peter-wagner unbekannt

peter-wagner

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.


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